DE853745C - Kaschierter Textilstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung - Google Patents

Kaschierter Textilstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung

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DE853745C
DE853745C DEA12960A DEA0012960A DE853745C DE 853745 C DE853745 C DE 853745C DE A12960 A DEA12960 A DE A12960A DE A0012960 A DEA0012960 A DE A0012960A DE 853745 C DE853745 C DE 853745C
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DEA12960A
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English (en)
Inventor
Robert Dr-Ing Schwab
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Kaschierter Textilstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung Das Kaschieren von Textilstoffen ist schon zu den verschiedensten Zwecken bekanntgeworden. Es ist auch bekanntgeworden, gestrickte, gewirkte und gewebte Textilstoffe mittels Gummi oder auf gummihaltiger Masse zusammenzukleben, um dem kaschierten Stoff im Rahmen der ihm eigenen Dehnbarkeit erhöhte Elastizität zu geben.
  • Derartige Stoffe sind aber nur bedingt verwendbar, da ihnen durch die die beiden Stoffbahnen bindenden Klebestoffe jede Porosität fehlt. Für Bekleidungsstücke, insbesondere solche, die eng am Körper anliegen, ist die Verwendung derartig kaschierter Stoffe ausgeschlossen.
  • Um diese Begrenzung der Verwendungsmöglichkeit der mittels Gummi oder gummihaltiger Masse kaschierten Stoffe zu beseitigen, ist vorgeschlagen worden, einen mit Löchern versehenen Gummifilm durchVulkanisieren alsBindemittel der zu kaschierenden Stoffe zu .verwenden. Die Herstellung derartiger Kaschierungen ist teuer, weil der Gummifilm gesondert hergestellt werden muß und das Lochen einen weiteren Arbeitsgang benötigt. Beim Zusammenkleben des vorgelochten Gummifilms mit den Stoffen ist auch nicht die Gewähr dafür gegeben, daß die durchlässigen Stellen des Gummifilms mit den durchlässigen Stellen der beiden Stoffbahnen zusammenfallen, es sei denn, die Löcher sind so groß, daß umfangreiche gummifreie Flächen vorhanden sind. Dadurch ist aber die Elastizität in Frage gestellt.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß die Klebemasse, die die beiden Stoffbahnen bindet, im wesentlichen nur die Fäden und deren Knüpfste en und er creuzungen umlagert.
  • Dem weiteren Merkmal der Erfindung entsprechend wird bei der Bindung der beiden Stoffbahnen so verfahren, daß die zwischen den beiden Stoffbahnen aufgebrachte Masse vor dem Verdunsten ihres Lösungsmittels beziehungsweise vor dem Festwerden über und/oder unter Düsen geführt wird, die Druckluft in oder durch die beiden Stoffbahnen hindurchblasen. ' Der Blaswinkel, mit dem die Luft durch die beiden Stoffbahnen hindurchgedrückt wird, ist von wesentlicher Bedeutung für die Lagerung der Bindemasse in den beiden Stoffbahnen. Je spitzer der Winkel, um so mehr wird die noch weiche und formbare Bindemasse zwischen die aufeinanderliegenden Fäden der beiden Stoffbahnen gedrückt.
  • Die Druckluft wird entweder nur von unten oder nur von oben oder von unten und von oben gegen die Stoffbahnen und durch diese hindurchgeblasen. Dadurch kann die verschiedenste Wirkung in der Lagerung der Klebemasse erzielt werden. Ferner bewirkt die Bearbeitung der zusammengeklebten Stoffbahnen während des noch nicht erhärteten beziehungsweise erkalteten Zustands der Stoffmassen mittels in bestimmtem Winkel durch die Stoffbahnen hindurchgeblasener Druckluft ein Zerreißen des Klebefilms an den Stellen, wo die Stoffbahnen luftdurchlässig sind. Die Klebemasse wird um die einzelnen Fäden, Fadenknüpfstellen und Fadenkreuzungen herumgelagert und gibt dem kaschierten Stoff eine hohe Elastizität bei gleichbleibender Porosität.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Klebemasse aufgestrichen oder aufgesprüht werden. Eine vorteilhazur Anwendung des Verfahrens geeignete Vorrichtung besteht aus einem Tisch, über den die Stoffbahnen hinweggeführt werden. Am Anfang des Tisches sind zwei Walzen gelagert, von denen die beiden Stoffbahnen abgewickelt werden. Am Ende des Tisches ist eine dritte Walze gelagert, auf der die zusammengeklebten Stoffbahnen aufgewickelt werden. Die erste Walze liefert die unterste Stoffbahn, die unter einem Streichmesser hindurchläuft, vor dem die Klebemasse liegt. Hinter dem Streichmesser lagert eine Preßrolle, welche die von der zweiten Stoffwalze gelieferte Stoffbahn auf die mit der Klebemasse belegte Stoffbahn aufdrückt. Hinter dieser Druckwalze sind eine oder mehrere quer zum Tisch verlaufende Düsenreihen so angebracht, daß Druckluft im bestimmten Winkel von unten nach oben oder von oben nach unten oder von unten und von oben durch die Stoffbahnen geblasen wird. Hinter diesen Düsen ist eine Heizplatte angebracht, die das Erhärten der Klebemasse bewirkt.
  • Statt des Aufstreichens der Klebemasse mit dem erwähnten Streichmesser kann diese auch aufgesprüht werden.
  • Das Aufsprühen und dasAufstreichen derKlebemasse ist an sich bekannt. Das Aufstreichen wird insbesondere bei der Herstellung von Gummifäden mittels sog. Spreading-Maschinen angewendet. Die Spreading-Maschine gleicht im wesentlichen der oben erläuterten Vorrichtung zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Sie besitzt aber keine zweite Zuführwalze und auch keine Vorrichtung zum Blasen von Druckluft.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Tisch i, an dessen vorderer Seitenwand zwei Lager 3 für die Stoffwalze 4 befestigt sind. Von der Stoffwalze wird die untere Stoffbahn 5 auf die Tischplatte 6 geführt, und zwar unter eine Mulde 7 hindurch, die zur Stoffbahn offen ist und in der sich die Klebemasse 8 befindet, welche auf der Stoffbahn 5 aufliegt. Ein quer über den Tisch und die Stoffbahn verlaufendes Streichmesser 9, das in der Höhe genau einstellbar ist, reguliert die Stärke des auf der unteren Stoffbahn 5 aufliegenden Klebemassefilms. Hinter dem Streichmesser 9 auf der sich von vorn nach hinten in Richtung A bewegenden Stoffbahn 5 ist aufliegend eine Druckrolle io gelagert, welche die obere Stoffbahn i i der unteren Stoffbahn 5 zuführt und die beiden Stoffbahnen zusammendrückt. Die Stoffbahn i i kommt von der Stoffwalze 12, die an festen Lagerarmen 13 gelagert ist. Hinter dieser Druckwalze io sind zwei oberhalb der beiden Stoffbahnen 5 und i i quer über den Tisch verlaufende feste Druckleisten 14 und 15 angebracht, die die beiden Stoffe nach unten halten. Unterhalb dieser beiden Druckleisten und unterhalb der beiden Stoffbahnen 5 und i i sind in der Tischplatte 6 zwei quer zu ihr verlaufende Düsenreihen 16 und 17 angebracht, die mit dem Druckluftkasten i9 in Verbindung stehen, welcher durch das Rohr 2o mit Druckluft gespeist wird. Hinter den Düsenreihen ist im Tisch eine Heizplatte 21 auf der Tischplatte 6 angebracht, über die die beiden Stoffbahnen hinweglaufen. Am hinteren Ende der Tischplatte laufen die beiden zusammengeklebten Stoffbahnen auf die Stoffwalze 22 auf, die in Lagerarmen 23 liegt und in Richtung B gedreht wird.
  • Die Anordnung der beiden Düsenreihen 16 und 17 ist beispielsweise in der Oberansicht der Tischplatte in Fig. 2 dargestellt.
  • Nachdem die Streichmasse 8 mittels des Streichmessers 9 auf die untere Stoffbahn 5 aufgebracht ist, wird mittels der Druckwalze io die obere Stoffbahn i i aufgeklebt. Dann werden die beiden zusammengeklebten Stoffbahnen 5 und i i der Druckluftbehandlung durch die Düsenreihen 16 und 17 unterworfen, die beim Ausführungsbeispiel nur von unten nach oben, und zwar im rechten Winkel wirken. Die beiden Druckstäbe 1.4 und 15 verhüten das Hochblasen der beiden Stoffbahnen. Nach der Druckluftbehandlung erfolgt das Erhärten der Klebemasse, was beim Ausführungsbeispiel mittels der Heizplatte 21 bewirkt wird. Es bestehen keine technischen Schwierigkeiten und bedarf deshalb auch keiner besonderen zeichnerischen Darstellung, die Düsenreihen von oben nach unten oder von unten nach oben und von oben nach unten wirkend anzuordnen. Bei der Anordnung von beiderseitig wirkenden 1)iisenreilien können die unteren Düsenreihen den olleren genau gegenüberstehen. Sie können aber auch in der Bewegungsrichtung der Stoffbahnen hintereinander angeordnet sein, so daß erst die 1)iisetireilie von unten nach oben und dann die Düsenreihe von oben nach unten wirkt oder umgekehrt.
  • Die Länge des Tisches ist abhängig von der Zeit, die zum Erkalten der Klebemasse oder zum Verdunsten von deren' Lösungsmittel notwendig ist. Ztiin Auftragen der Klel)emasse auf die Stoffbahnen können an Stelle des Streichmessers 9 S1)rühdüsen 2.t und 25 dienen.
  • Als Kleheniasse kann Gummi oder eine gummihaltige Masse verwendet werden, die nach dem Verdunsten ihres Lösungsmittels oder nach dein Festwerden hochelastischen Charakter hat.
  • Als Stoffbahn können alle Arten von textilen Stoffen aus jedem geeigneten Fadenmaterial verwendet werden, die gewirkt, gestrickt oder gewellt sind.

Claims (15)

  1. PATEN TA NS i'RF'CHE: i. Kaschierter Textilstoff, dessen beide Lagen mittels Gummi oder gummihaltiger Masse zusammengeklebt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Klel)emasse im wesentlichen nur die Fäden und deren Knüpfstellen und Überkreuzungen umlagert.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von kaschiertem Stoa nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den beiden Stoffbahnen aufgebrachte Klel)emasse vor dem Verdunsten ihres T.östnigsmittels bzw. vor dem Festwerden über und/oder unter Düsen geführt wird, die 1)ruckltift in oder durch die beiden Stoffl)alinen 1)lasen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft im rechten Winkel zti den Stoffbahnen wirkt.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, (laß die Druckluft im spitzen Winkel zti den Stoffbahnen wirkt.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebemasse auf die eine Stoffl)alin aufgestrichen und die zweite Stoffbahn darül)ergelegt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis dadurch gekennzeichnet. daß die Klebemasse auf die eine Stoffbahn aufgesprüht und die zweite Stoffbahn darübergelegt wird.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 bis 6, gekennzeichnet durch einen Tisch (i), über den die beiden Stoffbahnen (5 und i i) hinweggeführt werden, eine Stoffwalze (4) für die untere Stoffbahn (5) am Anfang des Tisches, eine Klebemassenmulde (7) mit auf der unteren Stoffbahn (5) aufliegender Klebemasse (8), ein in der Höhe verstellbares Streichmesser (9) hinter der Klebemasse (8), eine Druckwalze (io) hinter dem Streichmesser (9), welche die von der Stoffwalze (12) kommende obere Stoffbahn (ii) auf die untere Stoffbahn (5) aufdrückt, Druckluftdüsen (16 und 17) hinter der Druckwalze (io), die in bestimmtem Winkel Druckluft in die Stoffbahnen (5 und i i) hinein- oder hindurchblasen, und eine Aufwickelwalze (22) am Ende des Tisches (i), die in Umdrehungen versetzt wird und die zusammengeklebten Stoffe aufwickelt. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Düsenreihen (16 und 17) unterhalb der Stoffbahnen (5 und i i) vorgesehen sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Düsenreihen (16 und 17) oberhalb der Stoffbahnen (5 und ii) vorgesehen sind. io.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Düsenreihen (16 und 17) unterhalb und oberhalb der Stoffbahnen (5 und i i) vorgesehen sind. i i.
  11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Düsenreihen den oberen Düsenreiben gegenüberstehen.
  12. 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Düsenreibe in der Bewegungsrichtung der Stoffbahnen vor den oberen Düsenreihen steht.
  13. 13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Düsenreihe in der Bewegungsrichtung der Stoffbahnen hinter den oberen Düsenreihen steht.
  14. 14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 his 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen im rechten Winkel zu den Stoffbahnen angeordnet sind.
  15. 15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen im spitzen Winkel zu den Stoffhahnen angeordnet sind.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967564C (de) * 1952-04-10 1957-11-21 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Herstellen poroes doublierter Gewebe
US2836221A (en) * 1956-06-15 1958-05-27 Fr De Materiaux Et Produits Hy Apparatus for manufacturing waterproof coverings
DE1055489B (de) * 1955-09-22 1959-04-23 Freudenberg Carl Kg Verfahren zum Herstellen von mit Verklebungsmitteln impraegnierten, poroesen Fasergebilden
DE1240032B (de) * 1961-09-16 1967-05-11 Holzapfel & Co K G Geb Verfahren zum Herstellen von Flaechengebilden aus thermoplastischen Kunststoffen
EP0391260A1 (de) * 1989-04-06 1990-10-10 Chisso Corporation Verfahren zur Herstellung massiger Vliesstoffe

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