DE963056C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgebilden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgebilden

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DE963056C DER8960A DER0008960A DE963056C DE 963056 C DE963056 C DE 963056C DE R8960 A DER8960 A DE R8960A DE R0008960 A DER0008960 A DE R0008960A DE 963056 C DE963056 C DE 963056C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04H—MAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H11/00—Non-woven pile fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgebilden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein Vorrichtung zum; Herstellen von florgewebeähnlichen Textilerzeugnissen, insbesondere von. Teppichen, bei denen die den Flor bildenden Fäden mit ihren Enden in einer Fadenführung angeordnet und nach dem Verkleben mit einem Grundgewebe od. dgl. abgeschnitten werden. Es sind Verfahren bekannt, bei denen der Klebstoff mittels Walzen oder mit Hilfe von Schablonen musterartig aufgetragen und die bereits auf Länge geschnittenen Fasern gegen das Grundmaterial geblasen werden. Auf diesem bleiben sie mustergemäß hängen und kleben fest in mehr oder weniger senkrechter Stellung. Der florartige Charakter kommt demgemäß nur im Muster zum Ausdruck, während der Grund glatt bleibt.
  • Weiterhin ist es bekannt, das Grundgewebe od. dgl. ganz mit Klebstoff zu versehen und die ebenfalls auf Länge geschnittenen Fasern aufzubringen. Will man jedoch hierbei Muster erzeugen, so müssen Fasern verschiedener Farben nacheinander mit Hilfe von Schablonen aufgetragen werden; dadurch ergibt sich eine Abhängigkeit der Verfahrensdauer von der Anzahl der Farben. Es läßt sich hiermit nur eine beschränkte Vielfalt der Farben und eine begrenzte Feinheit der Bemusterungerreichen; überdies sind die Abgrenzungen der Muster unscharf.
  • Bei einem anderen bekannten Verfahren befindet sich das florbildende Material (z. B. Garn) zu Packen zusammengedrückt in einer annähernd fadenparallelen Anordnung. Die Einzelfäden sind untereinander gleich lang, und zwar so, daß sie die verlangte Florhöhe mehrfach enthalten. Die Schnittflächen der Fäden liegen alle in einer Ebene senkrecht zur Fadenrichtung und werden mit Latex od. dgl. untereinander verklebt. Zur Verstärkung legt man auf die Klebefläche Packleinen oder ein ähnliches Material. Parallel zur Klebeebene trennt man dann mit einem Messer eine Schicht in der Dicke der Florhöhe von dem zurückbleibenden Packen ab. Auch bei diesem Verfahren ist eine genaue Musterung nicht möglich, da die den Flor bildenden Fäden in zusammengedrücktem Zustand innerhalb des Packens sich selbst überlassen sind; sie winden sich umeinander und drücken sich zur Seite, wie Drehung und unterschiedliche Fadenstärke es mit sich bringen. Ein nach diesem. Verfahren hergestelltes Florgebilde hat auch in der Decke ein anderes Aussehen als die bekannten Florgewebe, weil die Fäden unmittelbar nebeneinanderliegen, was bei Florgeweben wegen der zwischenliegenden Bindefäden nicht der Fall ist.
  • Schließlich ist ein Verfahren bekannt, bei dem bereits abgeschnittene Fadenstapel reihenweise durch Greifer dem mit Klebstoff beschichteten Grundgewebe zugeführt werden. Doch wird hierbei wegen der Art der Zuführung einer Fadenbahn keine Bemusterung der samtartigen Faserdecke erreicht, wie sie z. B. bei Teppichen erwürnscht ist.
  • Demgegenüber wird gemäß der Erfindung ein mit Klebstoff versehenes Grundgewebe od. dgl. nach dem Erhärten des Klebemittels unter Zugspannung über eine Umlenkwalze od. dgl. geführt, wobei das Grundgewebe die angeklebten Fäden von Fadenreihe zu Fadenreihe fortlaufend aus einer Fadenführung hervorzieht und worauf das Abtrennen der Fadenenden erfolgt. Man erreicht auf diese Weise eine sehr einfache und billige Herstellung von Florgebilden, die weitestgehend das Aussehen eines in üblicher Weise hergestellten Teppichs aufweisen.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine vereinfachte Seitenansicht einer Vorrichtung, zum Teil im Schnitt, Fig. 2 die Lage der Fadenführung kurz nach Beginn des Klebvorganges, Fig:3 die Endstellung der Fadenführung nach einem Arbeitsspiel, Fig. q. die Vorderansicht des Fadenturmes mit der Schneideinrichtung, Fig. 5 einen Teil einer Führungseinheit, Fig.6 schaubildlich einen Ausschnitt aus drei Führungseinheiten, Fig. 7 in vergrößertem Maßstabe den Beginn der Klebung, Fig. 8 die Schneidcinrichtung in vergrößertem Maßstabe und Fig. 9 ein abgeändertes Ausführungsbeispiel. Die zur Florbildung bestimmten Fäden liegen gemäß Fig. 2 parallel nebeneinander und haben untereinander die gleiche Länge. Die mit dem Grundmaterial zu verbindenden Fadenenden sitzen in der Fadenführung i, die anderen Enden werden in der Fadenaufhängung 2 gehalten. Da Fadenführung und Aufhängung in der Waagerechten eine rechteckige Ausdehnung haben, nimmt die Gesamtheit der Fäden einen quaderförmigen Raum ein. Die Fadenführung i und die Fadenaufhängung :2 haben die -Aufgabe, die Gesamtheit der Fäden 3 in der quaderförmigen Anordnung zu halten und dafür zu sorgen, daß sich die Fäden nicht umeinander winden oder verfilzen.. Darüber hinaus ist die Fadenführung so ausgebildet, daß während des- Klebevorganges jedes untere Fadenende 3, seinen. bestimmten Platz einhält. Dies wird erreicht durch Führungseinheiten und Führungselemente (Fig. 5 und 6), die in ihrer Gesamtheit die Führung 2 ergeben.
  • Auf Blechstreifen 38 sind kleine Federn 39 aus federndem Blech nebeneinander angebracht; die Federn 39 bilden mit dem Blechstreifen 38 eine Führungseinheit. Der feste Teil 39" der einen Feder ergibt mit dem federnden Teil 39b der Nachbarfeder als Führungselement einen einseitigen offenen Kanal. In einem. solchen Element liegt ein Faden oder eine Gruppe von mehreren Fäden.
  • Fig.5 gibt das Nebeneinanderliegen der Führungselemente in einem Abschnitt einer Einheit wieder. Aus Fig.6 ist in einem Ausschnitt das Hintereinanderliegen von drei Führungseinheiten zu erkennen; hier sind der Deutlichkeit halber nur drei Einzelfäden eingezeichnet, in Wirklichkeit liegt in jedem Führungselement je ein Faden bzw. eine Gruppe von mehreren Fäden. Durch Voreinanderreihen der Führungseinheiten werden die Führungselemente an ihrer offenen Seite verschlossIen, so daß die Fäden in Kanälen von reckteckigem Querschnitt liegen. In der Fadenführung i liegen so viele Führungselemente nebeneinander und so viele Führungseinheiten hintereinander vereinigt, wie es die Fläche des verlangten Florgebildes erfordert. Die Unterbringung der Fadenenden in einzelnen Führungselementen bringt es. mit sich., daß die Fäden nicht dicht nebeneinanderliegen, sondern vielmehr freien Raum. zwischen sich lassen.
  • Aus den. Figuren ist zu ersehen, wie die Enden 3, der Fäden 3 gleichmäßig um wenige Millimeter aus der Führung i herausstehen; die Gesamtheit dieser Enden bildet eine Ebene, an die die mit Klebemitteln versehene Unterlage, z. B. ein Grundgewebe od. dgl., herangeführt wird. Zu diesem Zweck wird die Unterlage 4 von dem Materialbaum 5 abgewikkelt und über die Walzen 6 und. 7 der Klebeeinrichtung zugeführt. Ein Behälter 15 enthält den Klebstoff 14; dieser wird über Walzen 16 und 17 der Unterlage mitgeteilt. Diese geht weiter über eine Druckplatte 8, wird durch Walze 9 umgelenkt und gelangt über die geriffelte Walze io zum Warenbaum 13, wobei sie durch Walzen i i und 12 gestützt und geführt wird. Der Motor 29 treibt über Schnecke 30 und Schneckenrad 31 die Walze io an, durch deren Riffelung die Unterlage 4 mitgenommen wird; sie bewegt sich während des Arbeitsvorganges in Richtung der eingezeichneten Pfeile. Der Warenbaum 13 wird ebenfalls durch den Motor 29 angetrieben; die Übertragung ist jedoch nicht dargestellt.
  • Die Fadenführung i und die Aufhängung 2 befinden. sich zusammen in einem Fadenturm (in Fig. i nicht angedeutet), der waagerecht in Längsrichtung des Grundgewebes vierfahrbar ist. Nach Fig. .4 laufen auf Schienen 25 Räder 24 und tragen den aus Stahlprofilen bestehenden Fadenturm 23. In diesem befinden sich die unlewegbar angeordnete Fadenführung i und, an Ketten 27 od. dgl. hängend, die Fadenaufhängung 2.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Die Unterlageq. läuft nach Fig. 7 an der Wa1z-e 17 vorbei und. wird von ihr mit dem Klebemittel 1q., das sich in weichem, klebfähigen Zustand befindet, gleichmäßig beschichtet. Nach der Umlenkung durch die Walze 7 beginnt der Klebevorgang. Die Fadenenden 3a tauchen in den Klebstoff. Während die beschichtete Unterlage weiterwandert, geht auch der Fadenturm mit, und zwar mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Unterläge, so daß die in das. Klebemittel ragenden Fadenenden sich gegenüber der Unterlage nicht verschieben. Im Weiterlaufen erhärtet das Klebemittel, und die Verbindung der Fäden 3 mit der Unterlage ist hergestellt.
  • Das Erhärten findet auf der Strecke zwischen den Walzen 7 und 9 statt (Fig. i). Eine sichere Anlage der Unterlage .4 gegen die Fadenenden 3a während des Erhärtens wird durch die Druckplatte 8 erreicht. Diese wird von Säulen 36 in Bohrungen 35 geführt und drückt durch die Kraft der Spiralfedern 37 die Unterlage gegen die Fadenenden. Durch den Antrieb der Walze io und durch eine Bremsung an der Walzeh, hervorgerufen durch die Bremsscheibe 32 und die Bremsbacken 33, wird die Unterlage straff gespannt. Dies isst eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Vorgang, der in Fig. 8 dargestellt ist, die einen. vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. i enthält.
  • An die Druckplatte 8 schließt sich die Walze 9 an, die sich in Pfeilrichtung dreht, während das Grundgewebe mit den angeklebten Fäden gleichmäßig weiterläuft. Dieses wird nun nach Entstehen ausreichender Klebkraft über die Walze 9 od. dgl. geleitet, wobei es sich von der Fadenführung i entfernt und die angeklebten Fäden mit sich zieht. Die Fäden 3 treten hierbei aus der Führung i hervor; hierbei muß die Reibung der Fäden an den Federn der Führungselemente überwunden werden. Im weiteren Verlauf nähern sich die immer mehr hervortretenden Fäden 3 der Schneide eines Messers i8. von der sie zertrennt werden. Die Florhöhen werden also von den zurückbleibenden Fäden 3 erst abgetrennt, wenn eine ausreichende Klebkraft zwischen Grundgewebe und den Fäden -entstanden ist.
  • Die Schneide des. Messers. i8 ist gegenüber der Walze 9 so eingestellt, d'aß die Fäden in der Weise zertrennt werden, daß einerseits die für das Erzeugnis verlangte Florhöhe h erreicht wird (Fig. 8) und daß andererseits die durch die Zertrennung neu entstandenen. Schnittflächen der verbleibenden Fäden eine Lage haben, die für den Klebevorgang des folgenden Arbeitsvorganges richtig ist.
  • Um den Fäden 3 ein Hervorkommen aus der Führung i zu ermöglichen, ist die Fadenaufhängung so eingerichtet, daß sie nachgelassen werden kann; sie wird beständig so gehalten, daß die Fäden 3 nicht straff gespannt sind, sondern vielmehr locker hängen.
  • In .der hier beschriebenen Vorrichtung wird das Zertrennen der Fäden 3 von einem Bandmesser 18 besorgt, welches beim Schneiden ständig umläuft. Selbstverständlich könnte man auch ein hin- und hergehenides Messer einsetzen, das länger ist als die Schnittlänge. Wesentlich ist jedoch, daß der Schnitt über die ganze Breite des Erzeugnisses gerade wird, sonst ergibt sich ein ungleichmäßiger Flor; und es ist wichtig, daß die Schneide gegenüber der Walze 9 ihren Abstand genau einhält.
  • Bei dem hier bezeichneten Messer 18 wird eine genaue Führung durch die Führungen 2,1 und. 22 erreicht. Hierbei ergibt sich aus Platzgründen die Notwendigkeit, das Bandmesser 18 gegenüber der Ebene der abgeschnittenen Fadenenden um einen bestimmten Betrag zu neigen (Fig. 8).
  • Aus Fig. d. geht hervor, wie das Bandmesser 18 über zwei Räder i9 und 2o geführt wird, * die in dem Bandmessergestell 34 gelagert sind. Die Führungen des Bandmessers sind hier nicht eingezeichnet; ebenso ist der Antrieb hierfür weggelassen. Die an Ketten 27 befestigte Fadenaufhängung 2 wird durch Gegengewichte 2' od. dgl. ausbalanciert. Dabei werden die Ketten 27 über Kettenräder 26 geführt, die untereinander so in Verbindung stehen (hier nicht dargestellt), daß ein gleichmäßiges Ablassen der Aufhängung :2 gewährleistet wird.
  • Die hier beschriebene Vorrichtung zur Herstellung von Florgebilden ist ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Fadentrurm 23 mit der Führung i, der Fadenaufhängung 2, den Fäden 3 und dem Aufhängemechanismus vierfahrbar ist, alle anderen Teile sind ortsfest angeordnet. Selbstverständlich sind Abwandlungen möglich, ohne den Rahmen, der Erfindung zu verlassen.
  • Der erste Arbeitsgang der Vorrichtung geht so lange weiter, bis die ganzen mit der Unterlage verbundenen Fäden 3 das Messer 18 passiert haben und zerschnitten worden sind (Fig. 3). Dann wird der Fadenturm zurückgefahren in Ausgangsstellung. Man läßt jetzt das Grundgewebe od. dgl. um etwas mehr als die Strecke s zurücklaufen,*so d'aß die bei dem Messer 18 stehenden letzten Florfäden wieder an die Walze 7 gelangen. (Die hierzu nötige Einrichtung isst nicht gezeichnet.) Die Stellung der Vorrichtung ist jetzt so, daß derselbe Herstellungsgang sich wiederholen kann; das nächste Florgebilde schließt sich somit direkt an das vorhergehende an. Nach jedem Arbeitsgang sind die Fäden 3, welche ursprünglich alle eine Länge I_ (Fig. 2) hatten, um eine Florhöhe h kürzer geworden; .und um diesen Betrag muß die Fadenaufhängung 2 jedesmal nachgelassen werden. Das Annähern der Fadenaufhängung :2 an die Führung i vollzieht sich selbsttätig durch eine hier nicht eingezeichnete Einrichtung, deren Funktion jedesmal durch das Vor- und Zurückfahren des Fadenturmes eingeleitet wird.
  • Das Fadenmaterial reicht aus, so viele Florgebildeherzustellen, wie Florhöhen h in der Länge L enthalten sind. Bei einer Länge L = 3 m und Florhöhe h = 6 mm lassen sich demnach 500 gleiche Florgebilde herstellen. Die Fäden können bis auf geringe Reste verbraucht werden, so daß sich eine annähernd hundertprozentige Materialausbeute ergibt.
  • Die Schnelligkeit des Verfahrens hängt in erster Linie davon ab, in welcher Zeit der Klebevorgang so weit fortgeschritten ist, daß die Fäden 3 mit Sicherheit aus der Führung i hervorgezogen werden können, ohne daß sie an der Klebestelle abreißen.
  • Die Vorbereitung des Verfahrens besteht darin, die Fäden 3 auf die Länge L zu schneiden, dieselben in die Führung i zu bringen und in der Aufhängung 2 zu befestigen. Die Fäden werden dabei in gestreckter Form in der Ordnung des verlangten Musters einsortiert. Das Auswählen ,der Farben wird von einer lochkartengesteuerten Jacquardmaschine besorgt. Die Anzahl der Farben hat keinem Einfluß auf den zeitlichen Verlauf der Vorbereitung; lediglich die Größe -der herzustellenden Florgebilde und damit die Anzahl der einzusortierenden Fäden spielt eine Rolle. Die Zeit der Vorbereitung ist unabhängig von der Länge L der Fäden, also von der Anzahl der verlangten gleichen Florgebilde.
  • Fig. 9 gibt ein anderes. Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens wieder. Das wesentliche hierbei ist die andere Form. der Fadenführung i ; sie ist jetzt nicht mehr gestreckt, sondern hat die Form eines großen. Hohlzylinders mit waagerechter Achse. Die Führungseinheiten, welche in ihrer Gesamtheit wieder die Fadenführung ergeben, werden durch zwei seitliche Scheiben 40 in ihrer Lage gehalten. Hierdurch ergibt sich ein trommelartiges. Gebilde. Die Scheiben 40 sitzen-auf einer ,gemeinsamen Achse 41, welche auf den Bökken 42 drehbar gelagert ist. Die Führungseinheiten stehen radial (wie dies in einem Ausschnitt der Fig. 9 zu sehen ist); ebenso sind: die von ihnen. geführten Fäden 3, welche sich in dem freien Raum des Hohlzylinders befinden, radial untergebracht. Die Fadenenden 3Q stehen wieder gleichmäßig um wenige Millimeter aus der Führung hervor;- ihre Gesamtheit bildet so einen Zylindermantel. Es erscheinen im übrigen die gleichen Funktionen und Einzelheiten wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis B.
  • Die Trommel wird durch die umschlingende Unterlage od.dgl. mitgenommen; das Anliegen der Unterlage gegen die Fadenenden während des Erhärtens ergibt sich durch die Zugspannung ,im Grundmaterial. Diese Ausführung ist besonders geeignet, Meterware (z. B. Teppiche, Brücken) damit zu erzeugen. Der Herstellungsvorgang kann ohne Unterbrechung fortgehen., bis das Fadenmaterial verbraucht ist. Zur Unterbringung längerer Fäden könnte man dieselben seitlich zur Trommel ein Stück heraushängen lassen.
  • Schließlich besteht noch die Möglichkeit, die Trommelachse.und entsprechend sämtliche Walzen u. dgl. senkrecht anzuordnen. Man könnte die Fäden 3 dann ebenfalls länger wählen und dieselben an der Trommelunterseite zwischen den Scheibenspeichen heraushängen lassen.

Claims (7)

  1. PATEN TA NS PR CÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Florgebilden, bei dem .die den Flor bildenden Fäden mit ihren Enden in einer Fadenführung angeordnet und nach dem Verkleben mit einem Grundgewebe od. dgl. abgeschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, ,daß die mit Klebstoff versehene Unterlage (4) nach dem Erhärten des Klebemittels unter Zugspannung über eine Umlenkwalze (9) od. dgl. geführt wird, wobei das Grundgewebe die angeklebten Fäden von Fadenreihe zu Fadenreihe fortlaufend aus der Fadenführung hervorzieht und worauf das Abtrennen der Fadenenden erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aneinanderreihen von Florgebilden der die Fäden (3) tragende Turm (23) nach -dem gemeinsamen Verschieben mit der Unterlage (4) über die Klebestation um mehr als eine Länge und das fertige Florgebilde um eine Fadenträgerlänge zurückgeführt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführung (i) in einem turmartigen Fadenträger (23) angeordnet ist, der über einer Druckplatte ad. d@gl. (8) für sich oder gemeinsam mit der Unterlage (4.) od. dgl. verschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fadenführung (i) aus mehreren hintereinanderliegen.den Führungseinheiten zusammensetzt, die ihrerseits Führungselemente (Bremsfedern 39) besitzen, in denen die Fäden einzeln oder in Gruppen zu mehreren geführt und durch elastische Mittel, z. B. federnde Zungen (39b), gebremst werden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden mit einem Ende in der Fadenführung (i) angeordnet sind, während ihr anderes Ende in einer auf die Führung zu verstellbaren Vorrichtung (2) gehalten ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenaufhängung (2) sich selbsttätig entsprechend dem Verbrauch der Fäden (3) .der Fadenführung (i) nähert, wobei die Bewegung von dem Vor- und Zurückgang des Fadenträgers (23) abgeleitet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht der Fadenaufhängung (2) mit den daran befestigten Fäden (3) durch Gewichte (28) ausgeglichen ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, d-aß die Laufebene des. Bandmessers (z8) gegenüber der Ebene der Fadenenden (3Q) geneigt ist. g. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Umlenkwalze (9) od. dgl. und d-er Schneide des Messers (z8) zur Änderung der Florhöhe (h) einstellbar ist. ro. Vorrichtung zur Ausübung .des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß für einen kontinuierlichen Arbeitsvorgang die Führungseinheiten radial angeordnet sind, wobei sich ein trommelartiges Gebilde, welches auch den Fadenvorrat aufnimmt, ergibt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 830 042; französische Patentschrift Nr. 774 738; schweizerische Patentschrift Nr. 266 353.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118742B (de) * 1958-10-08 1961-12-07 Kurt Moeckel Vorrichtung zum Herstellen von Teppichen od. dgl.

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR774738A (fr) * 1933-07-06 1934-12-12 Int Latex Processes Ltd Procédé de fabrication de tapis
CH266353A (fr) * 1947-01-17 1950-01-31 John Crossley & Sons Limited Machine pour fabriquer un tissu à poils.
DE830042C (de) * 1947-06-11 1952-01-31 Trytdale Rugs Ltd Halton Mills Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Teppichen, Decken oder Matten und damit hergestellte Erzeugnisse

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