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Verfahren und Maschine zur Zentrierung und Feinstbearbeitung insbesondere
zylindrischer Bohrungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zur
Zentrierung und Feinstbearbeitung insbesondere zylindrischer Bohrungen von Hohlkörpern.
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Die genaue Zentrierung des Werkstückes gegenüber dem Werkzeug bereitet
bei den bisher bekannten Maschinen Schwierigkeiten, ist aber mit Rücksicht auf den
gleichmäßigen Anpressungsdruck der Schleifsteine gegen die Wandung der Bohrung und
somit die gleichmäßige Bearbeitung der Wandung unbedingt erforderlich.
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Gemäß der Erfindung wird das Werkstück, im Gegensatz zu dem Bekannten,
mit der zu bearbeitenden Bohrung selbst zentriert, so daß Einstellfehler, die hei
den bekannten Vorrichtungen zur Zentrierung der Bohrung durch Einspannen des Werkstückes
z. B. an seiner Außenseite bedingt sind und gerade bei Feinstbearbeitung zu erhöhten
Ungenauigkeiten führen, von vornherein ausgeschaltet sind. Um das Werkstück genau
zu zentrieren, wird dieses lose auf einen festen Träger aufgesetzt und durch auf
die zu bearbeitende Innenfläche allseitig gleichmäßig ausgeübten Druck in eine bestimmte
Lage gebracht, in der es dann endgültig eingespannt wird. Danach wird es feinst
bearbeitet.
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Zur Zentrierung dient ein auf einer festen Unterlage fest eingespannter
Körper, der mit federnden Spreizarmen versehen ist, die in die zu bearbeitende Bohrung
eingeführt und gegen deren
Wandung derart angedrückt werden, daß
ein nach allen Seiten gleichmäßig verteilter Druck auf die Bohrungswandung entsteht.
Spannung und Lockerung der Spreizarme werden durch einen. Spannkegel hervorgerufen,
der auf einem konzentrisch zu den Spreizarmen auf dem letztere tragenden Körper
befestigten Zentrierzapfen der Höhe nach verstellbar ist und je nach seiner Lage
sich gegen die Köpfe der Spreizarme anlegt bzw. von ihnen abrückt.
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Das Werkstück selbst wird auf einer Unterlage angeordnet, die gegenüber
dem Träger für die Spreizvorrichtung derart verstellbar ausgeführt ist, daß das
Werkstück nach seiner Zentrierung in seine Arbeitslage gebracht worden kann. Um
die genaue Zentrierung des Werkstückes durch die bewegliche Lagerung seines Trägers
gegenüber dem fest angeordneten Träger für die Spreizvorrichtung nicht zu beeinträchtigen
und ferner dafür zu sorgen, daß die Zentrierung bei sämtlichen nacheinander einzustellenden
und zu bearbeitenden Werkstücken gleich einwandfrei ist, ist der bewegliche Werkstücksträger
gegenüber dem festen Träger für die Spreizvorrichtung seinerseits zentrierbar ausgebildet.
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Um bei von der Bearbeitungsvorrichtung getrennt angeordneter Zentriervorrichtung
das zentrierte Werkstück in die genaue Bearbeitungslage gegenüber dem Werkzeug zu
bringen, ist der Träger für das zentrierte Werkstück als, gegenüber dem Träger für
die Spreizvorrichtung schwenkbarer Tisch ausgebildet. Die Schwenkachse dieses Tisches
ist dabei so angeordnet, daß die Achse des zentrierten Werkstückes nach Verschwenken
des Tisches in die Bearbeitungslage mit der Achse des Werkzeuges (Honahle) genau
zusammenfällt und die auf einem Kreis um die Achse des Werkzeuges angeordneten Schleifsteine
somit unter gleichmäßigem Druck gegen die zu bearbeitende Bohrungswandung angepreßt
werden.
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Um die durch die Spreizvorrichtung erzielte Zentrierung des Werkstückes
durch eine ungeeignete Steinzustellung nicht zu beeinträchtigen, ist erfindungsgemäß
dafür gesorgt, daß an dem Werkzeug keine durch die Steinzustellung hervorgerufenen,
quer zur Achse der Werkzeugspindel gerichteten Kippmomente auftreten, infolge deren
die Bearbeitung der Bohrung nach der einen Seite st;irker wäre als nach der anderen
und u. a. als Unrundheiten sowie ungleichmäßige Bearbeitung zu er-.kennende Bearbeitungsfehler
entstehen könnten. Um diesen Nachteilen vorzubeugen, greift die die Steinzustellung
bewirkende Kraft gemäß der Erfindung nicht seitlich von der Werkzeugspindel an,
sondern wirkt vorzugsweise von deren Innerem heraus. In besonders günstiger Weise
läßt sich hierzu eine hydraulische Steueruug verwenden, wegen deren teilweiserUnterbringung
in der Spindel diese als Hohlkörper ausgebildet ist. Das zur Zustellung der Steine
verwendete Drucköl wird in das Innere der Werkzeugspindel eingeführt und wirkt auf
einen ebenfalls im Spindelinnern sitzenden Flügelkolben, dessen Schwenkbewegung
über einen Stellring auf die durch diesen verstellbaren Schleifsteinträger übertragen
wird und somit den Anpreßdruck erzeugt.
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Einzelheiten des Erfindungsgegenstands 'sind nachstehend unter Bezugnahme
auf die schematische Zeichnung beschrieben.
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Abb. i ist ein senkrechter Mittelschnitt durch die gesamte Anlage
nach 1-I der Abb. 2, Abb. 2 eine Draufsicht auf die Anlage, Abb. 3 ein Schnitt nach
111-III der Abt>. i und Abb.4 die Schaltvorrichtung der hydraulischen Steuerung
in einer bestimmten Lage.
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Die Maschine weist einen feststehenden Sockel i, einen darauf befestigten
Untertisch 2 und einen darauf schwenkbaren, 11e1>- und senkbaren Obertisch 3 auf.
Für die Schwenk- und Hubbewegungen des Obertisches 3 ist ein Hubkolben 4 mittels
eines Flansches 5 auf dem festen Untertisch 2 befestigt und mit einem Fuß 6 durch
eine Bohrung des letzteren hindurchgeführt. Der obere Teil des Fußes 6 tritt durch
eine gegen den Fuß 6 abgedichtete Bohrung 7 des schwenkbaren Obertisches 3 hindurch
in einen auf diesem angebrachten Zylinder 8 ein, an dessen Innenwandung sich der
auf dem Fuß 6 sitzende Kopf 9 des Hubkolbens ,4 anlegt. Den Fuß 6 sowie den Kopf
9 durchsetzt ein Kanal io, in den eine Rohrleitung 12 einmündet und der selbst in
den oberhalb* des Kopfes 9 befindlichen Zylinderraum einmündet, während ein Kanal
i i, an den eine Leitung 13 angeschlossen ist, den Fuß 6 allein durchsetzt und unterhalb
des Kopfes 9 in den Zylinder 8 einmündet.
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In eine Bohrung 14 des festen Untertisches 2 ist mit einem Zapfen
15 eine Spreizhülse 16 eingesetzt, die sich gegen den Untertisch 2 abstützt und
oben in Spreizarmen 17 ausläuft, deren Kopf 18 auf der Außenseite im wesentlichen
parallel zur Bohrungsfläche des zu bearbeitenden Werkstückes i9 und auf der Innenseite
zur Aufnahme eines Spannkegels 2o schräg verläuft. Der Spannkegel 20 ist auf einem
Zentrierzapfen 21 der Spreizhülse 16 in beiden Richtungen axial verschiebbar angeordnet.
Die Verstellung des Spannkegels 20 erfolgt durch eine Stellmutter 22, die auf dem
mit Gewinde versehenen freien Ende 23 des Zentrierzapfens 21 verschraublrar ist.
Mit einem Bund 24 greift sie unter eine mit dem Spannkegel 20 fest verbundene Scheibe
25, so daß sie bei ihrer Verstellung auf dein Ende 23 des Zentrierz.apfens 21 den
Spannkegel 2o hebt oder senkt, wodurch sich die federnd ausgebildeten Spreizarme
17 zusammenziehen oder auseinanderspreizen. Die Spreizarme 17 greifen durch eine
Bohrung 26 des Obertisches 3 hindurch und mit ihrem Kopf 18 in -die Bohrung des
Werksit,ückes i9 ein, das auf einen um die Bohrung 26 verlaufenden Bund 27 des Obertisches
2 aufgesetzt und nach seiner Zentrierung durch einen Spannring 28 in dieser Stellung
gehalten wird. Der Spannring 28 selbst wird durch in den Obertisch 3 eingeschraubten
Spannbolzen 29 und Muttern 30 in seiner Lage gesichert.
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Diametral gegenüber dieser Zentriervorrichtung befindet sich in gleichem
.-Xl>stand vom Zvlinder 8
das Werkzeug, z. B. eine Honahle. Diese
besteht in bekannter Weise aus einem Zylinderkörper 32 mit einem oberen und einem
unteren Flansch 33 zur Lagerung der die Schleifsteine 34 tragenden drehbaren Bolzen
31. An den in dem unteren Flansch 33 gelagerten Zapfen 35 der Bolzen 31 greift je
ein Kurbelhebel 36 an. Die Zapfen 37 sind in einem gemeinsamen Stellring 38 gelagert.
Ferner greift an dem Stellring 38 ein um die Achse der Welle 39 eines Flügelkolbens
4o verschwenkbarer Arm 41 an. Der Flügelkolben 40 und seine Welle 39 sind in einem
im Querschnitt sektorförmigen Raum 42 in der Werkzeugspindel 43 drehbar gelagert.
Eine hückführfeder 89 greift mit einem Ende an einer Stelle innerhalb der Werkzeugspindel
43 und mit dem anderen Ende an der Welle 39 des Flügelkolbens 4o an und sucht diesen
stets in einem Drehsinn zu verschwenken. Der Druckraum 42 ist oben und unten durch
einen Boden 44, 45 abgeschlossen und steht lediglich über eine Bohrung 46 mit einem
iDruckölraum 47 der hohl ausgebildeten Werkzeugspindel 43 in Verbindung. Die Werkzeugspindel
43 ist einerseits in dem Untertisch 2 und andererseits in einem an der Unterseite
des Untertisches 2 mittels Arme 48 abgestützten Halslager 49 drehbar und axial verschiebbar
gelagert. Ferner weist die Werkzeugspindel 43 zwei Bohrungen 5o, 51 für die Olzu-
oder -abführung auf, denen eine ringförmige Aussparung 52 gegenüberliegt. Letztere
ist vorteilhafterweise auf der Innenseite des an sich schon vorhandenen Halslagers
49 vorgesehen. Die Zuführung des Drucköles nach der Aussparung 52 bzw. seine Ableitung
aus dieser erfolgte über das Halslager 49 durchsetzende Bohrungen 53, 54, die über
Leitungen 55, 56 mit einem Umschalthahn 57 bzw. mit einem Manometer 58 verbunden
sind. Hinter dem 1@Ianometer 58 ist ein Druckregelventil 59 eingebaut, von dem eine
weitere Leitung 6o nach einem ölbeliälter 6i führt. Die Hinundherbewegung der Werkzeugspindel
43 wird durch eine von einem Motor 62 angetriebene, mittels eines I'leuels 63 und
der Drucklager 64, 65 am Kopf der b'verkzeugspindel 43 angreifende Kurbelscheibe
66 herbeigeführt.
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Die l)rehliewegling der Spindel 43 erfolgt über eine Scheibe 67, die
mit einer Innenverzahnung an der Außenseite der axial hin und her gehenden Spindel
43 angreift. Die Scheibe 67 erhält ihren Antrieb> von einem Motor 68 aus über an
sich bekannte Riemen- und Schneckentriebe 69, 70, 71.
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Zwecks Zentrierung des Werkstückes i9 wird der Obertisch 3 zunächst
gehoben, bis er mit seiner Unterseite um einen bestimmten Betrag über den Spreizköpfchen
18 liegt und wird alsdann so weit um den Hubkolben ,4 verschwenkt, bis der an ihm
befestigte Anschlagdaumen 72 an der Anschlagseite 73 anliegt. Dabei gelangt der
Obertisch 3 mit seiner Bohrung 26 über die Spreizhülse 16 mit den kreisförmig auf
letzterer angeordneten Spreizarmen 17. Zentrierzapfen 21 und Spreizarme 17 sind
so zueinander angeordnet, daß die Achse des durch die Außenseiten der Köpfe 18 gehenden
Kreises mit der Achse des vorzugsweise zylindrischen Zentrierzapfens 21 zusammenfällt.
Der Obertisch 3 wird alsdann gesenkt, bis er sich mit an seiner Unterseite befestigten
Zentrierwarzen 79 auf die auf dem Untertisch befestigten Stützkegel 74 frei aufsetzt.
Durch die Anordnung von Stützkegeln 74 und Zentrierwarzen 79 wird der Obertisch
3 gegenüber dem Untertisch 2 stets in ein und dieselbe Stellung gebracht. Den konusförmigen
Köpfen der Stützkege174 entsprechen zu diesem Zweck konusförmige Vertiefungen der
Zentrierwarzen 79. Der Spannring 28 wird darauf abgenommen und der Spannkegel 20
mittels der Stellmutter 22 so weit gehoben, daß er mit seiner Kegelfläche gerade
von den Spreizarmen 17 abrückt und diese sich somit in ihrer Lage am weitesten nach
der Mitte zu befinden. Das Werkstück wird darauf mit seiner Bohrung über die Spreizarme
17 geschoben und auf den Bund 27 aufgelegt, der Spannkegel 2o durch Drehen der Verstellmutter
22 in entgegengesetztem Sinn so weit wieder gesenkt, bis die Spreizarme 17 auseinandergehen
und sich mit ihren Köpfen 18 fest gegen die Fläche der Werkstücksbohrung legen,
wodurch das Werkstück zentriert wird. Um das Werkstück i9 in dieser Lage zu halten,
wird der Spannring 28 auf das W'ei- l;stück aufgesetzt und durch Bolzen 29 und Schraubenmuttern
30 eingespannt. Nach erneutem Heben des Spannkegels 20 und dadurch erfolgtem
Abrücken der Spreizarme 17 von der Bohrungswandung kann der Obertisch 3 wieder so
weit gehoben werden, bis er sich frei über die Köpfe 18 hinweg verschwenken läßt,
bis der Anschlagdaumen 7 5 gegen die Anschlagleiste 73 anschlägt. In dieser Lage,
in der die Achse des zentrierten Werkstückes i9 mit der Achse des durch die Schleifsteine
34 gelegten Kreises zusammenfällt, wird der Obertisch 3 wieder gesenkt, bis er sich
mit den Zentrierwarzen 79 an seiner Unterseite auf die Stützkegel 74 auflegt. Die
Schleifsteine 34 treten dabei in die, Bohrung des Werkstückes i9 ein. Die Zustellung
der Schleifsteine 34 erfolgt durch entsprechende Betätigung des Umschalthahnes 57
und des Druckregelventils 59. Nach Einschalten der Olpumpe 76 mittels des Motors
77 wird Drucköl aus dem Beliä'iter 6i über Leitung 78, Umschaltbahn 57, Leitung
55 und Aussparung 52 dem Druckölraum 47 zugeleitet, von wo es durch die Bohrung
46 in den Zylinderraum 42 gelangt und dien Flügelkolben 40 beaufschlagt. Durch Verschwenken
des letzteren sowie der Welle 39 wird gleichfalls der Arm 41 um die Achse der Welle
39 verschwenkt, wodurch der Stellring 38 und über die Kurbelhebel 36 auch die Schleifsteine
34 gegenüber der Bohrungswandung des Werkstückes i9 zugestellt werden. Der Anpreßdruck
der Schleifsteine 34 kann an dem Manometer 58 abgelesen und durch Verstellung des
Druckregelventils 59, durch das die Menge des durch die Rückströmleitung 6o dem
Behälter 61 wieder zugeführten Öles geregelt wird, eingestellt werden.
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Durch Einschalten der Motoren 62, 68 werden die oszillierende Bewegung
bzw. die Drehbewegung der Werkzeugspindel 43 herbeigeführt. Der Hub
der
Oszillationsbewegung sowie die Drehgeschwindigkeit können dabei konstant gehalten
oder auch nach Belieben veränderlich gemacht werden. Das gleiche gilt für die Hubgeschwindigkeit.
Der Hubbereich der Schleifsteine kann bei veränderlicher Hubgröße gleich der größten
Hubgröße bzw. bei konstanter Hubgröße der letzteren gleich sein, oder es kann der
gesamte Hubbereich größer sein als der größte bzw. konstante Hub, so daß die Steine
über den Hubbereich hin und her wandern. Ebenso kann die Höheneinstellung des Werkzeuges
regelbar sein.
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Die Druckölzuführung nach der Werkzeugspindel, d. h. die Zustellung
der Schleifsteine gegenüber dem Werkstück, kann während dessen Bearbeitung erfolgen,
ohne daß die Motoren abgestellt oder abgekuppelt zu werden brauchen. Damit die Olzufuhr
aus der Leitung 55 über die Aussparung 52 nach dem Druckölraum 47 sowie der Austritt
des Drucköles aus dem Druckölraum 47 über die Aussparung 52 nach der Ableitung 56
während des Antriebs der Spindel 43 nicht stoßweise, sondern stetig erfolgen kann,
ist die Höhe der Aussparung 52 ungefähr gleich der Hubhöhe der Spindel 43 gemacht,
so daß die Bohrungen 50, 5 i mit der ringförmigen Aussparung 52 stets im wesentlichen
in ungedrosselter Verbindung stehen.
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Der schwenkbare Obertisch 3 weist vorzugsweise mehrere, im Ausführungsbeispiel
zwei diametral einander gegenüberliegende Bohrungen 26 im gleichen Abstand vom Hubkolben
4 auf, so daß während der Bearbeitung des einen Werkstückes ein anderes Werkstück
bereits zentriert und eingespannt werden kann.
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Nach Fertigbearbeitung eines Werkstückes werden das Drucköl für die
Steinzustellung aus dem Raum 42 abgelassen und die Antriebsmotoren 62, 68 abgestellt,
so daß die Spindel 43 stillgesetzt wird und die Schleifsteine 34 von der bearbeiteten
Bohrungswandung des Werkstückes i9 abrücken.
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Der 0hertisch 3 wird gehoben und so weit zurückverschwenkt, bis der
Anschlagdaumen 72 sich wieder gegen die Anschlagleiste 73 legt. Das Werkstück i9
wird nach Lösen des Spannringes 28 abgenommen und der Obertisch 3 in seine Zentrierstellung
gesenkt, so daß mit der Bearbeitung des in die Arbeitslage verschwerikten zentrierten
Werkstückes sowie mit der Zentrierung eines weiteren Werkstückes begonnen werden
kann. Heben und Senken des Obertisches 3, sein Andrücken gegen den Untertisch 2
unter gleichzeitiger Zentrierung diesem gegenüber sowie die Druckregelung für die
Steinzustellung erfolgen gemäß diesem Ausführungsbeispiel mittels ein, und derselben
hydraulischen Steuervorrichtung. Hierzu ist die an die Druckseite der Förderpumpe
76 angeschlossene Druckleitung 78 einerseits unmittelbar an die nach dem Kanal i
i führende Leitung 13 angeschlossen. Andererseits ist die Druckleitung 78 über eine
Zweigleitung 8o und zwecks wahlweisen Zu-oder Abschaltens des Kanals io über den
@mschalthahn 57 und eine Leitung 12 an den Kanal io angeschlossen. Außer der nach
der Spindel 43 gehenden Leitung 55 führt von dem Umschalthahn 57 eine Ölrückführleitung
8i nach dem Ölbehälter 61, die über ein Sicherheitsventil 82 enthaltende
Leitung 83 mit der Druckleitung 78 verbunden ist. Die Zweigleitung 8o mündet in
die Zentralbohrung 84 des Hahnkükens 85 ein, das eine von der Zentralbohrung 84
ausgehende Radialbohrung 86 aufweist, die nach Verschwenken des Kükens 85 in die
eine oder andere Endlage (gestrichelter Dippelpfeil 87) in die Leitung 55 bzw. 12
einmündet. Das Küken 85 legt sich nur über einen Teil seines Umfanges ganz gegen
die Außenwandung des Halmkörpers an. Auf dem übrigen Teil des Umfanges besteht zwischen
dem Küken 85 und der Innenwandung des Hahnkörpers ein Raum, z. B. Aussparung 88,
über den die ölrückleitung 81 entweder mit der Leitung 55 oder der Leitung 12 verbunden
werden kann.
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Zum Heben des Obertisches 3 wird das Küken 85
in seine eine,
in der Zeichnung rechte Endlage verstellt, in der die Leitung 12 über die Radialbohrung
57, Axialbohrung 84, Zweigleitung 8o und Druckleitung 78 an die Druckseite der Förderpumpe
76 angeschlossen ist. Die nach -der Spindel 43 führende Leitung 55 ist dagegen über
die Aussparung 88 und die Ölrückleitung 81 mit dem Druckölbehälter 6i verbunden,
so daß das Öl aus dem Raum 42 des Flügelkolbens 4o austreten kann. Beim Betrieb
der Pumpe 76 gelangt das Drucköl bei entsprechender Einstellung des Hahnes 57 aus
der Steigleitung 78 einerseits in die Leitung 13
und über den Kanal i i in
den unteren Druckraum des Zylinders 8, andererseits über die Zweigleitung 8o, Zentralbohrung
84, Radialbohrung 86, Leitung 12 und Kanal io in den oberen Druckraum des Zylinders
B. Infolge der Druckdifferenz im oberen und unteren Druckraum des Zylinders 8 wird
der Obertisch 3 gehoben.
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Um den Obertisch zu senken, genügt es, das Küken85 so weit im Uhrzeigergegensinn
zu drehen, daß die Radialbohrung 86 senkrecht nach oben steht. In dieser Stellung
des Kükens 85 legt dieses sich voll gegen die zwischen den Einmündungen der Leitungen
12 und 55 liegende Innenwandung 'des Hahnkörpers 57 an, während die Leitungen 12
und 55 beide über die Aussparung 88 mit der Ölrückleitung 81 und dem Ölbehälter
61 verbunden sind. Der Obertisch senkt sich infolge seines Eigengewichtes und des
im unteren Druckraum des Zylinders 8 herrschenden Druckes, wodurch das Öl aus dem
oberen Druckraum des Zylinders 8 über Kanal io, Leitung 12, Aussparung 88, Ölrückleitung
8i nach dem Ölbehälter 6i abfließen kann.
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Für den Betrieb des Werkzeuges wird das Küken 85 so weit im Uhrzeigergegensinn
verschwenkt, daß die Radialbohrung 86 in die Leitung 55 eininündet. Das Drucköl
kann dadurch in den Druckölraum 47 und über die Bohrung46 in den Raum 42 gelangen,
wodurch der Flügelkolben 40, je nach der Einstellung des Druckregelventils 59, mehr
oder weniger stark beaufschlagt und somit die Steine 34 mehr oder weniger stark
gegen die zu bearbeitende Wandung des Werkstückes angedrückt
werden.
1)a der untere Druckraum des Zylinders 8 mit der Druckseite der 1# ör<lerpuinpe
76 ständig in Verbindung steht, herrscht während des Betriebes der Förderpampe 76
im unteren Druckraum des Zylinders 8 stets ein Druck, so daß hei Aufhebung des Druckes
im oberen Druckraum des Zylinders 8 der Obertisch 3 stets gegen den Untertisch 2
an-,edrückt wird. Dadurch wird zunächst die genau° Zentrierung des Obertisches gegenüber
dem Untertisch durch genaues Einpassen der Stützkegel 74
in die ZentrierwarzetT
79 erzielt. Ferner wird dadurch erreicht, daß der Obertisch 3 durch die Hinundherbewegungen
der Schleifsteine nicht auch selbst hin und her verschoben, sondern unbeweglich
gegen den festen Untertisch 2 angedrückt wird. Um die Zustellung der Schleifsteine
aufzuheben, wird das Küken 83 in die vorstehend erwähnte Mittelstellung verschwenkt,
wo die Leitungen 12 und 53 beide über die Aussparung 88 mit der ÖI-rückleitung 8i
verbunden sind. Durch die von der Rückführfeder 89 auf den Flügelkolben 4o ausgeübte
Kraft tritt eine Ölrückführung aus dem katitn 42 nach (lern 1)rttckölratlm 47 und
von dort über Leitung 33, Hahn 57 und ölrückleitung 81 nach dem Behälter 6r ein,
wodurch der Anpreßdruck der Schleifsteine aufgehoben wird und diese von der bearbeiteten
Werkstücksfläche abrücken.
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1)a zwischen der Werkzeugspindel und ihrem Lager im Untertisch 2 ein
gewisses Spiel bestehen muß, dieses Spiel seinerseits aber für die allseitig genaue
Bearbeitung der Werkstiickswandung von Nachteil sein kann, ist eine genaue Zentrierung
der Schleifsteine gegenüber der zu bearbeitenden Fläche von großer Bedeutung. Vorteilhafterweise
werden daher getn<il.i der Erfindung drei um 12o° gegeneinander versetzte Schleifsteine
verwendet, die sich während der Bearbeitung der Werkstücksfläche selbst zentrieren.
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Die vorstehend beschriebene Maschine läßt sich 1bei Durchführung entsprechender
Änderungen an der Zentriervorrichtung und dem Werkzeugkopf auch zur Bearbeitung
von Außenflächen verwenden, ohne claß an den übrigen Teilen der Anlage etwas geändert
zu werden braucht.
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Selbstverständlich können anstatt einer einzigen Zentriervorrichtung
und eines einzigen Werkzeuges deren mehrere vorgesehen werden, so daß gleichzeitig
mehrere Werkstücke bearbeitet werden können. Bei Verwendung der Maschine als Mehrzweckmaschine
sind Zentriervorrichtung(en) und Werkzeuge vorzugsweise auswechselbar ausgebildet,
so daß entweder I tinenflächen bzw. Außenflächen oder auch gleichzeitig zum Teil
Innenflächen und zum Teil Außenflächen bearbeitet werden können. Ferner kann der
Untertisch anstatt des Obertisches oder auch beide Tische gegenläufig hel>- und
senkbar sein.