DE856101C - Verfahren zur Herstellung eines Kohlensaeureabsorptionsmittels, insbesondere fuer Gasschutzgeraete - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kohlensaeureabsorptionsmittels, insbesondere fuer Gasschutzgeraete

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DE856101C
DE856101C DED3715D DED0003715D DE856101C DE 856101 C DE856101 C DE 856101C DE D3715 D DED3715 D DE D3715D DE D0003715 D DED0003715 D DE D0003715D DE 856101 C DE856101 C DE 856101C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B19/00Cartridges with absorbing substances for respiratory apparatus

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Kohlensäureabsorptionsmittels, insbesondere für Gasschutzgeräte Als trockene Absorptionsmittel für Kohlensäure, insbesondere in Gasschutzgeräten, benutzt man im allgemeinen Ätzalkalien oder Natronkalk. Der übliche Natronkalk des Handels enthält außerordentlich hohe Anteile an Ätznatron. Diese Materialien werden in gekörnter Form angewendet.
  • Auch mit gekörntem Calciumhydroxyd ist eine ausgezeichnete Kohlensäureabsorption hervorzubringen. Das Calciumhydroxyd absorbiert Wasser nicht so heftig wie die Ätzalkal,ien. Daher ist die bei der Regeneration der Ausatemluft entstehende Wärme wesentlich geringer, weil die Kondensationswärme des Wassers und die Hydrationswärme der gebildeten Karbonate fehlen, Größen, die bei Ätzalkalien verhältnismäßig stark ins Gewicht fallen. Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines insbesondere für Gasschutzgeräte bestimmten Kohlensäureabsorptionsmittels, wonach gebrannter Kalk zunächst mit der zweibis dreifachen theoretischen Wassermenge gelöscht wird, worauf man die entstehende Masse knetet, formt und bei niedriger Temperatur, zwischen 50 und 70°, trocknet.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird gebrannter Kalk mit dem Wasser vorsichtig vermischt. Es entsteht dabei eine feuchte kompakte Masse. Diese wird gut durchgeknetet und in bekannter Weise aus Düsen heraus zu Fäden gespritzt. Die auf diese Weise entstehenden Stränge von etwa 3 bis 5 mm Dicke werden in etwa 2 bis 3 mm lange Stückchen zerschnitten und dann getrocknet. Es ist wesentlich, @daß die Trockentemperatur nicht zu hoch ist. Das fertige Produkt soll noch etwa 20 0/0 Wasser enthalten. Beim Kneten der Masse wird sie dünner und bekommt die Elastizität, die erst die leichte Verformung ermöglicht.
  • Es kann zweckmäßig sein, dem Kalk vor dem Formen Bindemittel hinzuzufügen. Man kann z. B. das Ablöschen des gebrannten Kalks statt mit Wasser mit einer verdünnten Alkalilösung vor nehmen. Dabei darf der Alkaligehalt in dem. Gesamtprodukt höchstens 2 % ausmachen. Statt der Atzalkalien lassen sich auch mit dem gleichen Effekt entsprechende Mengen von Karbonaten, Sulfaten, Chloriden und anderen Salzen der Alkalien verwenden.
  • Es ist schon ein Verfahren zur Herstellung von Kohlensäure absorbierenden Massen bekannt, wonach Ätzkalk mit Wasser gelöscht oder Calciunihy°droxyd mit oder ohne Zusatz von Binde- oder Füllmitteln mit der jeweils erforderlichen Menge Wasser angemaischt wird, so daß es eine völlig homogene Masse bildet. Dieses Produkt wird dann entweder mit Hilfe von Wärmeeinrichtungen, von Druck oder auf andere Weise so hergerichtet. (laß es eine feste zusammenhängende Masse bildet, die in Brechern oder Mühlen in Verbindung mit Siebeinrichtungen auf die für den jeweiligen Verwendungszweck gewünschte Korngröße gebracht wird. Dieses Verfahren ist umständlich und erfordert eine Reihe von kostspieligen Maschinen.
  • Das neue Verfahren ist sehr viel einfacher und läßt sich mit billigeren, leicht zu beschaffenden Einrichtungen durchführen. Das Trocknen wird bei ganz niedriger Temperatur vorgenommen, um zu dem gewünschten Produkt zu gelangen. Selbstverständlich kann man an sich bei ioo° schneller trocknen als bei 50 bis 70°. Wenn man aber die durch Formen hergestellten Preßlinge bei höherer Temperatur trocknet, so trocknet zunächst nur deren Oberfläche. Dabei bildet sich eine Kruste, die die darunterliegenden Teile der Masse vor weiterer Trocknung schützt. Man bekommt also auf diese Weise äußerlich harte Preßlinge mit einem weichen Inneren. Diese sind aber für den hier in Betracht kommenden Verwendungszweck nicht brauchbar.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung unterscheidet sich sehr wesentlich von dem bekannten dadurch, daß bei ihm erst geformt und dann getrocknet wird, während man nach dem bekannten Verfahren erst trocknet und dann formt bzw. körnt. Daß mit dem neuen Verfahren ein sehr viel wirksameres Absorptionsmittel herstellbar ist, ergibt sich aus den nachstehenden Versuchen: A) In einer Knetmaschine wurden entsprechend dem neuen Verfahren 17,5 kg gelöschter Kalk mit 7,5 1 Wasser, darin 340 g K O H gelöst, angeteigt. Die Knetdauer betrug 15 Minuten. Die Masse wurde dann in einer Spritzmaschine zu Strängen, die während des Arbeitsgangs gleich in der richtigen Größe abgeschnitten wurden, geformt. Diese geformten Preßlinge wurden in einem Vakuumofen bei etwa 5o1 und 7010 mm Vakuum i Stunde lang getrocknet und nachher auf den gewünschten Wassergehalt von 18 % durch Bespritzen mittels einer Blumenspritze gebracht.
  • B) Ferner wurden entsprechend dem bekannten Verfahren die gleichen Mengen Kalk und K O H angewendet, aber nur 21 Wasser zugegeben, aus dem Grunde, weil das Material sonst breiig für die Formpresse gewesen wäre. Das angeteigte Material wurde aus der Knetmaschine in eine Kunstharzpresse hineingebracht und mit einem Druck von etwa 6oo atü je Quadratzentimeter zu Scheiben von io cm Durchmesser und 1,5 cm Stärke geformt. Diese Scheiben wurden, wie bei A), im Vakuumofen bei gleicher Temperatur und gleichem Vakuum getrocknet, nach dem Trocknen mit der Hand zerkleinert und die den geformten Stücken entsprechende Korngröße herausgesiebt, worauf sie auf den gleichen Wassergehalt wie bei A) gebracht wurden.
  • Eine Patrone, die mit einem Alysorptionsmaterial nach A) gefüllt war, ließ bei der Prüfung mit der künstlichen Lunge bis Zoo Minuten o% C02, bei 1i5 Minuten o,5 % und bei 132 Minuten 1,5 0/0 durch. Dagegen ließ die Vergleichspatrone, die mit dem Material nach B) gefüllt war, schon nach io Minuten 2% C02 und nach 38 Minuten 4% C 02 durch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zur Herstellung eines Kohlensäureabsorptionsmittels, insbesondere für Gasschutzgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß gebrannter Kalk zunächst mit der zwei- bis dreifachen theoretischen Wassermenge gelöscht wird, worauf man die entstehende Masse knetet, formt und bei niedriger Temperatur, zwischen 5o und 70°, trocknet.
DED3715D 1936-03-01 1936-03-01 Verfahren zur Herstellung eines Kohlensaeureabsorptionsmittels, insbesondere fuer Gasschutzgeraete Expired DE856101C (de)

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