DE85926C - - Google Patents

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  • Containers Opened By Tearing Frangible Portions (AREA)

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KAISERLICHES
PATENTAMT. Y&
Bei Milchkannen, welche aus Metall hergestellt werden, macht sich der Einfmfs der Temperatur auf die Milch sehr unangenehm und schädlich geltend, da das Metall als guter Wärmeleiter die Hitze leicht und schnell hindurchläfst. Diese Kannen haben dagegen den Vortheil, dafs sie gut sauber gehalten werden können und das Ausgiefsen der Milch erleichtern. Sie sind aber theuer und wenig dauerhaft. Die hölzernen Milchgefäfse haben wegen ihrer bauchigen Form immer zwei Deckel oder Böden. In den oberen Deckel wird der Verschlufs eingesetzt, so dafs noch ein Rand zwischen diesem und der Gefäfswand bleibt. Dieser Rand hindert einmal das leichte Ausgiefsen der Milch, da die Oeffhung der Kanne bei engeren Behältern nicht genau über die letzteren gebracht werden kann, und dann bleibt auch stets etwas Milch in der Kanne zurück, die an der Unterseite des oberen Deckels haftet und schwer zu entfernen ist. Die bisher gebräuchlichen Holzkannen haben daher nur den grofsen Vortheil, dafs die Milch in ihnen von dem Temperaturwechsel sehr wenig beeinflufst wird.
Die neue Milchkanne, welche den Gegenstand der Erfindung bildet, vereinigt die Vortheile der metallenen und der hölzernen Milchkanne und vermeidet deren Nachtheile gänzlich.
In der Zeichnung ist diese Milchkanne in einer Ausführungsform dargestellt, und es ist:
Fig. ι die Milchkanne im Querschnitt, Fig. 2 der Verschlufs im Querschnitt und Fig. 3 im Grundrifs. . .
Die neue Milchkanne ist nur in ihrem unteren Theil α bauchig und nach unten durch den Boden b in bekannter Weise geschlossen. Nach oben hin zieht sich der Bauch der Kanne immer mehr und mehr ein und kann dabei eine glatte oder gewölbte Oberfläche haben. Oben ist der zusammengezogene Hals nur so weit, dafs ein Metallverschlufs direct in die Wandung eingesetzt werden kann. Das Einsetzen kann in beliebiger zweckentsprechender Weise, z. B. vermittelst Gewinde, wie in Fig. 1 dargestellt, oder vermittelst unterschnittener Flächen oder dergleichen geschehen.
Der Metallverschlufs besteht aus einem Metallring c, welcher aufsen mit Gewinde oder mit unterschnittenen Flächen versehen sein kann. Innen hat derselbe einen abgeschrägten Ring d, dessen Kante in der Richtung der Gefäfswand steht. Der Ring c erhebt sich an zwei einander gegenüberstehenden Stellen zu nach den Seiten verlaufenden Lappen ef, weiche durchbrochen sind und den Bügeln g h des Verschlusses als Scharnier dienen.
Der Bügel g ist mit dem Verschlufsdeckel i verbunden. Der Bügel h legt sich auf den letzteren und wird mit diesem vermittelst eines Schiebringes k festgeklemmt, während das unbefugte Oeffnen des Verschlusses durch eine Plombe oder ein Schlofs oder dergleichen, welche durch die Bohrung e gezogen wird, verhindert werden kann.
Der eigentliche Deckel i des Verschlusses besteht aus einer Metallplatte i, deren Rand
nach aufwärts gebogen sein kann. Unter dieser Platte ist ein flacher Gummiring m vermittelst des Metallringes η befestigt, durch welchen das luftdichte Verschliefsen der Kanne hervorgebracht wird. Dieser Verschlufs kann aus jedem geeigneten Metall, als Gufseisen, Schmiedeisen, Bronze, Aluminium oder dergleichen, gefertigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Hölzerne Milchkanne, gekennzeichnet dadurch , dafs die seitliche Gefäfswand auf der durch den Deckel zu verschliefsenden Seite so weit zusammengezogen ist, dafs die Schliefsung der Mündung durch einen metallenen Deckel ohne Anbringung eines besonderen Bodens möglich ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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