DE861645C - Vorzugsweise in oder ueber dem Schwerpunkt aufgehaengtes Geraet zur Ausbildung von Flugzeugfuehrern in der Bedienung der Steuerung - Google Patents

Vorzugsweise in oder ueber dem Schwerpunkt aufgehaengtes Geraet zur Ausbildung von Flugzeugfuehrern in der Bedienung der Steuerung

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DE861645C
DE861645C DEK10172A DEK0010172A DE861645C DE 861645 C DE861645 C DE 861645C DE K10172 A DEK10172 A DE K10172A DE K0010172 A DEK0010172 A DE K0010172A DE 861645 C DE861645 C DE 861645C
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DE
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center
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Expired
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DEK10172A
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English (en)
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Ernst Guenter Dipl-Ing Haase
Josef Dipl-Phys Kunz
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Individual
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B9/00Simulators for teaching or training purposes
    • G09B9/02Simulators for teaching or training purposes for teaching control of vehicles or other craft
    • G09B9/08Simulators for teaching or training purposes for teaching control of vehicles or other craft for teaching control of aircraft, e.g. Link trainer
    • G09B9/12Motion systems for aircraft simulators

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  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

  • Vorzugsweise in oder über dem Schwerpunkt aufgehängtes Gerät zur Ausbildung von Flugzeugführern in der Bedienung der Steuerung Die Erfindung bezieht sich auf Bodengeräte, auf denen angehende Flugzeugführer die Bedienung der Steuerung eines Flugzeuges erlernen können, und bezweckt die Schaffung einer Vorrichtung, in der der Flugschüler die wirklichen Bewegungen eines Flugzeuges um seine Hoch-, Längs- und Querachse weitgehend naturgetreu nachahmen kann, wobei der Ausbilder sowohl den Flugschüler überwachen als auch Störbewegungen, wie sie im freien Fluge auftreten, auf das Gerät übertragen kann, ohne daß zur Erwirkung der Bewegung des Gerätes durch den Flugschüler und -lehrer eine andere Antriebskraft nötig wäre als die Steuer-, Hand- uni Fußkräfte, wie sie im Fluge auch auftreten.
  • Bei den bisher bekannten Fliegerausbildungsgeräten wird durch diese Steuerbewegungen ein motorischer Antrieb, z. B. pneumatischer, hydraulischer, elektromechanischer oder sonstiger Art, ausgelöst, der sinngemäß die Bewegung des Übungsgerätes hervorruft, die ein Flugzeug im Fluge ausführen würde. Diese Geräte sind daher teuer, in ihrem Aufbau kompliziert und von einer fremden Energiequelle abhängig. Demgegenüber weist der Gegenstand der Erfindung den Vorteil auf, daß alle Bewegungen des Übungsgerätes um seine drei Achsen allein durch die Hand- und Fußkräfte des Schülers entstehen. Dieses wird dadurch erreicht, daß das Gerät zwischen dem Sitz des Flugschülers und dem des Fluglehrers etwas oberhalb des Schwerpunktes kardanisch aufgehängt ist (s. Zeichnung Punkt a) und daß die Steuerbewegungen des Flugschülers im Sitz b über Seilzüge c und zwischengeschaltete Federn d derart auf den festen Ständer e übertragen werden, daß je nach der Größe des Massenträgheitsmomentes des Gerätes die Bewegungen um alle drei Achsen langsam oder schnell erfolgen. Wenn die Steuerkräfte dabei noch zu gering sind, kann man durch weitere Federn, die die Steuerung f in der Nullage gespannt halten, die Vorspannung und damit die Steuerkräfte erhöhen, wodurch in jeder Lage des Gerätes außerdem 'eine deutlich wirksame Rückstellkraft spürbar ist. In der Zeichnung ist dieser Vorgang zur besseren Übersicht nur bezüglich der Drehung um die Querachse schematisch dargestellt.
  • Die vom Lehrer oder Schüler gewollte Bewegung des Gerätes um die verschiedenen Achsen kann auch durch die Veränderung der Schwerpunktlage bewirkt werden. Dieser Vorgang ist schematisch durch die verschiedenen Stellungen des mit einem Gewicht versehenen Steuerknüppels g im hinteren Sitz h dargestellt. Bei der Steuerknüppelstellung i befindet sich der Schwerpunkt des Gerätes im Punkt k. Drehpunkt a und Schwerpunkt k liegen dabei senkrecht untereinander; es entsteht also kein Drehmoment. Bei Bewegung der Steuerung nach vorn in die Stellung l wandert auch ein Teil des Gewichtes nach vorn und damit auch der Schwerpunkt -nach m. Da jetzt der Schwerpunkt außerhalb der durch den Drehpunkt gehenden Senkrechten n-9,a liegt, wird ein Drehmoment ausgeübt, das das Gerät so lange zu drehen sucht, bis Schwerpunkt und Drehpunkt wieder untereinanderliegen. je nach der Bewegung des Steuerknüppels führt das Fluggerät schnellere oder langsamere bzw. größere oder kleinere Bewegungen um die verschiedenen Achsen aus. Außer der einfachen Form, in der die Gewichtsverlagerung, wie beschrieben und gezeichnet, dadurch geschieht, daß das Gewicht selber als Steuerknüppel ausgebildet ist, bestehen viele andere Möglichkeiten, einer von der Steuerknüppelstellung abhängigen Gewichtsverlagerung. Man kann den Steuerknüppelausschlag z. B. auch über Seilzüge oder Gestänge bzw. Getriebe derart auf verschiebbare, drehbare oder schwenkbare Gewichte übertragen, daß dabei die Gewichtsverlagerung proportional dem Steuerknüppelausschlag oder entsprechend stärker übersetzt wird bzw. in einem bestimmten Progessionsverhältnis zum Steuerknüppelausschlag erfolgt.
  • Durch Kombination von verschiedenen Federspannungen und Federwegen nach dem zuerst erläuterten Prinzip mit den Möglichkeiten der Gewichtsverlagerung, wie zuletzt beschrieben, lassen sich dem wirklichen Fluge sehr ähnelnde Wirkungen erzielen.
  • Die Sitze für den Lehrer und für den Flugschüler können mit voneinander unabhängigen Steuerungen nach denselben oder verschiedenen Prinzipien versehen sein, Dadurch ist der Lehrer in der Lage, durch Veränderung der Federspannung oder Gewichtsverlagerung mittels seiner Steuerung Störungen hervorzurufen, die der Flugschüler dann ähnlich wie im Fluge durch seine Steuerung korrigieren kann.
  • Die äußere Form und zusätzliche Ausrüstung des Gerätes sind ebenfalls weitestgehend den Erfordernissen und der Raumausgestaltung eines Flugzeuges ängepaßt. Durch Ausrüstung des Gerätes mit Instrumenten, Trimmungen usw. kann sich der Schüler auch in dieser Hinsicht schon mit den Bedienungen des wirklichen Fluges vertraut machen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorzugsweise in oder über dem Schwerpunkt aufgehängtes Gerät zur Ausbildung von Flugzeugführern in der Bedienung der Steuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung ohne fremde Energiezufuhr unmittelbar die Bewegung des Gerätes um seine drei Achsen bewirkt, z. B. über Seilzüge (c) unter Zwischenschaltung von elastischen Mitteln (d).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß pendelnd oder laufend angeordnete Gewichte so mit der Steuerung verbunden sind, daß ihre Verschiebung durch Schwerpunktverlagerung die Bewegung des Gerätes um seine Längs- und Querachse bewirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, däß mehrere Sitze (b, h) mit oder ohne Steuerung angeordnet sind. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine Störsteuerung innerhalb oder außerhalb des Gerätes zum Stören der Gleichgewichtslage.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß in der Störsteuerung (g) die pendelnd oder laufend angeordneten Gewichte benutzt werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß in der Störsteuerung die Seilzüge und elastischen :Mittel benutzt werden.
DEK10172A 1951-06-05 1951-06-05 Vorzugsweise in oder ueber dem Schwerpunkt aufgehaengtes Geraet zur Ausbildung von Flugzeugfuehrern in der Bedienung der Steuerung Expired DE861645C (de)

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