DE866657C - Schleuder- und Blockiermeldegeraet, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Schleuder- und Blockiermeldegeraet, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

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DE866657C
DE866657C DED8576A DED0008576A DE866657C DE 866657 C DE866657 C DE 866657C DE D8576 A DED8576 A DE D8576A DE D0008576 A DED0008576 A DE D0008576A DE 866657 C DE866657 C DE 866657C
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DE
Germany
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blocking
slingshot
measuring shaft
ball
alarm device
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Expired
Application number
DED8576A
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr-Ing Gebele
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Deutsche Bundesbank
Original Assignee
Deutsche Bundesbank
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description

  • Schleuder- und Blockiermeldegerät, insbesondere für Schienenfahrzeuge Das Schleudern der Treibradsätze von Eisenbahnfahrzeugen isti vom Standpunkt der Schonung des Materials aus betrachtet unerwünscht. Während zwar der Führer auf dem Triebfahrzeug das Schleudern durch die Schüttelschwingungen bemerkt, liegt der Fall ungünstiger, wenn Züge mit voneinander entfernten Antriebsanlagen gefahren werden. Da der Zug wegen dieses Schleuderns einer Antriebsanlage sich schlecht beschleunigt, wird der Führer dazu verleitet, Leistung zu- statt abzuschalten, wodurch das Schleudern der entfernten Anlage noch verstärkt wird.
  • Um das, Schleudern zu verhindern, sind in der Technik verschiedene Lösungen für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb und für Fahrzeuge ohne elektrischen Antrieb bekannt. Die bekannten Lösungen haben den entscheidenden Nachteil, daß immer eine Vergleichsmessung zwischen schleudernden und nichtschleudernden Teilen durchgeführt werden. muß. Sie versagt, wenn solche Vergleichsmessungen nicht durchgeführt werden können, also z. B'. wenn an Lokomotiven die Laufachsen, die niemals schleudern; fehlen. Da man aber anstirebt, das ganze Gewicht des Triebfahrzeugs als Reibungsgewicht auszunutzen und keine Laufachsen mehr einzubauen, verlieren die bisher verwendeten Lösungen immer mehr an Bedeutung. Außerdem isst der Aufwand für die bisher verwendeten Lösun.-gen erheblich.
  • Die Erfindung weist einen Weg, der keine vergleichenden Messungen benötigt, also in allen Fällen verwendbar ist. Außerdem kann das Gerät sowohl in einfacher mechanischer Art als auch in elektromagnetischer Form ausgeführt werden. Das Prinzip ist in beiden Fällen dasselbe. Est ist gekennzeichnet durch einen von einer Schleudernden Achse über eine Meßwelle angetriebenen Massering, der beim Schleudern oder bei Blockierung eines Radsatzes durch Beharrung infolge seiner Masse auf eine Einrichtung wirkt, die das Schleudern bzw. Blockieren des Radsatzes anzeigt. Der Massering macht also ruckartige Beschleunigungen bzw. ruckartiges Stehenblesben der Meßwelle nicht reit.
  • Dadurch kann einmal durch: eine aufs einer Vertiefung des Masserings gleitende Kugel, zum andeTen durch Magnete ein Kontikt ausgelöst bzw. eine Spannung erzeugt werden, die das Anzeigen des Schleuderns oder des Blockierens möglich. macht..
  • Das Gerät beruht dabei auf folgender Überlegung. Die größten. Beschleunigungen im, Zugbetrieb liegen bei o;7 m/sec2, die größten Verzögerungen durch Bremsung bei 1,5 m/sec2; dieBescbleunigungen durch Schleudern dagegen bei nicht weniger als 6 m/sec2, meistens aber zwischen 1o bis 30 m,/.sec2. Die Verzögerungen durch Blockieren sind noch weit(höher bis unendlich. Diese Spanne zwischen 1,5 und 6 m/sec2 nutzt das Gerät aus, es kann. infolge dieser großen Spanne grob und billig im Aufbau und in der Einstellung sein.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Schleuder- und Blockiermeldegerätes. für Schienenfahrzeuge dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Gerätes, in der mechanischen Ausführung, Abb. 2 den Schnitt A-B der Abb. i; Abb. 3 das Gerät in elektromagnetischer Ausfuhr rurig und Abb. 4 den: Schritt C-D der Abb.3: Durch eine schleuderfähige Achse (Radsatz) wird eine Meßwelle i angetrieben. Auf der Meßwelle sitzt der Innenring eines normalen Kugellagers 2, auf dessen Außenring ein Ring 3, der als Masse wirkt, aufgezogen ist. Dieser Massering 3 hat seitlich kugelförmige Vertiefungen 4 über den ganzen Umfang. Eine Kugel 5 wird durch die Kraft einer Feder 6 in eine dieser Vertiefungen gedrückte. Der Federdruck ist mit einer Stelisichraube 7 einstellbar. Die Kugel 5 mit Feder 6 wird ihrerseits, in einem Kugelhalter 8 geführt, der fest auf der Meßwelle =sitzt und sich mit dieser dreht. ' ' Wird nun die Meßwelle i und damit der Kugelhalter 8 ruckartig beschleunigt, also infolge Schleuderns der Achse, so kann der Massering-3 eben wegen seiner Masse nicht so schnell beschleurügt werden, er bleibt zurück. Die Kuge15 wird aus ihrer Vertiefung 4 im Massering-3. herausgedrückt und schließt infolgedessen durch denn Kontaktstift 9 einen Korntakt 1o, der auf einem sich mit der Meßwelle i drehenden Kontakthalter i i befestigt ist. Der Kontakt io @sitizt auf einem Isolierbock 12 des Kontakthalters i i und ist auch gegen den Kontaktstift 9 durch Gummipuffer 13 isoliert..Näch Beendigung des Schleuderns dreht die Meßwelle i sich Wieder mit Normaldrehzahl; die Kugel. 5 rastet wieder in irgendeine Vertiefung 4 des Masseringes 3 ein, der Kontakt io wird wieder geöffnet. Über einen isoliert auf der Meßwelle i sitzenden Schleifring 14 erfolgt über Schleifringfedern 15 die Zuleitung des elektrischen Stroms.
  • Der umgekehrte Vorgang tritt beim Blockieren der Antriebsachsen durch Bremsung ein. Die Meßr welle i bleibt ruckartig si@hen, während der Massering 3 weiterläuft. Die Kugel 5 wird ebenfalls aus der Vertiefung q, herausgedrückt usw. Sie überspringt dabei eine größere oder kleinere Anzahl von Vertiefungen, bis, sie wieder einrastet und den Massering 3 aufnimmt.
  • Das Gerät wird an die Batterie desi Fahrzeuges angeschlossen und gibt, wenn Schleudern oder Blokkieren eintritt, durch Schließen des Kontaktes io ein Ton-, oder Lichtsignal. An Stelle der einfachen mechanischen Lösung kann dasAnzeigen der Schleuderbewegungen bzw. des Blockierens auf elektromagnetischem Wege erreicht werden.
  • Der Grundgedanke dieses in Abb. 3 und 4 dargestellten Gerätes ist derselbe wie beim mechanischen Gerät. Sowohl auf der Meßwelle i (an Stelle des Kontakthalters 8 mit Kugel 5) als auch auf dem Masoenin#g 3 (an Stelle der Vertiefungen ¢) sitzen Magnete 25 und 26. Diese sind so eingestellt, daß, sie den Massgiering 3 durch magnetische Anziehungskraft (an Stelle des, Kugeldruckes) bei den normal vorkommenden Beschleunigungen und Verzögerungen bis 1,5 m/sec2 mitnehmen. Auf den Magneten 26 der Meßwelle i sulzt eine Induktionswicklung 27 (an Stelle des Kontaktstiftes und des Kontaktes). Treten große Beschleunigungen oder Verzögerungen auf, also beim Schleudern oder Blockierer, so reichen die normalen magnetischen Kräfte nicht aus, den Mässering 3 zu halten. Er fällt außer Tritt. Dadurch werden in der Induktionswicklung 27 Kraftlinien geschnitten und eine Spannung erzeugt. Diese Spannung wird über Schleifringe 28 und 29 abgeführt und benutzt, um ein Licht- oder Tonsignal zu erzeugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schleuder- und Blockiermeldegerät, insbesondere für Schienenfaberzeuge, gekeruzeichnet durch einen von einer .schleudernden Achse über eine Meßwelle (i) angetriebenen Massering (3), der beim Schleudern oder bei Blockierung der Achse durch Beharrung :infolge seiner Masse (auf mechanischem bzw. elektromagnetischem Wege) auf eine Einrichtung wirkte, z. B,. einen Korntakt (io)' auslöst, die das. Schleudern bzw, das Blockieren der Achse anzeigt. 2: Schleuder- und Blockiermeldegerät. nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem mittels Kugellager (2) auf der Meßwelle (i) gelagerten Massering (3) seitlich Vertiefungen: (4) angebracht sind, aus denen bei Ungleichheit der Geschwindigkeiten von Meßwelle und Massering ein Kontaktgeber (5) herausbewegt wird. 3. Schleuder-, undBlockiermeldegerätinach den Ansprüchen z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einem fest auf der Meßwelle (i). sitzenden Kugelhalter (8) als Kontaktgeber eine Kugel (5) geführt wird, die mittels der Kraft einer Feder (6) in die Vertiefungen (4.) des Ma-sseringes (3) gedrückt wird. q.. Schleuder- und. Blockiermeldegerät nach den Ansprüchen i biss 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6) mit einem auf die Kugel (5) drückenden Kontaktstift (9) verbunden ist, der beim Herausgleiten der Kugel aus den Vertiefungen (q.) den Kontakt (io) schließt. 5. Schleuder- und Blockiermeldegerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Meßiwelle (i) und dem Massering (3) Magnete (25, 26) angebracht sind. 6. Schleuder- und Blockiermeldegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß. auf den Magneten (25) der Meßwelle (i) eine Induktionswicklung (27) sitzt, so daß bei Verzögerungen oder Beschleunigungen des Masseringes (3) eine Spannung erzeugt wird, die wiederum zur Erzeugung eines (Licht- oder Ton-) Signals benutzt wird.
DED8576A 1951-04-04 1951-04-04 Schleuder- und Blockiermeldegeraet, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge Expired DE866657C (de)

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DE (1) DE866657C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1139870B (de) * 1958-10-08 1962-11-22 Knorr Bremse Gmbh Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung fuer die Bremseinrichtung von schienengebundenen Zugfahrzeugen
DE1178889B (de) * 1961-12-27 1964-10-01 Siemens Ag Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen
DE1211678B (de) * 1962-02-05 1966-03-03 Westinghouse Bremsen Apparate Elektrischer Impulsgeber fuer eine Schleuder- und/oder Gleitschutzeinrichtung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1139870B (de) * 1958-10-08 1962-11-22 Knorr Bremse Gmbh Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung fuer die Bremseinrichtung von schienengebundenen Zugfahrzeugen
DE1178889B (de) * 1961-12-27 1964-10-01 Siemens Ag Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen
DE1211678B (de) * 1962-02-05 1966-03-03 Westinghouse Bremsen Apparate Elektrischer Impulsgeber fuer eine Schleuder- und/oder Gleitschutzeinrichtung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

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