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Vorstoß für Vakuumfiltration
Gegenstand der Erfindung ist ein namentlich
für den Laboratoriumsgebrauch, insbesondere zum Filtrieren unter Vakuum, dienendes
Gerät, das trotz Verwendung von Umschließungen mit nur einer Öffnung, wie z. B.
gewöhnliche Flaschen, Rundkolben, Kannen, Fässer u. dgl., als AuffanggefäBc für
die abigesaugte Flüssigkeit die Beibehaltung einfacher und gebräuchlichster Filtriervorrichtungen
leicht ermöglicht.
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Zur Filtration unter Anwendung von Valcuum ist allgemein geläufig
der Gebrauch von Filtriervorrichtungen, wie z. B. Trichtern, Büchnertrichtern, Rutschen
mit gesintertem Filterkörper, Membfanfiltervorrichtung und ähnlichen Geräten mit
langem Ablaufstutzen, wobei dieser in den Hals von Sangflaschen, also Flaschen mit
seitlich angebrachtem Saugrohr, zur Anlegung eines Vakuums eingeführt und z. B.
durch Kautschukstopfen luftdicht als geschlossen wird. Dabei wird es in der Praxis
immer wieder als nachteilig empfunden, daß die Saugflaschen infolge schon geringfügiger
Beschädigungen, sei es namentlich durch schartige oder ahgestoßene Flaschenhalsinnenkanten,
wie sie inshesondere leicht Idurch Anstoßen mit dem Al)-lauf stutzen des einzuführenden
Filtergerätes hervorgerufen werden, oder sei es auch-durch Beschädigung des seitlichen
Saugrohres, für Vakuumfiltrationen schnell unbrauchbar werden.
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Zwar h.at man schon vorgeschlagen, die Verwendung von Saugflaschen
durch den Gebrauch von
besonders ausgestalteten Nutschen mit Ablauf
stutzen, der von einem mit einem Saugrohr versehenen Mantel umgeben ist, zu umgehen.
Für den dadurch geschaf£enen Vorteil der Verwendungsmöglichkeit,einhalsiger Flaschen
als Auffanggefäße mußte man aber ein zufolge seines Aufbaues fraglos kompliziertes
und ,damit empfindliches und teures Filtergerät in Kauf nehmen.
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Demgegenüber wird nun die Benutiunggehräuchlicher einfacher Filtergeräte
in Verbindung mit gewöhnlichen Flaschen und Kolben jeglicher Form und Größe, auch
von sog. Glasballons mit 50 und mehr Liter Inhalt oder anderer Umschließungen mit
nur einer Öffnung, wie z. B. Fässern und Kannen, als Sammelbehälter für die abgesaugte
Flüssigkeit in überraschend einfacher Weise dadurch ermöglicht, daß man in einen
erfindun,gsgemäß ausgestalteten Vorstoß mit seitlichem Saugrohr in bekannter Weiße
unter Zuhilfenahme von gebohrten Stopfen, Manschetten oder gelochten Platten, z.
B. aus Kautschuk, den Ablaufstutzen des Filtergerätes luftdicht einhängt und das
Filtergerät zusammen mit dem Vorstoß in ähnlicher Weise mit dier Flasche luftdicht
verbindet. Besonders vorteilhaft können die Verbindungen hi1enbfei mittels mehrerer
der b kannten, gegeblenenfalls ineinandergefügten Gummikonus sie bewerkstelligt
werden.
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Der erfindungsgemäße Vorstoß, für den sich außer Glas auch andere
Werkstoffe, wie keramische Massen, plastische Massen aller Art, z. B. auf der Basis
von Natur- oder Kunstkautschuk, Celluloid, Kunstharz u. dgl., oderoMetalle eignen,
besteht in seiner einfachsten Form aus einem sich schwach v'erjüngenden, mit seitlichem
Saugstutzen versehenen Rohr. Namentlich das verjüngte Ende des Vorstoßes kann mit
einem zweckmäßig genormten Kegeischlift ausgestattet sein, um im Bedarfsfall den
Vorstoß in Auffanggefäße mit Schliffhals vakuumdicht einsetzen zu können. Für besondere
Fälle kann ein lang andauerndes Halten des erzeugten Vakuums in einer unter Verwendung
des erfindungsgemäßen Saugstutzens zusammengefügten Vakuumfiltrierapparatur unter
Abschalten von der die Luftverdünnung hervorrufenden Vorrichtung erforderlich stein.
hierfür wie auch für die Regulierung des Sogs bzw. des Ausgleichs mit dem atmosphärischen
Luftdruck hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das seitlich -am erfindungsgemäßen
Vorstoß befindliche Saugrohr mit einem Hahn zu versehen, der dann vorteilhafterweise
als sog.
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Schwanzstopfenhahn ausgebildet ist.
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Statt der Aüsbil'dung des Vorstoßes in Form eines sich stetig verjüngenden
Rohres kann dieser auch aus zwei verschieden weiten, parallelwandigen und verkröpft
geschweißten Rohren bestehen. In jedem Fall aber muß der Vorstoß hinsichtlich Weite
und Länge so bemessen sein, daß einerseits lange Ablaufstutzen von Filtergeräten
eingefügt werden können und daß andererseits außerdem die ablaufende Flüssigkeit
den freien Abgang des entgegengesetzt strömenden Luftzuges nicht behindert.
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Die für die Aufnahme des Filtergerätes vor,va,esehene Öffnung des
Vorstoßes kann mit einem umgebogenen oder aufgelegten Rand versehen sein. Das für
einen Schlauchanschluß mit sog. Oliven versehene Saugrohr kann recht- oder spitzwinklig
in den Vorstoß einmünden. Sätze verschieden weiter Saugstutzen wegen unterschiedlicher
Weiten ender Öffnungen der Auffanggefäße erleichtern den -schnellen Zusamm'enbau
mit den Filtergeräten. Als universell verwendbar hat sich ein der Zeichnung entsprediender
Saugstutzen bewährt, den man z. B. für kleine wie auch große Büchnertrichter von
beispielsweise 26 cm Filterflächendurchmesser ohne weiteres gebrauchen kann.
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Der erfindungsgemäß,e Vorstoß bietet zu der durch den Erfindungsgegenstand
geschaffenen Möglichkeit, gängige und stets greifbare Laboratoriumsgeräte aller
Abmessung,en, wie z. B. Flaschen, Kolben, Ballone, Kannen, Fässer usw., für Vakuumfiltrationszwecke
in einfachster Weise einzusetzen, noch den Vorteil, im Bedarfsfall leichter und
billiger ersetzbar zu sein als Saugflaschen oder komplizierte Nutschen mit Saugstutzen,
ganz besonders, wenn derartige Geräte großes Fassungsvermögen besitzen.
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Durch den Erfindungsgegenstand werden in der Regel Saugflaschen überhaupt
erü1erigt, und außerdem gestattet er in weitesten Grenzen eine bessere Anpassung
der Filtratmengen an das Fassungsvermögen der Auf fanggefäße.
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PATENTANSPRÜcilE: I. Vorstoß, insbesondere aus Glas, für Vakuumfiltration,
gekennzeichnet durch ein durchgehend weites, verhältnismäßig nur wenig sich verjüngendes,
mit seitlichem Saugstutzen versehenes Rohr zum Einsetzen von Filtergeräten mit langem
Ablaufstutzen.