DE868162C - Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen - Google Patents

Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen

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DE868162C DEA6601D DEA0006601D DE868162C DE 868162 C DE868162 C DE 868162C DE A6601 D DEA6601 D DE A6601D DE A0006601 D DEA0006601 D DE A0006601D DE 868162 C DE868162 C DE 868162C
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    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/20Transmitting mechanisms
    • B61H13/30Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight
    • B61H13/32Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight by varying brake lever leverage

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen Es sind Vorrichtungen zur Erzielung zweier verschiedener Bremsleistungen an Fahrzeugen bekannt, wie sie insbesondere bei Eisenbahnfahrzeugen benötigt werden. Unter diesen sind vornehmlich die Güterwagen mit derartigen Vorrichtungen versehen, und zwar unterscheidet man hier zwischen derTarabremsung und derLas.tbremsung, je nachdem, ob es sieh um das Abbremsen des leeren oder beladenen Wagens handelt. Die Erzielung zweier verschiedener Bremsleistungen ist deswegen erforderlich, weil die für das Abbremsen des beladenen Wagens nötige Bremsleistung zu groß ist, um die Tara allein abzubremsen. Der leere wagen würde bei voll angezogener Bremse auf den Schienen ins Gleiten kommen, da die Räder blockiert werden. Die Bremsleistung muß bei Tara also kleiner sein als die Bremsleistung bei Last.
  • Zur Erzielung dieser zwei verschiedenen Bretnsleistungen an Fahrzeugen durch einen Brernszylinder ist es allgemein bekannt, zwischen den Neiden Horizontalebenen statt einer zwei Verbindungsstangen vorzusehen" durch die das Übersetzungs,verhä'ltnis zwischen Bremszylinder und Bremsklotz verändert werden kann. Hierbei bewirkt die Verbindungsstange, die sich näher am Bremszylinder befindet, auf die Bremsklötze einen kleineren Druck als die andere Verbindungsstange. Die erste Stange wird demnach für Tarabremsung, die zweite dagegen für Lastbremsung benutzt.
  • Um eine Veränderung der Übe rsetzun:g zu erhalten, hat man bereits vorgeschlagen., neue Hebel in das Bremsgestänge einzuführen, wobei ein jeder zugeführte Hebel ein festes, unveränderliches Hebelarmverhältnis hat, welches einem der gewünschten Übersetzungsverhältnisse entspricht.-Bei -der Tarabremsung muß die Verbindungsstange o für Lastbremsung ausgeschaltet und umgekehrt bei der Lastbremsung die Tarastange unwirksam gemacht werden. Zu diesem Zweck hat man schon bei der oben beschriebenen bekannten Einrichtung Schaltvorrichtungen. für verschiedene Hebel vorgesehen, die aus im Verhältnis zu dem Wagenuntergestell festgelagerten, ein- und ausschaltbaren Anschlägen. bestehen, welche in eingeschaltetem Zustand als Auflageflächen für die Hebel dienen. Bei einer anderen bekannten Vorrichtung dieser Art ist außerhalb der Tarastange eine Kupplungsvorrichtung vorgesehen, durch welche nach Stellung des Umstellhebels die Tarastange mit dem Horizontalhebel entweder fest verbunden oder gelöst wird. Auch ist es. bereits bekann.t, die Tarastange in zwei Teile zu teilen, die durch eine :ein- und ausschaltbare Kupplung miteinander verbunden sind, die, in einem geschlossenen: Gehäuse angeordnet, durch einen, konischen Sitz und eine entsprechend konisch ausgebildete, durch Federkraft zusammengehaltene mehrteilige Schraubenmutter gebildet wird, die ihrerseits auf einer Gewindestange sitzt, welche je nach der Einstellung .der Bremse (Tara oder La2sb) frei durch die Schraubenmutter gleiten kann oder durch sie mit dem anderen Stangenteil gekuppelt: wird. Bei dieser bekannten Vorrichtung dreht, sich der Zylinderhebel nach Einleitung der Bremsung stets um das Gelenk der Laststange, bis die Bremsklötze zum Anliegen kommen. Ist die vorhandene Kupplung eingeschaltet (Tarabremsurng), so geht, erst nachdem die Bremsklötze angelegt sind, dieser Drehpunkt infolge der Kupplung auf das Gelenk der Tarastange über. In einem solchen Fall entspricht das Klötzspiel sowohl bei Tara- als auch bei Lastbremsung stets der großen Übersetzung für Lastbremsung. Diese Anordnung kann nur dann unbeanstandet verwendet werden, wenn diese Übersetzung nicht etwa i2, übersteigt. Ferner hat man bereits vorgeschlagen, für jede Verbindungsstange einen ein- und ausschaltbaren Anschlag vorzusehen, wobei diese Anschlüge derart miteinander verbunden, sind, .daß beim Einschalten: des Anschlags zur Feststellung der einen Verbindungsstange der Anschlag der anderen Verbindungsstange ausgeschaltet wird; indem diese auf denn entsprechenden Stützpunkten gelagerten, schwenkbaren und aus Daumen, bestehenden Anschläge durch Gelenkstangen od. dgl. miteinander verbunden sind. Bei -dieser Vorrichtung dreht sich der Zylinderhebel je nach der gewünschten Bremsung und dem eingeschalteten Anschlag einmal um das Gelenk der Laststange, das andere Mal um das Gelenk der Taras.tange. Im ersten. Fall wird jeweils wieder ein zu kleines Klotzspieleingestellt: Den bekannten Vorrichtungen haftet der gleiche Fehler an, da.ß das erhaltene Bremsklotzspiel für Tara- un=d Lastbremsung eine Veränderung erfährt und unter gewissen Umständen bei Lastbremsung, wenn das übersetzungsverhältnis der Bremshebel zu groß wird, z. B, 1:2 übersteigt, derart klein wird, daß die Vorrichtung nicht mehr angewandt werden kann..
  • Die Erfindung bezweckt eine. solcheVeränderung der bereits bekannten Vorrichtung zur Erzielung zweier verschiedener Bremsleistungen an Fahrzeugen, daß das Bnems@klotzspiel in jedem Fäll der Übersetzung bei der Tarabremsung entspricht, und zwar sowohl bei einer Tarabremsung als auch bei einer Lastbremsung.
  • Erfindungsgemäß wird die Vorrichtung unter Verwendung zweier zwischen den üblichen Zylinder- und Fixpunkthe@beln vorgesehener Stangen mit verschiedenen Übersetzungsverhältnissen für Tara- und Lastbremsung, deren Laststange bzw. Laststange und Tnrastange mit den Bremshebeln gekuppelt oder freigegeben werden kann, so ausgebildet, daß bei vorhandenerVerkürzungsmöglichkeit der wirksamen Entfernung der beiden auf der Tarastange sitzenden Bremshebelgelenke diese finit Hilfe eines elastischen. Gliedes stets .in der kurzmöglichsten Entfernung voneinander festgehalten werden, welches stark genug ist, um zu bewirken, daß bei jeder eingeleiteten Bremsung und bis zum Anlegen der Bremsklötze der Zylinderhebel sich um das Tarastangengelenk dreht, wobei eine durch die Relativbewegung dieser Bremshebelgelenke in bezug auf die Tarästan:ge gesteuerte Verriegelung eines auf der Laststange vorhandenen Kupplungsorgans zum Wirksammachen der letztgenannten Stange im Fall einer Lastbremsung das Kuppeln nur dann zuläßt, wenn, nach dem Anlegen der Bremsklötze die Tarastangenbremshebelgelenke entgegen der Wirkung ,des elastischen Gliedes auseinandergehen.
  • Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen desErfindungsgegenstandes. Fig. i bis 3 beziehen sich auf die erste Ausführungsform, und zwar stellt Fig. i eine solche Vorrichtung mit zweiteilig ausgebildeter Laststange dar, Fig. 2" die Wirkung dieser Vorrichtung bei Lastbremsung und Fig.3 eine zusätzliche Steuer- bzw. Verriegelungs,einrichtung. Fig. q. bis 6 beziehen sich auf die zweite Ausführungsform nach der bekannten Art mit umstellbaren Anschlägen. Hierbei zeigt Fig. ¢ die Wirkungsweise bei einer Tarabremsung und Fig. 5 die bei einer Lastbremsung sowie Fig. 6 eine Teilansicht der federnden Verbindung zwischen den beiden; Daumen.
  • _ In Fig. i ist i der Bremszylinder, 2- der Bremskolben, 3 die Bremskolbenstange. Die Bremshebel bestehen aus dem Zylinderhebel 4. und. dem Fixpunkthebel 5. Die Verbindungsstangen sind die Tarastange 6 und die Laststränge 7. Das weitere zu den Bremsorganen führende Gestänge ist mit ä, bezeichnet.
  • Die Gelenke der Bremshebel auf der T'arastange befinden sich bei 9 und ro und diejenigen auf der Laststange bei i i und i2. An einem Ende besitzt die Tarastange 6 ein Langloch 13, so. da.ß die Entfernung zwischen den Gelenken 9 und io gegenüber ihrer wirksamen Entfernung, d. h. der Entfernung, in die die Gelenke beim Tarabremsen auseinandergehen, um die Länge des. Loches. 13 verkürzt werden kann. Eine Feder 14, welche an beiden Gelenken angreift, sucht sie stets in ihre ku.rzmöglichste Entfernung zurückzuführen.
  • Umgekehrt wie bei der bekannten Vorrichtung ist die Laststange 7 zweiteilig, wobei ein Kupplungsorgan 15 je nach der gewünschten Bremsung beide Teile miteinander verbindet bzw. befreit. Dies geschieht in bekannter Weise durch Umstellen des Hebels 16 mit Hilfe des in Fig. i gezeigten übertragungsgestänges. Die abgebildete Lage dieses Hebels entspricht der Lastbremsung, nach rechts im Uhrzeigersinn verschwenkt:, würde die Lage des Hebels der Tarabremsung entsprechen.
  • In Fig. 2 ist die Wirkung der Vorrichtung bei Lastbremsung dargestellt, unter der Annahme, daß sich der Fixpunkth.ebel 5 nicht bewegt, da sonst ein zu kompliziertes Gebilde entstehen würde. Bei Lastbremsung kann sich die Laststange 7 verkürzen, jedoch infolge der Wirkung des Kupplungsorgans 15 nicht verlängern. Die Bezugszeichen dieser Figur entsprechen; denjenigen der Fig. i.
  • Beim Einleiten der Bremsung setzt das Bremsgestänge 8 der Bewegung der Bremshebel, also des Bremshebels .L, nur wenig Widerstand entgegen. Der Hebel 4 dreht sich nun um das Tarastangengelenk 9, das durch die Feder 14 im Langloch 13 gegen die Stange zu festgehalten wird. Die Laststange 7 verkürzt sich, das Gestänge 8 wird mitgenommen, und es geht der Hebel 4 in die gestrichelte Lage 4a über. Da sich das Ko:l.benstanigengelenk 17 geradlinig bewegt, so verschieben sich die anderen Gelenke9, ii und das Bremsgestängegelenk 18 nach unten. Die Stangen 6 und 7 erfahren entsprechende seitliche Verschiebung. Das Bremsgestängegelenk i8 verschiebt sich nach i8a.
  • Es sei angenommen, daß dieseLage des Zylinderhebels dem Anliegen der Bremsklötze auf die Radreifen entspreche, so daß das Gestänge 8 nun zurückgehalten wird und die Lage i8a seines Gelenks zwangsläufig zum neuen Drehpunkt des Zylinderhebels 4 wird.
  • Der Kolben 2 bewegt sich nun weiter nach links, und es muß diesmal die Feder 14 nachgeben. Das Gelenk 9 verschiebt sich im Langloch, und das Gelenk ii zieht die Laststange 7 soweit auseinander, bis das Kupplungsorgan 15 die Kupplung herbeiführt.
  • Dies entspricht dem nötigen Weg, um ein konisches Verkeilungsorgan mit einem entsprechenden Sitz in Berührung zu bringen. Die neue Lage des Hebels 4 ist punktiert dargestellt und mit 4b bezeichnet. Die Verschiebung des Gelenks i i von , Ja zu i lb ist dabei äußerst klein.
  • Von diesem Moment an liegt das Gelenk i i in I Ib fest, so daß zwangsläufig der Punkt I Ib zum endgültigen Hebeldrehpunkt bei der Übermittlung der eigentlichen Bremswirkung wird. Die Bremsung findet nun statt, indem der Kolben 2 den Zylinderhebel weiterverschwenkt, was: infolge der Elastizität des Gestänges möglich ist und die bremsende Druckwirkung herbeiführt. Die Endstellung de;s Hebels ist strichpunktiert angegeben und mit 4c bezeichnet. Das Gelenk 18 hat sich von 18b zu i8c verschoben, das, Gelenk i i hat sich von i ib nach i Je nur seitlich bewegt, und zwar infolge der geradlinigen Bewegung des Gelenks 17. Das Gelens: g wurde in die Endlage 9c verschwenkt, befindet sich aber immer noch innerhalb des Bewegungsbereichs im Langloch I3..
  • Wie ersichtlich" findet hier bei Lastbremsung die Bewegung des Zylinderhebels: bis zum Anlegen der Bremsklötze um die Tarastange statt, was einem normalen Bretnsklotzspiel entspricht. Von nun an wird dann die Laststange wirksam, über welche der ganze Druck des Kolbens auf das Bremsgestänge wirkt.
  • Beim Läsen der Bremse geht der Zylinderhebel zunächst in die. Stellung 4b und nachher in die Stellung 4a über. In dieser letzten Stellung würde der Hebel nun verbleiben, wenn sich die Laststange ; nicht verlängern könnte. Da aber der Umschalthebel 16 auf Lastbremsung gestellt ist, so kann sich diese Stange nicht ohne weiteres verlängern., so daß eine zusätzliche, in Fig. 3 dargestellte Steuer- bzw. Verriegelungsvorrichtung nötig wird.
  • Es wird kurz dieWirkungsweise des Kupplun.gsorgans 15 an Hand dieser Figur wiederholt Hiernach besteht das Kupplungsorgan 15 aus einem in einem hülsenförmigen Gehäuse i9 angeordneten konischen Sitz 2o und aus. einer entsprechend konisch ausgebildeten, durch Federkraft zusammengehaltenen mehrteiligenSchraubenmutter 21, die auf einem Gewindestück der Laststange 7 sitzt. Der konische Sitz steht mit dem Gelenk 12 des Fixpunkthebels 5 in Verbindung. Das Gehäuse i9 ist verschiebbar und trägt eine unter Federeinfluß 2"2 stehende Hülse 23 mit Anschlag 24, deren jeweilige Stellung die freie Bewegung des Gewindes durch die Schraubenmutter 2@i hindurch (abgebildete Lage) oder deren Verkeilung mit der Schraubenmutter bestimmt, je nachdem das Geh.änse i9 in bezug auf die Zeichnung nach rechts bzw. nach links. verschoben wird. DieVerschiebung nach rechts geschieht unter dem Einflu,ß der über Hebel und Zugstange mit dem Umschalthebel 16 verbundenen Stange 25. Die Hebel und das weitere Gestänge wurden hier nicht abgebildet. Die Verschiebung nach links, geschieht einsfach dadurch, daß die Feder 22 nicht mehr zusammengedrückt und der Anschlag 24 so weit vom Gehäuse 2:I entfernt wird, daß die konische Mutter auf den konischen Sitz gelangen kann.
  • Die nötig gewordene Verriegelung besteht aus den Zugstangen 26, 27, 28 und den in den Gelenken io und 12 befindlichen Winkel.h@e@beln 2;9 und 30. Diese Teile befinden sich auf der Unterseite: des Hebels 5, während das mit dem Hebel 16 verbundene Umstellgeatänge sich auf dessen Oberseite befindet. Die Zugstange 26 steht mit dem Gelenk 9 des. nicht dargestellten Zylinderhebels in Verbindung.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Solange das Gelenk 9 sich in der Ruhestellung befindet, kleinste Entfernung zwischen g und io, solange wird das Gehäuse ig nach rechts gezogen, d. h. in die abgebildete Lage, die dem freien Durchgang des Gewindes derLaststange7 durch die Schraubenmutter 21 entspricht. Sobald ab-er das Gelenk g die v orbezeichnete Lage verläßt, sich also etwa nach gs bzw. 9c begibt, so@ entsteht eine Drehung im Uhrzeigersinn der Hebel 29, 30 und ein Loslassen des Gehäuses ig, welches sich nach links bewegt in die Lage, die die VPrkefüng zwischen Schraub°nmatter a:i und 2o zul;äßt.
  • Letzteres findet nur dann statt, wenn die Bremse nicht mit Hilfe des Umschalthebels@ 16 auf Tara umgeschaltet ist. In diesem Fall ist die Verriegelung auf das Kupplungsorgan einflußlos. Die Schlitze 31, , 32- der Zugstangen 25, -;"8, lassen die unabhängige Bewegung dieser Stangen zu.
  • Es ist leicht ersichtlich, daß beim Läsen der Bremse der Zylinderheb1el 4 nicht mehr gezwungen ist, .in der Stellung 4:a zu verbleiben,, denn in dieser Stellung befinden sich Gelenk g., Zugstange 2:6 usw. in einer solchen Lage (Fig. 3), daß das Gehäuse ig 'die Feder 2,2 anzieht und das freie Hindürchgleiten der Laststange 7 entsprechend der Verschwenkung des Gelenks i i von i ia zu 11 v durch die Schraubenmutter 21 hindurch zuläßt.
  • Die in Fig. i die Gelenke 9 und 1o zusammenziehende Feder 14 befindet sich in Fig. 3 als Feder 33 in -einer anderen möglichen Lage, zwischen Wi,nlcelhebel 2;g und Fixpunkt 34. Sie dient dann zugleich als elastisches Glied zum Zusammenziehen der Gelenke g und io und als Antriebskraft für die Verriegelung, ihre Wirkung maß somit derjenigen der Feder 22 überlegen sein.
  • Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 4 bis 6 besitzen Tarastange 35 und Laststange 36 je ein am rechten Ende gelegenes Langloch für die entsprechenden Gelenkzapfen 3'7, 3,8 auf dem Fixpunkthebel 39. Auf diesen Zapfen sind schwenkbare Daumen 40, 4i angeordnet, gegen welche einstellbareAnschläge 4:2, 43 der beiden Stangen - aufstoßen. können. Die beiden Daumen liegen derart und sind derart miteinander verbunden, daß entweder der eine oder der andere, jedoch nicht beide gleichzeitig, als Gegenanschlag wirren kann, wodurch die entsprechende Verbindungsstange in bezug auf das entsprechende Gelenk verkeilt und die Verbindungsstange wirksam wird. Das Umstellen der Daumen geschieht mit Hilfe des Umstellhebels 44 und über ein ähnliches Gestänge wie bei dem ersten Beispiel.
  • Die Vorrichtung würde nun so@ wirken:, däß sich der ganze Bremsvorgang, wie eingangs erwähnt, immer so, abspielen würde, wie wenn er über die Gelenke der Laststange stattfinden würde. Um dies zu vermeiden, wird hier eine die Gelenke der Bremshebel auf der Tarastange zusammenziehende Feder 45 angebracht sowie .eine Verriegelung zur Steuerung der Wirkung des einenDaumems, welcher die Verkeilüng der Laststange besorgt: Diese Verriegelung besteht aus einer Stange 46 mit um das Gelenk 47 des Zylinderhebels 48 an der Tarastange 35 gelegtem Schlitz 49, ferner aus einem mit dieser Stange 46 verbundenen Winkelhebel 50 und einer Hebel und Daumen 41 verbindenden Stange 5 i.
  • Wie im ersten Beispiel handelt es sich darum, die Verkeilung der Laststange zu verhindern, sobald die Gelenke 37, 47 unter dem Einfluß der Feder 45 so nah wie möglich gegeneinandergeriückt sind (entsprechend der Lage 4 und 4a des Zylinderhebels. in Fig. 2). Dies geschieht dadurch, daß in dieser Lage der Bremshebel das Gelenk 47 gegen das Innere des Schlitzes 49 stößt, die Stange '46 zurückverschiebt und den Daumen 4i über Winkelhebel 5o, und Stange 5 1 vom Anschlag 43 der Last-Stange 36 fernhält (Fig. i).
  • Wird nun von Tarabremsung auf Lastbremsung umgeschaltet:, so: wird gemäß Fig.: 5 der Daumen 4o vom Anschlag 42 wegverschwenkt. Dabei müßte der Daumen 41 in beizug auf den Anschlag 43 eingerückt werden. Dies kann er aber nicht, so lange die Stange 5 1 es nicht züläßt, d. h. so lange das Gelenk 47 hinten im Schlitz 49 anstößt. Hierzu ist die Verbindung 52 zwischen den beiden Daumen entsprechend elastisch ausgebildet; so daß sie im Fäll der Fig. 5 nachgeben kann.
  • Sobald ab-er der Zylinderhebel 48 um das Gelenk 53- oder noch 54 sich zu drehen anfängt, so daß eine Verschiebung des Gelenks 47 im Schlitz 49 stattfindet, wird -der . Daumen 41 freigegeben und durch die Wirkung der federnden Verbindung-52 in seine wirksame Lage verschwenkt,, entsprechend der Teilansicht der Fig. 6.
  • Bei Tarabremsung spielt sich also der Vorgang des Anlegens oder Abhebens der Bremsklötze um die Gelenke 37, 47 ab, wie auch die weitere Bremsung. Bei Lastbremsung spielt sich der Vorgang des Anlegens. ündAbhebens der Bremsklötze gleichfalls um besagte Gelenke ab. Erst das Anziehen bzw. Lösen der Bremse geschieht über die Gelenke 38, 53,der Laststange.
  • Auch hier maß die Wirkung der Feder 45 derjenigcn der Felder in 52 überlegen sein.
  • Die beiden als Beispiele angegebenen Ausführungsformen könnte mau sich auch in bezug auf die St°uerung der Verriegelung im Spiegelbild von links nach rechts umgekehrt denken, d. h. es ist nicht unbedingt notwendig, däß die Verriegelung von Gelenken auf dem Zylinderhebel gesteuert wird, sondern sie könnte auch von Gelenken auf dem Fixpunkthebel gesteuert sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. B-remsivorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen, unter Verwendung zweier zwischen den üblichen Zylinder- und Fixpunkthebeln vorgesehener Stangen mit verschiedenere Übersetzungsverhältnissen für Tara- und Lastbremsung., deren Laststange bzw. Laststange und Tarastange mit den Bremshebeln gekuppelt oder freigegeben werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß bei vorhandener Verkürzungsmöglichkeit der wirksamen Entfernung der beiden auf der Tarastange (6 bz.w. 35) sitzenden B@remshebelgelenke (g, io bz.w. 37, 47) diese mit Hilfe eines elastischen Gliedes (i4 bzw. 45) stets in der kurzmögliehsten Entfernung voneinander festgehalten werden, welches stark genug ist, um zu bewirken, daß bei jeder eingeleiteten Bremsung und bis zum Anlegen der Bremsklötze der Zylinderhebel sich um das Tarastangengelenk dreht, wobei eine durch die Relativbewegung dieser Bremshebelgelenke in Bezug auf die Tarastange gesteuerte Verriegelung (26 bis 30 bzw. 46, 49 bis 51) eines auf der Laststange (7 bzw. 36) vorhandenen Kupplungsorgans (i5 bzw. 41) zum Wirksa,mmachen der letztgenan:ntenStange im Fall einer Lastbremsung das Kuppeln nur dann zuläßt, wenn nach dem Anlegen der Bremsklötze die Tarastangenbrem.shebelgelenke (9, 1o bz.w. 37, 47) entgegen der Wirkurig des elastischen Gliedes (i4 b@zw. 45) auseinandergehen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, mit zweiteiliger Laststange, deren Teile durch eine ein-und ausschaltbare Kupplung miteinander verbunden sind, die, in einem geschlossenen. Gehäuse angeordnet, durch einen konischen Sitz und eine entsprechend konisch ausgebildete, durch Federkraft zusammengehaltene mehrteilige Schraubenmutter gebildet wird, die auf einer Gewindestange sitzt, welche je nach der Einstellung der Bremse (Tara oder Last) mit dem anderen Stangenteil gekuppelt wird oder frei durch die Schraubenmutter gleiten kann, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Gelenk (9) des Zylinderhebels (4) auf der Tarastange (6) verbundenes Gestänge (26 bis 3a), dessen. Stellung von der Entfernung zwischen den durch das elastische Glied (i4) zusammengezogenen Gelenken. (9, ro) abhängig ist und, ungehindert der eigentlichen Einstellung der Bremse, das freie Gleiten der Laststange- (7) durch die Schraubenmutter (2i) zuläßt, sobald die Entfernung der letztgenannten Gelenke die kurzmöglichste ist, zu welchem Zweck sowohl die Steuerung wie dieVerrieggelung des Kupplungsorgans z. B. unter Zwisohenschaltung eines Schlitzes (3i, 3.2) mit diesem Organ verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, mit zwei den Bremshebeln zugeordneten Verbindungsstangen, welche verschiedenen übersetzungsverhältnissen der Hebel entsprechen und abwechselnd mittels, für jede derselben vorgesehenen ein- und ausschaltbaren Anschlägen in Anspruch genommen werden, die derart miteinander verbunden sind, daß beim Einschalten des einen Anschlags der andere ausgeschaltet wird, gekennzeichnet durch ein um das Gelenk (47) des Zylinderhebels (48) auf derTarastange (35) reichenden Teil (49) eines Gestänges (46, 5o, 5i), dessen Stellung von der Entfernung zwischen den durch das elastische Glied (45) zusammengezogenen Gelenken (37, 47) beeinflußt wird und, ungehindert der eigentlichen Einstellung der Bremse, das Wirksamwerden des Laststangenansch:lags (4i) verhindert, sobald die Entfernung der letztgenannten Gelenke die kurzmöglichste ist, zu welchem Zweck beide Anschläge federnd miteinander verbunden sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 370 516, 37o 671, 376 563, 6o9 107; österreichische Patentschrift Nr. io6 077; französische Patentschrift Nr. 764 1i3.
DEA6601D 1936-03-28 1936-05-01 Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen Expired DE868162C (de)

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