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Anordnung einer Vorrichtung zum Trocknen und Vorwärmen von körniger
Masse für Preß- und. Formmaschinen zur Herstellung von Gegenständen aus warm formbarem
Werkstoff Die körnige Masse, die zur Herstellung von Gegenständen aus warm formbarem
Werkstoff in Preß- und Formmaschinen gegeben wird, soll bei der Einführung in die
Maschine eine oberhalb der Raumtemperatur liegende Temperatur aufweisen sowie auch
einen geeigneten Trockengehalt haben, weil die Feuchtigkeit der körnigen Masse nicht
in die :Maschine eirngefäihrt werden darf.
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Dieses Trocknen und Vorwärmen ist bisher in besonderen Trockenschränken
z. B. mittels infraroter Strahlung vorgenommen worden, und die körnige hasse wird
nach: der Behandlung aus den Schränken. herausgenommen und zur Maschine getragen,
wo sie in die Einfüllöffnung eingebracht wird. Es ist jedoch ein 'Nachteil, d aß
die Masse zunächst in. diesen Schränken behandelt wird und dann von den Schränken
zu den Maschinen transportiert werden muß, weil diese Transporte unnötig Arbeitskraft
verbrauchen.
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Weiter ist es ein Nachteil, daß bei dem Transport vom Schranik zur
Maschine sowohl. die Temperatur wie auch der Trockengehalt .sich ändern können,
so daß diese Eigenschaften., selbst wenn sie genau gemessen «-erden, während die
Masse sich in den Schränken befindet, in Wirklicblleit dort, wo si-e Bedeutung haben.,
d. h. beim Einfüllen in die Maschine, nicht mehr vorliegen.
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Bei einem etwaigen Stillstand der Maschine wird die darin befindliche
Masse schnell unbrauchbar, weilTemperatur undFeuchtigkeitsgrad sich ändern,
die
dann -unter besonderem Aufwand neu einzustellen sind.
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Es sind Vorrichtungen bekannt, die zur Trocknung von körnigem Gut
geeignet sind. Sie sind mit einer Austrittsöffnung sowie einer neben der Austrittsöffnung
angebrachten Lufteinblaseöffnung versehen, welche letztere mit .dem einen Ende eines
mit elektrischen Heizkörpern versehenen Raumes verbunden ist, dessen anderes Ende
an die Druckseite eines Gebläses angeschlossen ist. -Nach dem Vorschlag der vorliegenden
Erfindung wird eine solche -Vorrichtung unmittelbar auf xler Maschine angebracht,
so daß das Gut bei Öffnung der Trockenvorrichtung unmittelbar in, den Trichter der
Maschine .gelangen kann. Durch diese Art der Anbringung vermeidet man den überflüssigem
Transport der Masse, die ummittelbar in den Apparat gefüllt wird und von. hier aus
sogleich in die Maschine hineingleitet, und weiter kann,, wie aus dem folgenden
ersichtlich, der Zustand der Masse unmittelbar vor dem Eintritt in die Maschine
festgestellt werden, wie auch die Eigenschaften der Masse mittels geeigneter Instrumente
vorausbestimmt werden können, und sowohl das; Einfüllen wie die Überwachung und
die Einstellung können von. demselben- Mann, der die Preß- und Formmaschinebedient,
vorgenommen werden.
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Für.den vorliegenden Zweck sind an der Trockenvorrichtung einige Besonderheiten
angebracht, die aus nachstehender Beschreibung mit Hilfe der Zeichnung ersichtlich
werden, in der Fig. i einen Schnitt nach der Linie 1-I in Fig. 2 durch den Behälter
der Vorrichtung darstellt, Fig.2 einen Schnitt nach- der Linie II-II in Fig. i und
' Fig. 3 einen Schnitt durch den Lufterwärmungsraum nach -der Linie III-III in Fig:
2.
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Die Vorrichtung .besteht aus einem äußeren Behälter i, der sich aus
einem Teil mit parallelen Wänden und einem konischen Teil zusammensetzt, wobei der
konisch;. Teil derart unt.-rb,al.b@ des anderen Teiils angebracht ist, .daß der
Behälter die Form eines Trichters hat. Im Behäfter i befindet sich ein innerer Behälter
2, der kürzer als der Behälter i isst und ebenfalls die Form aine& Trichters
hat. Der Behälter. 2 wird vom Behälter i mittels eines Flansches 3 getragen, der
mit dem oberen Rand des Behälters i derart verbunden ist, daß eine passende Dichtung
erreicht wird, und zugleich derart, daß die Teile bei Reinigung des Apparates leicht
auseinandergenommen werden können.
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Der Behälter 2 ist oben hoffen und mit einem abnehmbaren Deckel 4
versehen. Der Behälter i ist oben mit einer Anzahl Öffnungen 5 versehen, die nach
außen führen. Unten ist der Behälter i mit einem Flansch 6 versehen., der eine Öffnung
7 bat, und oberhalb ' des Ffansches 6 befindet sich eine verschiebbare Platte 8
mit einer Öffnung g. Mittels dieser Platte 8 kann die Größe der Öffnung 7 eingestellt
bzw. vollständig .abgesperrt werden. Der Behälter i ist weiter mit einem ummittelbar
unterhalb der Austrittsöffnung i i des inneren Behälters 2 angebrachten Kontrollfenster
To versehen., durch das von außen 'kontrollliert werden kann, ob der untere konische
Teil des Behälters i mit Masse angefüllt ist.
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Neben ,dem Behälter i isst ein Kasten 12 angebracht, in dessen unterem
Teil sich eine Öffnung 13 befindet, die sich mit einer Öffnung 14 im Behälter i
deckt. Die Öffnung 13 ist durch ein Staubfilter verschlossen, der nicht dargestellt
ist und ausgewechselt werden kann, so daß Filter mit einer der -zu verarbeitenden
Masse angepaßten Maschenweite eingesetzt werden können. Über dem Kasten 12 ist ein
von einem Elektromotor angetriebenes Gebläse 15 angebracht, dessen Druckseite mit
einer Öffnung oben im Kasten. 12, verbunden ist. Das Saugrohr 16 --des Gebläses
ist mit einer oder mehreren ine Freie führenden Öffnungen 17 versehen. Diese Öffnungen
17 können mittels einer drehbaren Muffe 18 durch einen Hebel i9 eingestellt werden.
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iDa.s Saugrohr 16 ist ferner durch einige Öffnungen 2o mit dem Innern
des Behälters i verbunden. Diese Öffnungen können ebenfalls mittels entsprechender
Einstellvorrichtungen eingestellt oder ganz abgesperrt werden.
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Weiter kann ein verstellbarer Schieber zwischen dem Saugrohr und dem
Gebläse angeordnet sein, welcher die durch die körnige Masse gedrückte Luftmenge
einzustellen gestattet.
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Im Kasten 12 befinden sich einige elektrische Heizkörper 2,1. Der
Kasten ist mit einer senkrechten Scheidewan4 22 versehen, die den Kasten. in- zwei
Räume teilt, von welchen der hintere die Heizkörper sowie die Ein- und Austrittsöffnungen.
der Luft enthält, während der vordere Raum Platz für die verschiedenen Instrumente
läßt, die zur Einstellung und Überwachung des Apparates nötig sind. In Fig.3 sieht
man oben einige Kontrolllampen 23 sowie einen Schalter z4, durch welchen der Apparat
angelassen und .abgestellt wird. 25 ist ein Leistungsregler, mittels dessen die
Anzahl der in den Stromkreis eingeschalteten, Heizkörper geändert werden kann. 26
ist ein Thermoregler, der auf eine bestimmte Temperatur eingestellt werden kann
und durch ein Relais Heizkörper ubschaltet, sobald ,die Temperatur überschritten
wird, und dieselben wieder einschaltet, wenn die Temperatur unterschritten wird.
27 ist ein Bimetallth,ermometer, an dem die Temperatur der durch den Kasten i.z
geblasenen warmen Luft unmittelbar vor dem Eintritt in den Behälter i abgelesen
werden kann.
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Der Apparat 'wirkt folgendermaßen: Mittels des Flansches 6 wird der
- Apparat auf der Preß- und Formmaschine befestigt, so @daß die Öffnung 7 sich mit
der Einfüllöffnung der Maschine deckt. Die körnige Masse wird nach Abneben des.
Deckels 4 in den Behälter 2 gefüllt. Die Platte 8 wird in eine solche Stellung gebracht,
daß die Öffnung 7 geschlossen ist. Wenn der Motor des Gebläses 15 angelassen wird
und die Öffnungen 17 ganz oder teilweise .geöffnet sind, wird ein Luftstrom mach
unten durch den Kasten 12 und in den Behälter i gedrückt, in welchem er hochsteigen
und
den Apparat teils durch die Öffnungen5,teils durch Undichtigkeiten
und etwaige Öffnungen im Deckel q. verlassen kann.. Sobald die Heizkörper 2i unter
Strom gesetzt werden, wird derLuftstrom erwärmt, und die in den Behältern i und
2 befindliche Masse wird vorgewärmt und getrocknet. Sobald die Masse die richtige
Temperatur und den richtigen Trockenheitsgrad erreicht hat, öffnet man die- Öffnung
7, und das Material kann in die Maschine gelangen. Bei Dauerbetrieb wird der Thermoregler
26 auf eine Temperatur eingestellt, die erfahrungsgemäß den vorhandenen Arbeitsverhältnissen
und der verwendeten Masse entspricht, und der Apparat kann dann praktisch genommen
ohne Wartung arbeiten, indem stets Masse eingefül4t werden rriuß, deren Vorhandensein
durch das Kontrollfenster io beobachtet werden kann.
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In gewissen Fällen wird es vorteilhaft .sein, die warme Luft zirkulieren
zu lassen, und die Öffnungen 5 werden deshalb ganz oder teilweise geschlossen, wogegen,
-die Öffnungen 2o zwischen dem Innern des Behälters i und dem Saugrohr des Gebläses
,geschlossen werden. Gleichzeitig werden die Löcher 17 abgesperrt.