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Selbsttätige Wasserversorgungsanlage mit selbsttätiger Luftförderung
zwecks Ergänzung des Luftvolumens im Druckkessel Bekanntlich ist es bei selbsttätigen
Wasserversorgungsanlagen mit Druckkessel erforderlich, für eine Ergänzung der teilweise
durch kleine Undichtheiten entweichenden oder sich im Wasser lösenden und somit
laufend verlorengehenden Luftmenge zu sorgen. Es ist beispielsweise bekannt, zwecks
zusätzlicher Luftförderung am Saugstutzen der Pumpe ein Luftschnüffelventil vorzusehen,
was allerdings die Anwendung einer Pumpe mit Luftf8rdereigenschaften voraussetzt.
Ferner kann man bei Verwendung von Pumpen ohne Luftfördereigenschaften besondere
Luftpumpen anordnen, die von Zeit zu Zeit Luft in den Kessel pressen. Es sind auch
schon andere Maßnahmen vorgeschlagen worden, z. $. Anwendung von Belüfterkesseln
oder von Tauchpumpen ohne Rückschlagventil in Verbindung mit einem Belüftungsventil
in der Steigrohrleitung, um eine hinreichend große Luftförderung zu gewährleisten.
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Im Patent 856578 ist ferner vorgeschlagen, den Druckkessel
mit einer Schwimmereinrichtung zum Steuern eines Auslaßorgans für überschüssige
Luft in Abhängigkeit vom Wasserstand in Verbindung mit einem diesem Auslaßorgan
nachgeschalteten, ein übermäßiges Absinken des Luftdruckes verhindernden Absperrorgan
auszurüsten. Die Wirkung ist die, daß beim Sinken des Wasserspiegels unter einen
bestimmten Pegel das schwimmergesteuerte
Auslaß:organ so viel-
Luft ausläßt, daß der' Druckschalter anspricht und den Pumpenantrieb einschaltet,
worauf das nachgeschaltete Absperrorgan, das entweder, wie-beim Ausführungsbeispiel
des Patentes 856 578, druckabhängig oder in Abhängigkeit vom Einschaltzustand des
Druckschalters bzw. der Pumpe gesteuert sein kann, anspricht und ein weiteres Absinken
des Luftdruckes, das unerwünscht wäre, verhütet. Dadurch wird erreicht, daß beim
selben Wasserstand im Kessel in denselben Grenzen immer der gleiche Luftdruck eingestellt
ist, vorausgesetzt, daß dafür gesorgt ist, daß die Luftpumpe etwas mehr Luft in
den Kessel fördert, als infolge von Undichtheiten und Lösung der Luft in Wasser
verlorengeht.
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Die Erfindung bringt nun eine weitere Verbesserung, die darin besteht,
daß zwecks bestmöglicher Kesselausnutzung unmittelbar oberhalb des Anschlusses der
Verbraucherleitung am Druckkessel noch ein besonderer Schwimmer zum Steuern eines
Auslaßorgans für überschüssige Luft in Abhängigkeit vom. Unterschreiten des niedrigsten
zulässigen Wasserspiegels bei erhöhter Wasserentnahme vorgesehen ist.
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Im folgenden ist die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert.
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i ist der Wasserkessel, der von der Tauchpumpe ohne Rückschlagventil
2 über eine. Steigrohrleitung 3 mit Belüftungsventil 4 und Rückschlagventil 5 am
Kessel mit Wasser und mit Luft aufgefüllt wird. Da die Tauchpumpe kein Rückschlagventil
hat, entleert sich die Steigrohrleitung durch die Pumpe und saugt dabei durch das
Ventil 4 Luft an. Diese wird durch den beim Einschalten der Pumpe hochsteigenden
Wasserkolben in den Kessel gedrückt. Es ist also für reichliche Luftzufuhr gesorgt.
6 ist der Druckschalter für den Pumpenantrieb (letzterer und die elektrischen Verbindungsleitungen
sind hier nicht dargestellt).
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Sinkt der Wasserstand unter den Pegel 7, so öffnet ein
im Kessel eingebauter Schwimmer 8 ein Auslaßorgan (Tauchschwim-merventil i i) für
überschüssige Luft, die durch eine Schlauch- oder Rohrleitung 9 über ein Absperrorgan
roi am Druckschalter ins Freie entweicht. Dadurch sinkt der Luftdruck, und der Druckschalter
6 spricht an und schaltet die Pumpe ein. Das Absperrorgan io, das entweder unmittelbar
vom Druckschalter oder elektromagnetisch von dem durch den Druckschalter eingeschalteten
Strom oder druckabhängig beim Unterschreiten des Einschaltdruckes des Druckschalters
zum Ansprechen gebracht wird, schließt nun. sogleich den Luftauslaß, so daß. der
Wasserspiegel im Kessel in engen Grenzen annähernd derselbe bleibt.
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Fällt bei Verbrauchsspitzen der Wasserstand im Kessel weiter ab, so-
läuft die Pumpe zwar bei offenem- Tauchschwimmerventil i i, aber bei geschlossenem
Absperrorgan io, also ohne Luft- bzw. Druckverlust. Wenn der Ausschaltdruck der
Pumpe durch Füllen des Kessels wieder erreicht ist, wird das- Absperrorgan io wieder
geöffnet. Das Tauchschwimmerventil i i - hat sich dann aber bereits wieder geschlossen.
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Wird nun aber eine besonders große Wassermenge entnommen, so daß.
trotz ständigen Arbeitens der Pumpe 2 der Wasserstand immer weitersinkt, so besteht
unter Umständen die Gefahr, daß Luft in die Verbraucherleitung 12 eintritt. Um dies
zu verhüten und trotzdem das Volumen des Druckkessels möglichst weitgehend für die
Deckung von Verbrauchsspitzen ausnutzen zu können, ist erfindungsgemäß unmittelbar
oberhalb des Anschlusses der Verbraucherleitung i2 noch ein besonderer Schwimmer
18 zum Steuern eines Auslaßorgans 21 für überschüssige Luft in Abhängigkeit vom
Unterschreiten des niedrigsten zulässigen Wasserspiegels vorgesehen. Unterschreitet
nämlich nunmehr der Wasserstand den Pegel 17, so öffnet der Schwimmer i8 ein Auslaßorgan
(Tauchschwimmerventil 21), so daß Luft entweicht. Hierdurch kann auf jeden Fall
das Eindringen von Luft in die Verbraucherleitung 12 vermieden werden. Bei gehemmtem
Luftaustritt, z. B. über eine Kapillarröhre, bleibt bis zum Schließen des Auslaßorgans
infolge des ansteigenden Wasserstandes ein höherer Druck erhalten, so daß der Zustand
höchstmöglicher Kesselausnutzung wieder frühzeitiger erreicht wird.
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Nach der weiteren Erfindung sind Schwimmer 8 bzw. 18 und Auslaßorgan
i i bzw. 21 zu einer baulichen Einheit vereinigt. Die Baueinheit von Schwimmer undAuslaßorgan
wird in beiden Fällen von einem in eine Öffnung in der Kesselwand einsetzbaren Rohr
15 bzw. 25 getragen, das als Luftauslaß dient. Die beiden beim Ausführungsbeispiel
verwendeten, in der Kesseldecke bzw. im Kesselboden eingesetzten Baueinheiten von
Schwimmer und Auslaßorgan (Tauchschwimmerventil) sind in Fig. 2 und .3 für sich
dargestellt. 8 bzw. i8 ist der Schwimmer, der zweckmäßig nach Bedarf aus einem oder
mehreren gleichartigen Glasballons zusammengebaut sein kann. i i bzw. 21 ist ein
in einem Führungszylinder 30 geführter Ventilkegel. Der Führungszylinder
enthält zugleich den Ventilsitz und ist in ein gerades oder gebogenes Rohr 31, welches
zugleich als Luftauslaß dient, eingeschraubt. Mit dem dem Kesselinnern zugewandten
Ende des Rohres 31 ist jeweils der Ventilsitz und die Führung des Ventilkegels und
des daran befestigten Schwimmers verbunden. In jedem Falle ist das Tauchschwimmerventil
bzw. sein rohrförmiger Träger so gestaltet, daß es durch das bei den üblichen Druckkesseln
normaler Ausbildung vorgesehene Handloch 33 (Fig. i) in den Kessel eingeführt und
in einer ohnehin an diesem vorgesehenen Öffnung, z. B. im Gewinde für den Wasserablaß
im Kesselboden oder im Gewinde für den Luftablaß in der Kesseldecke, befestigt werden
kann.