DE88608C - - Google Patents

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DE88608C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B5/00Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
    • B66B5/02Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
    • B66B5/08Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions for preventing overwinding

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  • Control Of Conveyors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1895 ab.
Die nachstehend beschriebene Einrichtung wirkt in ähnlicher Weise wie die durch das Patent Nr. 61480 bekannt gewordene. Die Vorrichtung besteht aus einem gufseisernen Untersatz A zur Aufnahme des Antriebes der Vorrichtung und zur Befestigung eines Regulators und aus einer an den Untersatz geschraubten Säule zur Aufnahme einer über zwei Rollen auf-und abwärtslaufenden Galle'schen Kette B. Regulator und Kette erhalten ihre Bewegung von der Welle C aus, die ihrerseits durch geeignete Verbindung mit der Fördermaschine von derselben angetrieben wird.
An dein Untersatz A ist eine Welle c gelagert, auf welcher der durch ein Gewicht belastete Hebel D befestigt ist. Dieser Hebel wird in seiner Lage durch die um den Zapfen b drehbare Klinke E festgehalten. Wird die Klinke ausgelöst, so fällt der Gewichtshebel D herunter, und die Welle c verdreht sich um etwa 450 um ihre Achse; durch geeignete Verbindung wird hierdurch zuerst das Dampfeinlafsventil geschlossen und darauf die Dampfbremse angezogen.
Die Auslösung der Klinke E erfolgt aber durch den doppelarmigen Hebel F, welcher um einen Zapfen a, der mit der Klinke verbunden ist, schwingt. An dem einen Ende des Hebels F ist bei e ein Regulator R, an dem anderen Ende sind bei d durch die Gelenkstücke G zwei neben einander senkrecht stehende Stangen H angeschlossen, so dafs, wenn die Regulatormuffe sich aufwärts bewegt, die beiden Stangen H sich abwärts be-Zwischen beiden Stangen H bewegt sich die Galle'sche Kette B auf und ab und mit ihr die an der Kette befestigten Mitnehmer L.
Da diese Bewegung von der Fördermaschine ausgeht und durch ein passendes Uebersetzungsverhältnifs auf die Kette übertragen wird, derart, dafs dieselbe weniger als einen halben Umlauf ausführt, und da ferner die Mitnehmer L an der Kette so angeordnet sind, dafs bei Beginn eines Aufzuges der eine in seiner tiefsten, der andere in seiner höchsten Lage sich befindet, so geben die Mitnehmer L die Bewegung der Förderschalen im verkleinerten Mafsstabe wieder.
Jede der Stangen H trägt einen auf der Stange verschiebbaren Knaggen K, welcher so eingestellt wird, dafs er von dem Mitnehmer L erfafst wird, wenn die Förderschale eine bestimmte Höhe über der Hängebank erreicht hat. Wird die Förderschale noch höher gehoben, so nimmt der oben befindliche Mitnehmer den Knaggen mit, wodurch die betreffende Stange und der Hebel F aufwärts bewegt werden, die Klinke E ausgelöst wird und der Gewichtshebel D herunterfallen kann, wodurch die vorher beschriebene Wirkung auf Absperrventil und Dampfbremse eintritt.
Die Stangen H und mit ihnen die Knaggen K befinden sich in der höchsten Lage, aber nur dann, wenn die Geschwindigkeit der Fördermaschine eine vorgeschriebene, mäfsige war, weil der Regulator dann in seiner tiefsten Stellung sich befindet. War dagegen die Geschwindigkeit der Fördermaschine zu Ende des Aufzuges eine gröfsere, als vorgeschrieben, so hat der Regulator R sich gehoben" und die
Stangen H mit den Knaggen K haben sich gesenkt; letztere werden deshalb von dem Mitnehmer der Galle'schen Kette früher erfafst und die Auslösung der Klinke E erfolgt nun gleichfalls früher, und zwar um so früher, je schneller die Fördermaschine gelaufen, weil der Regulator dann um so höher gestiegen war.
An den Knaggen K der Stangen H ist je eine Signalglocke S angeordnet, so dafs jederzeit der Einwirkung der Sicherheitsvorrichtung mehrere Glockenschläge vorausgehen.
Gleichzeitig sind an den Mitnehmern der Kette Zeiger angebracht, welche den Stand der Förderschalen im Schachte anzeigen.
Der Patent-Anspruch bezieht sich auf die Klinke E in Verbindung mit dem Doppelhebel F, dem Regulator R und den Stangen H.
Die Anwendung eines Regulators, der bei einer bestimmten Geschwindigkeit eine Klinke direct auslöst und damit eine Bremse zur Wirkung bringt, ist nicht neu und wohl auch schon ausgeführt; im vorliegenden Falle bewirkt der Regulator indirect die Auslösung der Klinke, indem der Zeitpunkt der Auslösung durch den Regulator eingestellt wird, und die Auslösung auch erfolgt, wenn der Regulator durch irgend einen Umstand nicht zur Wirkung gekommen sein sollte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur Verhütung des Uebertreibens der Förderschalen, dadurch gekennzeichnet, dafs an der Hubgrenze ein von der Fördermaschine durch eine endlose Kette (B) angetriebener Mitnehmer (L) auf Stangen (H) sitzende Knaggen (K) mitnimmt und auf die Steuerung der Fördermaschine und Dampfbremse einwirkt, wobei das Mitnehmen der Knaggen (K) durch die Mitnehmer (L) um so früher erfolgt, je mehr die Knaggen durch den Ausschlag eines der Fördergeschwindigkeit entsprechend umlaufenden Regulators (RJ den Mitnehmern entgegengeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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