DE888016C - Verfahren zur Pruefung von Ruettelbeton - Google Patents

Verfahren zur Pruefung von Ruettelbeton

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DE888016C
DE888016C DED3364D DED0003364D DE888016C DE 888016 C DE888016 C DE 888016C DE D3364 D DED3364 D DE D3364D DE D0003364 D DED0003364 D DE D0003364D DE 888016 C DE888016 C DE 888016C
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DED3364D
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English (en)
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Josef Dr-Ing Fritsch
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Walter Bau AG
Original Assignee
Dyckerhoff and Widmann AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/26Oils; Viscous liquids; Paints; Inks

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Description

  • Verfahren zur Prüfung von Rüttelbeton Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung derjenigen Eigenschaften eines Frischbetons, welche für seine Eignung als Rüttelbeton maßgebende sind.
  • Bisher wurden für die Eignungsprüfung von Beton auf Baustellen vor allem Würfeldruckproben ausgeführt, welche die Festigkeit des erhärteten Betons anzeigen. Zur Messung der Verarbeitbarkeit von Frfschbeton waren in erster Linie Versuche mit Hubstößen und mit dem Eindringgerät geb;räuchlich. Man hat auch versucht, durch Messung der Stromaufnahme einer Zwangsmischmaschine ein Maß für die Verarbeitbarkeit von Frischbeton zu gewinnen. Um festzustellen, ob die sogenannte vollkommene Frischbetonverdichtung erreicht werden kann, wurde auch vorgeschlagen, Beton in Würfelformen einzurütteln und dann das spezifische Gewicht der Würfel genau zu bestimmen.
  • Alle diese bis heute bekannten Untersuchungsverfahren haben insbesondere zwei Mängel.
  • Zunächst wird aus Inanspruchnahmen und Vorgängen, welche für den Versuch erdacht wurden, jedoch beim Einbau des Betons an der Baustelle nicht vorkommen, ein Maß für die Verarbeitbarkeit von Frischbeton an der Baustelle abgeleitet. Die Ergebnisse derartiger Versuche zeigen daher in keinem Fall die Werte von Verdichtung, spezifischem Gewicht u. dgl. an, welche beim geplanten Einbau an der Baustelle mit dem vorhandenen. Verdichtungsgerät erreicht werden können, sondern lassen im allgemeinen nur indirekte Schlußfolgerungen auf dien Einfluß einzelner Faktoren, wie Wassergehalt, Kornaufbau u. dgl., auf die Verarbeitbarkeit der Mischung zu. So lassen die gebräuchlichen Prüfungen beispielsweise nicht erkennen, mit welchem Aufwand in einem bestimmten Fall ein an der Baustelle etwa vorhandener Rttler die vollkommene Frischbetonverdichtung erreicht.
  • Darüber hinaus liefern die heute gebräuchlichen Untersuchungen stets. Einzelwerte; sie lassen.in,sbesondere in keinem Fall erkennen, wie sich etwa eine bestimmte Eigenschaft im Zug eines. praktischen Einbauvorganges laufend ändert. Es wird also etwa nach bekannten Verfahren gemessen, wie weit die Umformung oder Verdichtung eines Probekörpers vorgeschritten ist, wenn mit einer Hub maschine eine gewisse Anzahl Stöße auf den Beton, körper ausgeübt wurden. Das Meßverfahren läßt aber nicht erkennen, in welchem Augenblick im Zug dieses Verdichtungsverfahrens etwa ein bestimmter, fraglicher Verdichtungsgrad erreicht wird.
  • In wissenschaftlichen Laboratorien hat man allerdings versucht, die erwähnte Schwierigkeit dadurch zu umgehen, daß man Einzelmeßwerte in großer Anzahl bestimmte und dieJErgebnisse zu Schaubildern vereini,gte. Ein derartiges Vorgehen ist für eine Baustelle zu umständlich und unbrauchbar, überdies leiden Genauigkeit und Verläßlichkeit einer derartigen Untersuchung, welche nicht zügig zu Ende geführt werden kann.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die hier aufgezeigten nachteile zu beseitigen und darüber hinaus ein Verfahren zu schaffen, das einen wesentlich tieferen Einblick in die Verhältnisse gewährt und neue Wege für die Beurteilung einer Betonmischung eröffnet.
  • Diese Aufgabe der Vorausbestimmung des beim Einrütteln und insbesondere auch in der Folge zu erwartenden Verhaltens einer Betonmischung löst die Erfindung im wesentlichen dadurch, daß das Fortschreiten der Betonverdichtung und damit auch die Änderung weiterer, die Verwendung als Rüttelbeton bestimmender Eigenschaften einer Betonmischung, wie Raumgewicht usw., an der durch Rüttelwirkung erzielten Volumenverminderung während des Rüttelvorganges eines mit Beton gefüllte Probebehälters mit an sich bekannten. Mitteln laufend gemessen, vorzugsweise selbsttätig in Schaubildern aufgezeichnet bzw. registriert wird.
  • Es wird mithin gemessen bzw. registriert, in welcher Weise sich unter dem Einfluß eines baustelienmäßigen Rüttelvorganges die Eigejischaften der Betonmischung ändern. Dabei handelt es sich nicht nur darum, die Eigenschaften, wie Dichte, Raumgewicht usw., zu messen, die der Beton etwa nach dem Rütteln erreicht, sondern darüber hinaus die Gesetze zu beobachten und abzuleiten, nach denen die Änderungen dieser Eigenschaften in jedem einzelnen Augenblick vom Beginn bis Beendigung des Rüttelvorganges vor sich gehen.
  • An sich ist es in der Meßtechnik bekannt, kohlenr stoffhaltige Stoffe bezüglich der bei ihrer. Entgasung stattfindenden Vorgänge z. B. dadurch zu untersuchen, daß ein Probestück in einer Apparatur, die mit der Nachbildung einer Nebengewinnungsanlage verbunden ist, einer hohen Temperatur ausgesetzt wird, wobei ein allmähliches Eindringen der Temperatur in das Probestück bewirkt wird, um so das bei der Verkokung stattfindende allmähliche Eindringen der Temperatur in den Koks von den Heizwänden und auch von dem oberen Teil einer Verkokungskammer her nachzuahmen und bei der Untersuchung den wirklichen Verhältnissen näher zukommen.
  • Lediglich eine solche Anpassung an die Bedingungen der Praxis liegt der Erfindung nicht zugrunde.
  • Weiterhin schlägt die Erfindung vor, neben der Volumenverminderung der zu prüfenden Betonmasse auch die bei der Rüttelung etwa ausgeschiedenen Wasser- und/oder Luftmengen zu messen.
  • Für die Auswertung der Meßergebnisse ist es zur Erleichterung der Übersicht zweckmäßig, wenn die, was die Erfindung gleichfalls vorschlägt, im ersten Teil des Rüttelvorganges eintretenden größeren Setzungen der Betonmasse von der Registriervorrichtung in einem kleineren Maßstab aufgezeichnet werden als die im weiteren Verlauf der Rüttelung zu erwartenden; kleineren Setzungen, wobei. der Aufzeichnungsmaßstab dler letzteren gleichfalls vergrößert wird. Gegenstand der Erfindung ist schließlich auch noch die besondere bauliche Ausbildung einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeigneten Vorrichtung. Diese besteht aus einem vornehmlich ortsfest angeordneten, etwa birnenförmigen Behälter, dessen Deckel unter Zwischenschaltung einer die Rüttelbewegungen eines eingebauten Rüttelgerätes bekannter Art auffangenden elastischen Verbindung, z. B. einer Feder, mit dem einen Ende eines duppelarmigen Hebels gekuppelt ist, dessen anderes End!e die Regis tnervorrichtung steuert.
  • In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen von zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtungen im Schnitt dargestellt. Die Durchführung eines erfindungsgemäßen Meßvorganges soll nachstehend an diiesen Beispielen näher erläutert werden.
  • 1 ist ein ortsfest angeordneter Behälter, der etwa birnenförmig ausgebildet ist und in Lagern 2 ruht.
  • In diesen Behälter wird der mit 3 bezeichnete Beton eingebracht, und zwar in einer solchen Menge, daß die von unten her in den Behälter hineinragende Rüttelvorrichtung, die bekannter Art sein kann. gerade noch in der Lage ist, auf alle Stellen des Betons einzuwirken. Der verwendete Rüttler 4 ist zweckmäßig ein Rüttelgerät gleicher Bauart und Stärke wie beim Einformen an der Baustelle.
  • Der entsprechendi schwer ausgebildete Deckel 5 ist sa beweglich aufgesetzt, daß er die Sackungen des Betons mitmachen kann. Durch geeignete Oftnungen 6 kann neben Luft auch Wasser austreten, welches dann einem geeichten Meßgefäß 7 zufließt.
  • Unter dem Einfluß der Rüttelbewegun.gen wird sich dier Deckel zunächst ohne Hohlraum satt auf die Oberfläche des Betons auflegen, bei weiterem Rütteln wird er mit nachsacken Die Setzungen des Deckels werden von einer Schreibvorrichtung 8 in an sich bekannter Weise registriert.
  • Um zu verhindern, daß die Rüttelstöße auf die Schreibvorrichtung mit übertragen werden, sind zwischen dem Deckel 5 und dem Registrierwerk 8 elastische Glieder, z. B. in Form einer Feder 9, sowie entsprechend große Massen 10 eingeschaltet.
  • Bei der Bemessung der Massen in ist darauf zu achten, daß die Eigenschwingungszahl des Registrierwerkes nicht mit der Frequenz des Rüttelgerätes übereinstimmt.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Verbindung des Deckels 5 mit dem Registrierwerk aus einem doppelarmigen Hebel I I, der bei I2 drehbar gelagert ist. In der Praxis wird jedoch solchen Verbindungen der Vorzug gegeben, die gewährleisten, daß zu Beginn, der Rüttelbewe gung die zunächst größeren Setzungen des Betons in einem kleineren Maßstab aufgezeichnet werden, während insbesondere im allerletzten Teil der Bewegung die sehr kleinen, aber für die Beurteilung des Betons wichtigen Sackungen in ungleich größerem Maßstab wiedergegeben werden'. Durch genaue Eichung des Gefäßes kann bei jeder Stellung des Deckels der Inhalt abgelesen und bei bekanntem Füllgewicht das spezifische Gewicht in einfachster Weise bestimmt werden.
  • Den Aufzeichnungen des Gerätes kann; man nun meist schon mit einem Blick entnehmen, obi und in welcher Zeit durch das baustellenmäßige Rütteln ein bestimmter gewollter Verdichtungsgrad, insbesondere die vollkommene Frischbetonver dichtung erreicht wird bzw. wie weit das Betongemenge verbessert oder die Rüttelzeit verlängert werden muß, um dies zu erreichen. Gleichzeitig kann das Betonvolumen abgelesen und das spezifische Gewicht mitbestimmt werden. Die Kurven lassen erkennen, in welcher Weise die Verdichtung im Laufe des Rüttelvorganges allmählich fortschreitet; sie geben Werte, welche unmittelbar auf die Verhältnisse an der Baustelle selbst übertragen werden können.
  • Abb. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel einher zur Durchführung des neuen Verf ahrens geeigneten Vorrichtung, und zwar zum Prüfen der Eigenschaften von Rüttelgrobbeton. Dabei werden zweckmäßig statt des in das Innere dies Behälters I hineinragenden Rüttelgerätes 4 sogenannte Außenrüttelgeräte I3 verwendet. Dadurch kann man einen einheitlichen größeren Prüfkörper gewinnen. Um die Ergebnisse dennoch auf die Verhältnisse an der Baustelle übertragen zu können, werden Stärke und Anordnung der Außenrüttler durch Vorversuche so festgelegt, daß eine weitgehende Übereinstimmung mit der Wirkung eines Innenrüttlers erreicht wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Vorausbestimmung dies beim Einrütteln und insbesondere in der Folge zu erwartenden Verhaltens einer Betonmischung; dadurch gekennzeichnet, daß das Fortschreiten der Betonverdichtung und damit auch die Änderung weiterer, die Verwendung als Rüttelbeton bestimmender Eigenschaften einer Betonmischung, wie Raumgewicht usw. an der durch Rüttelwirkung erzielten Volumenverminderung während des Rüttelvorganges eines mit Beton gefüllten Probebehälters mit an sich bekannten Mitteln laufend gemessen, vorzugsweise selbsttätig in Schaubildern aufgezeichnet bzw. registriert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Messung der Volumenverminderung der zu prüfenden Betonmasse auch die bei der Rüttelung etwa ausgeschiedenen; Wasser- und/oder Luftmengen gemessen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im ersten Teil des Rüttelvorganges eintretenden größeren Setzungen der Betonmasse von der Registriervorrichtung in einem kleiNeren Maßstab aufgezeichnet werden als die im weiteren Verlaufe der Rüttelung zu erwartenden kleineren Setzungen, wobei der Aufzeichnungsmaßstab der letzteren gegebenenfalls vergrößert wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I bis 3, gekennzeichnet durch einen vornehmlich ortsfest angeordneten, etwa birnenförmige.n Behälter, dessen Deckel (3 unter Zwischenschaltung einer die Rüttelbewegungen eines eingebauten Rüttelgerätes bekannter Art auffangenden elastischen Verbindung, z. B. einer Feder, mit dem einen Ende eines doppelarmigen Hebels gekuppelt ist, dessen anderes Ende die Registriervorrichtung steuert.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel an seiner mit d!er Betonmasse in Berührung kommenden Seite mit Abschrägungen versehen ist, die umgekehrt dachförmig verlaufen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Deckel Öffnungen zum Austritt der während der Rüttelung entweichenden Luft und/oder des Wassers vorgesehen sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel auf seiner Außenseite dachförmig abgeschrägt unidi mit einem das beim Rüttelvorgang auslaufende Wasser auffangenden Meßgefäß verbunden ist.
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