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Zähler für Maximumtarif
Für den Verkauf elektrischer Arbeit sind Maximumtarifzähler
in verschiedener Konstruktion bekannt. Sie erfassen zwar einwandfrei die Überschreitung
der festgelegten Höchstlast. Aber nur bei wenigen, sehr komplizierten Geräten ist
es möglich, nachträglich die Zahl der Überschreitungen festzustellen. Hierzu gehören
beispielsweise die Registrierungen nach dem Festmengenmeßprinzip, bei dem die Zeit,
in der eine bestimmte Arbeit entnommen wird, zur Beurteilung herangezogen wird.
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Diese Anordnung hat jedoch für den gedachten Zweck den Nachteil, daß
die Zeit einer Registrierperiode von einer festgelegten Arbeit abhängig ist und
damit nur bedingt als Ersatz für die bekannten Maximumtarifzähler gelten kann. Außerdem
sind in den Fällen, wo eine zeitweise Ausschaltung der Maximumregistrierung vorgesehen
werden soll, drei Geräte notwendig, nämlich der Zähler, ein Festmengenregistriergerät
und eine Schaltuhr.
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Dabei können gegebenenfalls alle drei Geräte in einem Gehäuse untergebracht
sein.
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Wesentlich einfacher als die bisher für diesen Zweckbekanntgewordenen
Geräte ist der Maximumtarifzähler gemäß der Erfindung, der zugleich die Anzahl der
Überschreitungen des Maximums registriert. Bei ihm bewirkt ein mit dem Zählwerk
für die Kilowattstunde und dem Zählwerk für die Anzahl der Überschreitungen des
Maximums zu einem gemeinsamen Zählwerk zusammengefaßter rückstellbarer Maximumzeiger,
vorzugsweise in Form einer Zahlenrolle, der von der Achse des Zählers über eine
periodisch auskuppelbare Ubersetzung angetrieben wird, nach Uberschreiten einer
der festgesetzten Arbeit entsprechenden Winkeldrehung die Fortschaltung eines Sperrades,
das mit dem ersten Ziffernrad des die Anzahl der Maximumüberschreitungen zählenden
Rollenzählwerks gekuppelt ist. Wird innerhalb der Registrierperiode
das
festgelegte Maximum überschritten, so wird die Zahlrolle zunächst mittels einer
Klinke arretiert und anschließend mittels eines besonderen Relais wieder ausgehoben.
Dabei wird ein zehnteiliges Sperrad um einen Zahn weitergeschaltet. Auf diese Weise
läßt sich nachträglich die Anzahl der Uberschreitungen des Maximums leicht feststellen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Fig. I eine Ansicht der Gesamtanordnung, Fig. 2 Einzelheiten
des Maximumzeigers.
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Mit I ist die Systemscheibe eines kWh-Zählers bezeichnet. Von deren
Achse wird über ein Vorgelege 2 in bekannter Weise ein kWh-Zählwerk 3 mit mehreren
Zahlenrollen angetrieben. Uber eine Ubersetzung 4, die periodisch, z. B. nach jeder
Viertelstunde, entkuppelt wird, wird ein Maximumzeiger 5 angetrieben. Dieser besitzt
bei dem betrachteten Ausführungsbeispiel die Form einer Zahlenrolle. Fig. 2 läßt
erkennen, daß die Zahlenrolle die Form einer Walze hat, die auf einem Teil ihres
Umfangs, und zwar da, wo der Bezugsstrich der Ziffer 5 hinzeigt, mit einer Lücke
versehen ist.
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6 ist eine Rückstellfeder, 7 eine Klinke, -die am Umfang der Zahlenrolle
mit möglichst geringem Druck schleift. Die eine Begrenzungskante der Lücke innerhalb
der Zahlenrolle 5 ist mit 8 bezeichnet. g ist ein Anschlag, 10 eine Fortschaltklinke
und II ein Sperrad, das an der ersten Ziffernrolle eines Zählwerks I2 angebracht
ist.
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Bei Beginn einer Registrierperiode wird das Vorgelege 4 eingerückt,
und die Zahlenrolle 5 beginnt sich aus der gezeichneten Stellung heraus in Pfeilrichtung
zu drehen. Ist der Verbrauch, d. h. die Zählerdrehzahl gering, so steht die Kante
8 am Ende der Registrierperiode noch vor dem Auflagepunkt der Klinke 7, und beim
Entkuppeln wird die Zahlenrolle 5 unter der Wirkung der Feder 6 wieder in die gezeichnete
Stellung zurückgedreht.
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Ist der Verbrauch jedoch größer, dann gelangt die Kante 8 noch während
der Registrierperiode unter den Auflagepunkt der Klinke 7, und diese fällt unter
der Wirkung einer Feder 13 in die Lücke ein. Damit ist die Zahlenrolle zunächst
arretiert und an der Rückdrehung gehindert. Am Ende der Registrierperiode wird das
Vorgelege 4 entkuppelt, und dabei wird die Klinke 7 angehoben und gegen einen Anschlag
g gedrückt. Gleichzeitig mit dieser Bewegung wird die Fortschaltklinke I0 betätigt,
die das zehnteilige Sperrad 11 um eine Zahnteilung weiterschaltet. Dadurch wird
das erste Ziffernrad des Zählwerks entsprechend verstellt. Nach dem Anheben der
Klinke 7 kann sich die Zahlenrolle 5 unter der Wirkung der Feder 6 wieder in die
Ausgangsstellung zurückdrehen, und es kann ein neuer Registriervorgang beginnen.
Auf dem Zählwerk I2 wird demzufolge die Anzahl der Überschreitungen des festgelegten
Maximums registriert, und zwar so, daß nachträglich jederzeit eine Ablesung erfolgen
kann. Die Bewegung der Klinke 7 gegen den Anschlag g und das Auskuppeln des Vorgeleges
4 sowie die Bewegung der Fortschaltklinke Io wird durch ein nicht dargestelltes
Relais bewirkt, das durch eine Schaltuhr gesteuert wird.
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Der Zähler ist somit weitgehend von mechanischer Arbeit entlastet.
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PATENTANSPRVCHE: I. Zähler für Maximumtarif mit Registrierung der
Anzahl der Überschreitungen des Maximums, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem
Zählwerk für die Kilowattstunde und dem Zählwerk für die Anzahl der Uberschreitungen
des Maximums zu einem gemeinsamen Zählwerk zusammengefaßter rückstellbarer Maximumzeiger,
vorzugsweise in Form einer . Zahlenrolle, der von der Achse des Zählers über eine
periodisch auskuppelbare Übersetzung angetrieben wird, nach Uberschreiten einer
der festgesetzten Arbeit entsprechenden Winkeldrehung die Fortschaltung eines Sperrades
bewirkt, das mit dem ersten Ziffernrad des die Anzahl der Maximumüberschreitungen
zählenden Rollenzählwerks gekuppelt ist.