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Vorrichtung zum Aufblasen von Fahrzeugreifen od. dgl. Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung, vorzugsweise eine Seicht transportierbare Metallflasche
von geringen Abmessungen, in welcher sich ein unter Druck stehendes Gas befindet.
Das Gas kann mit dem gewünschten Druck eingeführt werden oder als eine mittels Verdichtung
über dem kritischen Punkt des betreffenden Gases erhaltene feste oder flüssige Masse
oder als eine Verbindung von chemischen Substanzen vorhanden sein, welche eine unter
einem gewissen Druck stehende Gasmasse zu erzeugen und die Pumpen, Drucklufterzeuger
und ähnliche Mittel zu ersetzen vermag, wie sie gewöhnlich zum Aufblasen von Fahrrad-,
Motorrad-, Kraftwagen:rienfen usw. sowie von elastischen Gegenständen im allgemeinen
benutzt werden. Bei geeigneter Wahl des Gases kann die Vorrichtung auch als Feuerlöscher
verwendet werden. Im allgemeinen besteht die Vorrichtung aus einer handlichen Metallflasche
von geringen Ab-
messungen und Gewicht aus einem hochdruckfesten Metall, in
welche das unter dem gewünschten Druck stehende Gas oder der feste oder flüssige
Stoff oder die Stoffmischung eingeführt wird, welche unter gewissen Umständen zum
Vergasen geeignet sind. Das zu verwendende Gas darf den aufzublasenden Reifen oder
den anderenGegenstand nicht angreifen oder beschädigen. Die Metallflasche oder der
Behälter ist noch mit einem Einstellventil versehen, um .das Gas in der gewünschten
Menge und zur gewünschten Zeit herauszulassen.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist auch eine an der Metallflasche
angebrachte Anschlußvorrichtung an das Radventil.
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Falls feste oder flüssige Stoffe oder Stoffmischungen verwendet werden,
können dieselben
in Anpassung an die Vorrichtung in der gewünschten
Form und den gewünschten Mengen hergestellt und aufbewahrt werden, was eine Wiederaufladung
der Vorrichtung durch jedermann und jederzeit gestattet, wodurch Brauchbarkeit und
Verwendungsbereitschaft der Vorrichtung erhöht werden.
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Als vergasungsfähige feste oder flüssige iStoffe oder Stoffgemische
können verwendet werden: festes oder flüssiges Kohlenstoffdioxyd, Mischungen von
Kohlenstoffdioxy6 und Schwefeldioxyd, Kohlenstoffdioxyd mit Ver.gällungsmittelzusatz,
Alkali- oder Erdalkalicarbonat und eine organische oder anorganische Säure (unter
Ausschließung von Salpetersäure), wie Calciumcanbonat und Salzsäure, Essigsäure
und Natriumnitrat.
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Die- Zeichnung veranschaulicht zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Metallflasche gemäß der Erfindung und zwei verschiedene Anschlußeinrichtungen
für das Radventil; welche an der Metallflasche angebracht werden können, wenn aus
der Flasche" Fahrzeugreifen u. dgl. aufgeblasen werden sollen. Es stellt dar Fig.
i eine Ausführungsform der Erfindung teilweise im Längsschnitt, Fig. 2 -das Gasauslaßventil
im Längsschnitt, Fig. 3 und 4 eine Art des Anschlusses von einer Seite bzw. von
oben, Fig.5 eine verbesserte Ausführungsform der Flasche gemäß Fig. i, Fig. 6 eine
schematische Ansicht der Flasche gemäß Fig. 5, umgekehrt und Fig. 7 einen Schnitt,
den Anschluß an ein Radventil ad. dgl. andeutend.
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Nach Fig. i ist i eine Stahlflasche mit Isoliermantel 2. 3 ist ein
Ventilkörper und 4 eine Aluminiumdichtung, die auch .aus einem anderen weichen Material
sein kann. 5 ist eine Ventilstange mit Stangendichtung 6, 7 das Auslaßloch und 8
das Auslaßrohr. g sind Stopfbüchsenscheiben und io ihre Befestigungszwinge. ii ist
eine Sicherheitsschraube gegen Losschrauben, i2, ein Stangenrahmen und 13 eine Schutzlappe
des Ventils, welche in ihrem Sitz durch die Stellmutter 14 festgehalten wird.
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Nach Fig.2 ist 15 das Anschlußstück zwischen Ventil und Flasche .der
Fig. i. Dabei ist 16 ein Gummistück oder ein anderes elastisches Material zur Federung,
17 das Auslaßrdhr, i8 und i9 sind das Gehäuse mit dem Steuerungsihebel, 2o ist das
Anschlußgewinde für das Radventil oder einen anderen Gegenstand und 2,1 ein Dichtungsring
aus Gummi.
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Die Vorrichtung der Fig. 5 bis 7 eignet sich besonders für die Verwendung
von flüssigem. Kohlenstoffdioxyd. Dieser Stoff besitzt zwar alle erforderlichen
Eigenschaften, weist aber den Nachteil auf, infolge der Temperaturerniedrigung während
der Vergasung in dem Auslaßrohr feste Abschei-.dungen zu bilden, welche eine Verstopfung
dieses Rohres herbeiführen. Dieser Nachteil wird durch die abgeänderte Konstruktion
behoben.
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Falls C02 oder im allgemeinen ein unter Druck stehendes Gas verwendet
wird, ist @es vorteilhaft, den Teil 3 durch ein Rohr 21 zu verlängern, welches unten
offen sich gegen den Boden der Flasche erstreckt und oben mit mindestens einem Loch
22 versehen ist, wodurch der Überteil der Flasche mit dem Auslaßrohr 5 verbunden
werden kann.
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Wie in Fig.5 angedeutet, bildet sich zwischen der flüssigen Masse
23 und dem Oberteil der Flasche bei 24 ein Raum, in welchem eine erste Verdunstung
stattfindet, wodurch er mit einem unter hohem Druck stehenden Gas gefüllt ist. Öffnet
man die Auslaß@vorrichtung zum Ablassen des vergasten C 02, so strömt .dieses Gas
über das Loch 22 mit größter GeschwindibAeit aus dem Auslaßrohr 5 heraus und reißt
dabei etwaige sich im Auslaßrohr gebildeten Abschei.d'ungen mit. Eine solche Ausbildung
gestattet die Benutzung der Vorrichtung in jeder Stellung. Wird sie z. B. in der
umgekippten Lage gemäß Fig. 6 verwendet, so wird sich die Gaskammer 24 auf dem Boden
bilden, und das Entströmen wirdt im Sinne der Pfeile erfolgen.
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Fig.7 deutet den Anschluß eines Radventils ad. dgl. an die Flasche
an. Dabei wird das Ventilrährchen 2@5 in das Oberteil der Flasche geschoben, wo
sich ein in einem zylindrischen Gehäuse 2o angeordnetes Ringstück 26 aus elastischem
Material, wie Gummi ad. dgl., befindet. Dieses Zwischeneinsatzringstück bringt
infolge seiner eigenen Elastizität einen dichten Anschluß mit fern Ventilröhrchen
25 selbst zustande, woraus es nach Beendigung des Aufblasens durch einen auf die
Flasche ausgeübten Zug herausgezogen werden kann.