DE897554C - Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Info

Publication number
DE897554C
DE897554C DEW7863A DEW0007863A DE897554C DE 897554 C DE897554 C DE 897554C DE W7863 A DEW7863 A DE W7863A DE W0007863 A DEW0007863 A DE W0007863A DE 897554 C DE897554 C DE 897554C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction vessel
reaction
methyl chloride
acetyl chloride
chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW7863A
Other languages
English (en)
Inventor
Eduard Kalb
Rudolf Dr Mittag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Priority to DEW7863A priority Critical patent/DE897554C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE897554C publication Critical patent/DE897554C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/58—Preparation of carboxylic acid halides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid Es ist bekannt, Acetylchlorid durch Überleiten eines Gemisches aus Methylchlorid und Kohlenoxyd bei erhöhter Temperatur unter gewöhnlichem oder erhöhtem Druck über Kontakte, z. B. schwerflüchtige anorganische Säuren oder deren Salze, gagebenenfalls unter Verwendung von Kontaktträgern, herzustellen. Es wird auch die Verwendung indifferenter, gut wärmeleitender Metalle, wie Kupfer, Nickel u. 3g1:, als Material für das Reaktionsgefäß empfohlen. Für die technische Brauchbarkeit dieser Verfahren ist ausschlaggebend, daß das Methylchlorid, soweit es nicht umgesetzt wird, unverändert wiedergewonnen werden kann. In dieser Hinsicht arbeiten die bekannten Verfahren ungünstig, da bei ihnen meist 4.o bis -,15 °/o oder noch weniger Methylehiorid wiedergewonnen werden kann. Die Ausbeuten sind deshalb unbefriedig--nd, sie betragen im allgemeinen je nach der Höhe des Umsatzes etwa 5o °;o und weniger. Die Umsätze bezogen auf Methylchlorid sind zwar nicht schlecht, doch wirkt sich dies praktisch nicht aus, da," wie erwähnt, ein großer Teil des Methylchlorids nicht mehr zurückgewonnen werden kann, was darauf zurückzuführen ist, daß erhebliche Mengen Chlorwasserstoff abgespalten werden.
  • Es wurde nun ein neues Verfahren gefunden, welches diese Nachteile nicht aufweist, soadem eine wesentlich höhere, etwas über go °/o betragende Ausbeute und eine praktisch vollständige, jedoch mindestens ßo"/oige Wiedergewinnung des Methylchlorids ermöglicht.
  • Das erfindungsgemäße Verfahr;: zur Herstellung von Acetylchlorid aus Kohlenoxyd und M2thylchlorid bei erhöhter Temperatur und unter g@wöhnlich°m oder erhöhtem Druck besteht im weseatlichcn darin, daß die Ausgangsstoffe durch nichtmetallische Umsetzungsgefäße, die keine Katalyss.toren enthalten, geleitet werden. Es ist also bemerkenswert, daß hier die Verwendung der bei den bekannten Verfahren benötigten Katalysatoren vermieden wird. Es genügt ein leeres Umsetzungsgefäß, z. B. ein Rohr aus keramischem Material, z. B. Porzellan u. dgl. Von Bedeutung ist ferner, daß die Wandung des Umsetzungsgefäßes möglichst glatt, z. B. glasiert, und gegebenenfalls durch mechanische Bearbeitung auf Hochglanz gebracht ist. Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Umsetzungsgefäß eine höhere Temperatur als das durchgeleitete Umsetzungsgemisch aufweist. Dieses wird zweckmäßig auf etwa 7oo bis 8oo' vorgewärmt und bei einer Temperatur von etwa 8oo bis goo' durch das Umsetzungsgefäß geleitet. Wenn die Umsetzung nicht vollständig ist, kann das Gas mehrmals durch das Umsetzungsgefäß geleitet werden, was ohne Nachteil möglich ist, da eine Abspaltung von Chlorwasserstoff nicht eintritt. Das aus dem Umsetzungsgefäß austretende Gas wird zur Gewinnung des Acetylchlorids z. B. mit einem indifferenten Lösungsmittel, wie Eisessigsäureanhydrid, gewaschen, aus dem es dann durch Destillation rein gewonnen werden kann.
  • Es wurde ferner gefunden, daß gegebenenfalls eine Verbesserung des Umsatzes erreicht werden kann, wenn-man das Umsetzungsprodukt unmittelbar nach seinem Entstehen abschreckt, d. h. mit kalten Flächen in Berührung bringt. Diese Flächen können auch metallisch sein, da die Metalle nur dann die Umsetzung beeinträchtigen, wenn sie eine erhöhte Temperatur besitzen. Um dieses Verfahren auszuüben, kann man sich einfacher Vorrichtungen bedienen. Man kann z. B. im Umsetzungsgefäß oder in dessen unmittelbarer Nähe gekühlte Flächen, z. B. ein innen gekühltes Metallrohr, anordnen, mit dem das Reaktionsgemisch in Berührung kommt. Es lassen sich dadurch Verbesserungen der Umsetzungsverhältnisse erzielen. Beispiel-Durch ein 8oo bis goo' heißes, innen glasiertes, leeres Porzellanrohr wird mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis o,8 m/Sek. ein auf 75o' erwärmtes Gemisch aus go % Kohlenoxyd und io °/o Methylchlorid geleitet. Bezogen auf Methylchlorid erhält man 9,3 °/o Acetylchlorid. 83,2 °/o des Methylchlorids werden unverändert wiedergewonnen; 7,5 °/a desselben gehen durch Nebenreaktionen infolge Abspaltung von Chlorwasserstoff, Bildung von Äthylen usw. verloren. Die Ausbeute beträgt somit 92,5 %. Das Gasgemisch kann nach Entfernung des Acetylchlorids, z. B. durch Auswaschen mit einem indifferenten Lösungsmittel, z. B. Essigsäureanhydrid, und nach Ergänzung des verbrauchten Gasgemisches im Kreislauf in den Reaktionsofen zurückgeführt und so durch mehrmaligen Durchsatz eine praktisch restlose Umsetzung erzielt werden.
  • Wird in einem Porzellanrohr von etwa 6o cm Länge ein 7 cm hereinragender Kupferdephlegmator mit einer Temperatur von -j-- 13' angeordnet und dadurch das Reaktionsgas abgeschreckt, so kann der Umsatz bei gleichbleibender hoher Ausbeute auf 14 bis 15 °/o erhöht werden.
  • Vergleichsversuche i. Methylchlorid und Kohlenoxyd im Verhältnis i : 8 werden mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 6o cm/Sek. über einen Kontakt geleitet, der durch Auftragen einer Schmelze von Natriummetaphosphat auf Bimsstein hergestellt ist. Die Temperatur der Reaktionszone wird auf 8oo' gehalten. Die das Reaktionsrohr verlassenden Gase werden mit Wasser gewaschen. Das entstandene Acetylchlorid wird durch Titration der Essigsäure bestimmt, das nicht umgesetzte Methylchlorid wird durch Gasanalyse quantitativ ermittelt. Bezogen auf das eingesetzte Methylchlorid wird ein Umsatz von 8,7 °/o Acetylchlorid gefunden, bei einer Ausbeute von 43,7 °/o.
  • 2. Methylchlorid wird mit einem achtfachen Überschuß an Kohlenoxyd bei 750' über einen Kontakt aus Natriumhexaphosphat, aufgetragen auf Bimsstein, geleitet und die Strömungsgeschwindigkeit der Gase so eingestellt, daß die Gase am Kontakt eine Verweilzeit von 2 Sekunden haben. Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte geschieht in der oben angegebenen Weise. Ein Umsatz von 0,83 °/o Acetylchlorid, bezogen auf eingesetztes Methylchlorid, wird ermittelt. Die Ausbeute beträgt 32 %.
  • 3. Mit einer Kontaktzeit von 4 Sekunden wird Methylchlorid und Kohlenoxyd, mit einem dreifachen Überschuß an Kohlenoxyd, über einen Natriummetaphosphatkontakt geleitet. Die Reaktionstemperatur beträgt 7oo'. Eine Umsetzung des Methylchlorids zu Acetylchlorid kann nicht festgestellt werden. Das eingesetzte Methylchlorid wird quantitativ als solches wiedergefunden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid aus Kohlenoxyd und Methylchlorid bei erhöhter Temperatur unter gewöhnlichem oder erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe durch ein nichtmetallisches leeres Umsetzungsgefäß, das keinen Katalysator enthält,.geleitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Umsetzungsgefäßes möglichst glatt und bzw. oder hochglänzend ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgefäß eine höhere Temperatur aufweist als das eingeleitete Umsetzungsgemisch.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei 8oo bis goo' durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Umsetzungsprodukt unmittelbar nach seinem Entstehen durch Berührung mit kalten Flächen abgeschreckt wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Reaktionsgefäß oder in dessen unmittelbarer Nähe eine gekühlte Fläche, z. B. ein innen gekühltes Metallrohr, angeordnet ist. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 3o8 666.
DEW7863A 1952-02-12 1952-02-12 Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid Expired DE897554C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW7863A DE897554C (de) 1952-02-12 1952-02-12 Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW7863A DE897554C (de) 1952-02-12 1952-02-12 Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE897554C true DE897554C (de) 1953-11-23

Family

ID=7593714

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW7863A Expired DE897554C (de) 1952-02-12 1952-02-12 Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE897554C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0039413A1 (de) * 1980-05-02 1981-11-11 Hoechst Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB308666A (en) * 1928-03-23 1930-06-05 Ig Farbenindustrie Ag Manufacture of carboxylic acid halides

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB308666A (en) * 1928-03-23 1930-06-05 Ig Farbenindustrie Ag Manufacture of carboxylic acid halides

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0039413A1 (de) * 1980-05-02 1981-11-11 Hoechst Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1163790B (de) Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure
DE1297593B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Wasserstoff
DE1229077C2 (de) Verfahren zum Oxydieren eines gesaettigten alicyclischen Kohlenwasserstoffs
DE1210772B (de) Verfahren zur Herstellung von Hexafluorisopropylalkohol
DE850889C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeurenitrilen
DE1220398B (de) Gewinnung von Ammoniak und Schwefeldioxyd aus Ammoniumbisulfat enthaltenden Abfallschwefelsaeuren
DE1002309B (de) Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsaeure
DE890955C (de) Verfahren zur Herstellung von Butadien
CH310821A (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylchlorid.
DE1257782B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminen
DE1259863B (de) Verfahren zur Herstellung von Borkarbid
DE2314696C3 (de) Verfahren zur Herstellung von a-Methyläthern des Antrachinons
DE740676C (de) Verfahren zur Herstellung von Blausaeure
DE2205983C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dicyan durch Oxydation von Blausäure an einem Silberkontakt
DE1948300B2 (de) Verfahren zum aufschliessen von anodenschlamm aus der kupferelektrolyse
DE350520C (de) Verfahren zur Reinigung von Zinn sowie zur Herstellung von Zinnsalzen aus Rohzinn
DE560905C (de) Verfahren zur Umwandlung von Kaliumformiat in Kaliumoxalat
DE2004253C (de) Verfahren zur Herstellung von Ruß in Gegenwart von Zusätzen, die die Rußeigenschaften beeinflussen
DE522253C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanverbindungen
DE855106C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Butyraldehyd und Butylalkohol aus Crotonaldehyd
DE1567885C3 (de) Verfahren zur Herstellung von glasigem Boroxid
DE693328C (de)
AT218516B (de) Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute an isomeren Terphenylen bei der Pyrolyse von Benzol
DE919228C (de) Verfahren zur Reduktion von Verbindungen der Anthrachinonreihe
DE1034617B (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff