DE898085C - Verfahren zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere fuer Mikroskope und Kleinmikroskope - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere fuer Mikroskope und Kleinmikroskope

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DE898085C
DE898085C DEB12494A DEB0012494A DE898085C DE 898085 C DE898085 C DE 898085C DE B12494 A DEB12494 A DE B12494A DE B0012494 A DEB0012494 A DE B0012494A DE 898085 C DE898085 C DE 898085C
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    • G02OPTICS
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    • G02B21/00Microscopes
    • G02B21/0004Microscopes specially adapted for specific applications
    • G02B21/0008Microscopes having a simple construction, e.g. portable microscopes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Lenses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere für Mikroskope und Kleinmikroskope Es besteht seit geraumer Zeit ein Bedürfnis nach einem billigen Kleinmikroskop, das insbesondere beim Schulunterricht Anwendung finden kann. Bisher war im Schulbetrieb in der Regel nur ein Mikro-skop, :bestenfalls waren mehrere vorhanden, was den Nachteil hat, daß die Schüler mikroskopische Präparate während des Schulunterrichtes nur kurzzeitig beobachten können. Durch idieSchaffungeines billigen. Kleinmikroskopes besteht nun,die Möglichkeit, daß jeder Schüler mit einem Kleinmikroskop ausgerüstet werden kann, so daß bei einem umfangreichen Beobachtungsunterricht jeder Schüler dauernd das Präparat beobachten und -so dem Vortrag des Lehrers genau beobachtend folgen kann. Auch kann er :an Hand. des Mikroskops das Beobachtete sofort nachzeichnen. Diesem Bedürfnis wird in hervorragender Weise durch die Herstellung der sehr billigen Kugellinse und des Kleinmikroskops entsprochen. Die Optik des Kleinmikroskops, auch Büchsenmikroskop genannt, besteht aus einem Satz Glaskügelchen von etwa 1,5 bis 3 mm Durchmesser, mit denen sich bemerkenswert klare, etwa 50- bis i5ofache lineare Vergrößerungen .erreichen lassen. Diese völlig kugeligen Glasperlen müssen, um als Linsen überhaupt verwendet werden zu können, in geeigneter Weise gefaßt sein. Als Linsenfassungen dienen dünne Unterlegscheibchen aus Eisenblech, .die auch al-s Nietscheibchen beizeichnet werden und deren äußerer Durchmesser etwa 5 his 8 mm beträgt und in :deren öffnungen die Perlen eingeschmolzen sind. Beim Einschmelzen der auf die Unterlegscheibe= aufgesetzten -Glasperle muß darauf geachtet werden, daß der Lochdurchmesser etwas kleiner als der Durchmesser der Perle ist, damit die Perle nicht durch das Loch hindurchfällt. Hierbei kommt der Kugelmittelpunkt etwas über dem Zentrum des Loches zu liegen. Auf diese Weise wird eine ungleichmäßige .Krümmung der Kugeloberfläche erzielt. In welchem Verhältnis der Lochdurch,mess-er kleiner als .der Durchmesser der Glasperle sein muß, kann durch Versuche genau ermittelt werden.
  • Das Verfahren zur Herstellung der Kugellinse besteht darin, daß man von Glasperlen von 1,5 bis 3 mm Durchmesser ausgeht. Diese Glasperlen ibesitzen praktisch nur selten genaue Kugelform und sind deswegen für optische Zwoecke so noch nicht verwendbar. Sie werden erfindungsgemäß optisch brauchbar gemacht, indem sie zum Schmelzen gebracht werden. Es erfolgt also die Kugelherstellung nicht wie in üblicher Weise durch Schleifen. Dieser einzige erfindungsgemäße Arbeitsgang veredelt die Glasperle .gleichzeitig in dreifacher Weise: Zunächst wird die unregelmäßig -geformte Glasperle durch das Schmelzen in idealer Weise gerundet und so die zur Linsenwirkung erforderliche Kugelform erreicht. Zum anderen schmilzt die so erhaltene Kugellinse gleichzeitig im Loch des T-Tnterlegscheibchens fest, so daß das ganze Gebilde bequem gehandhabt werden kann, indem man es mit der Pinzette in das Linsenloch eines Linsenträgers einlegt. Schließlich wird die meistens verschrammte oder blind gewordene Oberfläche der Perle durch das Schmelzengeglättet undgewis-sermaßenpoliert, so daß die Kugellinse voll lichtdurchlässig wird.
  • Die so erhaltene bikonvexe Linse weist eine Brennweite von 2 bis 3 mm .und eine lineare Vergrößerung auf das Hundertfache auf. Diese Kugellinsen können als Optik in einem mikroskopischen Stativ verwendet werden. Sofern man sie in geeigneter Schraubfassung einbaut, können sie als konkurrenzlos billige Objektive der üblich zusammengesetzten Mikroskope benutzt werden. Ferner sind sie als Okulare einfacher astronomischer Fernrohre verwendbar.
  • Die Zeichnung stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dar. Es zeigt Fig. i einen Axialschnitt durch ein Büchsenmikroskop und Fig. 2 eine Draufsicht auf,das gleiche Mikroskop. . Das Gehäuse .des Mikroskops besteht aus einer Büchse i, z. B. einer gewöhnlichen Konservenbüchse, die dem Mikroskop eine besondere Handlichkeit und Standsicherheit gilbt. Die übliche Konservenbüchse wird durch einige Schnitte und Biegungen derart umgewandelt, idaß@ von dein oberen Rand:2 ausgehend in ziemlich, starker Krümmung 3 eine federnde Blechzunge q., in der Hauptsache nahezu horizontal verlaufend, rüber die Mitte der Büchse gebogen wird. In einem mittleren Loch 5 wird das Unterlegscheibchen 6 mit der Kugellinse 7 lose anfliegend.angeordnet. An Stelle- des 'oberen Blechbo-dens, der herausgeschnitten ist, wird eine Objekttischplatte S., beispielsweise aus Pappe, au fgesetzt-,und mit umgebogenen Deckelblechwatfdungsteilen 9 gehalten. Die Objekttischplatte 8 weist in .der Mitte, d. h. an .der Stelle der Kugellinse ein Loch roi auf.
  • E.in Teil oder Mantelwandung wird durch dreifaches Umbiegen zu einem Lager ii für eine Stellschraube 12 ausgebildet, -die auf einem Gewinde eine Mutter 13 trägt, mittels welcher die federnde Zunge verstellt und damit eine Scharfeinstellung auf den Objektträger 14 erfolgen kann. Um eine Achse 15 ist ein an ihr befestigter Spiegel 16 schwenkbar gelagert, so daß die einfallenden Strahlen 17 nach Reflexion bei genauer Einstellung auf die Kugellinse treffen.
  • Falls erforderlich, kann auch ein besonderer Okularaufsatz verwendet werden, der aus einem Dreibeintu'bus besteht, ;der fest auf den oberen Falzrand der Blechbüchse .aufgesetzt wird. Er ruht demnach auf -dem Rand des Objekttisches. Er braucht nicht verstellt zu werden. Die Scharfeinstellung des so erhaltenen zusammengesetzten Mikroskops geschieht ebenfalls nur durch Einstellung des Linsenträgers. Sofern am Okularende des Tubus eine schiwach vergrößernde Lupe eingehängt wird, vernvandelt sich das Gerät zu einem zusammengesetzten Mikroskop.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Der Spiegel 16 wird .durch Drehen an der Achse 15 so eingestellt, daß die Lichtquelle, welche aus einem hellen Fenster oder einer abgeschirmten Glühbirne bestehen kann, durch die Blendenöffnung io ,des Objekttisches 8 und das Linsenloch 5 .des Linsenträgers 6. hindurch im Spiegel sichtbar wird. Alsdann. wird der Objektträger 14 so auf den Objekttisch 8 aufgelegt, daß fdas-eigentliche Objekt genau in :der Mitte unter das Linsenlochs zu liegen kommt. Alsdann wird mittels einer Pinzette die Kugellinse in das Linsenloch des Linsenträgers eingehängt, wobei darauf zu achten ist, .daß die größere Linsenwölbung nach unten zeigt. Nunmehr nähert man die Linse dem Objekt -mit Hilfe der Stellschraube oder auch einfach durch Fingerdruck auf Millimeterbruchteile, bis die Scharfeinstellung erreicht wird. je näher das Auge an rdie Linse herangebracht :wird, um so mehr erweitert sich :das Blickfeld. Augengläser werden daher beim Mikroskopieren zweckmäßigerweise abgesetzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren -zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere für Kleinmikroskope, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf eine Unterlegscheibe mit mittlerem Loch als Auflage aufgelegte Glasperle ,durch teilweises Schmelizen auf Grund der Oberflächenspannung gerundet und damit in die zur Linsenwirkung erforderliche Kugelform gebracht wird, wobei die Kugellinse gleichzeitig im Loch der Unterlegschenbe festschmilzt.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Unterlegscheibe, deren Lochdurchmesser in ganz bestimmter Weise kleiner als der Durchmesser der Glasperle ist, so idaß der Perlenmittelpunkt mehr oder weniger über dem Zentrum des Loches liegt und so eine ungleichmäßige Krümmung der Kugeloberfläche erzielt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Benutzung der nachdem Verfahren des Anspruches r oder a hergestellten Kugellinse in einem Stativ, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Blechdose am oberen Böden eine Zunge herausgeschnitten ist, derart, daß sie mit einem Bodenrand in Verbindung steht und federnd in die horizontale Lage gebogen ist, daß in einer mittleren Öffnung -der federnden Zunge die Kugellinse gelagert ist, daß kurz unterhalb der Zunge eine Bodenplatte ebenfalls mit mittlerem Loch als Objektträger dient, .daß mittels einer Stellschraube die Kugellinse zum Objektträger verstellbar ist und daß im Innern der Büchse ein um eine horizontale Achse schwenkbarer Spiegel zur Objektbeleuchtung angeordnet ist.
DEB12494A 1950-11-14 1950-11-14 Verfahren zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere fuer Mikroskope und Kleinmikroskope Expired DE898085C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4095874A (en) * 1975-10-06 1978-06-20 Wallace Robert B Hand-held microscope
WO2000020898A3 (en) * 1998-09-29 2000-11-09 Majumdar Subhatosh Pocket microscope

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4095874A (en) * 1975-10-06 1978-06-20 Wallace Robert B Hand-held microscope
WO2000020898A3 (en) * 1998-09-29 2000-11-09 Majumdar Subhatosh Pocket microscope

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