DE902141C - Wechselstromschalteinrichtung in Fernmeldeanlagen zum Durchschalten von Leitungen mittels Ionisationsroehren - Google Patents
Wechselstromschalteinrichtung in Fernmeldeanlagen zum Durchschalten von Leitungen mittels IonisationsroehrenInfo
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- H04Q3/52—Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker using static devices in switching stages, e.g. electronic switching arrangements
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- H03K17/52—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of gas-filled tubes
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- Use Of Switch Circuits For Exchanges And Methods Of Control Of Multiplex Exchanges (AREA)
Description
Zur Durchschaltung von Leitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere von Fernsprechleitungen,
werden allgemein elektromechanische Schaltglieder, z. B. Wähler und Relais, verwendet. Diese Schaltglieder
benötigen zum Schließen ihrer Kontakte eine bestimmte Zeit, die nicht unterschritten werden
kann.
Die Erfindung betrifft eine Wechselstromschalteinrichtung, bei der die Durchschaltung der zu verbindenden
Leitungen, z. B. Zwei- oder Mehrfachleitungen, zeitlos erfolgt. Dies wird dadurch erreicht,
daß die Durchschaltung mittels Gasentladungsröhren erfolgt, wobei jede Gasentladungsröhre mehrere
Entladungsstrecken, bestehend aus je einer Anode und einer Kathode, und eine diesen gemeinsame
Zündstrecke enthält, und daß die Anoden paarweise mit der ankommenden und die Kathoden paarweise
mit der abgehenden Leitung über je einen Übertrager verbunden sind. Die beiden mit der Gasentladungsröhre
verbundenen Wicklungen der Übertrager besitzen je eine Mittelanzapfung, die mit
einer Gleichstromquelle verbunden sind, so daß die beiden Entladungs strecken an Gleichspannung
liegen, aber erst durch Anlegen einer Gleichspannung an die Zündstrecke zünden. Die beiden
Entladungsstrecken liegen hinsichtlich der Gleichspannung parallel und hinsichtlich des Wechselstromes
<in Reihe.
Die Anzahl der Entladungsstrecken einer Gasentladungsröhre ist nicht auf zwei, entsprechend
einer Doppelleitung, begrenzt, sondern hängt entsprechend 'dem Bedarf von dem Zündvermögen der
gemeinsamen Zündstrecke und von der konstruktiven Anordnung der Entladungsstrecken selbst ab.
In den Fig. ι bis 3 wird die Erfindung im Prinzip
näher erläutert:
Fig. ι zeigt das Grundprinzip einer Wechselstromschaltemrichtung;
Fig. 2 stellt eine Anwendung des Grundprinzips dar, bei -der eine Eingangsleitung wahlweise mit η Ausgangsleitungen verbunden werden kann;
Fig. 2 stellt eine Anwendung des Grundprinzips dar, bei -der eine Eingangsleitung wahlweise mit η Ausgangsleitungen verbunden werden kann;
Fig. 3 stellt eine weitere Anwendung des Grundprinzips
dar, bei der η Eingangsleitungen wahlweise ίο mit η Ausgangs leitungen verbunden werden.
Fig. ι stellt eine prinzipielle Anordnung dar, in
der eine einzelne Gasentladungsröhre zur Verbindung eines Eingangs A mit einem Ausgang B
dient. Der Eingang A ist über einen Übertrager IRC mit den Anoden der Entladungsstrecken G1.
G2 verbunden, während die entsprechenden Kathoden über einen Übertrager ORC mit dem Ausgang B
verbunden sind. Wird; nun eine Zündspannung an die Zündleitung X, Y gelegt, so entsteht eine Ionisation.
Die Röhre bleibt auch dann, wenn die Zündspannung von X und Y abgeschaltet wird, über G1
und G2 infolge des Pluspotentials an der Anode der
Entladungsstrecken G1, G2 und des Erdpotentials an den Kathoden gezündet. Wird nun eine Wechselstromquelle
an den Eingang A gelegt, so· kommt ein Wechselstramfluß über die Entladungsstrecken G1,
G2 zum Ausgang zustande; wird dagegen eine Wechselstromquelle an den Ausgang B gelegt, so
fließt ein Strom durch die ionisierten Entladungsstrecken G1, G2 zum Eingang A. Die Wechselstromquelle
kann beispielsweise von Sprachfrequenzen gebildet werden, so daß die in Fig. 1 dargestellte
Anordnung für die Verbindung von Gesprächen zwischen zwei Zweidrahtleitungen eines automatischen
Telefonsystems verwendet werden kann, Fig. 2 zeigt eine Anwendung dieser prinzipiellen
Anordnung, wobei die Gasentladungsröhren für die wahlweise Verbindung eines Eingangs mit einem der
μ Ausgänge dienen. Die einzelnen Ausgänge 1 bis N sind mit der Eingangsleitung vielfachgeschaltet.
Soll beispielsweise Ausgang12 mit der Eingangsleitung verbunden wenden, so wird die Zündspannung
an die Leitungen Z und F2 angelegt, so daß eine Ionisation in der Gasentladungsröhre auftritt.
Beim Abschalten dieser Zündspannung bleibt die Röhre gezündet, und somit wird ein Durchgang
für den Wechselstrom zwischen dem Eingang und dem Ausgang 2 ermöglicht.
Fig. 3 zeigt eine weitere Anwendung, in der eine der η Eingangsleitungen, nur zwei sind dargestellt,
jeweils mit den Ausgangsleitungen 1 bis N wahlweise verbunden werden kann. Jeder Eingangsleitang
sind so viele Gasentladungsröhren· zugeordnet, wie Ausgänge vorhanden sind, und jede ist mit den
Anodenpaaren dieser Röhren vielfachgeschaltet. Ebenso ist die Ausgangsleitung mit den Kathodenpaaren aller Gasentladungsröhren dieser Ausgangsleitung
vielfachgeschaltet. Erst nach Zünden der Zündstrecke X, F kann die Verbindung zwischen
einer Eingangsfeitung und einer Ausgangsleitung
hergestellt werden, d.h. durch Anlegung der entsprechenden Zündspannung an die Zündleitungen Xi
und F2 kann z. B. von Eingangsleitung· ι nach Ausgangsleitung
2 durchgeschaltet werden.
Die Zahl der Entladungsstrecken ist nicht wie in
den Beispielen auf zwei beschränkt, sondern es können in Verbindung mit diesen für den Durchgang
von Sprachfrequenzen verwendeten beiden Entladungsstrecken weitere Entladungsstrecken angeordnet
werden. So können beispielsweise Vierdrahtleiitungen
in analoger Weise miteinander verbunden werden.
Claims (7)
1. Wechselstromschalteinrichtung in Fernmeldeanlagen
zum Durchschalten von Leitungen in Fernsprechleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchschaltung mittels Gasentladungsröhren
erfolgt, wobei jede Gasentladungsröhre mehrere Entladungsstrecken (G1, G2), bestehend
aus je einer Anode und einer Kathode, und eine diesen gemeinsame Zündstrecke (G) enthält, und
daß die Anoden paarweise mit der ankommenden (A) und die Kathoden paarweise mit der abgehenden
Leitung (B) über je einen Übertrager (IRC, ORC) verbunden sind.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einer Leitung zugeordneten
beiden Entladungsstrecken an Gleichspannung liegen und daß die Entladungsstrecken
hinsichtlich der Gleichspannung parallel, hinsichtlich des Wechselstromes in Reihe zueinander
geschaltet sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2 bzw. ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
entsprechend dem Bedarf die Anzahl der Entladungsstrecken einer Entladungsröhre von dem
Zündvermögen der gemeinsamen Zündstrecke und von der konstruktiven Anordnung der Entladungsstrecken
selbst abhängt. 10a
4. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3 zur wahl weisen Verbindung von η Eingangs- und
η Ausgangsleitungen nach dem Koorddnatenprinzip,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Verbindungsstelle eine Gasentladungsröhre zügeordnet
ist und daß sämtliche Ainodenpaare einer Eingangsleitung (X) und sämtliche Kathodenpaare
einer Ausgangsleitung (F) vielfachgeschaltet sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Eingangs- und
Ausgangsleitungen jeweils nur ein Übertrager zugeordnet ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Eingangsleitung
so viele Gasentladungsröhren zugeordnet sind, wie Ausgänge vorhanden sind.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche
Entladungsstrecken aller Gasentladungsröhren iao
hinsichtlich der Gleichspannung parallel zueinander liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5694 1.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB311426X | 1950-11-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE902141C true DE902141C (de) | 1954-01-18 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEI5063A Expired DE902141C (de) | 1950-11-16 | 1951-11-16 | Wechselstromschalteinrichtung in Fernmeldeanlagen zum Durchschalten von Leitungen mittels Ionisationsroehren |
Country Status (6)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE507154A (de) |
| CH (1) | CH311426A (de) |
| DE (1) | DE902141C (de) |
| FR (2) | FR1014597A (de) |
| GB (1) | GB748482A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959739C (de) * | 1954-12-14 | 1957-03-14 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen zur Steuerung einer Schalteinrichtung durch zwei gleichzeitig brennende Gasentladungsroehren |
Families Citing this family (4)
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|---|---|---|---|---|
| US2792525A (en) * | 1952-02-23 | 1957-05-14 | Gen Dynamics Corp | Time selection circuit |
| GB773872A (en) * | 1952-10-29 | 1957-05-01 | Nat Res Dev | Improvements relating to electric switching arrangements |
| NL191136A (de) * | 1953-10-01 | |||
| FR1172446A (fr) * | 1957-04-04 | 1959-02-10 | Cie Ind Des Telephones | Dispositif de sélection à verrouillage électronique |
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1950
- 1950-02-17 FR FR1014597D patent/FR1014597A/fr not_active Expired
- 1950-11-16 GB GB28046/50A patent/GB748482A/en not_active Expired
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- 1951-11-15 US US256494A patent/US2655605A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1951-11-16 CH CH311426D patent/CH311426A/fr unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959739C (de) * | 1954-12-14 | 1957-03-14 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen zur Steuerung einer Schalteinrichtung durch zwei gleichzeitig brennende Gasentladungsroehren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1014597A (fr) | 1952-08-19 |
| FR62147E (fr) | 1955-06-10 |
| GB748482A (en) | 1956-05-02 |
| CH311426A (fr) | 1955-11-30 |
| US2655605A (en) | 1953-10-13 |
| BE507154A (de) | 1953-04-10 |
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