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Klärbecken zum Abscheiden spezifisch schwerer Schwebestoffe aus einer
Flüssigkeit Zusatz zum Patent 895 727
Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Klärbecken
zum Abscheiden spezifisch schwerer Schwebestoffe aus einer Flüssigkeit zum Absetzenlassen
aus der im Becken mit verringerter Geschwindigkeit gegenüber dem Zu- und Ablauf
strömenden Flüssigkeit, wobei die Flüssigkeit zwecks gleichmäßiger Verteilung an
mit Durchflußöffnungen versehenen Stauwänden angestaut wird.
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Nach der Erfindung des Hauptpatents werden die Durchflußöffnungen
in Form von funktionell sich bis über das Flüssigkeitsniveau vor der Stauwand erstreckenden,
vorzugsweise senkrechten Schlitzen ausgeführt.
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In der das Becken umgebenden Ablaufrinne für das geklärte Wasser
stellt sich ein gewisses Gefälle ein, das je nach der Menge der durch das Klärbecken
geleiteten Rohflüssigkeit verschieden stark ist. Um die Arbeitsweise des Klärbeckens
von dem Gefälle in der Ablaufrinne unabhängig zu machen, d. h. eine gleichmäßige
radiale Strömung in allen Sektoren des Klärbeckens zu sichern, werden nach einem
Erfindungsmerkmal des Hauptpatents die in der Beckenwand vorgesehenen Ablauföffnungen
verschieden bemessen. Für bestimmte Fälle mag es jedoch wünschenswert sein, die
Ablauföffnungen an allen Stellen der Beckenwand in gleicher Weise
auszuführen;
dies könnte unter Umständen baulich einfacher sein. Die vorliegende Erfindung löst
die Aufgabe, die Arbeitsweise des Beckens unabhängig von dem Flüssigkeitsgefälle
in der Ablaufrinne auch dann zu machen, w;enn die Ablauföffnungen der Beckenwand
in allen Sektoren des Beckens gleich ausgebildet sind.
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Nach dem Gegenstand der Erfindung wird zwischen der Ablaufrinne und
den über die Beckenwand verteilten Ablauföffnungen ein vorzugsweise regelbarer Überfall
angeordnet. Durch die Anordnung dieses Überfalls wird die Flüssigkeitsströmung innerhalb
des Klärbeckens praktisch unabhängig von dem jeweiligen Verlauf des Flüssigkeitsniveaus
in der Ablaufrinne. Die in der Beckenwand vorgesehenen Ablauföffnungen können daher
für alle Sektoren der Beckenwand in gleicher Weise ausgebildet und angeordnet werden.
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Der allgemeine Erfindungsgedanke kann in verschiedener Weise ausgeführt
werden. Es ist z. 3. möglich, zwischen Ablaufrinne und Beckenwand eine zu letzterer
gleichachsige durchlaufende Trennwand vorzusehen. Statt dessen ist es aber auch
möglich, die Ablauföffnungen der Beckenwand einzeln oder gruppenweise mit einem
in die Ablaufrinne führenden, von einem Überfall beherrschten Abfluß in Verbindung
zu bringen. Hierbei kann gemäß der Erfindung auch noch am Ausgang der Ablaufrinne
ein Überfall vorgesehen werden.
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Die Erfindung erstreckt sich weiter auf die Anordnung der Ablauföffnungen
in der Beckenwand.
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Diese Ablauföffnungen können nach der Erfindung in plattenartigen
Bauteilen vorgesehen werden, die getrennt von der Beckenwand hergestellt und in
der Beckenwand ausgesparten Hohlräumen zugeordnet werden.
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Es ist ferner nach der Erfindung möglich, daß die Ablauföffnungen
von in die Beckenwand eingefügten geschlitzten Rohren od. dgl. gebildet werden.
Hierbei kann der freie Querschnitt der Ablauföffnungen erfindungsgemäß geregelt
werden, z. 3. durch eingeschobene Paßstücke oder vorgesetzte, vorteilhaft parallel
verschiebbare Drosselkörper.
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Durch sämtliche der angegebenen Maßnahmen wird die Arbeitsweise des
Beckens weiter verbessert und der Absetzvorgang unterstützt.
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In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein gemäß der Erfindung ausgebildetes
Klärbecken in einem senkrechten Längsschnitt wiedergegeben; Fig. 2 zeigt einen waagerechten
Schnitt nach Linie II-II der Fig. I in größerem Maßstab; Fig. 3 ist ein waagerechter
Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Ablauföffnung; Fig. 4 zeigt eine weitere
Ausführungsform der Ablauföffnung, Fig. 5 schließlich in Oberansicht einen zwischen
Ablaufrinne und einer in der Beckenwand vorgesehenen Ablauföffnung angeordneten
Überfall.
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In der Zeichnung ist mit I der Boden des Klärbeckens bezeichnet,
dessen Seiten von den Wänden 2 gebildet werden. An die Beckenwand 2 schließt sich
außen die Ablaufrinne 3 an, die an beliebiger Stelle mit dem das Abwasser ableitenden
Kanal verbunden ist.
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In der Beckenwand 2 sind Öffnungen vorgesehen, die über die Wand
verteilt und so bemessen sind, daß das im Becken befindliche zu klärende Wasser
etwa bis zu dem in Fig. I mit 4 bezeichneten Niveau angestaut wird. Die in der Wand
2 vorgesehenen Ablauföffnungen mögen beispielsweise die Form senkrechter durchgehender
Schlitze haben, wie bei 5 in Fig. I angedeutet, oder sie mögen von einer Reihe in
einem Zuge liegender schlitzförmiger Öffnungen 6 gebildet werden. Auch ist es möglich,
die Ablauföffnungen als waagerechte durchgehende Schlitze 7 oder waagerechte Reihen
von kurzen Schlitzen 8 auszubilden.
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Die Ablauföffnungen können in der Beckenwand dadurch gebildet werden,
daß beispielsweise ein mit einem Schlitz 9 vorgesehenes Rohr 10 aus Beton oder einem
anderen geeigneten Werkstoff in die Beckenwand 2 eingebettet wird.
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Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, den freien Querschnitt
der Ablauföffnungen regeln zu können. Hierdurch ist es sowohl möglich, das Becken
bei Inbetriebnahme auf die günstigste Klärleistung einzustellen als auch das Becken
verschiedener Belastung anzupassen. Nach Fig. 3 ist in der Beckenwand eine rechteckige
Aussparung 11 vorgesehen, die außen in einen U-förmigen Rahmen 12 übergeht, in den
auswechselbare Paßstücke 13 eingesetzt werden, die den freien Querschnitt der Öffnung
I4 begrenzen und zu verändern gestatten. Nach Fig. 4 ist vor die Ablauföffnung 15,
die hier von einem geschlitzten Rohrkörper 16 (entsprechend Fig. 2) gebildet wird,
ein keilförmiger Drosselkörper I7 vorgesetzt, der vorzugsweise parallel verschiebbar
ist, so daß der freie Querschnitt der Offnun 15 verändert werden kann, je nachdem,
ob der Regelkörper I7 mehr oder weniger der Öffnung 15 genähert wird.
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Eine ähnliche Wirkung wie durch Veränderung des freien Querschnittes
der Ablauföffnungen in der Beckenwand läßt sich durch verschieden hohe Einstellung
des Überfalls 20 erzielen.
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Die in der Beckenwand 2 vorgesehenen Ablauföffnungen münden in einen
in der Beckenwand vorgesehenen kanalartigen Hohlraum, wie bei I8 und 19 in Fig.
1 angedeutet. Die Kanäle 18, 19 gehen oben in einen nischenartigen Überfall 20 über,
über den das aus dem Klärbecken abfließende Wasser in die Ablaufrinne 3 strömen
kann. Der Überfall 20 ist in Fig. 5 in größerem Maßstab dargestellt. Der kanalförmige
Hohlraum 18 der Beckenwand ist oben von zwei Ansätzen 21 der Beckenwand umgeben,
zwischen die Leisten 22 auswechselbar eingesetzt werden können, die einen in der
Höhe veränderlichen bzw. einstellbaren Überfall bilden.
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Die Ablauföffnungen der Beckenwand können auch zu größeren Gruppen
an einen gemeinsamen Wandkanal angeschlossen werden. Dies ist in der rechten Hälfte
der Fig. 1 dargestellt. Die Wandöffnungen sind hiernach in einem plattenförmigen
besonderen Bauteil 23 ausgebildet, das getrennt von der Beckenwand hergestellt wird.
In der Becken-
wand wird ein entsprechender Hohlraum ausgespart,
vor den der die Schlitze 7 bzw. 8 tragende Körper 23 vorgesetzt wird. Es entsteht
auf diese Weise hinter den Ablauföffnungen ein größerer Sammelraum, der durch einen
Überfall 24 (Fig. I) mit der Ablaufrinne verbunden wird.
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Die beschriebene Anordnung gestattet, im Klärbecken einen gleichmäßigen
Wasserstand 4 aufrechtzuerhalten, ungeachtet des Umstandes, daß in der Ablaufrinne
3 der Wasserstand ein Gefälle aufweist, wie durch die Gefällelinien 25 in Fig. I
angedeutet.
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PATENTANSPROCHE: I. Klärbecken zum Abscheiden spezifisch schwerer
Schwebestoffe aus einer Flüssigkeit durch Absetzenlassen aus der im Becken mit verringerter
Geschwindigkeit gegenüber demZu-und Ablauf strömenden Flüssigkeit, die aus dem Becken
durch eine Reihe über die Beckenwand verteilter vorzugsweise schlitzförmiger Öffnungen
abfließt, wobei die Flüssigkeit an der mit den Öffnungen versehenen Beckenwand angestaut
wird (Zusatz zu Patent 895 727), dadurch gekennzeichnet, daß die Ablauföffnungen
der Beckenwand einzeln oder gruppenweise mit einem in die Ablaufrinne führenden,
von einem regelbaren Überfall beherrschten Abfluß in Verbindung stehen.