DE904193C - Schaltungsanordnung an Empfangsanlagen fuer frequenzumgetastete Telegraphiesender - Google Patents
Schaltungsanordnung an Empfangsanlagen fuer frequenzumgetastete TelegraphiesenderInfo
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Description
Im Patent 897 433 ist eine Schaltungsanordnung zur Frequenznachstellung in Empfangsanlagen für frequenzumgetastete
Telegraphiesender angegeben, bei der zur Frequenznachstellung sowohl die dem Zeichenais
auch die dem Trennstrom entsprechenden Frequenzen benutzt werden. Dies kann nach dem Hauptpatent
beispielsweise dadurch erfolgen, daß die dem Zeichen- und Trenn&trom entsprechenden Frequenzen in einer
Hilfsmodulatoranordnung in den gleichen Frequenzbereich umgesetzt und über ein gemeinsames Steuerfrequenzfilter
geführt werden, um so die Trägerfrequenz bzw. die Mitziehspannung für den Oszillator der letzten
otjer einer der letzten Umsetzerstufen und über eine
Phasenbrücke od. dgl. eine Nachstellspannung für den Trägerfrequenzoszillator einer dem Steuerfrequenzfilter
vorangehenden Modulationsstufe zu erhalten. Diese Trägerspannungen für die Hilfsmodulatoranordnung
können beispielsweise einem Zweifrequenzsummer entnommen werden.
Stimmt der Frequenzhub des Senders nicht mit dem Frequenzabstand der Überlagerungsfrequenzen in' der
Hilfsmodulatoranordnung, beispielsweise des Zweifrequenzsummers, überein, dann muß der mitgezogene
Trägerfrequenzoszillator seine Frequenz im Takte der Telegraphiezeichen ändern. Ist jedoch der Frequenzhub
des Senders sehr verschieden von dem Frequenzabstand der beiden Frequenzen des Zweifrequenzsummers,
dann wird der mitgezogene Trägerfrequenzoszillator nur noch von einer der beiden ankommenden
Telegraphiefrequenzen mitgezogen. In einer Phasen-
brücke, die an einer Mitziehspannung und der Spannung
des mitgezogenen Trägerfrequenzoszillators liegt, gewinnt man eine Frequenznachstellspannung, die
einen in den ersten Umsetzerstuf en liegenden Oszillator in der Frequenz regelt. In dem geschilderten Falle entstehen
also Frequenznachstellstromstöße beim Umspringen von einer zur anderen Frequenz, die infolge
der kurzen Dauer der Telegraphiezeichen keine wesentliche Änderung der durch die Nachstellspannung gesteuerten
Oszillatorfrequenz zur Folge haben.
Gemäß der Erfindung sollen in Empfangsanlagen für frequenzumgetastete Telegraphiesender Schaltmittel
zur Erzeugung einer Überwachungsspannung aus der Frequenznachstellspanming vorgesehen werden. Diese
Überwachungsspannung dient als Maß für die richtige Einstellung der die Frequenznachstellspannung liefernden
Einrichtung, insbesondere für die Übereinstimmung des Senderfrequenzhubes mit dem Frequenzabstand
der für die Gewinnung einer Steuerfrequenz benutzten Hilfsfrequenzen. Als Schaltmittel zur Erzeugung
der Überwachungsspannung dienen spannungs- oder stromdifferenzierende Schaltelemente, insbesondere
Strom- und Spannungswandler oder Kombinationen von ohmschen Widerständen und Blindwiderständen,
die in eine die Frequenznachstellspannung führende Leitung eingebaut sind. Diese überwaehungsspannung
kann z. B. an einer Braunschen Röhre sichtbar gemacht werden oder einer Kombination
von Gleichrichtern und Spannungsmeßgeräten zugeführt werden.
Durch die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung wird inEmpf angsanlagen für frequenzumgetastete
Telegraphiesender die Möglichkeit gegeben, den Frequenzhub
des zu empfangenden Senders festzustellen und die Überlagerungsfrequenzen im Empfänger so
einzustellen, daß Sender und Empfänger im Gleichlauf sind bzw. die dem Zeichen- und Trennstrom entsprechenden
Frequenzen in denselben Frequenzbereich, z.B. in den des mitzuziehenden Generators, fallen.
Die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung und ihre Wirkungsweise werden im folgenden an Hand
eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung, bei der lediglich die
zum Verständnis der Erfindung notwendigen Einzelheiten dargestellt sind. Diese enthält eine Phasenbrücke
Ph, in welcher in bekannter Weise durch einen Vergleich der aus der Empfangsfrequenz abgeleiteten
Steuerfrequenz und einer in einem örtlichen Generator erzeugten Frequenz eine Frequenznachstellspannung
gewonnen wird. Es entstehen somit bei nicht genauer Abstimmung des Empfängers auf die zu empfangende
Senderfrequenz Nachstellspannungen, die jeweils beim Umspringen der Senderfrequenzen Spannungsschwankungen
aufweisen. Die Frequenznachstellspannung gelangt über den Stromwandler Tr in die Regelspannungsleitung
LR. Auf Grund der differenzierenden
Eigenschaften des Stromwandlers Tr tritt an den Sekundärklemmen nur dann eine Spannung auf, wenn
sich im Primärzweig die Frequenznachstellspannung ändert, d. h. wenn die Empfangsfrequenz von der im
Empfänger-eingestellten Frequenz abweicht. Dies ist der Fall, wenn z. B. der Frequenzhub des Senders nicht
mit dem Frequenzabstand der beiden beispielsweise im Zweifrequenzsummer erzeugten Überlagerungsfrequenzen
der Hilfsmodülatoranordnung übereinstimmt. Die Größe der in der Phasenbrücke gewonnenen Frequenznachstellspannung
nimmt bis zu einem gewissen Grad mit zunehmender Differenz der Senderfrequenz von der
im Empfänger eingestellten Frequenz zu, d. h. die Amplitude der auf der Sekundärseite des Stromwandlers
Tr gewonnenen Uberwachungsspannung Um ist ein
Maß für die Frequenzabweichung. Diese Überwachungsspannung wird einem Anzeigeorgan, z. B.
einem Oszillographen, zugeführt und ermöglicht eine Abstimmung des Empfängers auf Grund des auf dem
Bildschirm sichtbaren Oszillogramms. Der Verlauf der gewonnenen Überwachungsspannungen ergibt auf dem
Schirm der Oszillographenröhre sichtbar gemacht beispielsweise die Fig. 2 bis 4.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung gibt somit die Möglichkeit, die Abstimmung eines TeIegraphieempfängers
sichtbar zu machen; Senderfrequenz und insbesondere deren Frequenzhub können im
Empfangsgerät überwacht werden. Zunächst soll der Fall beschrieben werden, daß die dem Zeichen- und
Trennstrom entsprechenden Frequenzen im Empfangsgerät infolge unexakter Einstellung des Empfängers
einen Nachstellstromstoß in der Regelspannungsleitung Lr erzeugen. Der im Oszillographen sichtbare Kürvenverlauf
der Überwachungsspannung besitzt etwa die in Fig. 2 dargestellte Form der Kurve 2. In der Figur ist
über der Zeitlinie t ein Telegraphiezeichen durch die Linie 1 angedeutet. Die Frequenzen f für Zeichen-
und Trennstrom unterscheiden sich durch den Frequenzhub fs. Jeweils beim Umspringen von einer
Frequenz zur anderen entsteht in dem angegebenen Fall eine Spannungsspitze der Überwachungsspannung
(Kurve 2). Je kleiner nun die Frequenznachstells tröme werden, um so kleiner wird die Spannungsspitze der
Überwachungsspannung sein. Die Einstellung der Frequenzen der Hilfsmodülatoranordnung erfolgt auf den
kleinsten Wert dieser Spitzen im Kurvenverlauf der Überwachungsspannung.
Ist beim Empfang eines Senders dessen Frequenzhub unbekannt und der Frequenzhub verschieden von dem
Frequenzabstand der in der Hilfsmodülatoranordnung eingestellten Überlagerungsfrequenzen, dann wird der
mitgezogene Oszillator nur noch von einer der beiden ankommenden Telegraphiefrequenzen mitgezogen. Das
Oszillogramm sieht dann ähnlich aus, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Die Kurve 1 entspricht den Telegraphiezeichen,
während Kurve 2 dem zeitlichen Verlauf der Überwachungsspannung U1n entspricht. Die Wechselspannung
der Kurve 2 entsteht dadurch, daß der mitgezogene Generator mit einer anderen Frequenz als der
Mitziehfrequenz schwingt. Es ist hier also leicht möglich, die Überlagerungsfrequenzen in der Hilfsmodülatoranordnung
mit Hilfe des Oszillogramms einzustellen.
Ein wesentlicher Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß Sender, deren Frequenzumtastung
nicht exakt erfolgt, am Verlauf der z. B. im Oszillogramm wiedergegebenen Überwachungsspannung
Um erkannt werden. In diesem Falle läßt sich kein ausgeprägtes Minimum der Spannungsspitzen erreichen,
so daß auf diese Weise ein unsicheres Funk-
tionieren der Empfangsanlage einwandfrei auf einen Mangel des Senders zurückgeführt werden kann. Ein
solcher Fall ist in Fig. 4 dargestellt.
Statt eines Oszillographen können vorteilhafterweise auch andere Meßinstrumente in Verbindung mit Gleichrichtern
verwendet werden, von denen das eine positive, das" andere negative Spannungsspitzen der Überwachungsspannung
anzuzeigen gestattet.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung an Empfangsanlagen für frequenzumgetastete Telegraphiesender, bei denen nach Patent 897 433 zur Frequenznachstellung sowohl die dem Zeichen- als auch die dem Trennstrom entsprechenden Frequenzen benutzt werden, gekennzeichnet durch Schaltmittel zur Erzeugung einer Überwachungsspannung aus der Frequenznachstellspannung und durch die Verwendung dieser Überwachungsspannung als Maß für die richtige Einstellung der die Frequenznachstellspannung liefernden Einrichtung, insbesondere für die Übereinstimmung des Senderfrequenzhubes mit dem Frequenzabstand der für die Gewinnung einer Steuerfrequenz benutzten Hilfsfrequenzen.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die durch Differentiation der Frequenznachstellspannung oder des Frequenznachstellstromes eine Überwachungsspannung erzeugen.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen in die eine Frequenznachstellspannung führende Leitung eingebauten Stromoder Spannungswandler.
- 4. Schaltungsanordnung nach einem der An-Sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsspannung z. B. an einer Braunschen Röhre sichtbar gemacht ist.
- 5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche ι bis 3, gekennzeichnet durch eine von der Überwachungsspannung beaufschlagte Kombination von Gleichrichtern und Meßinstrumenten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© $524 6.54
Priority Applications (12)
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