DE904893C - Verfahren zur Herstellung von Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Viskose

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DE904893C
DE904893C DEP6699A DEP0006699A DE904893C DE 904893 C DE904893 C DE 904893C DE P6699 A DEP6699 A DE P6699A DE P0006699 A DEP0006699 A DE P0006699A DE 904893 C DE904893 C DE 904893C
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DE
Germany
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cellulose
alkali cellulose
viscose
alkali
carbon disulfide
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DEP6699A
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English (en)
Inventor
Dr Werner Matthaes
Dr Erich Torke
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Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Viskose Bei den in der Technik bisher für die Herstellung von Viskose gebrauchten Verfahren wird der Zellstoff beispielsweise mit der zehnfachen Gewichtsmenge einer etwa 2o%igen Natronlauge getränkt, und nach Abpressen auf das ungefähr dreifache Gewicht des eingesetzten Zellstoffes wird die zerfaserte Alkalicellulose, zweckmäßig nach Einschaltung einer Vorreife zur Herabsetzung der Viskosität der Spinnlösung, einer Sulfidierung in einer Baratte oder einem Xanthatkneter unterworfen.
  • Bei der Arbeitsweise in der Baratte muß das Lösen des erhaltenen Xanthogenats in einer besonderen Apparatur vorgenommen werden. Dieser Nachteil ist zwar bei der Sulfidierung im Kneter vermieden, jedoch sind für das Durchkneten der während der Sulfidierung gummiartig werdenden Maße erhebliche Energien aufzuwenden. Im übrigen erfordern beide bekannte Verfahren für die Sulfidierung und Lösung des Xanthogenats q. bis 5 Stunden.
  • Es hat nicht an Bemühungen gefehlt, die Sulfidierung der Alkalicellulose in stark verdünntem breiförmigem Zustand vorzunehmen.
  • Beispielsweise hat man schon vorgeschlagen, Cellulose unter Zusatz von Schwefelkohlenstoff mit Natronlauge in der Konzentration zusammenzumischen, wie sie in der fertigen Viskose vorhanden ist. Man hat beispielsweise Cellulose mit so viel einer 8%igen Natronlauge angeteigt, daß ein Brei entstand, der neben 8 % Cellulose 7 0o Alkali enthielt, und hat diesen Brei zur Sulfidierung mit Schwefelkohlenstoff versetzt.
  • Ebenso hat man schon vorgeschlagen, Cellulose z. B. mit i8%iger Natronlauge ohne Abpressen eines Laugenüberschusses zu alkalisieren und dann, nachdem vorher das Reaktionsgemisch auf 6 bis io °/o Na 0 H verdünnt worden ist, die Sulfidierung in Gegenwart eines Emulgators vorzunehmen.
  • Diese Verfahren liefern jedoch keine technisch brauchbaren faserfreien Viskosen.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, das es gestattet, die Sulfidierung des Alkalicellulosebreies auch bei einer NaOH-Konzentration von 4 bis io % durchzuführen. Wie festgestellt wurde, liegt die Ursache für das Versagen der bekannten Verfahren darin, daß sich mit zunehmender Verdünnung des Alkalicellulosebreies derspezifische schwerere Schwefelkohlenstoff in der Masse absetzt und nur noch unvollständig mit der Alkalicellulose in Reaktion gebracht werden kann. Diese Schwierigkeit kann erfindungsgemäß vermieden «erden, wenn man die durch Tränken mit 16 bis 26°/oiger Natronlauge gewonnene und zerfaserte Alkalicellulose mit einem Cellulosegehalt von über i7 °/a, vorzugsweise über a5 °/o, und einem NaOH-Gehalt von über 120/,), vorzugsweise über 15 °/o, vor der Verdünnung auf einen NaOH-Gehalt von 4 bis io °/o kurze Zeit bei 15 bis 30° mit Schwefelkohlenstoff behandelt und nach dem Verdünnen die Sulfidierung bei 26 bis 3o° in der breiförmigen Masse zu Ende führt. Der Schwefelkohlenstoff wird dann von der Alkalicellulose begierig absorbiert.
  • Diese Eigenschaft ist bekannt, und man hat sich ihrer auch schon bedient, um auch geringe Mengen Schwefelkohlenstoff aus Abgasen durch Überleiten über Alkalicellulose zu entfernen. Erfindungsgemäß läßt man den Schwefelkohlenstoff bei 15 bis 30° in der üblichen Menge von 3o bis 40 °/o, auf Cellulose berechnet, auf die zerfaserte Alkalicellulose einwirken. Die Einwirkungszeit beträgt in der Regel 5 bis io Minuten bei 15 bis 30°. Nach dieser Einwirkungsdauer hat sich die Alkalicellulose in ihrer Beschaffenheit kaum verändert und weist höchstens eine schwache Gelbfärbung auf. Die Alkalicellulose wird dann durch Zugabe verdünnter Natronlauge (für sehr alkaliarme Viskose kann auch das Anteigen mit Wasser erfolgen) auf einen NaOH-Gehalt von 4 bis io °/o verdünnt. Will man sofort in die Sulfidierung überleiten, so wird die Verdünnung zweckmäßig mit 2o bis 3o° warmer Lauge oder Wasser vorgenommen.
  • Besonders vorteilhaft ist beim Verdünnen die Verwendung einer Natronlauge, die 2o bis 40 g Na OH im Liter enthält, da dann die Gefahr eines Auswaschens der Alkalicellulose, die bei ungleichmäßiger Vermischung der Verdünnungsflüssigkeit mit der Alkalicellulose eintreten kann, vermieden ist.
  • Die besonderen Vorteile des Verfahrens bestehen in einem geringen Energieverbrauch beim Sulfidieren und Lösen des Xanthogenats, da die Sulfidierung in stark breiförmigem Zustand erfolgt. Außerdem ist die Herstellungszeit der Viskose ganz wesentlich verkürzt, da Sulfidierung und Lösung der Alkalicellulose zum Xanthogenat gleichzeitig erfolgen.
  • Besonders geeignet ist die Arbeitsweise der Erfindung für die kontinuierliche Herstellung von Viskose, da ein auf 4 bis io °/o Na OH neben 6 bis io °/o Cellulose verdünnter Alkalicellulosebrei schon pumpfähig ist. Die Sättigung der Alkalicellulose mit dem Schwefelkohlenstoff kann beispielsweise derart erfolgen, daß die zerfaserte Alkalicellulose auf Transportbändern durch Kammern hindurchgeführt wird, in denen sie gasförmigem Schwefelkohlenstoff ausgesetzt wird. Ebenso kann man auch die Alkalicellulose mittels einer Transportschnecke durch ein Rohr führen und hier mit dem Schwefelkohlenstoff vermengen.
  • Auch eine Vorrichtung, wie sie in der Patentschrift 748 395 beschrieben ist, kann für die Sättigung benutzt werden. Diese Vorrichtung besteht aus einem senkrecht angeordneten zylindrischen Behälter mit Zwischenböden, die Einschnitte tragen, wobei die Alkalicellulose durch eine axial umlaufende Welle, die mit Flügeln versehen ist, von einem Zwischenboden zu den darunterliegenden weiteren Zwischenböden befördert wird und die ganze Vorrichtung so durchläuft. Der Schwefelkohlenstoff wird dabei durch eine auf dem Deckel des zylindrischen Behälters angeordnete Verdampfungsvorrichtung der Alkalicellulose zugeführt. Die Abdichtung erfolgt bei der von außen durch ein Trichterrohr laufend zugeführten Alkalicellulose durch ein in das Trichteransatzrohr eingebautes Flügelrad. Auch bei Verwendung von Transportschnecken für die Sättigung der Alkalicellulose mit dem Schwefelkohlenstoff kann die Abdichtung der durch ein Trichterrohr laufend zugeführten Alkalicellulose gegen die Außenluft durch ein in das Trichteransatzrohr eingebautes Flügelrad erfolgen. Zweckmäßig ist es, um eine gute Sättigung zu erreichen, die Zugabe des Schwefelkohlenstoffs unter Evakuieren vorzunehmen.
  • Das Anteigen der mit Schwefelkohlenstoff gesättigten Alkalicellulose mit der Löselauge kann in einem geschlossenen Rührwerk oder auch in einer Mischschnecke erfolgen. Nach Anteigen mit der verdünnten Lauge oder mit Wasser ist der 4 bis io % NaOH enthaltende Alkalicellulosebrei schon pumpfähig. Er kann bis zur vollständigen Sulfidierung in dem Rührbehälter im Kreislauf umgepumpt oder durch ein Röhrensystem durchgepumpt werden, das zwecks Temperierung der Reaktionsmasse mit einem Doppelmantel versehen sein kann. Während der Weiterbeförderung geht die mit Schwefelkohlenstoff gesättigte und mit Lauge zu einem dünnen Brei angeteigte Alkalicellulose in kurzer Zeit in Viskose über. Beispiel i 3ooo g vorgereifte Alkahcellulose von einem Alphacellulosegehalt von 30,3 °/o und einem Na 0 H- Gehalt von 16,43 °/a, Polymerisationsgrad 35o, hergestellt aus. einem Kunstseidenfichtensulfitzellstoff (Polymerisationsgrad 75o, Alphacellulosegehalt 88,5 °/(,) durch Tauchen im Flottenverhältnis i : io in einer Natronlauge, die im Liter 240 g NaOH enthält, unter abpressen der überschüssigen Lauge, werden in einem mit Umpumpleitung versehenen Xanthatkneter bei 26° mit 285 ccm Schwefelkohlenstoff io Minuten behandelt und anschließend in io Minuten mit 782o ccm Löselauge (23,5 g NaOH/1) von 26 bis 28° zu einem dünnen Alkalicellulosebrei angeteigt. Nach 40 Minuten Rühren oder Umpumpen wird eine faserfreie filtrationsfähige Viskose erhalten, die 8,1 °/a Cellulose neben 5,8 °1a NaOH enthält und eine Viskosität von 20 Sekunden aufweist. Die Viskose hat, nach der Konventionsmethode gemessen, eine Filterkonstante (KW) von 25 und eine Filterleistung von 65o bis 7001. Die Viskose ergibt beim Verspinnen in ein übliches Müllerbad einen Faden von einer Trockenfestigkeit von i80 g,'den bei 21 bis 22 °%o Dehnung. Beispiel 2 3000 g einer gleichen Alkalicellulose, wie in Beispiel i angegeben, werden in einem Xanthatkneter bei 26' io Minuten mit 290 ccm Schwefelkohlenstoff behandelt und durch Zugabe von 818o ccm Wasser von 26° zu einem Alkalicellulosebrei angeteigt. Der Brei wird 40 Minuten umgepumpt, wobei die Temperatur zwischen 26 und 30° liegen soll. Man erhält eine Viskose, die neben 7,9 °/o Cellulose 4,1 °/o Na OH enthält. Die Viskose hat, nach der Konventionsmethode gemessen, eine Viskosität von zog Sekunden und eine Filterkonstante (KW) von 5o. Sie gibt, in ein übliches Müllerbad versponnen, Fäden von guter Reißfestigkeit.
  • Beispiel 3 3ooo g einer aus einem Buchensulfitzellstoff (Alphacellulosegehalt 88,5 011., Polymerisationsgrad 75o) durch Tauchen in einer Natronlauge, die im Liter 240 g NaOH enthält, und Abpressen des Laugenüberschusses bis zu einem Alphacellulosegehalt von 30,55"/, und einem NaOH-Gehalt von 16,5o0/, hergestellten Alkalicellulose «erden mit 290 ccm C S2, io Minuten bei 27 bis 30° in einem Xanthatkneter oder einem liegenden Rührwerk behandelt. Anschließend wird die Masse durch Zugabe von 236o ccm verdünnter Lauge (44 9,11 NaOH) zu einem Alkalicellulosebrei verdünnt und nach ao Minuten Durchmischung bei 26 bis 3o° durch Zugabe von 2ooo ccm Natronlauge (44 g/ 1) und 3520 ccm Wasser unter weiterer Durchmischung zu einer Viskose gelöst, die 80/, Cellulose neben 5,8"/, NaOH enthält. Der Schwefelkohlenstoffgehalt der Viskose ist 350/!" bezogen auf Cellulose. Die Viskose hat nach der Konventionsmethode eine Viskosität von 2o Sekunden, eine Filterkonstante (KW) von 16 und eine Filterleistung von 7001. Die Viskose ist gut filtrierbar und läßt sich in ein normales Müllerbad zu Fäden üblicher Festigkeit verspinnen. Beispiel 4 i kg trocken zerfaserter Buchensulfitzellstoff, wie in Beispiel 3 angegeben, wird mit 25.f0 ccm einer Natronlauge, die 26o gNaOH/1 neben 30 gNa2S (wasserfrei) enthält, in einem Xanthatkneter 15 Minuten bei 15° alkalisiert und 30 Minuten bei 30° durcr geknetet. Die durch die Behandlung mit der schwefelratriumhaltigen Lauge auf einen Polymerisationsgrad von 350 abgebaute Alkalicellulose wird dann 2o :Minuten bei 26 bis 30° mit 28o ccm C S2 behandelt. Anschließend wird die Alkalicellulose durch Zugabe von 6380 ccm verdünnter Natronlauge (17 g/1 Na OH) zu eii.em Alkalicellulosebrei angeteigt und der Alkalicellulosebrei weitere 40 Minuten im Kneter umgepumpt, wobei die Temperatur auf 26 bis 30' gehalten wird. Die erhaltene Viskose hat eine Viskosität von 27 Sekunden, einen Cellulosegehalt von 8 und ein NaOH-Gehalt von 7,1. Die Viskose ist gut filtrierbar und hat einen Filterwert von go. Beispiel 5 Ein Buchensulfitzellstoff (88,50/, Alphacellulose, Polymerisationsgrad 75o) wurde mit einer Maischlauge, die 240 g/1 Na O H und 18 g/1 Na, S (wasserfrei) enthielt, im Flottenverhältnis i : io bei 28 bis 2g° alkalisiert. Die überschüssige Lauge wurde so weit abgepreßt, daß eine Alkalicellulose erhalten wurde, die 30 °/o Alphacellulose neben 16,6 % Na OH enthielt. Die abgepreßte Lauge wurde in den Kreislauf zurückgeführt, wobei der Stand im Laugekessel immer dadurch gleich gehalten wurde, daß die fehlende Lauge mit Starklauge und Wasser aufgefrischt wurde. Ebenso wurde der Nag S-Gehalt der Alkalisierlauge stets auf 18 g/1 gehalten. Nach mehrmaliger Wiederholung des Prozesses stellte sich eine Hemikonzentration von etwa 14 g/1 in der Lauge ein. Die Alkalicellulose wurde zerfasert und, wie im Beispiel i angegeben, in Viskose übergeführt. Die erhaltene Viskose ist gul filtrierbar und hat einen KW-Wert von 6o. Sie ergibt, in ein Bisulfatbad üblicher Zusammensetzung versponnen, eine Zellwolle von einer Reißlänge von ig,g km bei 22 °/o Dehnung.

Claims (1)

  1. PATGNTANSPRUCIi: Verfahren zur Herstellung von Viskose durch Sulfidieren von durch Tränkung von Cellulose mit 16 bis 26°/oiger Natronlauge gewonnener und zerfaserter Alkalicellulose mit einem Cellulosegehalt von über 17 °,/o, vorzugsweise über 25 °/o, und einem Na0H-Gehalt von über 12 °/o, vorzugsweise über 15 °/o, insbesondere im kontinuierlichen Arbeitsgang, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalicellulose bei 15 bis 30° mit Schwefelkohlenstoff behandelt und die noch krümelige Alkalicellulose durch Verdünnung in einen Alkalicellulosebrei übergeführt wird, der 4 bis io °/o Natriumhydroxy d enthält, worauf die Sulfidierung bei 26 bis 30° in der breiförmigen Masse zu Ende geführt wird.
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