DE843807C - Verfahren zum Bleichen von Zellulose-Materialien - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Zellulose-Materialien

Info

Publication number
DE843807C
DE843807C DES19992A DES0019992A DE843807C DE 843807 C DE843807 C DE 843807C DE S19992 A DES19992 A DE S19992A DE S0019992 A DES0019992 A DE S0019992A DE 843807 C DE843807 C DE 843807C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
suspension
aqueous solution
ecm
formaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES19992A
Other languages
English (en)
Inventor
Clifford Allen Hampel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU
Original Assignee
Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU filed Critical Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU
Application granted granted Critical
Publication of DE843807C publication Critical patent/DE843807C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/1026Other features in bleaching processes
    • D21C9/1036Use of compounds accelerating or improving the efficiency of the processes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/20Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen
    • D06L4/22Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents
    • D06L4/24Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide
    • D06L4/26Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide combined with specific additives
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/12Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds
    • D21C9/14Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds with ClO2 or chlorites

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 14. JUU 1952
S 19992 IVb 1 55 c
Es wurde bereits vorgeschlagen, Zellulose-Materialien mit wäßrigen Lösungen von Chloriten zu bleichen. Diese Bleichverfahren haben den allgemeinen Vorteil, daß bei richtiger Anwendung der Abbau des Zellulose-Materials infolge der Anwendung üblicher Bleichmittel, wie Chlor, Hypochloriten und Permanganate^ insbesondere wenn ein hoher Bleichgrad verlangt wird, vermieden wird. Das erfindungsgemäße Verfahren betrifft Verbesserungen beim Bleichen von Zellulose-Materialien mit Chloriten und beim Fertigbleichen von mit diesen üblichen Bleichmitteln vorgebleichten Materialien.
Es wurde gefunden, daß Zellulose-Materialien ohne wesentlichen Abbau, wie er sich beispielsweise im Verlust an Festigkeit auswirkt, in außergewöhn lich hohem Maß gebleicht werden können, wie es sich beispielsweise im Weißegrad ausdrückt, indem das Zellulose-Material der gemeinsamen Einwir kung von Chloriten und Aldehyden in wäßriger ao Lösung bei einem pH-Wert von etwa 3 bis 9 unterworfen wird. Die geeigneten Chlorite schließen die Chlorite der Alkali- und Erdalkalimetalle ein> wie beispielsweise Natriumchlorit (NaClOg) und CaI-ciumchlorit, Ca(ClOg)2. Zu den geeigneten Aide- «5 hyden gehören beispielsweise Formaldehyd, Acetaldehyd, Paraformaldehyd, Furfurol, Benzaldehyd, die C5- und Cj-Atdosezucker und invertierte Sucrose. Alle diese Verbindungen sind durch die CHO-Gruppe gekennzeichnet. Temperaturen und
Konzentrationen können weitgehend variiert werden. Erhöhte Temperaturen steigern die Bleichgeschwindigkeit. Das Verhältnis von Chlorit zu Aldehyd kann weitgehend variieren, obwohl ein molares Verhältnis von r:'i im allgemeinen geeignet ist. Ein Überschuß des Aldehyds schadet dem ·'· gebleichten Produkt nicht. Die Konsistenz der Bleichlösung, das Gewichtsverhältnis des Zellulose-Materials zur Bleichlösung, kann ebenfalls, über
ίο einen weiten Bereich variieren. Das Bleichen des Stoffes kann beispielsweise bei Stoffdichten von etwa 5%, wie in der üblichen Praxis, oder bei viel höheren Stoffdichten, wie*z. B. 15 und 2o°/o, durchgeführt werden. Bei höheren Stoffdichten können auch höhere Chlorit- und Aldehydkonzentrationen angewendet werden, um die Bleichgeschwindigkeit zu erhöhen.
Es wurde auch gefunden, daß der Chloritverbrauch beim Bleichen nach dem erfindungsgemäßen
ao Verfahren herabgesetzt wird, wenn Phosphate der Alkalimetalle anwesend sind.
Dieser Effekt tritt beispielsweise auf, wenn Phosphate, wie Mononatrium- und Dinatriumphosphat, zur Kontrolle des pH-Wertes der Lösung
»5 benutzt werden. Bei Anwesenheit dieser Phosphate kann oft eine gleiche Weiße bei einem Chloritverbrauch erzielt werden, der weniger als die Hälfte des sonst erforderlichen 'beträgt.
Die Verbesserungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind auf Zellulose-Materialien im allgemeinen anwendbar. Es ist !besonders anwendbar auf das Bleichen von Zellulosefasern, die aus Holz oder Holzmaterial nach jedem der allgemein ausgeübten Fasergewinnungsverfahren gewonnen werden, und auf das Bleichen von Zellulosefasern, die allgemein in Texilfabriken gebraucht werden. Das Verfahren ist weiter anwendbar auf das Bleichen von Holzstoff, der nach dem Kraftverfahren (Sulfatverfahren), dem Sulfitverfahren und dem Sodaverfahren hergestellt wird, auf das Bleichen vonBaumwollinters, Hanf, Derivaten von Zellulose, wie beispielsweise Kunstseide, und von aus Zellulosefasern hergestellten Geweben.
Das Bleichen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist besonders vorteilhaft in einer kombinierten Arbeitsweise durchzuführen, wobei das Zellulose-Material mit einem oder mehreren der üblichen Bleichmittel vorgebleicht und mit einem Chlorit und einem Aldehyd nach dem erfindungsgemäßen Verfahren fertiggebleicht wird.
Die Teil- oder Vorbleichung kann bis kurz vor einem Punkt durchgeführt werden, bei dem ein wesentlicher Abbau des Zellulose-Materials beginnt, worauf dann das Bleichen bis zu einem hohen Grad fortgesetzt wird, um so durch die kombinierten Verfahrensschritte ein Produkt von beispielsweise außergewöhnlicher Weiße und ungewöhnlich hoher Festigkeit zu erzeugen. Beispielsweise kann Kraftzellstoffbrei nach den üblichen Methoden mit Chlor oder einem Hypochlorit ohne wesentlichen Abbau gewöhnlich bis zu einem Grad gebleicht werden, der durch eine Weiße im Bereich von 70 bis 78 (ge-
·■■ messen mit G. E.-RenVktometer) gekennzeichnet ist.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein solcher vorgebleichter Stoff ohne Verlust an Festigkeit oder andere Abbauerscheinungen auf eine Weiße von beispielsweise 85 oder besser gebracht werden.
Beispiel 1
125g schwedischer Kraftzellstoffbrei (Sulfatfbrei) wurden 2500 ecm einer 0,48 g Natriumchlorit und 1,25 g Formaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung zugesetzt. Diese Suspension, deren Stoffdichte 5°/o betrug, wurde bei einem pH-Wert von 8 durch Zusatz von 2 n-Natriumhydroxyd gepuffert, wobei der pH-Wert in regelmäßigen Abständen durch Anwendung eines Meßapparates nach Beckman geprüft wurde. Die Suspension wurde bei einer Temperatur von 6o° C für 2 Stunden gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden bei 2i°CUnd50% relativer Feuchtigkeit durchgeführt:
Vor dem Nachdem
Bleichen Bleichen
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt % ^
Gesamtformaldehyd angewandt % 1,0
Berstdruck nach Mullen 67,0 66,4
Einreißfestigkeit nach E Im en dor f 57 61
Zugfestigkeit nach Schopper ... 244 242
Helligkeit (% Reflexion mit Filter
Nr.i im G. E.-Reflektometer).. 82,7 87.1
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt %
Gesamtformaldehyd angewandt %
Ber st festigkeit nach Mullen ....
Einreißt estigkeit nach Elmendorf
Zugfestigkeit nach Schopper ...
Helligkeit (% Reflexion mit Filter
Nr.ι im G. E.-Reflektometer),.
Vor dem
Bleichen
51.O
48
207
78
0,23 2,0
207
84,1
Beispiel 2
100 g eines Kraftzellstoffbreies wurden zu 2000 ecm einer 0,177 g Natriumchlorit und 2 g Formaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung zugesetzt. Diese Suspension von einer Stoffdichte von 5% wurde bei einem pH-Wert von 7,1 durch Zusatz von Natriumbicarbonat und Mononatriumphösphat gepuffert, wobei der pn-Wert in regelmäßigen Abständen überprüft wurde. Die Suspension wurde 3 Stunden bei etwa 250C gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden bei 2i° C und 50% relativer Feuchtigkeit vorgenommen:
Nachdem "5 Bleichen
Beispiel 3
2500 ecm einer 0,221 g Natriumchlorit und 2,5 g Formaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung wurden mit 125 g eines Kraftzellstoffbreies versetzt. Diese Suspension wurde bei einem pH-Wert von 6,9 durch Zusatz von Natriumbicarbonat und Mononatriumphosphat gepuffert, wobei der pH-Wert in regelmäßigen Abständen geprüft wurde. Die Suspension wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 500 C aufrechterhalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden l>ei 210C und 50% relativer Feuchtigkeit vorgenommen:
Vor dem
Bleichen
Nachdem Bleichen
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt % ■«— 0,23
Gesamtformaldehyd angewandt % <— 2,0
Berstfestigkeit nach Mullen .... 51,0 48,5
Einreißfestigkeit nach El me η d or f 207 214
a5 Helligkeit (% Reflexion mit Filter
Nr. ι im G. E.-Reflektometer) .. 78 85,0
Beispiel 4
125 g eines Kraftzellstoffbreies wurden 2500 ecm einer 0,0625 g Formaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung zugesetzt. Die Suspension wurde bei einem pH-Wert von 7,1 mit einem Phosphatpuffer gepuffert. Die Suspension wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 500 C gehalten und der Stoff, dann abgetrennt und gewaschen. Dieser Stoff wurde dann zu 2500 ecm einer 0,20 g Natriumchlorit und 0,0625 g Formaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung zugesetzt. Diese Suspension wurde bei einem p^-Wert von 7,4 mit einem Phosphatpuffer gepuffert. Die Suspension wurde bei einer Temperatur von 500 C für ι Stunde gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden l>ei 210C und 50% relativer Feuchtigkeit vorgenommen:
Vor dem Nach dem
Bleichen Kleichen
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt % ^ 0,2s
Gesamtformaldehyd angewandt % ^- » j
0,10
Berstfestigkeit nach Mullen .... 4I.5 42,0
Einreißfestigkeit nach E1 m e η d 0 r f 41 41
Zugfestigkeit nach Schopper ... 176 194
Helligkeit (% Reflexion mit Filter
Nr. ι im G. E.-Reflekt: meter) .. 74.3 83,1
Beispiel 5
100 g eines Kraftzellstoffbreies wurden zu 2000 ecm einer 0,18 g Natriumchlorit und 0,85 g Acetaldehyd enthaltenden wäßrigen Lösung zugesetzt. Die Suspension wurde bei einem pH-Wert von 7,1 mit einem Phosphatpuffer gepuffert. Die Suspension wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 500 C aufrechterhalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die Helligkeit des gebleichten Breies betrug 82,5 gegenüber 74,3 beim Originalbrei.
Beispiel 6
23 g eines Baumwollmusselingewebes, das vorher einer Druckkochung unterworfen wurde, wurden in eine 2,3 g Natriumchlorit je Liter und 0,72 g Formaldehyd je Liter enthaltende wäßrige Lösung getaucht. Die Lösung wurde dann aus dem Stoff entfernt, bis dieser nur noch sein eigenes Gewicht an Lösung enthielt. Er wurde dann in ein geschlossenes Gefäß getan, in dem er 1 Stunde bei einer Temperatur von 75P C gehalten wurde. Der Stoff wurde dann gewaschen und trocken gebügelt. Die Helligkeit hatte von 74 auf 84,2 zugenommen, während die Zugfestigkeit nicht beeinflußt war.
Beispiel 7
23 g des gleichen Stoffes wurden in die gleiche Lösung wie in Beispiel 6 eingetaucht und dann durch Abtropfen so viel Lösung entfernt, bis der Stoff noch sein eigenes Gewicht an Lösung enthielt (50°/oige Stoffdichte). Der Stoff wurde dann in ein geschlossenes Gefäß gebracht und 2 Stunden bei einer Temperatur von etwa 250 C gehalten. Dann wurde er gewaschen und trocken gebügelt. Die Helligkeit hatte von 74 auf 84,2 zugenommen, während die Zugfestigkeit nicht 'beeinflußt war.
Beispiel 8
23 g des gleichen Stoffes (s. Beispiel 6) wurden in eine wäßrige Lösung getaucht, die je Liter 2,3 g Natriumchlorit und 0,72 g Formaldehyd enthielt und die bei einem pH-Wert von 7,0 mit einem Phosphatpuffer gepuffert wurde. Der Stoff wurde dann von der Lösung so weit befreit, bis er sein eigenes Gewicht an Lösung enthielt, und in einen geschlossenen Behälter gebracht, in dem er 1 Stunde bei einer Temperatur von. 250 C gehalten wurde. Er wurde dann gewaschen und trocken gebügelt. Die Helligkeit hatte von 74 auf 85,4 zugenommen, während die Zugfestigkeit nicht beeinflußt war.
Beispiel 9
45 g feuchter Kraftzellstoff brei, der 10 g trocknen Stoff enthielt, wurden zu 165 ecm Wasser zugesetzt, das bei einem pH-Wert von 7,1 mit einem Phosphatpuffer gepuffert wurde. Diese Suspension wurde mit 1,4 ecm einer 0,0169 g verfügbares Chlor je Kubikzentimeter enthaltenden wäßrigen Lösung von Natriumchlorit und 0,5 ecm Benzaldehyd (technisch) versetzt. Die Suspension wurde dann 1 Stunde bei einer Temperatur von 500 C gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die Helligkeit war von 78 auf 81,0 ge-
stiegen, während die Festigkeit des Breies nicht beeinflußt war.
Beispiel io
i,4 ecm einer wäßrigen Natriumchloritlösung, welche 0,0169 g verfügbares Chlor je Kubikzentimeter und 0,1 ecm Furfurol (technisch) enthielt, wurden zu 165 ecm Wasser zugegeben, bei einem PH-Wert von 7,1 mit einem Phosphatpuffer gepuffert, dem 10 g trockner Kraftzellstoff (ähnlich dem nach Beispiel 9 gebrauchten) zugesetzt .waren. Diese Suspension wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 500 C gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die Helligkeit war von 78 auf 81,1 gestiegen, während die Festigkeit des Stoffes nicht beeinflußt war.
Beispiel 11
125 g eines Kraftzellstoffbreies wurden 2500 ecm einer wäßrigen Lösung zugesetzt, die SgNaH2PO4 und 30g Na2HPO4- 12H2O, 62,5 ecm einer 50 g je Liter verfügbares Chlor als Natriumchlorit enthaltenden wäßrigen Lösung und 7,5 ecm einer 9,16g Formaldehyd je Liter enthaltenden wäßrigen Lösung enthielt. Diese Suspension wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 56 bis 580 C gehalten, während welcher Zeit der pn-Wert zwischen 6,95 und 7,o blieb. Der Stoff wurde dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden bei 210C und 50% relativer Feuchtigkeit ausgeführt:
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt %
Insgesamt verfügbares Chlor
verbraucht %
Gesamtformaldehyd angewandt % Berstfestigkeit nach Mullen .... EinreißfestigkeitnachElmendorf Zugfestigkeit nach Schopper ...
Helligkeit (% Reflexion mit Filter Nr. ι im G. E.-Refiektometer)..
Vor dem Bleichen
51.0 48 2oy
78
Nach dem Bleichen
51.2
45
2O6
85,66
12
Beispiel
125 g des gleichen nach Beispiel 11 verwendeten Kraftzellstoffbreies wurden 2500 ecm einer wäßrigen Lösung zugesetzt, welche 37,4 ecm einer 33,4 g je Liter verfügbares Chlor als Natriumchlorit enthaltenden wäßrigen Lösung und 30 ecm einer 9,16g Formaldehyd je Liter enthaltenden wäßrigen Lösung enthielt. Diese Suspension wurde bei einem PH-Wert von 7 durch Zusatz von 2n-Schwefelsäure gepuffert, wobei der pH-Wert in regelmäßigen Abständen durch Anwendung eines Meßapparates nach Beckman geprüft wurde. Die Stoff dichte der Suspension betrug 5%. Die Suspension wurde 2 Stunden bei einer Temperatur von 500 C gehalten und der Stoff dann abgetrennt und gewaschen. Die nachstehenden physikalischen Untersuchungen wurden bei 2i° C und 500/o relativer Feuchtigkeit ausgeführt:
Vor dem Nach dem
Bleichen Bleichen
Insgesamt verfügbares Chlor
angewandt % -<— I,O
Insgesamt verfügbares Chlor
verbraucht % -< 0,246
Gesamtformaldehyd angewandt % 0,22
Berstfestigkeit nach Mullen .... 5I.0 49.9
Einreißfestigkeit nach Elmendorf 48 42
Zugfestigkeit nach Schopper... 207 189
Helligkeit (% Reflexion mit Filter
Nr. ι im G. E.-Reflektometer).. ■78 86
In einer Hinsicht bringt das erfindungsgemäße Verfahren 'bedeutende Einsparungen mit sich. Es wurden viele komplizierte Verfahren vorgeschlagen, welche kritische Überwachung von Zeit, Temperatur und Konzentrationen in sich schließen, um hohe Bleichgrade mit minimalem Abbau des Materials zu bewirken. Keines dieser Verfahren war gänzlich zufriedenstellend, wenn sie auf die Erzeugung hoher Bleichgrade angewandt wurden, sondern alle waren kostspielig in ihrer Anwendung. Im Vergleich zu einer Anzahl dieser Verfahren erzeugt das erfindungsgemäße Verfahren vergleichbare Weißgrade beispielsweise mit Kosteneinsparungen bis zu 50% und mehr und ohne wesentlichen Abbau bzw. Schädigung des Zellulose-Materials.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Bleichen von Zellulose, dadurch gekennzeichnet, daß das gegebenenfalls vorgebleichte Material mit einer wäßrigen Lösung von einem ρπ-Wert zwischen etwa 3 und 9 behandelt wird, die einen Aldehyd, ein Alkali- und/oder Erdalkalichlorit und gegebenenfalls ein Alkaliphosphat enthält.
    0 5221 7.52
DES19992A 1941-10-08 1950-09-30 Verfahren zum Bleichen von Zellulose-Materialien Expired DE843807C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US414139A US2367771A (en) 1941-10-08 1941-10-08 Bleaching cellulosic materials

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE843807C true DE843807C (de) 1952-07-14

Family

ID=23640113

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES19992A Expired DE843807C (de) 1941-10-08 1950-09-30 Verfahren zum Bleichen von Zellulose-Materialien

Country Status (4)

Country Link
US (1) US2367771A (de)
DE (1) DE843807C (de)
FR (1) FR915778A (de)
GB (1) GB561022A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0881326A1 (de) * 1997-05-30 1998-12-02 Papierfabrik, Schoeller & Hoesch GmbH Verfahren zur Herstellung von gebleichten Spezialzellstoffen

Families Citing this family (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
USRE23218E (en) * 1945-02-21 1950-04-11 Catalytic bleaching with chlorites
LU28660A1 (de) * 1946-12-21
NL72358C (de) * 1947-12-26
US3257324A (en) * 1955-04-20 1966-06-21 Colgate Palmolive Co Solid bleach composition and method of making and using same
US3063782A (en) * 1960-02-29 1962-11-13 Olin Mathieson Bleaching cellulosic materials
US3790343A (en) * 1971-12-10 1974-02-05 S Ikeda Method for bleaching fibrous materials and compositions therefor
JPS5167472A (en) * 1974-12-06 1976-06-11 Santo Tekkosho Kk Senihinno hyohakuhoho
DE2657192B1 (de) * 1976-12-17 1978-06-08 Degussa Verfahren zur Reinigung phenol- und phenol-/formaldehydhaltiger Abwaesser
US4241093A (en) * 1978-05-11 1980-12-23 U and I, Incorporated Food supplement from vegetable pulp and method of preparing same
AU1963788A (en) * 1987-06-04 1989-01-04 American Crystal Sugar Company Method of removing oxalic acid and/or sulfite from sugarbeets
US5137744A (en) * 1989-09-11 1992-08-11 American Crystal Sugar Company Process and system for the improvement of edible fiber and product
US5112638A (en) * 1989-09-11 1992-05-12 American Crystal Sugar Company Process for the improvement of edible fiber and product
DE4329959A1 (de) * 1993-09-04 1995-03-16 Hoechst Ag Alkalisches Chloritbleichmittel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0881326A1 (de) * 1997-05-30 1998-12-02 Papierfabrik, Schoeller & Hoesch GmbH Verfahren zur Herstellung von gebleichten Spezialzellstoffen

Also Published As

Publication number Publication date
GB561022A (en) 1944-05-02
US2367771A (en) 1945-01-23
FR915778A (fr) 1946-11-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE843807C (de) Verfahren zum Bleichen von Zellulose-Materialien
DE830500C (de) Verfahren zum Bleichen von Cellulose-Materialien
DE2841013A1 (de) Verfahren zur vollbleiche von zellstoff
DE973632C (de) Verfahren zum Bleichen von Holzzellstoff
DE2538673C2 (de) Bleichaufschluß von Zellstoff mit erheblich reduziertem Chloreinsatz
DE582239C (de) Verfahren zum Bleichen von Bastfasern, insbesondere von Leinen und Hanf, in Form von Garnen und Geweben wie auch in Form von Rohfasern unter Verwendung von Superoxyd- und Hypochloritbaedern
US1822125A (en) Method for the treatment of cellulosic materials
DE932762C (de) Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial
DE405059C (de) Verfahren zur Gewinnung eines zur Verwendung in der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Spezialpapieren besonders geeigneten Zellstoffes
DE646819C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochveredelten, pentosanfreien Zellstoffs
AT225141B (de) Verfahren zum Schnellbleichen eines Cellulosestoffes
DE972448C (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Cellulosematerial
AT264445B (de) Verfahren zum stufenweisen Bleichen von Bastfasern
DE591111C (de) Verfahren zum Bleichen von cellulosehaltigem Fasergut
DE907570C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und Zellwolle aus Viskose
DE904893C (de) Verfahren zur Herstellung von Viskose
DE869946C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Celluloseaether
DE533647C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen mittels Chlors
AT112626B (de) Verfahren zum Bleichen von Zellstoff.
AT148150B (de) Verfahren zur Darstellung eines sehr reinen Zellstoffes.
DE537846C (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger Cellulose fuer die Weiterverarbeitung auf Celluloseester, Kunstseide u. dgl. aus Holzzellstoff
AT119117B (de) Verfahren zur Herstellung einer alkalifreien Zellulose.
DE712785C (de) Verfahren zur Verbesserung der Veresterungsfaehigkeit von Zellstoff
DE739668C (de) Verfahren zur Herstellung von hoch veredeltem Zellstoff aus Stroh
AT153979B (de) Verfahren zum Aufschließen von Pflanzenfaserstoffen.