DE9115995U1 - Kopsvorbereitungseinrichtung - Google Patents
KopsvorbereitungseinrichtungInfo
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Description
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6i>:^>:5-'lfJ '
' ( 20.12.1991
Beschreibung
Kopsvorbereitungseinrichtung
Kopsvorbereitungseinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Kopsvorbereitungseinrichtung mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des ersten Anspruches.
Beim Vorbereiten von Kopsen für den Abspulprozeß in einer Spulmaschine kommt es darauf an, möglichst sicher und ohne
Beschädigung der Oberfläche des Wickels das Garnende so freizulegen, daß es in der Abspulposition erfaßbar und den
entsprechenden Aggregaten der Spulstelle vorlegbar ist.
Vorrichtungen, die den Fadenanfang auf der Oberfläche von
Kopsen suchen und dann für den Abspu1 Vorgang an einer definierten Stelle bereitlegen, sind bereits bekannt. Eine
derartige Kopsvorbereitungseinrichtung ist zum Beispiel in der
DE 39 25 861 A 1 beschrieben. Dabei ist der Kops aufrechtstehend auf den Aufsteckdorn eines Caddys aufgesteckt
und wird neben einem Saugrohr, in dem die Saugluft in Längsrichtung des Kopses strömt und das einen dem Kops über
dessen im wesentlichen ganze Wick lungs länge zugewandten Saugschi l'tz besitzt, positioniert. Darüber hinaus besitzt die
Einrichtung eine Fadentrenneinrichtung und einen Sensor für die
Kontrolle der Erfassung des Fadenanfanges. Die Wirkung der Saugluft ist dabei nicht an allen Stellen des Saugschlitzes
gleich. Insbesondere bei großer Kops- und damit Saugschlitzlänge nimmt die Saugwirkung in Richtung auf das dem
Kopsfuß benachbarte Ende des Saugsch11tzes merkbar ab. Wenn
SPT 1558 Ha/L 20.12.1991
aber gerade im Kopsfußbereich das Fadenende liegt, welches zu
einer sich von der Kopsspitze bis zum Kopsfuß erstreckenden relativ steilen sogenannten Hinterwindung gehört, nimmt die
Sicherheit des Erfassens dieses Fadenendes deutlich ab.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine
Kopsvorbereitungseinrichtung der genannten Art vorzuschlagen,
die unabhängig von der Kopslänge und unabhängig von der Lage des Fadenendes ein sicheres Erfassen des Fadenendes ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des ersten Anspruches gelöst.
Die an beiden Enden des Saugschlitzes vorgesehene Luftabsaugung gewährleistet gerade in diesen Bereichen eine
hohe Saugwirkung, die ein sicheres Erfassen des dort vorrangig anzutreffenden Fadenendes gewährleistet. Dabei sind vertretbare
Querschnitte der der Luftabsaugung dienenden Rohrleitungen für
die volle Funktionsfähigkeit ausreichend. So ist auch der
Luftverbrauch in vertretbaren Grenzen zu halten.
Die Erfindung ist vorteilhaft durch die kennzeichnenden
Merkmale der Ansprüche 2 bis 9 weitergebildet.
Da nicht vorhersehbar ist, in welche Rohrleitung das Fadenende eingesaugt wird, sind vorteilhaft beide Rohrleitungen mit einer
Fadentrenneinrichtung und einer Luftabsperreinrichtung
versehen, die ihrerseits vorteilhaft aus einer Verschlußklappe
gebildet sind, die gleichzeitig Teil der Trenneinrichtung ist.
Durch den Anschluß beider Rohrleitungen an die gleiche Saugluftquelle ergibt sich eine einfache Konstruktion.
Liegt das obere Ende des Saugschlitzes im Bereich der
bewicklungsfreien Spitze der Kopshülse, kann an dieser Stelle der Saugschlitz gleichzeitig zur Führung des Fadens beim Legen
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
einer Oberwindung in diesem Bereich dienen, wodurch auf
zusätzliche Fadenführungsorgane verzichtet werden kann. Dieses
in diesem Bereich abgelegte Fadenende kann dann in der
Spulstelle ohne weiteres durch eine Luftströmung erfaßt und den entsprechenden Fadenzuführorganen der Spulstelle zugeleitet
werden.
Durch das sukkzessive Betätigen der Luftabsperreinrichtungen
und Fadentrenneinrichtungen in den beiden Rohrleitungen wird
erreicht, daß das Fadenende vor dem Bereitlegen auf der Kopsspitze in der zweiten Rohrleitung liegt und demzufolge
durch das obere Ende des Saugschlitzes beim Anbringen der
Oberwindung umgelenkt wird. Durch das anschließende Öffnen der
Luftabsperreinrichtung der zweiten Rohrleitung wird auch dafür
gesorgt, daß beim Aufwinden des Fadens auf die Hülsenspitze dieser ausreichend straff gehalten wird und nicht auf die
Kopsoberfläche zurückfällt.
Bei Kopsen, bei denen eine in eine Fußwindung mündende Hinterwindung vorher aufgetrennt wurde, liegen dem Saugschlitz
zwei benachbarte Fadenenden gegenüber. Ausgehend von diesen Enden unterscheiden sich jedoch die beiden Fadenabschnitte in
der Wicklungsrichtung. Wird nun zunächst der Kops in
Aufwickelrichtung gedreht, während am Saugschlitz bereits die Saugströmung anliegt, wird nur das erfaßte untere Fadenende,
welches in die Fußwindung mündet, abgewickelt und kann später im Spulprozeß nicht mehr stören.
Die Anordnung der Fadentrenneinrichtung der ersten Rohrleitung
unmittelbar hinter der Mündung in das Saugrohr und deren Betätigung am Ende der Drehbewegung des Kopses in
Aufwickelrichtung führt zum Abtrennen eines eventuell noch als Fußwindung vorhandenen Fadenrestes, der nicht mehr auf der
Hauptbewicklung des Kopses liegt. Bei der nachfolgenden
Drehrichtungsumkehr des Kopses wird dann das obere Fadenende
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
erfaßt, in den Saugschlitz gezogen und entsprechend, wie
bereits dargelegt, für den nachfolgenden Spulprozeß abgelegt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und
Fig. 2 eine Variante zu Fig. 1.
Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist der Kops 1 mit seinem Hülsenfuß 4 auf den Aufsteckdorn 3 eines Caddy's 2 aufgesteckt,
der seinerseits auf dem Transportband 6 einer Kopstransport 1inie steht. Aus Übersichtsgründen wurde auf die
Darstellung des den Caddy 2 führenden, entlang des Transportbandes 6 verlaufenden Transportkanals verzichtet. Des
weiteren ist die Drehantriebseinrichtung für den Kops aus den gleichen Gründen nicht dargestellt. Diese kann jedoch
prinzipiell so gestaltet sein, wie in der gattungsbildenden DE
39 25 861 A 1.
In der in Fig. 1 dargestellten Kopsvorbereitungseinrichtung ist
der Kops 1 mit der gesamten Länge seiner Bewicklung einem Saugschlitz 18 gegenüber angeordnet, der entlang eines
Saugrohres 17 verläuft.
Benachbart zum unteren Ende des Saugrohres 17 beziehungsweise
des Saugschlitzes 18 ist eine Rohrmündung 20 einer ersten Rohrleitung 19 vorgesehen. Am anderen Ende des Saugrohres 17
ist dieses mit einer zweiten Rohrleitung 21 verbunden.
Die beiden Rohrleitungen 19 und 21 münden an ihrem Ende in
Scherengehäuse 23 beziehungsweise 32. Die Scherengehäuse sind ihrerseits über Sauganschlüsse 38 und 39 mit einem Saugkanal 37
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
verbunden. Bei diesem Saugkanal 37 kann es sich um die
üblicherweise entlang einer automatischen Spulmaschine
verlaufende, für die Saugluftversorgung der gesamten Spulmaschine zuständige Saugtraverse handeln.
Die Scherengehäuse 23 und 32 sind auf einer Tragplatte 22
angebracht. In den Scherengehäusen 23 und 32 sind gleichzeitig die Fadentrenneinrichtung und die Luftabsperreinrichtung
bildende bewegliche Scherenblätter 25 beziehungsweise 35 und
feste Scherenblätter 24 beziehungsweise 36 angeordnet. Durch
die Abstimmung der Größe der Durchtrittsöffnung und der
beweglichen Scherenblätter 25 und 35 sind diese in der Lage, in ihrer Geschlossenstellung den Luftdurchtritt zu verschließen.
Zum Betätigen der beweglichen Scherenblätter 25 und 35 sind in
den Scherengehäusen 23 beziehungsweise 32 gelagerte Betätigungsbolzen 26 beziehungsweise 34 vorgesehen, die mit dem
jeweiligen Scherenblatt verdrehgesichert verbunden sind. An
diesen Betätigungsbolzen 26 beziehungsweise 34 sind Hebel 27
beziehungsweise 33 angebracht, an deren anderem Ende jeweils der Kolben eines F luidzylinders 28 beziehungsweise 31 angreift.
Die Fluidzylinder 28 beziehungsweise 31 sind über Halterungen 29 beziehungsweise 30 auf der Tragplatte 22 befestigt.
Zum Zentrieren des Kopses 1 in der Kopsvorbereitungseinrichtung
ist eine Zentriereinrichtung 7 vorgesehen. Diese
Zentriereinrichtung besitzt eine Tragplatte 8, die über einen Träger 15 mit dem Maschinengestell fest verbunden ist.
In der abgewinkelten Tragplatte 8 ist eine Schwenkplatte 9
mittels Schwenkbolzen 91 drehbar gelagert. Diese Schwenkplatte
9 besitzt ein konisches Zentrierprofil 10, welches beim
Zentrieren des Kopses 1 die Hülsenspitze 5 übergreift und damit
den Kops exakt ausrichtet. Das ist vor allem deshalb notwendig,
um während der Kopsvorbereitung einen überall gleichen Abstand
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
der Bewicklungsoberfläche des Kopses 1 zum Saugschlitz 18 zu
gewährleisten. Vor allem wird der Gefahr vorgebeugt, daß durch
die Saugströmung im Saugschlitz 18 ein Ansaugen des Kopsmantels
an den Saugschlitz bewirkt wird.
Ein F1uidzy1inder 11 zum Betätigen der Schwenkplatte 9 ist über
einen Halter 13 mit der Tragplatte 8 verbunden, während sein
Kolben 12 über einen Halter 14 mit der Schwenkplatte 9
verbunden ist.
Ein auf dem Transportband 6 herantransportierter Kops 1 wird in der Kopsvorbereitungseinrichtung benachbart zum Saugschlitz 18
beziehungsweise zum Saugrohr 17 gestoppt. Dazu kann ein hier nicht dargestellter zusätzlicher Stopper vorgesehen sein, der
von einem stromauf zur Transportrichtung des Transportbandes 6 angeordneten, ebenfalls nicht dargestellten Sensor, der den
Durchgang eines Kopses 1 erkannt hat, betätigt wird. Allerdings
besteht auch die Möglichkeit, daß der Stopper jeweils nur nach Beendigung der Kopsvorbereitung kurzzeitig öffnet, um den
vorbereiteten Kops freizugeben, und anschließend wieder seine Stopp-Position einnimmt. Für letzteren Fall ist es von Vorteil,
wenn ein Sensor in der Kopsvorbereitungseinrichtung vorhanden
ist, der erkennt, wenn ein Kops 1 in der Vorbereitungsstellung
eingetroffen ist.
Ist ein Kops 1 auf seinem Caddy 2 in der Kopsvorbereitungseinrichtung eingetroffen, steuert eine
zentrale Steuereinheit 16 über eine Steuerleitung II1 den
Fluidzylinder 11 an, der seinen Kolben 12 ausfährt und damit die Schwenkplatte in die in Fig. 1 dargestellte Position nach
unten verschwenkt. Das Zentrierprofil 10 übergreift in dieser
Position die Hülsenspitze 5 so, daß die Position des Kopses 1 festgelegt ist, da der Kopsfuß 4 auf dem Aufsteckdorn 3 des
Caddy's 2 ebenfalls eine definierte Lage einnimmt.
SPT 1658 Ha/L 20-3 2.1991
Hat der Kops 1 seine beschriebene definierte Position eingenommen und ist der nicht dargestellte Drehantrieb am Caddy
2 angelegt, schaltet die zentrale Steuereinheit 16 den Drehantrieb ein, der den Kops entgegen der Fadenwickelrichtung
dreht. Gleichzeitig schaltet die zentrale Steuereinheit 16 über
Steuer leitungen 28' und 31' die Fluidzy1inder 28 und 31, die
über die Hebel 27 und 33 sowie die Betätigungsbolzen 26 und die beweglichen Scherenblätter 25 und 35 öffnen. In der
Darstellung in Fig. 1 muß dabei der Kolben des Fluidzylinders
28 ausgefahren werden, während der Kolben des Fluidzylinders
eingefahren werden muß.
An dieser Stelle ist noch der Hinweis erforderlich, daß die
Fluidzylinder 38 und 31 vorteilhaft an ihren beiden Enden
jeweils einen Druckluftanschluß aufweisen. Über eine
Ventilsteuerung werden diese Druckluftanschlüsse alternativ mit
Druckluft versorgt, wodurch der jeweilige Kolben zwischen seinen Totpunkten betätigt wird. Durch die Steuer leitungen 28'
beziehungsweise 31' werden in diesem Fall die Ventile, zum Beispiel Dreiwegeventile, in der beschriebenen Weise
angesteuert.
In der Darstellung der Fig. 1 sind die beweglichen
Scherenschenkel 25 und 35 bereits geöffnet, wodurch in den Rohrleitungen 21 und 19 ein Unterdruck anliegt. Dabei ergibt
sich eine sehr gute Verteilung der Saugwirkung entlang des
Saugschlitzes 18, die an dessen beiden Enden einen Spitzenwert erreicht und auch in der Saugschlitzmitte hoch genug ist, um
ein eventuell dort angeordnetes Fadenende einzusaugen. Dabei
wird insbesondere der Tatsache Rechnung getragen, daß das Fadenende im unteren oder oberen Kopsbereich, gegebenenfalls
als Ober- oder Unterwindung schwerer lösbar ist, als im
mittleren Bereich der Bewicklungsoberfläche des Kopses 1. Diese erfindungsgemäße Verteilung der Saugwirkung entlang des
Saugschlitzes 18 ist insbesondere dann gegenüber der bekannten
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Ausführung mit nur einer Rohrleitung sehr effektiv, wenn es
sich um große Kopse handelt.
Wollte man bei derartigen Kopsen auch im Kopsfußbereich eine
ausreichende Saugströmung erzeugen, müßte ein extrem großer Saugrohrquerschnitt gewählt werden, wodurch insbesondere ein
extrem hoher Saugluftbedarf entstehen würde.
Nach einer festlegbaren Zeit schaltet die zentrale Steuereinheit 16 zunächst den Fluidzy1inder 28, wodurch das
bewegliche Scherenblatt 25 die Luftzuführung in die erste
Rohrleitung 19 sperrt und gegebenenfalls ein bis dahin
angesaugtes Fadenende durchtrennt. Zu diesem Zeitpunkt kann die zentrale Steuereinheit 16 auch bereits den Drehantrieb für den
Kops 1 stoppen.
Da jedoch das bewegliche Scherenblatt 35 für die Rohrleitung 21 noch geöffnet ist, wird ein eventuell in der Rohrleitung 19
befindliches Fadenende jetzt durch das Saugrohr 17 in die
Rohrleitung 21 gesaugt. Dieses Fadenende passiert dabei einen
Sensor 40, der den Fadendurchgang an die zentrale Steuereinheit 16 meldet. Die zentrale Steuereinheit 16
veranlaßt dann das Betätigen des Fluidzylinders 31, wodurch
jetzt auch das bewegliche Scherenblatt 35 geschlossen wird und
durch den definierten Abstand zum oberen Ende des Saugschlitzes
18 den Faden auf die vorgegebene Länge kürzt.
Nach dem Trennen des Fadens steuert die zentrale Steuereinheit
16 den Drehantrieb für den Kops 1 jetzt in der
entgegengesetzten Richtung, der Fadenaufwickelrichtung an.
Durch die definierte Lage des oberen Endes des Saugschlitzes 18 im Bereich der bewicklungsfreien Hülsenspitze 5 wird jetzt eine
relativ lose Oberwindung auf diese Hülsenspitze 5 aufgebracht, die später in der Spulstelle durch eine spiralförmig den Kops 1
SPT 1658 Ha/'1 20.12.1991
umgebende Luftströmung wieder lösbar und den Zubringerorganen
der Spulstelle zuführbar ist.
Vorteilhaft besteht auch die Möglichkeit, um den Faden für das Aufwinden auf die Hülsenspitze 5 entsprechend zu straffen und
zu sichern, daß er während des Aufwindens auf die Hülsenspitze 5 auch an der oberen Kante des Saugschlitzes 18 anliegt, in
dieser Vorbereitungsphase das bewegliche Scherenblatt über den Fluidzylinder 31 wieder zu öffnen. Dadurch wird der Faden von
der Saugströmung gehalten. In gleicher Weise ist es selbstverständlich möglich, in einem der beiden Scherenblätter
eine Bohrung vorzusehen, wodurch auch im geschlossenen Zustand
eine, wenn auch wesentlich geringere, Luftströmung vorhanden ist. Dadurch entfällt das erneute Betätigen dieser
Schneideinrichtung. Außerdem ist dadurch eine nur relativ
geringe Luftströmung vorhanden, die zwar ausreichend ist, um den Faden entsprechend zu straffen, aber auch nicht zu stark
ist, um zum Beispiel das Fadenende aufzudrehen, wenn empfindliche Fäden verarbeitet werden.
Wurde das Fadenende nicht zunächst in die erste Rohrleitung 19,
sondern aufgrund seiner Lage auf der oberen Kopshälfte sofort
in die zweite Rohrleitung 21 eingesaugt, passiert es den Sensor 40, der seinen Durchgang über die Leitung 40' an die zentrale
Steuereinheit 16 meldet. In diesem Fall können beide
Fluidzylinder 28 und 31 gleichzeitig betätigt werden, wobei das
bewegliche Scherenblatt 35 bereits das Fadenende ablängt. Daran schließt sich, wie bereits beschrieben, das Legen der
Oberwindung auf die Hülsenspitze unmittelbar an.
Daran anschließend betätigt die zentrale Steuereinheit 16 den
Fluidzylinder 11, der, wie bereits bei den Fluidzy1indern 28
und 31 beschrieben, über ein Dreiwegeventil steuerbar ist.
Dieser hebt durch Einfahren des Kolbens 12 die Schwenkplatte 9,
die damit die Kopsspitze 5 freigibt. Gleichzeitig oder
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
unmittelbar danach wird die Antriebseinrichtung und
gegebenenfalls ein Stopper weggeschwenkt, so daß das Transportband 6 den jetzt vorbereiteten Kops weiter in Richtung
zur Abspulstellung in der Spulmaschine transportieren kann.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Variante einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vom gleichen Transportsystem, vom gleichen Arretiersystem einschließlich
Zentriersystem sowie der erwähnten Antriebseinrichtung für
den Kops ausgegangen. Wesentlicher Unterschied zur ersten Variante ist die Lage der Luftabsperr- und
Fadentrenneinrichtung in der ersten Rohrleitung benachbart zur Mündung in das Saugrohr 17.
Diese Variante ist besonders vorteilhaft für eine Kopsvorbereitung mit zweistufiger Fadensuche.
Das Scherengehäuse 49 trägt ein festes Scherenblatt 48 sowie ein bewegliches Scherenblatt 47, welches verdrehgesichert mit
einem Betätigungsbolzen 46 verbunden ist, welcher seinerseits
im Scherengehäuse 49 drehbar gelagert ist. Am Betätigungsbolzen
46 ist ein Hebel 45 angebracht, der an seinem anderen Ende gelenkig mit einem Kolben 44 eines F luidzy1inders 43 verbunden
ist. Der Fluidzylinder 43 ist über eine Halterung 42 an der
Rohrleitung 41 befestigt. Obwohl auch hier nur eine Steuer leitung 43' direkt zum Fluidzylinder 43 führend
dargestellt ist, wird auch dieser Fluidzylinder vorteilhaft in der bereits im Zusammenhang mit der ersten Variante
beschriebenen Weise über ein Ventil betätigt. Am oberen Ende der Rohrleitung 41 ist im Bereich der Tragplatte 22 noch eine
Anschlußkammer 50 dargestellt, die analog der ersten Variante
auch als Scherengehäuse nutzbar ist. Sie ist jedoch für die Funktionsweise der Vorrichtung gemäß der zweiten Variante nicht
von Bedeutung.
SPT 1658 Ha/L 20.12.1991
Der Kops kann bei diesem Beispiel von einer sogenannten
Hinterwindungsfadenlöseeinrichtung kommen, wie sie zum Beispiel
in der DE 39 25 988 A 1 beschrieben ist. Ist das Hinterwindungsfadenende in einer sogenannten Fußwindung am
Hülsenfuß 3 des Kopses 1 festgelegt, wird dieser Hinterwindungsfaden auf der Bewicklungsoberfläche des Kopses
durch die Hinterwindungsfadenlöseeinrichtung durchtrennt,
wodurch zwei auf der Kopsoberfläche benachbarte Fadenenden gebildet werden. Die entsprechenden Fadenteile weisen,
ausgehend von ihren benachbarten Fadenenden, unterschiedliche Bewicklungsrichtungen auf. Während das obere Fadenende
gleichzeitig den Fadenanfang für das spätere Abspulen des Kopses bildet, weist das untere Fadenende nur eine begrenzte
Länge auf und kann, soweit es noch auf der Bewicklungsoberfläche des Kopses 1 liegt, den Abspulprozeß
erheblich stören. Es ist deshalb erforderlich, zunächst dieses
Fadenstück zu beseitigen.
Dazu schaltet zunächst die zentrale Steuereinheit 16 den
Drehantrieb für den Kops 1 in Aufwickelrichtung des Fadens ein,
die gleichzeitig die Abwickelrichtung des unteren Fadenstückes, ausgehend von seinem oberen Fadenende dargstellt. Dazu wird
lediglich das bewegliche Scherenblatt 47 mittels des FIuidzylinders 43 in die in Fig. 2 dargestellte Position
bewegt, wodurch der Saugschlitz 18 nur durch die Rohrleitung 41 besaugt wird. Damit entsteht auch in dem Bereich des
Saugschlitzes 18 eine starke Saugströmung, in der das gesuchte untere Fadenende anzutreffen ist. Würde dabei gleichzeitig das
obere Fadenende ebenfalls erfaßt, könnte dieses nicht eingesaugt werden, da bei der vorgegebenen Drehrichtung des
Kopses 1 dieses sofort wieder aus dem Saugschlitz 18 gezogen würde.
SPT 1658 &EEgr;&aacgr;/L 20.J2.J991
Das untere Fadenende wird durch den Saugschlitz 18 in die
Rohrleitung 41 gezogen und mindestens so weit abgewickelt, bis es nicht mehr auf der Bewicklungsoberfläche des Kopses 1 liegt.
Anschließend, das heißt, am Ende der Drehbewegung des Kopses in
Aufwickelrichtung, wird der Kolben 44 aus dem Fluidzy1inder 43
ausgefahren, wodurch er über den Hebel 45 und den Betätigungsbolzen 46 das bewegliche Scherenblatt 47 schließt.
Dabei wird der eingesaugte untere Fadenabschnitt abgetrennt und
zugleich die Saugluft abgesperrt. Dieser Vorgang kann
erforderlichenfalls mehrmals durchgeführt werden, wobei dann
der Kops nur eine Teildrehung erhalten sollte, um die Vorbereitungszeit nicht unnötig zu verlängern. Ebenso denkbar
ist die Anordnung eines Sensors auch in diesem Bereich, der den Fadendurchgang erkennt und entsprechende Steuersignale an die
zentrale Steuereinheit 16 gibt, die in Abhängigkeit davon die Trenneinrichtung betätigt und den Drehantrieb stoppt.
Anschließend wird vorteilhaft lediglich der Fluidzylinder 31
betätigt, da das jetzt aufzufindende Fadenende in der oberen
Kopshälfte zu suchen ist. Allerdings ist es selbstverständlich
möglich, auch jetzt nochmals den vollen, im Zusammenhang mit der ersten Variante beschriebenen Arbeitszyklus durchzufahren.
Das wäre jedoch mit einem unnötigen Zeitverlust verbunden. Die weiteren Schritte laufen ab, wie bereits bei der ersten
Variante beschrieben.
Claims (9)
1. Kopsvorbereitungseinrichtung, in der die Kopse (1) aufrechtstehend auf Dorne (3) aufgesteckt sind und die eine
steuerbare Antriebseinrichtung zum Drehen des jeweiligen
Kopses, ein Saugrohr (17), in dem die Saugluft in Längsrichtung des Kopses strömt, mit einem dem Kops über
dessen im wesentlichen ganze Wicklungslänge zugewandten
Saugschi l'tz (18), eine Fadentrenneinrichtung und einen
Sensor (40) für die Kontrolle der Erfassung des Fadenanfanges besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung eines Saugrohres mit großer
Saugschlitzlänge zur Vorbereitung großer Kopse das Saugrohr beidseitig an den Enden des Saugschlitzes je eine
Luftabsaugung über Rohrleitungen (19, 21; 41) aufweist.
2. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß beide Rohrleitungen (19, 21; 41) mit
einer Fadentrenneinrichtung (23 bis 28, 31 bis 36; 43 bis 49) und einer Luftabsperreinrichtung versehen sind.
3. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rohrleitungen an die
gleiche Saugluftquelle (37) angeschlossen, jedoch durch
getrennte Luftabsperreinrichtungen von dieser Saug 1uftquelIe trennbar sind.
4. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des
SPT 1G58 Ha/L 20.12.1991
Saugschiitzes (18) im Bereich der bewicklungsfreien Spitze
(5) der Kopshülse liegt.
5. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schaltung vorhanden ist, die während der Fadensuche, während der der Kops in
Abwickelrichtung gedreht wird, zunächst die Fadentrenneinrichtung und Luftabsperreinrichtung (23 bis
28) der am unteren Ende des Saugschlitzes mündenden ersten Rohrleitung schließt und zeitversetzt nach vom in der
zweiten Rohrleitung angeordneten Sensor erkanntem Fadenanfang die zugehörige Fadentrenneinrichtung und
Luftabsperreinrichtung (31 bis 36) schließt.
6. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Schaltung vorhanden ist,
die nach dem Trennen des Fadenendes die Antriebseinrichtung
zum Drehen des Kopses (1) in Fadenaufwickelrichtung steuert.
7. Kopsvorbereitungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Schaltung zugleich die Luftabsperreinrichtung (31 bis 36) der zweiten Rohrleitung
(21) wieder öffnet.
8. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für Kopse, deren
Hinterwindungsfaden zuvor aufgetrennt wurde, eine
Zusatzschaltung vorhanden ist, die vor der eigentlichen Fadensuche die Antriebseinrichtung zum Drehen des Kopses in
Aufwickelrichtung steuert und dazu die
Luftabsperreinrichtung (43 bis 49) der ersten Rohrleitung
(41) öffnet.
SPT 1G58 Md/L PO.12.1991
9. Kopsvorbereitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß Fadentrenneinrichtung und
Luftabsperreinrichtung (43 bis 49) der ersten Rohrleitung (41) unmittelbar hinter deren Mündung in das Saugrohr (17)
angeordnet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9115995U DE9115995U1 (de) | 1991-12-23 | 1991-12-23 | Kopsvorbereitungseinrichtung |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9115995U DE9115995U1 (de) | 1991-12-23 | 1991-12-23 | Kopsvorbereitungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9115995U1 true DE9115995U1 (de) | 1992-02-20 |
Family
ID=6874574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9115995U Expired - Lifetime DE9115995U1 (de) | 1991-12-23 | 1991-12-23 | Kopsvorbereitungseinrichtung |
Country Status (2)
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| US (1) | US5232171A (de) |
| DE (1) | DE9115995U1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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