DE91470C - - Google Patents
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- G01V—GEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
- G01V7/00—Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting
- G01V7/02—Details
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
MAX SCHONING in BERLIN. Koinciclenzeiizähler.
Die Erfindung bezweckt, bei zwei unter dem Einflufs veränderlicher Kräfte verschieden schnell
schwingenden Pendeln jedesmal beim Eintritt der Koincidenz ein Zählwerk zu schalten.
Unter Koincidenz ist dabei das gleichzeitige Auftreten bestimmter Stellungen der Pendel,
die aber darum nicht gleichseitige zu sein brauchen, zu verstehen.
Als Pendel kann durchweg jeder auf beliebige Art angetriebene und unter dem Einflufs
beliebiger Kräfte schwingende Körper gedacht werden.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. ι dargestellt. Die beiden Pendel P und Q.,
deren Untertheile in der Zeichnung fortgelassen sind, liegen in der Richtung ihrer Schwingungsebenen neben einander und schwingen um
die Punkte m und n. Sie tragen einander zugekehrte Arme d und e, deren Enden so
liegen, dafs sie sich beim Schwingen der Pendel annähernd rechtwinklig zu einander
bewegen. Das Ende des am rechtsliegenden Pendel Q befestigten Armes e trägt eine kleine
Achse und auf dieser drehbar einen kleinen dreiarmigen Hebel oder Stern abc. Zwei
Arme dieses Sternes α und b kommen durch die Schwingungen des Armes e zeitweise
in den Bereich des mit dem linken Pendel P verbundenen Armes d, dessen Ende
zweckmäfsig mit einer kleinen Rolle ο versehen ist. Jedesmal, wenn ein Anstofs zwischen dieser
Rolle und einem Arme α oder b des Sternes stattfindet, wird der Stern ein wenig um seine
Achse gedreht, und zwar in der einen oder anderen Richtung, je nachdem der Anstofs am
Arme α oder b stattgefunden hat.
Durch eine geeignete mechanische Verbindung wird die so erzeugte Hin- und Herdrehung
des Sternes in die Fortbewegung eines Zählwerkes umgesetzt, und zwar unbeschadet
der schwingenden Bewegung des Sternes um den Aufhängepunkt n, welche auch ohne Einflufs
auf das Zählwerk bleibt. Eine solche Verbindung ist z. B. der lange, am Arme e
des Sternes gelagerte und vom Aufhängepunkt η aus annähernd radial liegende Sperrhaken
s oder das gabelförmig den Arm c umgreifende am Gestell gelagerte Zwischenstück u
(Fig. 2), welches dann seinerseits die Sperrklinke trägt. Vom Zählwerke selbst ist (in Fig. 1, 3
und 4) nur das erste Rad r gezeichnet.
Der Stern abc mit den an ihm befestigten
oder von ihm aus bewegten Theilen ist so ausgewichtet, dafs er jedesmal am Arme e in
der Stellung liegen bleibt, die er durch den letzten Anstofs an die Rolle 0 erhalten hat.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Angenommen, der Stern befände sich in linksgedrehter Stellung, so dafs also der Arm a
dem Bereiche der Rolle ο genähert, der andere b davon entfernt steht; beide Pendel befänden
sich in solchem Schwingungszustand, dafs sie gleichzeitig nach derselben Seite hin ausschlagen.
Es tritt dann1 eine Aenderung in der Stellung des Sternes nicht ein, bei dem
jedesmaligen Ausschlage der Pendel nach links nicht, weil der Stern bereits so weit nach links
gedreht ist, dafs der Arm b nicht mehr in den
Bereich der Rolle ο kommt, und bei den Ausschlägen nach, rechts nicht, weil da der Stern
von der Rolle ο entfernt steht. Dieser Zustand dauert so lange, als die Pendel gleichmäfsig
schwingen..
Schwingt nun aber eines der Pendel, gleichviel welches, schneller als das andere, so tritt
früher oder später der Zustand ein, in welchem beide Pendel gleichzeitig nach entgegengesetzten
Seiten schwingen oder sich diesem Zustande nähern. Bei den Ausschlägen des rechten
Pendels nach links und des linken nach rechts trifft dann der vorgedrehte Arm α gegen die ■
Rolle o. Der Stern wird dadurch allmälig etwas rechts herumgedreht, bis vollkommen entgegengesetzter
Ausschlag der beiden Pendel eingetreten ist. Bei dieser Rechtsdrehung des Sternes fafst der
Sperrhaken s einen neuen Zahn am ersten Zählwerkrade r.
Bleibt die Ungleichheit in der Schwingungsdauer der Pendel bestehen, dann treten nach
einiger Zeit wieder gleichzeitig gleichseitige Ausschläge der Pendel ein. Bei den Linksschwingungen
der beiden Pendel trifft dann die Rolle ο gegen den Arm b des Sternes,
dieser wird wieder nach links gedreht und dabei das Rad r um einen Zahn weiter gerückt,
d. h. die erste Koincidenz wird gezählt u. s. f.
Natürlich kann die eben beschriebene Anordnung auf Grund desselben Erfindungsgedankens mehrfach geändert werden. So kann
z. B. an Stelle des Sternes abc (Fig. ι und 2)
ein kleiner Hebelmechanismus abc C1 (Fig. 3)
treten oder an Stelle der beiden Arme α b ein Arm i (Fig. 4), dafür aber zwei Anschlagrollen
0 O1 an Stelle der einen (Fig. 1 und 2) u. s. f.
Bei den Anordnungen nach Fig. 1 und 2 wird der'Sperrhaken um so weiter ausgreifen,
je gröfser die Pendelausschläge sind. Um dies zu verhindern, wo es schädlich werden könnte,
kann die in Fig. 4 gezeichnete Vorrichtung, bei welcher mittelst Uebertragung durch einen besonders
geformten Schlitz und einen Zwischenhebel h die Sperrklinke mit constantem Ausschlage
bewegt wird, angeordnet werden.
Die ebenfalls in Fig. 4 gezeichnete, an sich bekannte Anordnung von zwei beweglichen
Sperrklinken bewirkt, dafs auch beim Eintritt entgegengesetzter Ausschläge das Zählwerk vorrückt.
Selbstverständlich könnten dergleichen Anordnungen auch bei den Ausführungen nach
Fig. i, 2 und 3 in Anwendung kommen.
Auch brauchen die schwingenden Theile P, d, Q, e nicht die von veränderlichen Kräften
beeinflufsten Pendel selbst zu sein, sie können vielmehr mit diesen "auch nur in mechanischer
Verbindung stehen, so dafs sie die Schwingungen, nöthigenfalls in passender Vergröfserung
oder Verkleinerung, mitmachen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Koincidenzenzähler, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden schwingenden Körper, deren Koincidenzen gezählt werden sollen, so geformt und zusammengestellt sind, dafs bei nicht genau gleicher Schwingungsdauer ein an dem einen Körper drehhar oder beweglich angebrachtes Stück oder kleiner Mechanismus zeitweise und an verschiedenen Stellen mit dem, anderen Körper in Berührung kommt und dadurch bald in dem einen Sinne, bald in dem anderen ein wenig gedreht oder bewegt wird, welche Hin- und Herbewegungen unbeschadet der ursprünglichen Schwingungen des Stückes oder Mechanismus auf ein Zählwerk übertragen werden, so dafs das Zählwerk proportional der Zahl der auftretenden Koincidenzen in seiner Anzeige fortschreitet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91470C true DE91470C (de) |
Family
ID=363093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91470D Active DE91470C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91470C (de) |
-
0
- DE DENDAT91470D patent/DE91470C/de active Active
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