DE92785C - - Google Patents
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- DE92785C DE92785C DENDAT92785D DE92785DA DE92785C DE 92785 C DE92785 C DE 92785C DE NDAT92785 D DENDAT92785 D DE NDAT92785D DE 92785D A DE92785D A DE 92785DA DE 92785 C DE92785 C DE 92785C
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
- A61M3/00—Medical syringes, e.g. enemata; Irrigators
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
IGNAZ TIMAR in BERLIN.
Die Infectionskrankheiten der Harnröhre werden gemeinhin mit flüssigen Heilmitteln behandelt,
welche ihren Zweck vollkommen zu erfüllen nur selten geeignet sind. Dies hat seinen Grund darin, dafs die Mucosa (Schleimhaut)
tiefe Falten aufweist. In diesen lagern sich z. B. bei der verbreitetsten Krankheit der
Urethra (Harnblase), dem Tripper (Gonorrhoe), die Gonococcen ab, und da diese von den
eingespritzten Heilmitteln nicht erreicht werden können, bewerkstelligen sie, dafs der scheinbar
geheilte Kranke bei der geringsten ähnlich auftretenden Reizung, die ihm sein ursprüngliches
Leiden zugezogen, einen Rückfall bekommt. Aber auch wenn sämmtliche Gonococcen vernichtet
sein sollten, bleibt die Schleimhaut derartig empfindlich, dafs die gedachte Reizung
in vielen Fällen zum mindesten Harnröhrenentzündung erzeugt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Spritze, welche derartig eingerichtet
ist, dafs während der Anwendungszeit die Harnröhre ausgedehnt wird, damit die Schleimhaut
straff gespannt ist und das Heilmittel demnach auch diejenigen Stellen derselben erreichen
kann, welche sonst zufolge der Faltenbildung die anhaftenden Gonococcen und anderen Krankheitserreger
dem Einflufs der Behandlung entziehen würden.
In beiliegender Zeichnung wird die neue Spritze dargestellt, und zwar ist
Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch dieselbe;
Fig. 2 zeigt eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht;
Fig. 3 stellt einen Schnitt durch die in der Gebrauchsstellung befindliche Spritze dar, die in
Fig. 4 in derselben Stellung in Ansicht gezeigt ist.
Fig. 5 ist eine vergröfserte Ansicht des Spritzenmundstückes, durch welches
Fjg. 6 einen Querschnitt darstellt.
. Der Spritzencylinder α trägt an einer Seite einen Stutzen c, in welchem sich ein Rückschlagventil d derart gelagert befindet, dafs es dem Saugen des Pumpenkolbens e nachgiebt. In der Ausflufsöffnung der Spritze befindet sich ein zweites Rückschlagventil f, welches unter dem Druck des Spritzenkolbens e den Durchflufsquerschnitt freigiebt. Das Spritzenmundstück ist vorn in einer der Länge des Gliedes entsprechenden Abmessung in zwei Hälften g und h gespalten, deren Ränder, wie in Fig. 6 näher dargestellt ist, einander nicht berühren, sondern abgerundet sind. Es hat dies den Zweck, dafs, wenn die beiden Schenkel, während sie sich in der Harnröhre befinden, geschlossen werden, die Ränder derselben die Schleimhäute nicht verletzen können. Die beiden Schenkel g und h schwingen um Gelenke i und k, an welche sich die schräg geführten Arme / und m schliefsen. Werden diese Arme nach dem Spritzenmundstück zu einander genähert, so werden dadurch die beiden Schenkel g und h in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise auseinandergespreizt. Dies
. Der Spritzencylinder α trägt an einer Seite einen Stutzen c, in welchem sich ein Rückschlagventil d derart gelagert befindet, dafs es dem Saugen des Pumpenkolbens e nachgiebt. In der Ausflufsöffnung der Spritze befindet sich ein zweites Rückschlagventil f, welches unter dem Druck des Spritzenkolbens e den Durchflufsquerschnitt freigiebt. Das Spritzenmundstück ist vorn in einer der Länge des Gliedes entsprechenden Abmessung in zwei Hälften g und h gespalten, deren Ränder, wie in Fig. 6 näher dargestellt ist, einander nicht berühren, sondern abgerundet sind. Es hat dies den Zweck, dafs, wenn die beiden Schenkel, während sie sich in der Harnröhre befinden, geschlossen werden, die Ränder derselben die Schleimhäute nicht verletzen können. Die beiden Schenkel g und h schwingen um Gelenke i und k, an welche sich die schräg geführten Arme / und m schliefsen. Werden diese Arme nach dem Spritzenmundstück zu einander genähert, so werden dadurch die beiden Schenkel g und h in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise auseinandergespreizt. Dies
Claims (1)
- erfolgt in der Weise, dafs der Ring η, welcher auf dem Spritzenmundstück in der Längsrichtung verschiebbar ist und durch die Feder ο in seiner höchsten Stellung gehalten wird, in Richtung auf den Spritzencylinder zu geschoben wird.Die Vorrichtung wirkt wie folgt:
Auf den Stutzen c wird die das Heilmittel enthaltende Ärzeneifiasche aufgesteckt, und ist zu diesem Behuf der Stutzen mit einem lidernden, am besten aus Weichgummi oder Kork bestehenden Mantel belegt. Wird nun der Spritzenkolben angezogen, so öffnet sich bei während dieser Bewegung geschlossenem Ventil f das Ventil d, und das Heilmittel füllt den Spritzencylinder. Die Spritze wird nun zur Behandlung eingeführt, wobei zwei Finger der Hand die Ringe ρ und q fassen, während ein dritter Finger über den Ring η gelegt wird. Werden nun durch Zusammenziehen der Hand die Ringe η und ρ q einander genähert, so tritt unter Nachgeben des Ventiles f und Schlufs des Ventiles d die Flüssigkeit in die Harnröhre ein, welche durch die bei dem genannten Vorgang sich spreizenden Schenkel h und g gespannt erhalten wird. Die äufsere Mündung der Harnröhre (orificium externum) wird hierbei durch eine über den Schenkeln h und g sitzende Kappe r aus federndem Stoff, am besten also Weichgummi, verschlossen gehalten. Nach beendetem Gebrauch wird die Spritze um ein Geringes herausgezogen, die Kappe r giebt die äufsere Mündung frei und die eingespritzte Flüssigkeit tritt unter dem gleichen Druck, mit dem sie eingetreten war, wieder aus. Nun wird die Spritze wieder um ihre Längsachse gedreht, damit diejenigen Stellen der Schleimhaut, welche vordem durch die Schenkel h und g bedeckt worden waren, ebenfalls berieselt werden können, was möglich ist, ohne die Spritze aus dem Körper zu entfernen. Die Anwendung kann beliebig oft wiederholt werden, immer bei eingeführt bleibender Spritze.Ein weiterer grofser Vortheil derselben ist die Bespülung der äufseren Harnröhrenmündung, die bei allen anderen Spritzen unbespült bleibt.Patent-Anspruch:Eine mit einer die Schleimhaut der Urethra (Harnblase) dehnenden und gespannt haltenden Vorrichtung versehene Spritze, gekennzeichnet durch die an den Gelenken i und k der aus einander spreizbaren Hälften (g und h) des Mundstückes angebrachten, schräg nach aufsen geführten Arme (I und m) und den auf dem Spritzenmundstück verschiebbaren, unter Einwirkung einer Feder (o) stehenden Ring (η), der durch einen Finger bewegt werden kann, während zwei von den Fingern derselben Hand die Ringe (p und q) des Sprifzen,kolbens fassen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.KAISERLICHES WSSSSSSi PATENTAMT.BerichtigungZUR PATENTSCHRIFTKLASSE 30: Gesundheitspflege.IGNAZ TIMAR in BERLIN.Spritze mit einer die Schleimhaut der Harnröhre dehnenden und gespannt haltendenVorrichtung.Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. August 1896 ab.In der Patentschrift JVI 92785, Klasse 30, ist auf Seite 1, Spalte 1, Zeile 8, und auf Seite 2, Spalte 2, im Patent-Anspruch Zeile 2 anstatt »(Harnblase)« zu lesen „(Harnröhre)".
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE92785C true DE92785C (de) |
Family
ID=364272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT92785D Active DE92785C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE92785C (de) |
-
0
- DE DENDAT92785D patent/DE92785C/de active Active
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