DE928058C - Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit - Google Patents

Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit

Info

Publication number
DE928058C
DE928058C DEA19609D DEA0019609D DE928058C DE 928058 C DE928058 C DE 928058C DE A19609 D DEA19609 D DE A19609D DE A0019609 D DEA0019609 D DE A0019609D DE 928058 C DE928058 C DE 928058C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil
winding
circuit
coils
electrical machines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA19609D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dr-Ing Moldenhauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA19609D priority Critical patent/DE928058C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE928058C publication Critical patent/DE928058C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/12Testing dielectric strength or breakdown voltage ; Testing or monitoring effectiveness or level of insulation, e.g. of a cable or of an apparatus, for example using partial discharge measurements; Electrostatic testing
    • G01R31/14Circuits therefor, e.g. for generating test voltages, sensing circuits

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

Description

  • Verfahren zur Prüfung von Wicklungsspulen für elektrische Maschinen auf Durchs chl agsfestigkeit Für die Durchschlagsprüfung von Wicklungen fertiger elektrischer Maschinen wurde mit Rücksicht auf die Möglichkeit des Auftretens hoher Isolationsbeanspruchungen durch Sprungwellen die Sprungwellenprobe vorgenommen bzw. vorgeschieben. Es hat sich jedoch gezeigt, daß eine solche Prüfungsmethode eine außerordentliche Gefahr für die an sich einwandfreie Isolation der Wicklung bedeutet, weil sich dabei gelegentlich sehr hohe Uberspannungen zeigen, die zu Überschlägen mit beträchtlicher Schlagweite führen und die gute Isolation verschlechtern. Dieser Gefahren wegen haben die Fachkreise neuerdings auf die Sprungwellenprobe verzichtet und sie durch eine Hochfrequenzprüfung ersetzt, bei der die zu prüfende Spule in einen aus Kondensator, einstellbarer Löschfunkenstrecke und Strombegrenzungswiderstand bestehenden Schwingungskreis eingeschaltet wird, der an der Sekundärseite eines Transformators liegt. Das eine Ende der zu prüfenden Spule wird geerdet. Um den Isolationszustand der Spule bzw. etwa auftretende Durchschläge kurzgeschlossener Windungen anzuzeigen, hat man jenen Schwingungskreis mit einem Resonanzkreis gekoppelt, in den ein Strommesser eingeschaltet ist. Bei einer bekannten, für solche Prüfungen von Spulen in Betracht kommenden Meßeinrichtung geschieht die Kopplung in der Weise, daß eine besonders für diesen Zweck dem Meßkreis zugeteilte und unmittelbar in ihm liegende Hilfskopplungsspule in die Nähe der zu prüfenden Spule gebracht wird. Ist die letztere beschädigt, so wird die unter gesunden Verhältnissen abgestimmte Resonanz der beiden gekoppelten Kreise verstimmt, wobei sich der Zeigerausschlag verkleinert.
  • Die Verwendung einer besonderen Hilfskopplungsspule, die erst in die Nähe der zu prüfenden Wicklungsspule gebracht werden muß, hat einerseits den Mangel, daß es dadurch sehr schwierig ist, eindeutig bestimmte undgleicheKopplúngsverhältnisse bei einer nacheinander erfolgenden Prüfung mehrerer Wicklungsspulen zu erhalten. Andererseits läßt sich besonders bei bereits in die betriebsfertige Maschine eingebauter Wicklung eine solche Hilfskopplungsspule des Meßkreises nicht oder nicht ausreichend in die Nähe der Wicklungsspule wegen der Unzugänglichkeit der in der Maschine eingelagerten Wicklung bringen. Es ist aber wichtig, daß die Hochfrequenzprüfung von Wicklungsspulen elektrischer Maschinen unter praktischen Verhältnissen erfolgt, die den betriebsmäßig vorkommenden Beanspruchungen entspricht. Dies setzt voraus, daß die Isolationsprobe erst bei den in die bereits fertige Maschine eingebauten Wicklungsspulen vor sich geht, ,da eine noch nicht eingebaute Spule außerhalb der Maschine beim Prüfungsvorgang nicht den mannigfachen Einflüssen ihrer Umgebung, ihrer Verspannung usw. unterworfen ist, wie eine bereits betriebsfertig in die Maschine eingelagerte und in ihr befestigte Spule.
  • Es ist nun des weiteren eine ebenfalls auf dem Prinzip der hochfrequenten Spannungsprobe bzw. der Verwendung eines die zu prüfende Spule enthaltenden Schwingungskreises beruhende Prüfeinrichtung bekannt, die die vorerwähnten Nachteile umgeht, d. h. bei der die Kopplung jenes Schwingungskreises mit einem über einen Strommesser geschlossenen Resonanzkreis auch bei Spulen von Wicklungen hergestellt und die Isolationsprüfung durchgeführt werden kann, die bereits in die betriebsfertige Maschine eingelagert i;st und bei der von vornherein die Kopplung eindeutig festliegt. Sie besitzt eine besondere, baulich mit der Meßapparatur in unveränderlicher Lage vereinigte Kopplungsspule, die in den Schwingungsstromkreis der zu prüfenden Spule eingeschaltet wird und induktiv mit dem über das Strommeßgerät geschlossenen Resonanzkreis verkettet ist.
  • Bei dem Prüfungsverfahren nach der Erfindung wird die bereits betriebsfertig in die elektrische Maschine eingebaute und an ihren Wickelköpfen mechanisch verspannte Spule der Wicklung mit ihren vorerst noch offen gelassenen Enden in den Schwingungskreis eingeschaltet und ihr Isolationszustand an dem Stromanzeigegerät in dem Reso nanzkreis festgestellt, der eine jener zu prüfenden Spule benachbarte oder naheliegende Spule derselben Wicklung als Kopplungsspule zwischen Schwingungskreis und Resonanzkreis enthält.
  • Da sämtliche Spulen der eingebauten Wicldung übereinstimmen und bei dem Prüfungsverfahren nach der Erfindung somit die im Schwingungskreis und im Resonanzkreis gelegenen Spulen gleichwertig sind, ergibt sich zunächst im Vergleich zu dem vorbekannten Verfahren der Vorteil, daß ohne weiteres die Resonanzbedingung zwischen Schwingungskreis und Meßkreis erfüllt ist, sofern nur den in diesen beiden Stromkreisen liegenden Kondensatoren von vornherein gleiche Kapazität gegeben wird, so daß sich eine jedesmalige Abstimmung des Meßkreises durch einen Regulierkondensator und der Zeitaufwand hierfür erübrigen. Die bei der bekannten Einrichtung mit besonderer in ihrer Meßapparatur eingebauter Kopplungsspule jedesmal vorher erforderliche Resonanzabstimmung des Meßkreises auf den Schwingungskreis einer Spule läßt noch keineswegs folgern, daß diese Spule fehlerfrei ist.
  • Zeigt vielmehr das Meßgerät bei Kontrolle der folgenden Spule einen anderen Ausschlag, so besteht Zweifel darüber, welche der beiden Spulen die einwandfreie ist und welche die schadhafte. Erst die Prüfung einer größeren Zahl von Spulen der Wicklung vermag ein klares Bild über den Isolationszustand der Einzelspulen zu geben, wobei noch vorauszusetzen ist, daß die Mehrzahl der geprüften Spulen keinen Isolationsfehler aufweist. Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung zeigt dagegen das Strommeßgerät ohne weiteres und ohne Irrtumsmöglichkeit an, ob die Spulen fehlerfrei sind oder nicht, wodurch beim Meßvorgang kein Zeitverlust entsteht. Eine weitere beträchtliche Zeitersparnis folgt aus dem Umstand, daß wegen der gleichzeitigen Prüfung zweier Spulen, die nahe beieinanderliegen und eine ausreichende Kopplung des Schwingungskreises mit dem Resonanzkreis bewirken, nur die halbe Zahl von Messungen notwendig ist. Außer den hier erörterten Vorteilen kommt noch der weitere hinzu, daß eine besondere Kopplungsspule und zusätzliche Hilfsmittel im Meßkreis in Fortfall kommen und dieser sich äußerst einfach gestaltet.
  • Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Schaltung, aus der der Hergang des beschriebenen Verfahrens nach der Erfindung zu erkennen ist. Es soll beispielsweise die Spulen einer bereits in der betriebsfertig hergestellten elektrischen Maschine eingebauten und mit ihren Wickelköpfen isolierten sowie mechanisch fertig verspannten Wicklung durch Hochfrequenzspannung auf Durchschlagfestigkeit geprüft werden. Die einzelnen Spulen sind mit ihren Enden noch nicht zur Wicklung zusammengeschlossen. Das eine Ende a, der zu prüfenden Spule a wird während der Prüfung an Erde gelegt und diese Spule in einen die Löschfunkenstrecke c, den Kondensator t und den Strombegrenzungswiderstand g enthaltenden Schwingungskreis geschaltet, der von der Sekundärseite eines Transformators t gespeist wird. Die durch die Zündfunkenstrecke angeregten Schwingungen haben etwa eine Größenordnung von Io4 bis Ios Hz, wo durch sich eine Windungsbeanspruchung entsprechend der Überschlagsspannung der Zündfunkenstrecke c ergibt. Eine parallel zur Spule a angeordnete Kugelfunkenstrecke m gestattet in an sich bekannter Weise, die Prüfspannung zu messen.
  • Mit Hilfe der benachbarten Spule b derselben Wick- lung wird der die zu prüfende Spule a enthaltende Schwingungskreis mit einem Resonanzkreis gekoppelt, der an die offen gebliebenen Enden bt, b2 der Spule angeschlossen wird und außer dem Kondensator k das Stromanzeigegerät h enthält. Unter normalen Verhältnissen induziert die jeweils geprüfte und erregte Spule a einen Strom bestimmter Größe im Resonanzkreis. Erfolgt jedoch ein Windungsschluß, so wird die Resonanz zwischen Schwingungskreis und Meßkreis verstimmt, und die Anzeige des Strommessers ii geht auf kleine Werte zurück.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Prüfung von Wicklungsspulen für elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit mit Hilfe von Hochfrequenz durch Einschalten der Spule in einen Schwingungskreis, der mit einem über einen Strommesser geschlossenen Resonanzkreis zur Feststellung von Isolationsdurchschlägen gekoppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die bereits betriebsfertig in die elektrische Maschine eingebaute und an ihren Wickelköpfen mechanisch verspannte Spule der Wicklung mit ihren vorerst noch offen gelassenen Enden in den Schwingungskreis eingeschaltet und ihr Isolationszustand an dem Stromanzeigegerät in dem Resonanzkreis festgestellt wird, der eine jener zu prüfenden Spule benachbarte oder naheliegende Spule derselben Wicklung als Kopplungsspule zwischen Schwingungskreis und Resonanzkreis enthält.
DEA19609D 1940-12-04 1940-12-04 Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit Expired DE928058C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA19609D DE928058C (de) 1940-12-04 1940-12-04 Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA19609D DE928058C (de) 1940-12-04 1940-12-04 Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE928058C true DE928058C (de) 1955-05-23

Family

ID=6924484

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA19609D Expired DE928058C (de) 1940-12-04 1940-12-04 Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE928058C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2656111C3 (de) Wirbelstromprüfgerät
EP0383140A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung von Spulen auf Windungs und/oder Lagenschluss
DE2162896C3 (de) Schaltungsanordnung zur Isolationsprüfung aufgrund von Teilentladungsmessungen und zur Messung der Wicklungswiderstände eines Ankers
DE4018657C2 (de)
DE2061018A1 (de) Verfahren zur Aufnahme von Spinresonanzspektren und hierfuer geeignetes Spinresonanz-Spektrometer
DE2806444C2 (de)
DE928058C (de) Verfahren zur Pruefung von Wicklungsspulen fuer elektrische Maschinen auf Durchschlagsfestigkeit
DE634556C (de) Einrichtung zum Pruefen von Spulen und Wicklungen fuer elektrische Maschinen durch Hochfrequenzspannung
DE933460C (de) Geraet zur Pruefung von Spulen auf Windungsschluss mit magnetischer Ankopplung des Prueflings
DE634370C (de) Verfahren zur Isolationspruefung von Spulen fuer elektrische Maschinen, Transformatoren o. dgl. mittesls hochfrequenter Stroeme
DE485207C (de) Schaltungsanordnung zum Anzeigen und Messen von Wellenlaengen und Wellenlaengenaenderungen
DE758730C (de) Zweiteilige Messspule fuer mit Gleichstrom betriebene Vorrichtungen zur magnetischenPruefung (Feststellung von mechanischen Zerstoerungen) von Stahldrahtseilen
AT164752B (de) Gerät zur Prüfung von Spulen auf Windungsschluß mit magnetischer Ankopplung des Prüflings
DE910092C (de) Einrichtung zum Pruefen von Spulen, insbesondere fuer Geraete der Nachrichtentechnik
DE736852C (de) Verfahren zum Abgleich einer Wechselstrommessbruecke
DE1490389A1 (de) Anordnung zur Kontrolle der konzentrischen Lage von Leitern in Isolierstoffen
CH483742A (de) Elektrische Maschine mit an deren beweglichem Teil vorhandener Anordnung zur Temperaturmessung und Temperaturüberwachung
DE1766231C (de) Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit von Wicklungen
DE373353C (de) Isolationspruefeinrichtung
CH250411A (de) Einrichtung zum Feststellen von an einer Wicklung eines elektrischen Apparates bei der Prüfung mit Stossspannung entstehenden Isolationsschäden.
DE831117C (de) Verwendung des Induktionsverfahrens mit Erreger- und Pruefmagnet zur Pruefung von eingebauten Spulen
DE502304C (de) Anordnung zur Fernmessung mittels eines Wechselstromes, der auf der Arbeitsleitung uebertragen wird und eine andere Frequenz besitzt als der Arbeitsstrom
DE925613C (de) Vorrichtung zur Dickenmessung und Pruefung fester Werkstuecke und Werkstoffe mittels Ultraschallwellen
DE1020731B (de) Kapazitiver Spannungswandler mit geerdetem Teilerkondensator
DE630699C (de) Hochfrequenzmessbruecke mit Wechselstromnetzanschluss