DE930655C - Verfahren zum festen Verbinden von Kautschuk oder Kunststoffen mit festen Koerpern und untereinander - Google Patents
Verfahren zum festen Verbinden von Kautschuk oder Kunststoffen mit festen Koerpern und untereinanderInfo
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Classifications
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- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
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- C08J5/124—Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives using adhesives based on a macromolecular component
-
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Description
- Verfahren zum festen Verbinden von Kautschuk oder Kunststoffen mit festen Körpern und untereinander Es ist vorgeschlagen worden, Kautschuk bzw.
- Kunststoff zu verkleben, indem die Oberflächen mit Di- bzw. Polyisocyanaten behandelt werden. In vielen Fällen können nach diesem Verfahren einwandfreie Haftverbindungen erzielt werden. Da aber die Polyisocyanate im allgemeinen nicht mit dem Kautschukmolekül selbst zu reagieren vermögen, hängt die Wirksamkeit der Polyisocyanate als Klebemittel weitgehendst von der Zusammensetzung einer Kautschukmischung ab, so daß bestimmte Kautschuk oder Kunststoffmischungen - insbesondere Vulkanisate - nicht mit Polyisocyanaten zu verkleben sind.
- Die Erfindung schafft ein Verfahren zum festen Verbinden von unvulkanisiertem und vulkanisiertem Kautschuk und kondensierten und nicht kondensierten Kunststoffen untereinander und miteinander und mit festen Körpern aller Art, wie Metallen und Faserstoffen, und das Neue besteht darin, daß die Berührungsfläche mit aliphatischen Mono- bzw.
- Polyazoverbindungen behandelt wird. Diese Azoverbindungen sind imstande, direkt mit den Kautschukmolekülen unter Bildung neuer chemischer Produkte zu reagieren. Diese Reaktion geht so vor sich, daß unter Aufspaltung der Azodoppelbindungen eine Valenz durch Wasserstoff abgesättigt wird, während die andere freie Valenz sich an das Kautschuk- bzw. Kunststoffmolekül anlagert. Die so entstehende neue Verbindung ist jetzt unmittelbar reaktionsfähig mit Isocyanaten. Wird die Behandlung einer Kautschukoberfläche mit Polyazoverbindungen durchgeführt, so vermögen diese Polyazogruppen jetzt nach zwei Richtungen hin zu wirken, wodurch zwei aufeinandergelegte Platten aus vul- kanisiertem Kautschuk einwandfrei verschweißt werden.
- Beispiels Zwei vulkanisierte Kautschukpiatten werden mit einer Io°/oigen Lösung von Bis-azodicarbonsäureester in Benzol eingestrichen und unter einem schwachen Druck bei einer Temperatur von 1200 2 Minuten verpreßt. Durch diese Behandlung ist eine einwandfreie Verschweißung der beiden Platten erreicht.
- Beispiel 2 Eine vulkanisierte Kautschulçplatte wird mit einer 10 obigen Lösung von Bis-azodicarbonsäureester in Benzol eingestrichen und 30 Minuten bei 1000 gelagert. Die auf diese Weise behandelte Platte wird mit einer Metallplatte, die mit Diisocyanat bestrichen worden ist, unter einer Presse zusammengedrückt und 10 Minuten bei I40° geheizt. Die Trennfestigkeit entspricht einer guten Kautschuk-Metallverbindung, wie sie mit Duiisocyanat allein nicht erreicht werden kann.
- B e i:s p i!el 3 Eine Kautschukmembran und eine Folie aus Caprolactam werden mit einer Mischung von Polyisocyanat und Bis-azodicarbonsäureester in Benzol gelöst behandelt. Unter einem Druck von 5 at wird die Folie auf die Kautschukmembran gedrückt und während einiger Minuten auf 1000 erwärmt. Das Gaprolactam geht eine innige Verbindung mit dem Kautschuk ein, die nach dem bisherigen Stand der Tieclllik mit keinem anderen Mittel erreicht werden kann.
- In vielen Fällen kann es sich als vorteilhaft erweisen, daß nach einer Behandlung mit Azoverbindungen eine zusätzliche oder gleichzeitige Behandlung mit Di- bzw. Polyisocyanaten durchgeführt wird. Notwendig ist diese Behandlung, wenn eine einwandfreie Haftfestigkeit, z.B. an einem Kunstseidengewebe, erreicht werden soll, da die Azoverbindungen nicht in der Lage sind, mit den Hydroxylgruppen der Cellulose zu reagieren. Da andererseits aber die Di- bzw. Polyisocyanate nicht in der Lage sind, mit dem Kautschukmolekül zu reagieren, kann leine wirklich einwandfreie Haftfestigkeit nur erzielt werden, wenn der Kautschuk durch eine Behandlung mit Azoverbindungen in eine solche Form umgewandelt wird, die auch ihrerseits imstande ist, mit den Polyisocyanaten zu reagieren.
Claims (4)
- PATENTANsPRÜcHE: I. Verfahren zum festen Verbinden von unvulkanisiertem oder vulkanisiertem Kautschuk und kondensierten oder nicht kondensierten Kunststoffen untereinander und miteinander und mit festen Körpern aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen mit Lösungen von aliphatischen Mono- bzw. Polyazoverbindungen behandelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen zusätzlich oder in Mischung mit Di- oder Polyisocyanaten behandelt werden.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung unter Anwendung von Wärme durchgeführt wird.
- 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch g,ekennzeichnet, daß die zu verbindenden Flächen einem Druck ausgesetzt werden.
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|---|---|---|---|
| DE1953P0009916 DE930655C (de) | 1953-06-10 | 1953-06-10 | Verfahren zum festen Verbinden von Kautschuk oder Kunststoffen mit festen Koerpern und untereinander |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE930655C true DE930655C (de) | 1955-07-21 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022242917A1 (de) | 2021-05-20 | 2022-11-24 | Clariant International Ltd | Universelle dispergiermittel für anorganische und organische pigmente |
-
1953
- 1953-06-10 DE DE1953P0009916 patent/DE930655C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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