DE932878C - Elektromechanisches Getriebe fuer Fahrzeuge usw. - Google Patents

Elektromechanisches Getriebe fuer Fahrzeuge usw.

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DE932878C
DE932878C DEA13765A DEA0013765A DE932878C DE 932878 C DE932878 C DE 932878C DE A13765 A DEA13765 A DE A13765A DE A0013765 A DEA0013765 A DE A0013765A DE 932878 C DE932878 C DE 932878C
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Germany
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planetary gear
driving
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Lars Olov Aakerman
Olov Aakermann
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/06Control effected upon clutch or other mechanical power transmission means and dependent upon electric output value of the generator

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Retarders (AREA)

Description

  • Elektromechanisches Getriebe für Fahrzeuge usw. Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur ununterbrochenen Moment- und Geschwindigkeitsumwandlung, vorzugsweise bei Fahrzeugen, wie z. B. Kraftomnibussen und Kraftwagen, mittels einer zwischen einer treibenden und einer getriebenen Welle mechanisch eingeschalteten Planetengetriebevorrichtung, wobei die treibende Welle an ein Sonnenrad oder einen Außenring der Planetengetriebevorrichtung mechanisch gekuppelt ist und eine regelbare Leistung mittels zweier elektrischer Maschinen zwischen der übrigbleibenden freien Geschwindigkeit des Planetengetriebes und der getriebenen Welle oder an diese mechanisch gekuppelte Wellen übertragen wird. Die Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, daß die Planetengetriebevorrichtung aus einem einzigen Planetengetriebe besteht und daß die getriebene Welle an die Planetenradbrücke angeschlossen ist sowie daß die eine elektrische Maschine, deren Erregung konstant oder in Stufen umschaltbar ist, wenn die treibende Welle an das Sonnenrad gekuppelt ist, an den Außenring des Planetengetriebes oder, wenn die treibende Welle an den Außenring gekuppelt ist, an das Sonnenrad angeschlossen ist und daß die andere elektrische Maschine, beispielsweise über ein Zahnradgetriebe, an die getriebene Welle angeschlossen ist bzw. mit einer anderen getriebenen Welle in treibender Verbindung steht, wenn zwei Wellen getrieben werden sollen, wobei die an die genannte freie Geschwindigkeit des Planetengetriebes geschaltete elektrische Maschine wahlweise in beide Drehrichtungen umschaltbar ist, und zwar dadurch, daß das Feld der anderen elektrischen Maschine von einem positiven zu einem negativen Wert oder umgekehrt geregelt wird, wobei ferner der Antriebsmotor mindestens beim Anfahren von einer Leerlaufdrehzahl auf eine höhere gleichbleibende Drehzahl gebracht wird, während das Feld der elektrischen Reguliermaschine mindestens beim Anfahren gleichbleibt und erst zur weiteren Beschleunigung des Fahrzeuges geregelt wird. Durch diese Maßnahme ist es möglich, mit verhältnismäßig kleinen elektrischen Maschinen auszukommen, insbesondere bei Überbrückung der Stufen eines Stufengetriebes, falls ein solches Stufengetriebe in die Kardanwelle eingebaut ist.
  • Das Differentialprinzip konnte mit der Einführung der modernen Planetengetriebe in der modernen Kraftwagentechnik in Anspruch genommen werden. Die festen Zahnradgetriebe mit einem einzigen Freiheitsgrade sind im Planetengetriebe durch eine entsprechende Vorrichtung mit zwei Freiheitsgraden ersetzt. Diejenigen Beschränkungen des Übersetzungsverhältnisses usw., die durch die innerhalb des Außenringes arbeitenden Planeten-und Sonnenräder bedingt sind, konnten durch doppelte Planetengetriebe verschiedener Art erfolgreich überbrückt werden.
  • Trotz dieser Entwicklung ist die volle Auswirkung von zwei möglichen Freiheitsgraden nicht ausgenutzt worden, und das Planetengetriebe von heute weist daher dieselbe Beschränkung wie das ursprüngliche Zahnradgetriebe auf, indem es nämlich mit unterbrochener Regelung arbeitet. Das ununterbrochen arbeitende Getriebe hat sich statt dessen zu einer rein mechanisch-hydraulischen Problemstellung entwickelt.
  • Daß die elektrische Übertragung hierbei immer mehr beiseite verdrängt worden ist und man mit derselben heute kaum als mit einer Mitbewerberin zu rechnen hat, wenn es sich um Kraftwagen- und Omnibusbetrieb handelt, ist sehr bemerkenswert, wenn man an die Erfolge der elektrischen Kraftübertragung auf anderen technischen Gebieten denkt, wo die hydraulische Kraftübertragung statt dessen eine bescheidene Existenz führt. _ Eine der Ursachen ist, daß, während die elektrische Übertragung stets zwischen dem Antriebsmotor und der getriebenen Welle eingeschaltet liegt, das, hydraulische Getriebe nur in der Anlaßperiode ausgenutzt wird, um nachher durch den unmittelbaren Antrieb mit seinem höheren Wirkungsgrad ersetzt zu werden. Dabei nutzt man folgerichtig die Eigenschaft des hydraulischen Getriebes aus; daß es eine ununterbrochene Regelung in der Anlaßperiode selbst ergibt, während man diese Eigenschaft bei höheren Geschwindigkeiten vermeidet, weil die Mängel des hydraulischen Getriebes als Kraftübertragungsvorrichtung sich sonst als schlechter Wirkungsgrad und starke Erhitzung auswirken würden. Das Ergebnis eines derartigen Kompromisses wird ein sanftes Ingangsetzen in Vereinigung mit einer guten durchschnittlichen Brennstoffwirtschaftlichkeit.
  • Eine andere wichtige Ursache ist die, daß die elektrischen Maschinen ein höheres Gewicht und in der Regel auch beträchtlich höhere Anschaffungskosten aufweisen als die hydraulische Übertragung bei demselben Anlaßmoment. Geht man aber einen Schritt zu. den schwereren Schienenfahrzeugen weiter, so findet man, daß die elektrische Übertragung sich noch gut verteidigt, ungeachtet der oben angegebenen Beschränkungen, daß aber auch hier die hydraulische Kraftübertragung sich in kräftiger Entwicklung befindet.
  • Die Situation ist zweifelsohne die, daß ein beträchtliches Herabsetzen der Maschinengrößen und der Verluste bei der elektrischen Übertragung diese Kraftübertragung in den Vordergrund führen würde. Es läßt sich nämlich nicht leugnen, daß die elektrische Übertragung aus vielen praktischen Gründen der hydraulischen weit überlegen ist, was die Entwicklung auf anderen Gebieten bezeugt. Esgenügt, die Abdichtungs- und Kühlprobleme der hydraulischen Übertragung und den wenig günstigen Verlauf der Arbeitscharakteristik innerhalb eines breiteren Arbeitsintervalls zu erwähnen und darauf zu verweisen, daß es. keine Möglichkeiten gibt, um bei einer gewissen Geschwindigkeit der Arbeitswelle das Belastungsmoment wahlfrei zu regeln oder ein Bremsen durch Umkehrung der Richtung des Arbeitsmomentes zu bewirken.
  • Zur Erläuterung sei auf die Zeichnungen verwiesen.
  • In Fig. z zeigt die Kurve Mx, welche Momente im ununterbrochenen Betrieb an der Kardanwelle bis auf eine gewisse angenommene Schlüpfgrenze entnommen werden könnten, wenn keine Verluste in der Kraftübertragung vorhanden wären und der Verbrennungsmotor die ganze Zeit mit vollem Moment und voller Geschwindigkeit arbeiten würde. Es wird angenommen, daß das Moment an der Kardanwelle bei unmittelbarem Antrieb M ist. Die Kurve E gibt die gleichzeitig entnommene Leistung an, während Ma' und E' den Momentverlauf bzw. den Leistungsverlauf mit Rücksicht auf die entstehenden Verluste angeben. Das Diagramm zeigt, wie der unmittelbare Antrieb eingeschaltet wird, wenn das Sinken .des Wirkungsgrades des hydraulischen Getriebes angefangen hat. Der Verbrennungsmotor muß in diesem Falle praktisch volle Geschwindigkeit auch bei niedriger Geschwindigkeit der getriebenen Welle haben.
  • Fig.2 zeigt eine normale Antriebsvorrichtung mit Planetengetriebe, wo r den Verbrennungsmotor, 2 das Sonnenrad, 3 den Außenring und 4 die Planetenradbrücke bezeichnet. Die getriebene Kardanwelle ist mit 5 und das getriebene Räderpaar mit 6 bezeichnet.
  • Wenn das Übersetzungsverhältnis des Umlaufrädergetriebes bei festgebremstem äußerem Zentralrad 3 mit K bezeichnet ist, so erhält man, wenn keine Reibungsverluste im Getriebe vorhanden wären, ein Moment h - M an der Kardanwelle und ein Moment (k -L) M am Außenring des Planetengetriebes. Gleichzeitig wird die Umdrehungszahl der Kardanwellen" - , Das Moment k - M bei der Umdrehungszahl ytx = wird im folgenden der Nullpunktwert des Planetengetriebes genannt, und zwar deshalb, weil es voraussetzt, daß der Außenring mit ztp = o festgebremst gehalten wird, weshalb wohl ein Moment dagegen keine Leistung durch den Außenring übertragen wird. Dieser Nullpunktwert ist in Fig. 3 in die Momentkurve M" durch eine gestrichelte Linie bei einem angenommenen Wert von K = 2,3 eingetragen.
  • Bei Geschwindigkeiten der Kardanwelle, die unter diesem Nullpunktwert liegen, läuft der Außenring mit der Geschwindigkeit -np in einer Richtung um, die derjenigen des Dieselmotors entgegengesetzt ist. Bei Geschwindigkeiten über dem Nullpunktwert läuft der Außenring in derselben Richtung wie der Verbrennungsmotor mit der Geschwindigkeit 2+ np um. Im ersten Falle weist die Momentkurve Mr einen Zusatz von +Mt über den Nullpunktwert auf, und_ im letzteren Falle zeigt die Kurve einen Abzug von -Mt unter dem Nullpunktwert. Der zweite Freiheitsgrad des Planetengetriebes ist dabei wirksam ausgenutzt, wenn diejenige Leistung, die somit über das äußere Zentralrad 3 des Planetengetriebes übertragen wird, für das Vorwärtstreiben des Motorwagens bei allen Werten von -i- np ausgenutzt werden kann. Wenn die Räder des Planetengetriebes durch eine normale Kraftwagenkupplung gegenseitig verriegelt werden, erhält die Kardanwelle die Geschwindigkeit ytx = n entsprechend der Höchstgeschwindigkeit des Kraftwagens.
  • Für das Planetengetriebe gilt der folgende Zusammenhang zwischen den Wellengeschwindigkeiten wo 72 den Teilungshalbmesser des Außenringes und y1 den Teilungshalbmesser des Sonnenrades bezeichnet.
  • Da bei konstantem Moment M des Verbrennungsmotors die Kardanwelle stets ein zugeführtes Moment von k - M aufweist, ist es unmöglich, eine ununterbrochene Regelung gemäß Kurve M" zu erhalten, wenn nicht diejenige Leistung, die über den Außenring mit dem Moment (k -l) M übertragen wird, umgeformt und der Kardanwelle zugeführt wird. Wenn eine derartige Umwandlung ohne Verluste erfolgen könnte, würde man ein Zusatzmoment Mt gemäß der folgenden Gleichung erhalten: (k-l)M#nD+Mtnx=O,also Mt=-(k-l)M Das Zusatzmoment Mt wird dabei positiv bei negativen Werten von wp und negativ bei positiven Werten von äp. Dies bedeutet, daß bei Geschwindigkeiten unter dem Nullpunktwert Leistung vom Außenring zur Kardanwelle und bei Geschwindigkeiten über dem Nullpunktwert Leistung in entgegengesetzter Richtung übertragen wird. Die elektrische Übertragung beispielsweise nach dem Leonardschen Prinzip kann dabei von neuem angewandt werden, jedoch unter ganz veränderten und günstigeren Verhältnissen, als dies früher der Fall war.
  • Fig. q. zeigt eine derartige Anordnung, wo 7 die an den Außenring des Planetengetriebes gekuppelte elektrische Maschine und 8 die an die Kardanwelle über das Zahnradgetriebe 9 angeschlossene elektrische Maschine bezeichnet. Hierbei wird ein elektromechanisches Getriebe erhalten, dessen Drehmoment auf die Kardanwelle teils aus einer rein mechanisch übertragenen Komponente k - M und teils aus einer elektromagnetisch übertragenen Komponente Mt besteht, wo k im Beispiel gleich 2,3 ist. Wenn das Planetengetriebe zum unmittelbaren Antrieb umgeschaltet wird, z. B. dadurch, daß die Geschwindigkeit np mechanisch bis zum Stillstand abgebremst oder mechanisch mit einer der übrigen Geschwindigkeiten des Planetengetriebes zusammengekuppelt wird, so wird der elektrische Stromkreis unterbrochen, wobei die elektrischen Maschinen ohne Belastung umlaufen. Auch in dieser Hinsicht kann das elektromechanische Getriebe dieselben Vorteile wie das hydraulische Getriebe bieten, indem die elektrischen Maschinen, wenn erwünscht, nur während der eigentlichen Anlaßperiode zu arbeiten brauchen.
  • Da das elektrisch übertragene Zusatzmoment Mt nur ein geringer Teil des Gesamtanlaßmomentes zu sein braucht, ist auch die zweite Voraussetzung einer Entwicklung der elektrischen Übertragung in eine wirtschaftlichere Anordnung verwirklicht worden. Da die elektrischen Verluste nur eine geringe übertragene Leistung treffen, werden nämlich auch die Gesamtverluste des elektromechanischen Getriebes beträchtlich herabgesetzt, während die elektrischen Maschinen gleichzeitig geringere Abmessungen annehmen. Da diejenige Leistung, die durch den Außenring vermittelt wird, Null wird, wenn np durch Null geht, und da die an den Ring gekuppelte elektrische Maschine verschiedene Umlaufrichtungen zu beiden Seiten dieses Nullpunktwertes aufweist, so wird diese elektrische Maschine einen Geschwindigkeitsbereich überbrücken, welcher die numerische Summe ihrer höchsten Umlaufgeschwindigkeit in beiden Richtungen ist, was die Abmessungen der Maschine weiter in hohem Grade vermindert. Das elektromechanische Getriebe hat damit tatsächlich eine weit bessere Ausgangsstellung als das hydraulische Getriebe erlangt, da jenes im wesentlichen nach reinem Zahnradgetriebeprinzip arbeitet, wie dies aus einem Vergleich der Fig. i und 5 zu erkennen ist.
  • Aus Fig. 5 ist ersichtlich, wie sich das Arbeitsdiagramm für ein derartiges elektromechanisches Getriebe verhält für k = 2,3, wenn die Höchstgeschwindigkeit des Außenringes des Planetengetriebes bei Belastung auf + iooo Umdrehungen pro Minute bei einer Umdrehungszahl von 3000 Umdrehungen pro Minute der Welle des Verbrennungsmotors beschränkt wird, und zwar bei gewissen angenommenen Verlusten in den elektrischen Maschinen. Das Diagramm gibt teils die Arbeitsverhältnisse bei voller Brennstoffzufuhr an (starke gestrichelte Kurve) und zeigt teils, wie dasselbe abgeändert wird, wenn die Brennstoffzufuhr auf die Hälfte herabgesetzt wird (schwache gestrichelte Kurve). Wenn die vorstehende Umdrehungszahl des Außenringes des Planetengetriebes nicht überschritten werden soll, muß der unmittelbare Antrieb eingeschaltet werden, ehe die Wagengeschwindigkeit etwa 75 km pro Stunde überschritten hat.
  • Statt des Einschaltens des unmittelbaren Antriebes kann selbstverständlich ein in der Kardanwelle vorgesehenes Stufengetriebe eingeschaltet werden, wobei das elektromechanische Getriebe zunächst die erste Stufe des Stufengetriebes, nachher die zweite Stufe desselben usw. ununterbrochen überbrückt, wobei der ununterbrochene Arbeitsbereich bei unveränderter Größe des elektromechanischen Getriebes beliebig gesteigert werden kann.
  • Die durch den Außenring des Planetengetriebes vermittelte Höchstleistung ist im Beispiel c - 1,3 M - 1000. Wenn der Verbrennungsmotor eine Leistung von z. B. 5o PS abgibt, ist hierbei c - M - 3ooo = 5o. Die Höchstleistung durch den Außenring des Planetenrades wird folglich - 1,3 - iooo = 21,6 PS. Wenn dieselbe Regelüng durch reine Ward-Leonardsche Regelung zu bewirken wäre, so müßten die elektrischen Maschinen für ein Höchstmoment von 3,5 M und für eine Geschwindigkeit von 3000 Umdrehungen pro Minute bemessen werden. Diese Maschinen würden infolgedessen etwa neunmal größer werden, als bei dem elektromechanischen Getriebe erforderlich ist.
  • Da das Moment lVl des Verbrennungsmotors bei voller Brennstoffzufuhr annähernd konstant bleibt, so ist dieses auch hinsichtlich des Momentes (k -l) M am Außenringe des Planetengetriebes zutreffend. Wenn die an den Außenring gekuppelte elektrische Maschine mit einem konstanten Wert Op erregt wird, so wird; wenn der elektrische Strom zwischen den Maschinen mit I bezeichnet wird, die entsprechende Gleichung: I - 0, = (k-1) M und infolgedessen Die Voraussetzung für eine derartige Vollleistungsregelung gemäß dem Arbeitsdiagramm in Fig:' 5 ist somit, daß der durch die Maschinen hindurchfließende elektrische Strom während der ganzen Anlaßperiode annähernd konstant bleibt. Dieses kann durch Regelung des Feldes $x der an die Kardanwelle gekuppelten Maschine bewirkt werden. Die Größe von n. und 0" ist ebenfalls im Diagramm der Fig. 5 angedeutet. In der Nähe des Nullpunktwertes sinkt 0" auf o, üm nachher seine Richtung zu wechseln. Bei Wagengeschwindigkeiten bis auf etwa 35 km pro Stunde bleibt 0, konstant, und die Umdrehungszahl des Verbrennungsmotors steigt dann von einer Leerlaufumdrehungszahl von etwa 500 Umdrehungen pro Minute auf volle Geschwindigkeit unter Abgabe eines konstanten Anlaßmomentes an die Kardanwelle von 3,51V1. Der Ausgangswert von 0" und 0, kann leicht eingestellt werden, so daß das Höchstmoment erhalten wird.
  • Wenn das Feld 0" schneller herabgesetzt wird, als der vollen Leistungsentnahme am Verbrennungsmotor entspricht, wird der letztere ein volles Moment bei herabgesetzter Umdrehungszahl abgeben. Wenn 0x langsamer herabgesetzt wird, als der vollen Leistungsentnahme entspricht, wird der Motor auf die volle Umdrehungszahl beschleunigt, und eirk an demselben vorgesehener Schnellaufregler setzt dann die Brennstoffzufuhr herab. Durch Regelung des Feldes 0" mittels des Geschwindigkeitspedals kann also jede gewünschte Leistung bis zur Höchstleistung entnommen werden. Wird die Brennstoffzufuhr z. B. auf den halben Wert der vollen Leistung herabgesetzt, so erhält man denselben Regelungsverlauf mit auf die Hälfte herabgesetzter Momentkurve gemäß Fig. 5.
  • Aus dem Vorstehenden ergibt sich auch, daß eine selbsttätige Regelung bei jedem gewünschten Moment am Verbrennungsmotor einfach zustande gebracht werden kann, und zwar beispielsweise mittels eines Stromrelais, dessen- Einstellung durch das Pedal auf verschiedene gewünschte Werte geregelt werden kann, wobei also ein vollständig durchgeführter Anlaßvorgang möglich ist, ohne daß das Geschwindigkeitspedal aus der zuerst eingenommenen Stellung bewegt zu werden braucht. Das elektromechanische Getriebe gestattet daher große Wahlfreiheit hinsichtlich der Regelung. Das Einschalten des unmittelbaren Antriebes kann bei jeder gewünschten Geschwindigkeit erfolgen. Wenn direkter Antrieb nicht z. B. bei 75 km pro Stunde eingeschaltet sein sollte, so wird vorschlagsweise für dessen selbsttätiges Einschalten Sorge getragen.
  • Da der vorstehend beschriebene- Verlauf vollständig umkehrbar ist, kann eine Motorbremsung nach demselben Prinzip wie beim Fahren erhalten werden, und zwar mit denselben Möglichkeiten hinsichtlich der Ausnutzung einer ununterbrochenen Regelung. Die Leistung wird hierbei durch die Masse des Motorwagens erzeugt und an den Verbrennungsmotor zurückgeführt. Der Bremsverlauf wird hierbei weit sanfter und wirksamer, als dies bei jeder rein mechanischen Vorrichtung möglich ist.
  • Der Verbrennungsmotor kann. durch Ausnutzung der an das Planetengetriebe gekuppelten Maschine angelassen werden. Damit das an der Kardanwelle entstehende Reaktionsmoment hierbei nicht den Wagen zum Rollen veranlassen kann, muß die Handbremse angesetzt sein. Eine zweckdienliche Verriegelung kann vorgesehen werden, um dies sicherzustellen. Nachdem der Motor angelassen worden ist, fangen die elektrischen Maschinen selbsttätig an, die Batterie zu laden. Diese Ladung wird hierbei viel wirksamer, als dies bei normal verwendeten Ladeerzeugern für gewöhnlich der Fall ist. Grundsätzlich wird daran nichts geändert, wenn die dem Außenring des Planetengetriebes entnommene Leistung statt dessen an die Welle des Verbrennungsmotors zurückgeführt wird, was stets in einer der Leistungsrichtungen der Fall ist.
  • Für den Fall, daß zwei Wellen angetrieben werden sollen, kann es zweckdienlich sein, daß die rein mechanische Leistung über das Planetengetriebe und die Kardanwelle der einen getriebenen Welle zugeführt, während die elektrische Leistung der zweiten getriebenen Welle zugeführt wird. Dieübersetzungsverhältnisse können hierbei derart gewählt werden, daß die Höchstmomente an den beiden getriebenen Wellen etwa denselben Wert erhalten. Grundsätzlich wird daran nichts geändert, wenn z. B. der Dieselmotor den Außenring treibt, während die Brücke der Planetenräder an die Kardanwelle und die elektrische Maschine an die Sonnenradwelle angeschlossen ist, vorschlagsweise gemäß Fig. 6, wo i i die rein mechanisch getriebene Welle ist, die an die Brücke q. der Planetenräder über das Zahnradgetriebe io angeschlossen ist, und 12 die an die elektrische Maschine 8 angeschlossene, elektrisch getriebene Welle bezeichnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur ununterbrochenen MomentundGeschwindigkeitsumwandlung, vorzugsweise bei Fahrzeugen, wie z. B. Kraftomnibussen und Kraftwagen, mittels einer zwischen einer treibenden und einer getriebenen Welle mechanisch eingeschalteten Planetengetriebevorrichtung, wobei die treibende Welle an ein Sonnenrad oder einen Außenring der Planetengetriebevorrichtung mechanisch gekuppelt ist und eine regelbare Leistung mittels zweier elektrischer Maschinen zwischen der übrigbleibenden freien Geschwindigkeit des Planetengetriebes und der treibenden oder der getriebenen Welle oder an diese mechanisch gekuppelte Wellen übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Planetengetriebevorrichtung aus einem einzigen Planetengetriebe besteht und daß die getriebene Welle an die Planetenradbrücke angeschlossen ist sowie daß die eine elektrische Maschine (Reaktionsmaschine 7), deren Erregung konstant oder in Stufen umschaltbar ist, wenn die treibende Welle an das Sonnenrad gekuppelt ist, an den Außenring des Planetengetriebes oder, wenn die treibende Welle an den Außenring gekuppelt ist, an das Sonnenrad angeschlossen ist und daß die andere elektrische Maschine (Reguliermaschine 8), beispielsweise über ein Zahnradgetriebe, an die treibende oder die getriebene Welle angeschlossen ist bzw. mit einer anderen getriebenen Welle in treibender Verbindung steht, wenn zwei Wellen getrieben werden sollen, wobei die an die genannte freie Geschwindigkeit des Planetengetriebes geschaltete elektrische Maschine wahlweise in beide Drehrichtungen umschaltbar ist, und zwar dadurch, daß das Feld der anderen elektrischen Maschine von einem positiven zu einem negativen Wert oder umgekehrt geregelt wird, wobei ferner der Antriebsmotor mindestens beim Anfahren von einer Leerlaufdrehzahl auf eine höhere gleichbleibende Drehzahl gebracht wird, während das Feld der elektrischen Reguliermaschine mindestens beim Anfahren gleichbleibt und erst zur weiteren Beschleunigung des Fahrzeuges geregelt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem gewissen Wert der Erregung der an die genannte freie Geschwindigkeit geschalteten elektrischen Maschine der Leistungsfluß zwischen der treibenden und der getriebenen Welle z. B. für Bremszwecke umschaltbar ist, und zwar dadurch, daß die Erregungsanlaßvorrichtung der anderen elektrischen Maschine eine derjenigen beim Fahren entgegengesetzte Betätigungsrichtung erhält.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kardanwelle ein Stufengetriebe eingeschaltet ist, dessen Stufen durch das elektromechanische Planetengetriebe überbrückt werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 238 625, 239 330.
DEA13765A 1950-07-29 1951-07-27 Elektromechanisches Getriebe fuer Fahrzeuge usw. Expired DE932878C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153269B (de) * 1961-10-09 1963-08-22 Max Adolf Mueller Dipl Ing Stufenlos regelbarer hydrostatisch-mechanischer Antrieb fuer schwere Fahrzeuge
DE1220222B (de) * 1959-07-10 1966-06-30 Plessey Co Ltd Umlaufraedergetriebe zum Antrieb einer mit konstanter Drehzahl zu betreibenden Arbeitsmaschine

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DE238625C (de) *
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