DE936357C - Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingenInfo
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- DE936357C DE936357C DEM6031D DEM0006031D DE936357C DE 936357 C DE936357 C DE 936357C DE M6031 D DEM6031 D DE M6031D DE M0006031 D DEM0006031 D DE M0006031D DE 936357 C DE936357 C DE 936357C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27J—MECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
- B27J5/00—Mechanical working of cork
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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- Forests & Forestry (AREA)
- Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
Description
- Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstell-en von Pechkoirkplatten mittels. Einpressens eines Gemisches aus heißflüssigem Pech und expandiertem Korkschrot in Einzelformen. Mit diesem Verfahren lassen sich bisher nur Pechkorkplatten mit einem Raumgewicht von r5o kg/cbm erzielen. Diese Zahlenangabe ist nicht genau ziffernmäßig aufzufassen, weil das so erlangbare niederste Raumgewicht von der verwendeten Korksorte abhängig ist. Die Erzielung von leichteren Platten etwa durch schwächeres Einpressen des Gemisches scheitert an der entsprechenden Abmahme der Plattenfestigkeit. Es gibt zwar bereits aus expandiertem Korkschrot und einem zusätzlichen Bindemittel bestehende Isolierplatten von einem Raumgewicht von nur rao bis 125 kg/ebm. -Dieses ist aber nur der Verwendung von Bitumen als Bindemittel zu verdanken, denn dessen spezifisches Gewicht ist um 30'/o kleiner als dasjenige von Pech (Steinkohlenteerpech), und es genügt auch die Beimischung einer weit kleineren Menge von Bitumen, weil dieses eine wesentlich höhere Klebekraft hat. Diese Platten haben jedoch die unerwünsöhteEi;genschaft einer geringen Temp-eraturbeständi.gkeit, die sich schon bei sommerlichen Temperaturen von z. B. 4.o° durch übergang der Platten in einen gummiartigen Zustand und entsprechendes Schwinden der Festigkeit unangenehm bemerkbar macht.
- DieErfindung bezweckt nun dieErzielung ebenso leichter Platten. und Formlinge, denen diese mißlichen Eigenschaften nicht anhaften und welche die Festigkeit von Pechkorkplatten und -formlingen mit einem Raumgewicht vom, r5o kg/cbm haben. Dieser Zweck ist im wesentlichen dadurch erreicht, daß bereits expandierter Korkschrot, der in Pechpulver oder heißflüsigem Pech zu Preßlingen gepreßt ist, in diesen P,reßlingen in einargeschlossenen Form erhitzt wird bis unter dem starren Widerstand, den die Formwände einer weiteren Steigerung dieses zweimaligen Expand.ierens des Korksehrotes entgegensetzen, bei einem Raumgewicht von nur etwa 125 kg/cbm eine Platten- oder Formlingsfestigkeit erhalten wird, die bisher nur bei einem Raumgewicht von etwa i5o kg/cbm erreichbar ist.
- Bei einem bekannten Verfahren zum Herstellen von Korkplatten wird von granulierten Korkkörnern ausgegangen, von denen jedes einzelne einen dünnen Oberflächenüberzug aus einem Binder, Klebstoff oder Leim hat, der nach seiner Trocknung biegsam genug ist, um der ganzen Platte oder den. aus ihr geschlitzten Blättern Biegsamkeit zu verleihen. Die Platte soll sich durch gleichmäßige Dichtheit und Elastizität durch und durch auszeichnen, iz:m ihr Zerschlitzen zu ermöglichen, ohne daß sie an irgendeiner Stelle zerbröckelt. Aus dien abgesahlitzten Blättern sollen wirklich dichthaltende Abdichtungsscheiben für Gas herausgestanzt werden. .
- Als Klebstoff isst nur ein Gemisch aus Gelatine, Glyzerin und einem Glied der Aldehydgruppe genannt, dem genug Wasser zugesetzt wird, um den Binder so dünnflüssig zu machen, daß er leicht mit dem Kotrkschrot verarbeitet werden kann. Ist dieser Binder getrocknet, so wird er zu einer Art synthetisehenGummivs, der Elastizität besitzt und so nicht nur ein durchweg geschmeidiges Erzeugnis ergibt. sondern auch das Zerschlitzen der Platte in Blätter von der gewünschten Dicke erleichtert. Dieses einzige genannte Bindemittel verträgt keine hohe Temperatur, ohne versengt zu werden.
- Der unexpandierte Korkschrot wird schichtenweise durch Hammerschläge auf einen Preßkolben in eine starre Form einsgetrieben. In dieser wird der Preßling bis nahe an die Versengtemperatur dieses Bindemittels erhitzt und der Kork dabei expandiert. Er kann nicht sehr stark expandiert werden, weil eben das genannte Bindemittel sehr hohe Expamdiertemperaturen nicht zuläßt, ohne zu versengen.
- Die so hergestellte Platte fällt :sehr schwer und deshalb für Kälteisolierzwecke unbrauchbar aus, weil das Verfahren von unexpandiertem Korkschrot ausgeht und dieser schichtenweise durch die Hammerschläge stark in die. geschlosisene Expandierform eingetrieben wird, in welcher er wegen der niederen Versengtemperatur des Bindemittels auch nicht hoch expandiert werden kann.
- Immerhin haat das oben gekennzeichnete erfindun:gsgemä.ßeVerfahren mit diesem bekanntenVerfahren zum Herstellen von Korkplatten gemein, daß Preßlinge aus Korkschrot und einem erst beim Erwärmen bindefähig werdenden Bindemittel in einer geschlossenen Form bis zur Bindefähigkeit des Bindemittels und zum Expandieren des Korkschrotes erhitzt wer den.
- Neu ist an dem erfindungsgemäßen Verfahren gegenüber diesem Stand der Technik die Verwendung von bereits expandiertem Korkschrot in Pechpulver oder heißflüssigem Pech und die Erzielung einer besonders leichten, aber doch starren Platte für Kä;ltadso:lierzwecke. Gegenüber dem üblichen Heustellen von Pechkorkplatten ist die Erhitzung der gepreßten b:zw. gepreßten und abgebundenen Preß.linge in. einer geschlossenen Farm bis zur Einreichung des gesteckten Zieles neu. Diese Neuerung ermöglicht erstmals das Herstellen von Pechkorkplatten, die an Leichtigkeit denen aus einmal expandiertem Korks:chroit und Bitumen nicht nachstehen, dabei aber .doch fest genug und temperaturbeständig sind.
- Im Vergleich mit der Plattenherstellung aus bereits expandiertem Korkschrot und Pech bringt das erfindungsgemäße Verfahren eine erhebliche Korkeinsparung.
- Nach dem genannten Grundsatz eines abermaligen Expandierens des bereits ,im Preßling expandiert vorhandenen Korkschrotes lä.ßt sich das erfindungsgemäße Verfahren in zweierlei Arten ausführen.
- Nach der einen Art wird der bereits expandierte Koirksehrort in Pechpulver oder heißflüssigem Pech schwächer in die Preßform eingepreßt, als es zum üblichen Erreichen einer einem Raumgewicht von i5o kg/:cbm entsprechenden Platten- oder Fo:rmlingsfestigkeit erforderlich wäre, und werden die Preßlinge im ihrer geschlossen bleibendenPre:ßform entsprechend erhitzt. Beim Aufgehen von expandiertem Korkschrot in Pechpulver werden außer an Kork die Vorrichtungen zum Verflüssigen und Beimischen des Peches zum Korkschrot sowie Brennstoff erspart.
- Nach der zweiten Art wird der bereits expandierte Korkschrot in bei Herstellung von Pechkorkplatten bekannter Weise in heißflüssigem Pech bis zum Erreichen der Platten- oder Formlingsfestigkeit bei bisher üblichem Raumgewicht von etwa i5o kg/cbm zu Preßlingen verformt, und diese Preßlinge werden nach Erlangung ihrer Formbeständigkeit erfindungsgemäß in größeren Expandierformen, die ihnen vorzugsweise allseitiges, aber begrenztes Ausdahnungsspiel bis zur Annahme des besonders niederen Raumgewichtes von etwa 125 kg/cbm belassen, erhitzt, bis sie nicht nur ihre Expandierform ausgefüllt, sondern dabei auch ihre ursprüngliche Festigkeit wieder erlangt haben.
- Der Querschnitt von nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Platten hat ein gleichmäßiges, nahezu porenfreies Aussehen. Das Vergleichen des Querschnitts einer nur durch Pressen auf das Raumgewicht von i5o kg/chm gebrachten Platte mit dem Querschnitt der neuen Platte läßt eine wesentliche Vergrößerung der Korkschrote und die Ausfüllung fast aller Zwischenräume hauptsächlich durch die größer gewordenen Korkschrote erkennen.
- Die neuen Platten sind so temperaturbeständig wie die bisher nur durch Pressen erzielten PechkoTkplatten und behalten, die ihnen künstlich erteilte Festiigke@t unter allen herkömmlichen Beanspruchungen bei. Durch die Steigerung der Dichtheit des Gefüges bei Herabsetzung des Raumgewichtes isst eine Verljesserung der Wärmeleitzahl erreicht, denn die stärkere Ausdehnung des Schrotes hat eine Steigezung der Wärme- und Kälteisolierwirkung seiner Zellen zur Folge. Die weitgehende Ausfüllung der früher viel größeren Hohlräume zwischen den Schraten hebt den Wert der Platten und Formlinge.
- Das Erhitzen der Preßlinge in einer geschlossenen Form kann mittels Hindurchpressens oder Hindurchsaugens heißer Luft, heißer Gase oder überhitzten Dampfes durch die Preßlinge bzw. abgebundenen Platten erfolgen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen; bei dem Preßlinge aus Korkschrot und einem erst bei Erwärmen bindefähig werdenden Bindemittel in einer geschlossenen Form bis zur Bindefähigkeit des Bindemittels und zum Expandieren des Korkschrotes erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß bereits expandierter Korkschrot, der in Pechpulver oder .heißflüssigem Pech zu Preßlingen gepreßt ist, in diesen Preßlingen in einer geschlossenen Form erhitzt wird bis unter dem starren Widerstand, den die Formwände einer weiteren Steigerung dieses zweitmaligenExpandierens des Korkschrotes entgegensetzen, bei einem Raumgewicht von nur etwa 125 kg/cbm eine Platten- odeir Formli.ngsfestigkeit erhalten wird, die bisher nur bei einem kaumgewicht von etwa i5o kg/cbm erreichbar war.
- 2. Verfahren nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß der bereits expandierteKorksehrot in Pechpulver oder heißflüssigem Pech schwächer in die Preßform eingepreßt wird, als es zum üblichen Erreichen einer einem Raumgewicht von i5okg/cbm entsprechendenPlatten-oder Formlingsfestigkeit erforderlich wäre, und die Preßlinge in ihrer geschlossen bleibenden Preßform entsprechend erhitzt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der bereits expandierteKorkschrot in heißflüssigem Pech bis zum Erreichen der Platten- oder Formlingsfesaigkeit bei bisher üblichem Raumgewicht von 150 kg/cbm, zu Preßlingen verformt wird und diese Preßlinge, nachdem sie formbeständig geworden sind, in größeren Expandierformen, die ihnen vorzugsweise allseitiges, aber begrenztes Ausdehnungsspiel bis zur Annahme des besonders niederen Raumgeweichtes von etwa 125 kg/cbm belassen, erhitztwerden, bis sie ihreursprünglicheFestigkeit wieder erhalten haben. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 267 733, 285 io6, 527 8o6, 6oi 592, 611 275; schweizerische Patentschriften Nr. 45 985, i o6 221; französische Patentschrift Nr. 703 631; USA.-Patentschrift Nr. 1 530 o52.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM6031D DE936357C (de) | 1939-09-23 | 1939-09-23 | Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM6031D DE936357C (de) | 1939-09-23 | 1939-09-23 | Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE936357C true DE936357C (de) | 1955-12-07 |
Family
ID=7293364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM6031D Expired DE936357C (de) | 1939-09-23 | 1939-09-23 | Verfahren zum Herstellen von Korkplatten oder -formlingen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE936357C (de) |
Citations (9)
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-
1939
- 1939-09-23 DE DEM6031D patent/DE936357C/de not_active Expired
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