DE937645C - Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsaeurechlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsaeurechlorid

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DE937645C
DE937645C DEF9969A DEF0009969A DE937645C DE 937645 C DE937645 C DE 937645C DE F9969 A DEF9969 A DE F9969A DE F0009969 A DEF0009969 A DE F0009969A DE 937645 C DE937645 C DE 937645C
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DE
Germany
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acid chloride
sulfamic acid
water
carbonylsulfamic
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DEF9969A
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Roderich Dr Graf
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • C01B21/087Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals containing one or more hydrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsäurechlorid Das nach Patent 928 896 erhältliche N-Carbonylsulfaminsäurechlorid reagiert bei der Umsetzung mit überschüssigen Mengen Wasser heftig unter Bildung äquimolekularer Mengen von Sulfaminsäure, Kohlendioxyd und Chlorwasserstoff.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Sulfanünsäurechlorid erhält, wenn man N-Carbonylsulfaminsäurechlorid mit äquimolekularen Mengen Wasser oder wasserabgebender Stoffe umsetzt. Dabei entsteht wahrscheinlich intermediär eine labile Verbindung, die als Carbaminsäure-N-sulfochlorid anzusehen ist, aus der weiterhin Kohlendioxyd abgespalten wird: Die Umsetzung verläuft also nach dem gleichen Reaktionsschema wie die Umsetzung von N-Carbonylsulfaminsäurechlorid mit Carbonsäuren Ac - O H gemäß Patent gar 225: Setzt man N-Carbonylsulfaminsäurechlorid in dünner Schicht feuchter Luft aus, so erfolgt augenblicklich Bildung einer kristallinen Verbindung, die sich rasch unter Entwicklung von Kohlendioxyd wieder verflüssigt. Das so gebildete Sulfaminsäurechlorid geht bei weiter fortgesetzter Berührung mit feuchter Luft unter Abspaltung von Chlorwasserstoff in Sulfaminsäure über: N H, # S 02C1 + H20 = N H2 . S 03H -I- H Cl Vorteilhaft erreicht man die Überführung von N-Carbonylsulfaminsäurechlorid in Sulfaminsäurechlorid, wenn man Wasser oder konzentrierte Salzsäure in berechneter Menge unter starker Kühlung und unter Rühren in N-Carbonylsulfaminsäurechlorid eintropft. Man kann das Wasser auch in Form eines kristallwasserhaltigen Salzes einsetzen, indem man beispielsweise mit Natriumsulfat-dekahydrat im Molverhältnis :[o: = umsetzt. Man kann das beanspruchte Verfahren aber auch so durchführen, daß man N-Carbonylsulfaminsäurechlorid in einem indifferenten Lösungsmittel löst, beispielsweise Benzol, Xylol, Tetrachlorkohlenstoff oder Cyclohexan, und die berechnete Menge Wasser, verdünnt mit einem ganz oder teilweise mit Wasser mischbaren indifferenten Lösungsmittel, wie beispielsweise Aceton, Dioxan oder Äther, zur Einwirkung bringt. Sehr vorteilhaft läßt sich die Überführung von N-CarbonyIsülfaminsäurechlorid in Sulfaminsäurechlorid in der Weise durchführen, daß man das Wasser dampfförmig zur Umsetzung bringt. Dazu löst man die N-Carbonylverbindung in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol oder Xylol, und bläst einen Luftstrom bekannten Feuchtigkeitsgehaltes in dosierter Menge unter Rühren durch die Lösung. Man kann das Wasser auch unter vermindertem Druck, gegebenenfalls gemischt mit dem Dampf eines indifferenten Lösungsmittels, in die Lösung eindestillieren.
  • Man führt die Umsetzung zweckmäßig bei tiefer Temperatur, etwa bei - 8o bis o°, durch, wenn man das Wasser in flüssiger oder fester Form einsetzt und die Umsetzung ohne die Zuhilfenahme eines Lösungsmittels durchführt. Beim Arbeiten in einem Lösungsmittel und bei Verwendung von Wasser in Dampfform läßt sich die Reaktion auch bei höherer Temperatur, etwa bei o bis 4o°, mit gutem Erfolg durchführen.
  • Zur Isolierung des Sulfaminsäurechlorids kann man das Lösungsmittel, gegebenenfalls unter vermindertem Druck, abdestillieren. Sulfaminsäurechlorid kann unter stark vermindertem Druck destilliert werden. Es ist indes in den meisten Fällen nicht nötig, Sulfaminsäurechlorid durch Destillation zu gewinnen. Für die weitere Umsetzung des Sulfaminsäurechlorids ver-@vendet man mit Vorteil die bei der Darstellung in einem Lösungsmittel erhaltene Lösung des Produkts.
  • Das gemäß der Erfindung erhältliche, in der Literatur noch nicht beschriebene Sulfaminsäurechlorid kann als Zwischenprodukt bei der Herstellung beispielsweise von pharmazeutischen Produkten, Textilhilfsmitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet werden.
  • Beispiel i Zu 141,5 Gewichtsteilen N-Carbonylsulfaminsältrechlorid läßt man unter Kühlung und Rühreng im Laufe von 3o Minuten 27,7 Gewichtsteile 35oroiger Salzsäure zufließen. Dabei hält man die Temperatur anfangs bei - 6o° und läßt sie im Laufe des Fortschreitens der Umsetzung allmählich bis 3o° ansteigen. Unter Abspaltung von Kohlendioxyd und Freiwerden von Chlorwasserstoff entsteht so eine trübe, beim Erkalten erstarrende Schmelze. Durch Destillation bei ioo bis i05° und bei einem Druck von 4 Torr werden 95 Gewichtsteile Sulfaminsäurechlorid "als farblose, zu einer groben Kristallmasse vom Schmelzpunkt 4o bis 41° erstarrende Flüssigkeit erhalten. Die Substanz ist leicht löslich in Benzol, Toluol, Cyclohexan, Äther, Tetrachlorkohlenstoff.
  • Die Substanz ergab bei der Elementaranalyse folgende Analysenwerte: Cl 30, 54/30 76°/0 N 12, 30/z2, 23"/o, S 27, 75/27, 83o/" H s,960/0, C o0/,. Bei der Hydrolyse mit Wasser entsteht ein äquimolekulares Gemisch von Chlorwasserstoff und Sulfaminsäure. Beispiel 2 In eine Lösung von 1413 Gewichtsteilen N-Carbonylsulfaminsäurechlorid in 80o Gewichtsteilen Benzol werden mittels eines Luftstromes 18 Gewichtsteile dampfförmigen Wassers bei etwa 5° unter intensivem Rühren eingeleitet. Das N-Carbonylsulfaminsäurechlorid reagiert momentan mit dem Wassergehalt des Luftstromes. Dabei scheidet sich aus der anfangs klaren benzolischen Lösung ein feinkristalliner Niederschlag aus, der sich zum Teil an der Gefäßwandung knapp oberhalb des Flüssigkeitsspiegels absetzt. Dieser kristalline Niederschlag, der offenbar Carbaminsäure-N-Sulfochlorid darstellt, spaltet fortlaufend Kohlendioxyd unter Bildung des in Benzol leicht löslichen Sulfaminsäurechlorids ab. Sobald die gesamte Wassermenge zur Umsetzung gebracht ist, verschwindet nach wenigen Augenblicken das ausgeschiedene Carbaminsäure-N-sulfochlorid, dessen Zersetzung in Kohlendioxyd und Sulfaminsäurechlorid wahrscheinlich durch Spuren von Wasser katalytisch beschleunigt wird. Nach dem Abdestillieren des Benzols, zweckmäßig bei vermindertem Druck, hinterbleibt Sulfaminsäurechlorid in nahezu quantitativer Ausbeute als. Kristallmasse vom Schmelzpunkt 4o bis 41°.
  • Beispiel 3 In eine Lösung von 141,5 Gewichtsteilen N-Carbonylsulfaminsäurechlorid in 50o Gewichtsteilen Toluol destilliert man unter Rühren bei etwa o° und bei einem Druck von etwa 5o Torr aus einem Toluol-Wasser-Gemisch 18 Gewichtsteile Wasser ein. Die dabei beobachteten äußeren Erscheinungen sind ganz ähnlich den im Beispiel 2 beschriebenen.
  • Man erhält eine farblose, klare Lösung von iio bis 115 Teilen Sulfaminsäurechlorid, die unmittelbar zu weiteren Umsetzungen verwendbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsäurechlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Carbonylsulfaminsäurechlorid mit äquimolekularen Mengen Wasser oder wasserabgebenden Stoffe umsetzt.
DEF9969A 1952-09-25 1952-09-25 Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsaeurechlorid Expired DE937645C (de)

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