DE938896C - Einrichtung zur Einschaltung eines Signals in Kommandoanlagen - Google Patents

Einrichtung zur Einschaltung eines Signals in Kommandoanlagen

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DE938896C
DE938896C DES27343A DES0027343A DE938896C DE 938896 C DE938896 C DE 938896C DE S27343 A DES27343 A DE S27343A DE S0027343 A DES0027343 A DE S0027343A DE 938896 C DE938896 C DE 938896C
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DE
Germany
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relay
command
acknowledgment
systems
hand
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Expired
Application number
DES27343A
Other languages
English (en)
Inventor
Helmuth Dipl-Ing Dos
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B9/00Order telegraph apparatus, i.e. means for transmitting one of a finite number of different orders at the discretion of the user, e.g. bridge to engine room orders in ships

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Einschaltung eines Signals in Kommandoanlagen In Kommandoanlagen, insbesondere auf Schiffen, werden mit Vorliebe Telegrafensysteme mit Drehfeldsystemen verwendet, da sie sich durch ihre Betriebssicherheit und Einfachheit auszeichnen. Die Gebesysteme solcherAnlagen bestehen beiWechselstrom aus einer Art Drehtransformator, bei Gleichstrom aus einem Potentiometer besonderer Bauart; diesen werden Teilspannungen nach Art eines verketteten Mehrphasen-Systems entnommen, die ihrerseits dem entsprechend mehrphasig gewickelten Stator des Empfangssystems zugeführt werden. Der Rotor des Empfangssystems, der bei Wechselstrom aus einem mit Wechselspannung erregten, bei Gleichstrom in der Regel aus einem permanenten Magneten besteht, stellt sich dann entsprechend der Richtung des durch die zugeführten Teilspannungen im Stator des Empfangssystems aufgebauten Feldes ein. Die Anordnung wird hierbei so getroffen, daß einer Verstellung des Gebesystems um einen beliebigen Winkel eine synchrone Verstellung des Empfangssystems um den gleichen Winkel entspricht.
  • Zur größeren Sicherheit sind derartige Kommandoanlagen stets mit einem Quittungssystem ausgerüstet, das nach dem gleichen Prinzip arbeitet. Die das Kommando empfangende Stelle ist angewiesen, das Kommando nach der gebenden Stelle zurückzugeben und damit also zu quittieren. Um hierbei zu gewährleisten, daß das Kommando richtig »quittiert« wird, werden im Empfänger Kontakteinrichtungen eingebaut, . die ein Dauersignal auslösen, solange das Empfangssystem und das »Quittungs«-Gebesystem des Empfängers nicht in Deckung sind, also nicht richtig quittiert ist. Solche Kontrollkontakte bestehen in der Regel aus einer umlaufenden Kontakteinrichtung, deren einer Teil auf der Achse des Empfangssystems und deren anderer Teil auf der Achse des Quittungs-Gebesystems befestigt ist. Die umlaufenden Kontaktscheiben oder Nockenscheiben beeinflussen jedoch durch ihre unvermeidliche Reibung die Einstellgenauigkeit des Empfangssystems, sie müssen sehr leichtgängig sein, und der Kontaktdruck muß auf ein Minimum beschränkt werden, so daß ihre Zuverlässigkeit meist nicht genügend groß und ihre Justierung schwierig ist.
  • Gemäß der Erfindung wird . ein allen Anforderungen genügendes Quittungssystem dadurch geschaffen, daß je ein Relais zwischen die Übertragungsleitungen gleicher Phase des Befehls- und des Quittungssystems geschaltet ist.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in den Figuren 'beispielsweise und dem Prinzip nach erläutert. Fig. i zeigt die grundsätzliche Anordnung einer solchen Schaltung beispielsweise für Gleichstrom. Der Geber G der Kommandostelle ist mit einem Gebesystem i und einem Quittungs Empfangssystem 2 ausgerüstet; der Empfänger E der Empfangsstelle ist in gleicher Weise mit einem Empfangssystem 3 und einem Quittungs-Gebesystem q_ ausgerüstet. Gebesystem. i und Empfangssystem 3 einerseits und Quittungs-Gebesystem q. und Quittungs-Empfangssystem 2 andererseits sind dreiphasig miteinander verbunden. In der gezeichneten Stellung befinden sich sämtliche Systeme relativ -zueinander in der gleichen Lage. Wie ohne weiteres ersichtlich, sind dann jeweils die Leitungen 5 und 8, 6 und 9, 7 und io auf gleichem Potential, die zwischen ihnen liegenden Relais -demgemäß nicht erregt. Wird nun das Gebesystem i verstellt, etwa so, daß die Bürste 12 von Kontakt h1 auf K2 wandert, so entsteht zwischenLeitung6und 9 ein Spannungsunterschied, der das Relais B zum Ansprechen bringt. Der Kontakt b dieses Relais wird geschlossen, und der Wecker i i ertönt. Wird nunmehr das Quittungs-Gebesystem q. ebenfalls so verstellt, daß die Bürste 15 von h11 nach K12 wandert, also richtig qudttiert, so verschwindet der Spannungsunterschied zwischen 6 und- 9 wieder, das Relais B fällt ab, der Kontakt b öffnet sich, und der Wecker i i kommt in Ruhe. In gleicher Weise läßt sich ohne weiteres erkennen, daß bei irgendeiner ungleichen Winkelstellung des Gebesystems i und des Quittungs-Gebesystems q. relativ zueinander in mindestens einem der drei Leitungspaare 5-8, 6-9, 7-1o ein Spannungsunterschied vorhanden ist, der mindestens eines der drei Relais A, B, oder C zum Ansprechen bringt. Nur bei gleicher Winkelstellung der Gebersysteme relativ zueinander ist ein Spannungsunterschied in keinem der obigen Leitungspaare vorhanden. Der Wecker i i ertönt also stets, wenn die Quittung mit dem gegebenen Kommando nicht übereinstimmt. -Zweckmäßig ist bei einer derartigen Anordnung, daß der Widerstand der einzelnen Relais A, B und C im Verhältnis zu den Widerständen der Gebe- und Empfangssysteme groß ist. Mehrere an ein Gebesystem angeschlossene Empfangssysteme sind dabei einem einzigen Empfangssystem mit entsprechend vermindertem Widerstand äquivalent. Hieraus ergibt sich, daß bei einem Stromfluß infolge einer Differenzspannüng zwischen den Leitungspaaren 5-8, 6-9 oder 7-1o ein um diesen Teilstrom verminderter Strom durch die entsprechende Wicklung des Empfangssystems fließt, dessen durch die Teilströme in den drei Wicklungen aufgebautes Feld also um einen gewissen Winkel verdreht wird und so eine Fehleinstellung des Rotors bewirkt, die allerdings nur so lange andauert, bis das zweite Gebe-(Qu:ittungs-)System in die korrespondierende Stellung gebracht, älsö'richtig quittiert bist. Durch geeignete Bemessung der Relaiswiderstände läßt sich jedoch dieser Fehler so klein halten, daß er nicht störend wirkt.
  • Die Relais müssen ferner so gewählt werden, daß ihre Ansprechspannung möglichst niedrig liegt, damit sie auch bei geringer Abweichung der 'Stellungen von Kommando- und Quittungsgeber und dementsprechend niedrige Differenzspannung ansprechen können. Sie müssen ferner die Strombelastung-bei der höchsten vorkommenden Differenzspannung - im Beispiel Fig. i die volle Speisespannung - aushalten können.
  • Die an die Relais nach den vorhergehenden beiden Absätzen zu stellenden Anforderungen können erleichtert werden durch eine Schaltung nach Fig.2. Ihr liegt der Gedanke zugrunde, daß die Abfallspannung eines Relais um etwa 5o bis 70% niedriger liegt als die Anzugsspannung. Das Relais erhält dann außer dem Arbeitskontakt für die Betätigung des Signals einen Ruhekontakt, der -in der Ruhestellung des Relais einen mit dem Relais in Reihe geschalteten Widerstand überbrückt. Der Widerstand ist so bemessen, daß die Spannung an dem Relais im angezogenen Zustande des Relais etwas größer als die Abfallspannung ist. Die Funktion ist aus Fig. 2 ersichtlich. A, B und C sind wieder die zwischen die Leitungspaare 5-8, 6-9 und 7-i0 geschalteten Relais mit den zugehörigen Vorschaltwiderständen 18, i9 und 2o, die durch die entsprechenden Ruhekontakte a1, bi und cl in der Ruhelage der Relais überbrückt werden.
  • Es ist noch möglich, an Stelle des Widerstandes in Fig. 2 je ein weiteres Relais mit geringerer Empfindlichkeit bzw. entsprechend hohem Spulenwiderstand zu verwenden.
  • Fig.3 zeigt die entsprechende Schaltung. Mit dem Relais A ist ein Relais X, mit dem- Relais B ein Relais Y, mit C ein Relais Z in Reihe geschaltet. Die Wicklungen von X, Y und Z werden durch je einen Ruhekontakt a1 von A und x1 von X, bi von B und y1 von Y bzw. c1 von C und z1 von Z überbrückt. Spricht beispielsweise das empfindlichere Relais A mit niedrigerem Widerstande des Paares A-X zuerst an, so wird a1 geöffnet und, wenn die Ansprechspannung von X erreicht wird, spricht X an und öffnet ebenfalls seinen Kontakt x1. Dieses übernimmt dann die Funktionen von A und besitzt zu diesem Zwecke ebenfalls einen Arbeitskontakt x zur Einschaltung des Dauersignals.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Einschaltung eines Signals in Kommandoanlagen, bei denen die Übertragung des Befehls und der Quittung mittels Drehfeldsystemen erfolgt, bis zur richtigen Quittung, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Relais zwischen die Übertragungsleitungen gleicher Phase des Befehls- und des Quittungssystems geschaltet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Widerstand der Relais groß im Verhältnis zum elektrischen Widerstand der Übertragungssysteme ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit und die Belastbarkeit der Relais so bemessen sind, daß sie einerseits bei der geringsten vorkommenden Differenzspannung ansprechen, andererseits die höchste vorkommende Differenzspannung dauernd aushalten können. q.. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch das jeweils ansprechende Relais ein Vorschaltwiderstand zur Entlastung vor dieses Relais geschaltet wird, der so bemessen ist, daß die Abfallspannung des Relais noch nicht erreicht wird. 5: Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle oder außer dem Vorschaltwiderstand nach Anspruch q. ein zweites Relais mit höherer Ansprechspannung mit dem ersten Relais in Reihe geschaltet wird, das einerseits bei zu hohen Differenzspannungen das erste Relais entlastet, andererseits dessen Funktion zur Einschaltung des Dauersignals übernimmt.
DES27343A 1952-02-24 1952-02-24 Einrichtung zur Einschaltung eines Signals in Kommandoanlagen Expired DE938896C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077576B (de) * 1958-04-01 1960-03-10 Siemens Ag Anordnung zur stoerungssicheren Messung
DE1081805B (de) * 1956-05-05 1960-05-12 Anschuetz & Co Gmbh Kommandogeraet mit Empfaengereinstellung mittels eines Drehfeldes
DE1134318B (de) * 1958-09-26 1962-08-02 Siemens Ag Einrichtung zur UEberwachung des Gleichlaufs bzw. Gleichstandes von Geber und Empfaenger bei Wechselstromfernuebertragungs-einrichtungen mit Drehmeldern
DE1208659B (de) * 1962-08-30 1966-01-05 Standard Elektrik Lorenz Ag Schaltungsanordnung zur UEberwachung von einander ausschliessenden Signalzustaenden fuer Strassenverkehrssignalanlagen
DE1210363B (de) * 1960-11-04 1966-02-03 Standard Elektrik Lorenz Ag Anordnung zur Verhinderung sich gegenseitig ausschliessender Signalzustaende, insbesondere fuer Strassenverkehrs-Signalanlagen

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