DE939928C - Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CarbamylchloridInfo
- Publication number
- DE939928C DE939928C DEM5804A DEM0005804A DE939928C DE 939928 C DE939928 C DE 939928C DE M5804 A DEM5804 A DE M5804A DE M0005804 A DEM0005804 A DE M0005804A DE 939928 C DE939928 C DE 939928C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- carbamyl chloride
- ammonia
- phosgene
- production
- chloride
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C271/00—Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
- C07C271/02—Carbamic acids; Salts of carbamic acids
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B19/00—Machines or apparatus for drying solid materials or objects not covered by groups F26B9/00 - F26B17/00
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Carbamvlchlorid Bisher wurde Carbamylchlorid durch Umsetzen von Phosgen mit Ammoniak oder Ammoniumchlorid bei einer Temperatur von etwa 4000 hergestellt. Diese Verfahren haben jedoch keinen wirtschaftlichen Erfolg gehabt, da sich während der Reaktion große Mengen von Ammoniumchlorid bilden oder verflüchtigen, mit dem Ergebnis, daß die Ausbeute von Carbamylchlorid nicht nur wesentlich vermindert wird, sondern auch die Anlage in verhältnismäßig kurzer Zeit mit Ammoniumchlorid verstopft wird.
- Es ist nun ein sparsames und wirtschaftlich durchführbares Verfahren zur Herstellung von Carbamylchiorid entwickelt worden, daß keinen der oben aufgezählten Mängel aufweist. Dieses Verfahren besteht darin, daß man Phosgen und Ammoniak in gasförmigem Zustand bei einer Temperatur von wenigstens q.50° reagieren läßt. Durch die Anwendung von Temperaturen in dieser Höhe ist die Erzeugung von Ammoniumchlorid auf ein Minimum beschränkt, wodurch die Ausbeute an Carbamylchlorid bemerkenswert anwächst. Da im übrigen nur kleine Mengen von Ammoniumchlorid erzeugt werden, ist das Problem des Verstopfens der Anlage beseitigt. Dieses Ergebnis ist überraschend, da bei Gleichgewicht und bei q.500' oder höheren Temperaturen Phosgen wenigstens zu 4q.,6o/o zersetzt wird und unter diesen Bedingungen normalerweise zu erwarten wäre, daß bei der Reaktion mit Ammoniak die Bildung von Ammoniumchlorid begünstigt und anstatt eines beachtlichen Ansteigens der Ausbeute-an Carbamylchlorid diese wesentlich vermindert würde.
- Zum vollständigeren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird auf das folgende besondere Ausführungsbeispiel verwiesen.
- Beispiel Phosgen und gasförmiges Ammoniak wurden ununterbrochen für die Dauer einer Stunde in ein elektrisch erhitztes Reaktionsglasrohr gefüllt, wo sie bei einer Temperatur von etwa 50o°' innig gemischt und umgesetzt wurden, wobei Phosgen und Ammoniak in das Reaktionsgefäß in einem Verhältnis von 3,6 Mol bzw. 2,4 MOI je Stunde eingeführt wurden..
- Das entstehende gasförmigeProdukt wurde durch einen wassergekühlten Kondensator bei einer Temperatur von etwa 22° geleitet, -um das Carbamylchlorid durch Kondensation abzutrennen.
- Das kondensierte Carbamylchlorid wurde langsam bis auf igo°' erhitzt; es wurden gi g Cyanursäure erhalten. Dies bedeutet eine Ausbeute von 88,5 % der theoretischen, bezogen auf Ammoniak, und beweist, daß die Ausbeute an Carbamylchlorid mindestens 88,5% ,der theoretischen betrug.
- DieReaktion zwischen Phosgen und gasförmigem Ammoniak wird bei einer Temperatur von mindestens q.500', vorzugsweise bei einer Temperatur von 50o bis 525°, ausgeführt. Jedoch können, wenn gewünscht, auch höhere Temperaturen angewandt werden.
- Phosgen und Ammoniak werden vorzugsweise zusammen in. einem Molekularverhältnis von 1,5 Mol Phosgen zu i Mol Ammoniak umgesetzt; befriedizende Erzebnisse werden aber auch erhalten., wenn ein Phosgen-Ammoniak-Molverhältnis von i, i bis 2 angewandt wird. Größere oderkleinere Molverhältnisse sind gleichfalls innerhalb des Bereichs der Erfindung möglich, doch soll dieses mindestens i betragen.
- Wie oben beschrieben, kann Carbamylchlorid durch Erhitzen in Cyanursäure umgewandelt werden; dies geschieht zweckmäßig durch langsames, etwa 3stündiges Erhitzen des Carbamylchlorids in einem Ölbad auf igo bis 2o0'°'.
- Außer für die Herstellung von Cyanursäure kann Carbamylchlorid bei der Herstellung vieler anderer Verbindungen von wirtschaftlicher Bedeutung verwandt werden. Es kann z. B, mit aliphatischen Alkoholen, alicyclischen Alkoholen und oxygruppenhaltigen, aromatischen Verbindungen umgesetzt werden, wobei bekanntlich Urethane entstehen; mit aliphatischen, alicyclischen und aromatischen Aminen erhält man substituierte Harnstoffe und mit Ammoniak in gasförmigen Zustand bei wart eines Friedel-Crafts-Katalysators, in bekannter Weise Säureamide.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß Phosgen mit Ammoniak in gasförmigem Zustand bei wenigstens q.50°, vorzugsweise 50o Ibis 525', unter Anwendung eines Mol-Verhältnisses Phosgen zu Ammoniak von mindestens i, vorzuesweise von i.5. umeesetzt wird. Angezogene Druckschriften: Ber. dtsch. chem. Ges., 33, 236, Fußnote 3 (igoo).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US939928XA | 1946-01-16 | 1946-01-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE939928C true DE939928C (de) | 1956-03-08 |
Family
ID=22242120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM5804A Expired DE939928C (de) | 1946-01-16 | 1950-08-31 | Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE939928C (de) |
-
1950
- 1950-08-31 DE DEM5804A patent/DE939928C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2719528A1 (de) | Verfahren zur herstellung von pentachlornitrobenzol | |
| DE397602C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Cyanamid in Harnstoff | |
| DE2745774A1 (de) | Verfahren zur herstellung von nitroguanidin | |
| DE937586C (de) | Verfahren zur Herstellung symmetrischer Dialkylharnstoffe | |
| DE952086C (de) | Verfahren zur Herstellung von Isocyanaten | |
| DE1024957B (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dichlor-ª‰-formylacrylsaeure (Mucochlorsaeure) | |
| DE2021148A1 (de) | Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Aminoalkylenphosphonsaeuren | |
| DE1543747C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von bisquartären Alkylammoniumsulfatsalzen | |
| DE1216267B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlendestillationsgasen in Form von Diammoniumphosphat | |
| DE1593487C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Triuret | |
| DE1493260A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Harnstoff | |
| DE2234719C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Calciumphosphat | |
| DE831240C (de) | Verfahren zur Herstellung von konzentrierter Ameisensaeure und Nitraten aus Formiaten und Salpetersaeure | |
| DE912334C (de) | Verfahren zum Herstellen von Dehydroschleimsaeuredinitril | |
| DE824946C (de) | Verfahren zur Herstellung von Ammelin. | |
| DE927032C (de) | Verfahren zur Herstellung von hellen, geruchsfreien Kondensationsprodukten | |
| DE509935C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Cyanwasserstoff bzw. Cyanprodukten durch Oxydation von Rhodanammonlaugen mit Salpetersaeure | |
| DE949571C (de) | Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat, insbesondere fuer Duengezwecke | |
| AT110128B (de) | Verfahren zur Herstellung von Toluolsulfochlorid. | |
| DE536446C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Erdalkalisalzen der Imidodicarbonsaeure | |
| DE555489C (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen | |
| DE1000385C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Melamin | |
| DE549540C (de) | Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Duengemitteln | |
| CH404626A (de) | Verfahren zur Herstellung von Nitrocyclohexan | |
| DE2412503C2 (de) |