DE939928C - Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid

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DE939928C
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DE
Germany
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carbamyl chloride
ammonia
phosgene
production
chloride
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Expired
Application number
DEM5804A
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English (en)
Inventor
Edgar E Hardy
Robert J Slocombe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00—Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/02—Carbamic acids; Salts of carbamic acids
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26—DRYING
    • F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B19/00—Machines or apparatus for drying solid materials or objects not covered by groups F26B9/00 - F26B17/00

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carbamvlchlorid Bisher wurde Carbamylchlorid durch Umsetzen von Phosgen mit Ammoniak oder Ammoniumchlorid bei einer Temperatur von etwa 4000 hergestellt. Diese Verfahren haben jedoch keinen wirtschaftlichen Erfolg gehabt, da sich während der Reaktion große Mengen von Ammoniumchlorid bilden oder verflüchtigen, mit dem Ergebnis, daß die Ausbeute von Carbamylchlorid nicht nur wesentlich vermindert wird, sondern auch die Anlage in verhältnismäßig kurzer Zeit mit Ammoniumchlorid verstopft wird.
  • Es ist nun ein sparsames und wirtschaftlich durchführbares Verfahren zur Herstellung von Carbamylchiorid entwickelt worden, daß keinen der oben aufgezählten Mängel aufweist. Dieses Verfahren besteht darin, daß man Phosgen und Ammoniak in gasförmigem Zustand bei einer Temperatur von wenigstens q.50° reagieren läßt. Durch die Anwendung von Temperaturen in dieser Höhe ist die Erzeugung von Ammoniumchlorid auf ein Minimum beschränkt, wodurch die Ausbeute an Carbamylchlorid bemerkenswert anwächst. Da im übrigen nur kleine Mengen von Ammoniumchlorid erzeugt werden, ist das Problem des Verstopfens der Anlage beseitigt. Dieses Ergebnis ist überraschend, da bei Gleichgewicht und bei q.500' oder höheren Temperaturen Phosgen wenigstens zu 4q.,6o/o zersetzt wird und unter diesen Bedingungen normalerweise zu erwarten wäre, daß bei der Reaktion mit Ammoniak die Bildung von Ammoniumchlorid begünstigt und anstatt eines beachtlichen Ansteigens der Ausbeute-an Carbamylchlorid diese wesentlich vermindert würde.
  • Zum vollständigeren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird auf das folgende besondere Ausführungsbeispiel verwiesen.
  • Beispiel Phosgen und gasförmiges Ammoniak wurden ununterbrochen für die Dauer einer Stunde in ein elektrisch erhitztes Reaktionsglasrohr gefüllt, wo sie bei einer Temperatur von etwa 50o°' innig gemischt und umgesetzt wurden, wobei Phosgen und Ammoniak in das Reaktionsgefäß in einem Verhältnis von 3,6 Mol bzw. 2,4 MOI je Stunde eingeführt wurden..
  • Das entstehende gasförmigeProdukt wurde durch einen wassergekühlten Kondensator bei einer Temperatur von etwa 22° geleitet, -um das Carbamylchlorid durch Kondensation abzutrennen.
  • Das kondensierte Carbamylchlorid wurde langsam bis auf igo°' erhitzt; es wurden gi g Cyanursäure erhalten. Dies bedeutet eine Ausbeute von 88,5 % der theoretischen, bezogen auf Ammoniak, und beweist, daß die Ausbeute an Carbamylchlorid mindestens 88,5% ,der theoretischen betrug.
  • DieReaktion zwischen Phosgen und gasförmigem Ammoniak wird bei einer Temperatur von mindestens q.500', vorzugsweise bei einer Temperatur von 50o bis 525°, ausgeführt. Jedoch können, wenn gewünscht, auch höhere Temperaturen angewandt werden.
  • Phosgen und Ammoniak werden vorzugsweise zusammen in. einem Molekularverhältnis von 1,5 Mol Phosgen zu i Mol Ammoniak umgesetzt; befriedizende Erzebnisse werden aber auch erhalten., wenn ein Phosgen-Ammoniak-Molverhältnis von i, i bis 2 angewandt wird. Größere oderkleinere Molverhältnisse sind gleichfalls innerhalb des Bereichs der Erfindung möglich, doch soll dieses mindestens i betragen.
  • Wie oben beschrieben, kann Carbamylchlorid durch Erhitzen in Cyanursäure umgewandelt werden; dies geschieht zweckmäßig durch langsames, etwa 3stündiges Erhitzen des Carbamylchlorids in einem Ölbad auf igo bis 2o0'°'.
  • Außer für die Herstellung von Cyanursäure kann Carbamylchlorid bei der Herstellung vieler anderer Verbindungen von wirtschaftlicher Bedeutung verwandt werden. Es kann z. B, mit aliphatischen Alkoholen, alicyclischen Alkoholen und oxygruppenhaltigen, aromatischen Verbindungen umgesetzt werden, wobei bekanntlich Urethane entstehen; mit aliphatischen, alicyclischen und aromatischen Aminen erhält man substituierte Harnstoffe und mit Ammoniak in gasförmigen Zustand bei wart eines Friedel-Crafts-Katalysators, in bekannter Weise Säureamide.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß Phosgen mit Ammoniak in gasförmigem Zustand bei wenigstens q.50°, vorzugsweise 50o Ibis 525', unter Anwendung eines Mol-Verhältnisses Phosgen zu Ammoniak von mindestens i, vorzuesweise von i.5. umeesetzt wird. Angezogene Druckschriften: Ber. dtsch. chem. Ges., 33, 236, Fußnote 3 (igoo).
DEM5804A 1946-01-16 1950-08-31 Verfahren zur Herstellung von Carbamylchlorid Expired DE939928C (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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