DE943256C - Verfahren zum Abbau von natuerlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschukloesungen - Google Patents
Verfahren zum Abbau von natuerlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder KautschukloesungenInfo
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- DE943256C DE943256C DEP31121A DEP0031121A DE943256C DE 943256 C DE943256 C DE 943256C DE P31121 A DEP31121 A DE P31121A DE P0031121 A DEP0031121 A DE P0031121A DE 943256 C DE943256 C DE 943256C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08C—TREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
- C08C19/00—Chemical modification of rubber
- C08C19/08—Depolymerisation
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Description
- Verfahren zum Abbau von natürlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschuklösungen Zusatz zum Patent 824258 Gegenstand des Patents 824 258 ist ein Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschuklösungen durch Abbau von natürlichem oder synthetischem Kautschuk durch Wärmebehandlung in Vorrichtungen, wie Walzen oder Knetern, das dadurch gekennzeichnet ist, daß dem Kautschuk Zinkoleat oder ein Gemisch von Zinkoleat und Eisenoleat einverleibt wird. Hierdurch werden erhebliche Fortschritte mit Bezug auf den Abbau des Kautschuks und noch andere Vorteile erzielt. Insbesondere wird der Kraftaufwand und Zeitaufwand für den Mastiziervorgang erheblich vermindert.
- Weitere Versuche und Untersuchungen haben ergeben, daß auch andere Stoffe oder Stoffgemische als Abbaumittel Verwendung finden können. Als abbaubegünstigende Mittel gemäß Erfindung kommen Salze in Betracht, die aus mehrwertigen Kationen, z. B. des Magnesiums, Calciums, Aluminiums, Zinks, Bleis, Eisens, Nickels und Kobalts und aliphatischen oder cycloaliphatischen Säuren, wie gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, Harz- oder Paraffinoxydationsfettsäuren oder aromatischen Säuren, wie Benzoesäure, Nitrobenzoesäure, Alkyl-, Aralkylbenzoesäure Benzoylbenzoesäure, Phthalsäuremonooleylester, Kre- sylnaphthylcarbonsaure, bestehen. Der Zusatz von Zinkoleat sowie von Gemischen aus Zink- und Eisenoleat ist Gegenstand des Hauptpatents. Als seifenbildende Kationen kommen außer den vorstehend genannten unter anderem auch Kupfersalze und Mangansalze in Betracht. Die Anwendung von Salzen dieser Kationen ist aber im allgemeinen nicht empfehlenswert, da sie Giftwirkungen auszuüben vermögen. Salze der vorstehend genannten Art können einzeln oder zu mehreren zur Anwendung gebracht werden. Alle diese Stoffe besitzen, wie gefunden wurde, die wertvolle Eigenschaft, den Abbau von natürlichem und synthetischem Kautschuk in beträchtlichem Ausmaß zu begünstigen und noch andere vorteilhafte Wirkungen auszuüben. Sie wirken unter anderem als Aktivatoren, üben stark plastizierende Wirkungen aus und sind befähigt, Füllstoffe und andere Zusatzstoffe zu dispergieren.
- Die Anwendung der vorliegenden Abbaumittel erfolgt in gleicher Weise, wie im Hauptpatent angegeben, indem sie dem Kautschuk bzw. den Kaütschukmischungen bei der Verarbeitung mit Hilfe von Vorrichtungen, wie Walzen oder Knetern, bei Temperaturen über 50°, z. B. zwischen 60 und 1100, einverleibt werden, und der Abbau unter Luftzutritt durchgeführt wird. Voraussetzung für die Wirksam: keit der Abbausätze ist im allgemeinen deren Löslichkeit bzw. feine Dispergierfähigkeit in der Gummimischung.
- Die Erschließung einer großen Gruppe brauchbarer Abbaumittel bietet den Vorteil, daß man-nicht auf die Verwendung einiger weniger Stoffe beschränkt ist, sondern je nach Bedarf die bestgeeigneten oder am leichtesten zugänglichen Stoffe auswählen kann.
- Hierdurch und durch die Anwendung von Gemischen, die aus zwei oder mehr der Kautschuk abbauenden Salze bestehen, ist man in der Lage, Abbauwirkungen in gewünschter Abstufung auszuüben.
- Die beste Abbauwirkung wird ihm allgemeinen durch Eisensalze hervorgerufen. Kobalts, Blei- und Nickelsalze besitzen etwas geringere Abbauwirkungen als Eisensalze. Durch Kombination von Salzen mit verschiedenen Kationen mit gleichartigen oder verschiedenartigen Carbonsäuren kann man Abbaumittel von verschiedenen Wirkungsgraden mit Bezug auf den Kautschukabbau herstellen und gleichzeitig auch die übrigen Eigenschaften der Zusatzstoffe in gewünschter Weise beeinflussen. Man kann weiterhin den Abbaumitteln noch andere Zusatzstoffe, wie Weichmachungsmittel, Ester, Mineralöle, Selektivextrakte (olefinreiche Mineralölfraktionen, die mittels flüssiger schwefliger Säure abgetrennt wurden) u. dgl., einzeln oder zu mehreren einverleiben und auch hierdurch die Eigenschaften und Wirkungen der Abbaumittel beeinflussen, z. B. die Einarbeitung der Abbaumittel in die Kautschukmischungen erleichtern. Bei Verwendung von Abbaumitteln, welche größere Mengen von Eisenseifen enthalten, hat sich in manchen Fällen die Zugabe von Alterungsschutzmitteln als vorteilhaft erwiesen.
- Die Erfindung sei nachstehend an einigen Beispielen erläutert. Hierbei wurden als Masse für die Abbauwirkungen die Defowerte (Defohärte und Defoelastizität) ermittelt. Vergleichsweise sind jeweils die Werte (sogenannte Blindwerte) angegeben, welche bei Verarbeitung des gleichen Kautschuks bzw. der gleichen Kautschukmischungen ohne Zusatz von Abbaumitteln festgestellt wurden.
- Beispiel I Eine Kautschukmischung wurde auf der Walze ohne Zusatz von abbauenden Mitteln bei go" behandelt. Es ergeben sich die folgenden Blindwerte: Einmischzeit in Minuten (nach 4 Minuten langer homogener Mischung) o 2 4 8 10 I5 2300/34 2300/33 2300/34 2300/34 2300/33 2200/32 Der gleichen Kautschukmischung wurden 2 Gewichtsprozent eines Abbaumittels zugesetzt, das aus 98 0/o Zinksalz von Tranfettsäuredestillat mit 20/, Ferristearat bestand. Es wurden nachstehende Werte erzielt: o 2 4 8 10 I5 2050/38 I550/33 I650/27 I600/25 I350/2I I250/21 Beispiel 2 Zum Nachweis dafür, daß auch die Salze gesättigter Fettsäuren den Abbaueffekt zeigen, wurden der bei Beispiel 1 verwendeten Kautschukmischung beim Mischen auf der Walze;bei 90" 2 Gewichtsprozent eines Abbaumittels einverleibt, das aus 98 0/o chemisch reinem Zinkstearat und 2°10 Eisenstearat bestand.
- Die nachstehenden Zahlen veranschaulichen den Abbaueffekt. Die angegebenen Werte beziehen sich auf die in Beispiel 1 angegebenen Blindwerte.
- Einmischzeit in Minuten (nach 4 Minuten lang erfolgter homogener Mischung) o 2 4 8 10 I5 2050/29 I900/25 I650127 I600/25 I375/25 I250/23 Beispiel 3 Der Kautschukmischung gemäß Beispiel 1 wurde auf der Walze 20/0 eines Abbaumittels einverleibt, das aus einer in einer Kugelmühle hergestellten innigen Mischung von 85°/o Bleiphthalat und I5°/o Ferribenzoat bestand. o 2 4 8 10 I5 2225/32 2I00/3I 2050/29 I850/30 I850/28 I700/24 Beispiel 4 Hier wurde das Abbaumittel in Lösung bzw. Suspension mit einem olefinreichen Selektivextrakt zur Anwendung gebracht. Vergleichsweise wurde die Kautschukmischung einerseits mit 20/0 eines olefinreichen Selektivextraktes allein, andererseits mit 20/0 einer 5 0/0eigen Suspension von Nickeloleat in einem Selektivextrakt behandelt.
- Blindwerte nach Zusatz von 20/, des Selektivextraktes: o 2 4 8 10 15 .2550/36 2450/32 2400/32 2350/35 2350/34 2250/3I
Claims (4)
- 5°/Oige Suspension von Nickeloleat in einem Selektivextrakt, Zusatz 20/o: o 2 4 8 IO I5 2550/36 2500/34 2450/32 2400/35 2300/34 2050/29 Beispiel 5 Mit einem Zusatz von 20/o Kobaltoleat wurden folgende Ergebnisse erzielt: o 2 4 8 IO I5 2450/33 2400/33 2350/34 2350/35 2300/33 I950/29 Beispiel 6 Mit einem Zusatz von 20/o einer 5 0/0eigen Lösung von Bleioleat in einem olefinreichen Selektivextrakt wurden folgende Ergebnisse erzielt: o 2 4 8 IO I5 2400/3I 2350/32 2300/32 2250/32 2I50/29 I950/25 Beispiel 7 Mit einem Zusatz von 20/0 eines Lösungsgemisches von 20/o Ferrioleat und 98 0/o Selektivextrakt wurden folgende Ergebnisse erzielt: o 2 4 8 IO I5 2750/38 2500/33 2350/33 2300/30 2300/29 2200/29 PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Abbau von natürlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschuklösungen durch Abbau von natürlichem oder synthetischem Kautschuk durch Wärmebehandlung in Vorrichtungen, wie Walzen oder Knetern, nach Patent 824 258, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kautschuk bzw. den kautschukhaltigen Mischungen Salze zugefügt werden, die aus mehrwertigen Kationen, z. B. des Magnesiums, Calciums, Aluminiums, Zinks, Bleis, Eisens, Nickels und Kobalts und aliphatischen oder cycloaliphatischen Säuren, wie gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, Harz-, Naphthen- oder Paraffinoxydationsfettsäuren oder aromatischen Säuren,wie Benzoesäure, Nitrobenzoesäure, Alkyl-, Aralkylbenzoesäure, Benzoylbenzoesäure, Phthalsäuremonooleylsäure, Hexylnaphthalincarbonsäure, mit Ausschluß von Zinkoleat bestehen.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, gekennzeichnet durch Anwendung einer Mischung von mindestens zwei kautschukabbauenden Salzen unter Ausschluß einer Mischung von Zinkoleat mit Eisenoleat.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen I und 2, gekennzeichnet durch Anwendung eines Abbaumittels, das außer einem kautschukabbauenden Salz oder einem Gemisch von kautschukabbauenden Salzen noch Zusatzstoffe, wie Weichmacher, Ester, Mineralöle, Selektivextrakte, Alterungsschutzmittel, einzeln oder zu mehreren enthäIt.
- 4. Verfahren nach Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abbauvorgang bei Temperaturen über 50°, vorzugsweise zwischen 60 und 1100, bei Luftzutritt durchgeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP31121A DE943256C (de) | 1949-01-07 | 1949-01-07 | Verfahren zum Abbau von natuerlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschukloesungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP31121A DE943256C (de) | 1949-01-07 | 1949-01-07 | Verfahren zum Abbau von natuerlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschukloesungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE943256C true DE943256C (de) | 1956-05-17 |
Family
ID=7372169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP31121A Expired DE943256C (de) | 1949-01-07 | 1949-01-07 | Verfahren zum Abbau von natuerlichem oder bzw. und synthetischem Kautschuk zwecks Herstellung von Kautschukmischungen oder Kautschukloesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE943256C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238201B (de) * | 1957-04-17 | 1967-04-06 | Technical Proc Inc | Formtrennmittel fuer das Herausloesen von Kautschukgegenstaenden aus Formen |
| US3325429A (en) * | 1966-05-31 | 1967-06-13 | Harris James Donald | Method of preparing rubber compositions having improved physical properties |
| DE2214810A1 (de) * | 1972-03-25 | 1973-09-27 | Rhein Chemie Rheinau Gmbh | Mastiziermittel fuer natuerlichen und/oder synthetischen kautschuk |
| EP0157079A3 (de) * | 1984-01-26 | 1990-07-25 | Bayer Ag | Verfahren und Mittel zur Viskositätserniedrigung von Elastomeren |
-
1949
- 1949-01-07 DE DEP31121A patent/DE943256C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238201B (de) * | 1957-04-17 | 1967-04-06 | Technical Proc Inc | Formtrennmittel fuer das Herausloesen von Kautschukgegenstaenden aus Formen |
| US3325429A (en) * | 1966-05-31 | 1967-06-13 | Harris James Donald | Method of preparing rubber compositions having improved physical properties |
| DE2214810A1 (de) * | 1972-03-25 | 1973-09-27 | Rhein Chemie Rheinau Gmbh | Mastiziermittel fuer natuerlichen und/oder synthetischen kautschuk |
| EP0157079A3 (de) * | 1984-01-26 | 1990-07-25 | Bayer Ag | Verfahren und Mittel zur Viskositätserniedrigung von Elastomeren |
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