-
Stahlsprosse für Gerüstleitern Durch das Patent 943 556 sind Stahlsprossen
für Gerüstleitern vorgeschlagen, deren eines einseitig hervorstehendes, frei tragendes
Ende zum Auflegen von Gerüstbohlen dient und am Ende eine Anlage für diese Bohlen
aufweist, die aber erst nach dem Durchstecken der Sprossen durch die Leiterholme
wirksam wird.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel in dem genannten Patent ist die Anlage
für die Bohlen als Winkelhaken ausgebildet, der durch eine Durchbohrung am Sprossenende
hindurchsteckbar ist und am abgewinkelten Schenkel eine Einschlagspitze aufweist.
Der Winkelhaken wird mit seiner Spitze in das Bohlenholz eingetrieben. Da der Winkelhaken
als Einzelstück nicht dauernd mit der Sprosse verbunden, also lose ist, besteht
der Nachteil, daß er leicht verlorengehen kann und daher nicht immer angebracht
wird.
-
Gemäß der Erfindung wird der Nachteil dadurch behoben, daß das die
Anlage für die Gerüstbohlen bildende Glied an dem freien Sprossenende aus der durch
einen Anschlag gesicherten Gebrauchslage in eine das Durchstecken der Sprosse durch
die Holmbohrungen ermöglichende Lage schwenkbar befestigt ist. Hierdurch wird erreicht,
daß das die Anlage für die Gerüstbohlen bildende Glied mit
dem äußersten
Ende der Stahlsprosse dauernd unverlierbar verbunden ist.
-
Wird das Anlageglied durch einen Rollkörper senkrecht zu dessen Längsachse
hindurchgeführt, der im freien Sprossenende quer zur Längsrichtung der Sprosse gelagert
ist, das -Anlageglied an seinem oberen Ende mit einem Haken und am unteren Ende
mit einem Ringwulst versehen und die Bohrung im Sprossenende für das Anlageglied
oberhalb und im Bereich des Rollkörpers zu einem zum Sprossenende hin offenen Schlitz
erweitert und unterhalb des Rollkörpers zu einer dem Wulstumfang angepaßten Ausnehmung
verbreitert, die sich mindestens auf Wulsthöhe bis in den Rollkörper fortsetzt und
deren Innenwandung den Anschlag für das Anlageglied in der Gebrauchsstellung bildet,
so wird damit erreicht-, daß das Anlageglied mit dem hervorstehenden Ende der Stahlsprosse
gelenkartig verbunden ist, der lange Schenkel des Anlagegliedes sich senkrecht zur
Leitersprossenlängsachse verstellen und das Anlageglied sich nicht aus dem Rollkörper
herausziehen läßt.
-
Eine an den Rollkörper anschließende axiale Bohrung, deren Umfang
dem Wulst angepaßt ist, ermöglicht es, daß das Anlageglied in die Sprosse hineingeschoben
werden kann, zur Platzersparnis, zum Schutz gegen Verbiegungen u. dgl.
-
Wird gemäß der Erfindung das Anlageglied als einarmiger Hebel ausgebildet,
der mit einem verbreiterten Blatt um einen Niet in einem Schlitz des Sprossenendes
* schwenkbar gelagert ist, wobei die innere Begrenzung des Schlitzes den Anschlag
für das verbreiterte Blatt des Hebels in der Gebrauchsstellung bildet, und in Längsrichtung
der Sprosse eine an den Schlitz anschließende Nut zur Einlagerung des Hebels außer
Gebrauch vorgesehen, so wird damit erreicht, daß der Hebel vor dem Hindurchstecken
der Stahlsprosse durch die Gerüstleiter zur Längsachse der Stahlsprosse in die Nut
hineingeschwenkt und nach dem Hindurchstecken für die Gebrauchsstellung hochgestellt
werden kann.
-
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i eine Ansicht einer in eine Gerüstleiter eingebauten Leitersprosse
mit dem schwenkbaren Anlageglied, Abb. a eine Ansicht des Leitersprossenendes mit
hochstehendem Anlageglied, Abb. 3 eine Ansicht der Stirnseite des Leitersprossenendes
mit hochstehendem Anlageglied, Abb. 4 eine Ansicht des Leitersprossenendes mit waagerecht
gelegtem Anlageglied, Ab': 5 -eine Ansicht dies Leitersprossenendes mit hochstehendem
Hebel als Anlageglied und: Abb. 6 eine Ansicht der Stirnseite des.Leitersprossenendes
ohne Hebel.
-
Die Abb. i zeigt eine in eine Gerüstleiter eingebaute Leitersprosse
i mit auf ihrem aus der Gerüstleiter z hervorstehenden Ende 3 aufliegenden Gerüstbohlen
4 und das Anlageglie-d! 6 am äußersten Ende 5 der Leitersprosse i, 3. Der am oberen
Ende des Anlagegliedes 6 vorgesehene Haken 7 setzt sich auf die Gerüstbohlenfläche
4 auf, so daß die Leitersprosse 1,3- sich nicht verdrehen kann.
-
Die Abb. 2, 3 und 4 zeigen das außerhalb aus der Gerüstleiter hervorstehende
freie Sprossenende 3 und das äußerste Sprossenende 5. Das Anlageglied 6 ist durch
einen Rollkörper i i, der im freien Sprossenende 5 quer zur Längsrichtung der Sprosse
i, 3 gelagert ist, senkrecht zu dessen Längsachse hindurchgeführt. Das Anlageglied
6 ist an seinem oberen. Ende mit einem Haken 7 und an seinem unteren Ende mit einem
Ringwulst 1a versehen. Die Bohrung 8 am Sprossenende 5 für das Anlageglied; 6 ist
oberhalb und im Bereich des Rollkörpers i i zu ;einem zum Sprossenende 5 hin offenen
Schlitz 14 erweitert- und unterhalb des Rollkörpers zu einer dem Wulstumfang angepaßben
Ausnehmung 8a verbreitert, die sich auf Wulsthöhe bis in dien Rollkörper i i fortsetzt
und deren Innenwandung 8b -den Anschlag für das Anlageglied 6 in der Gebrauchsstellung
bildet. Eine axiale Bohrung io dient dem Hineinschieben des Anlagegliedes 6 in die
Sprosse, z. B. zur Platzersparnis, zum Schutz gegen Verbiegungen od. d@gl.
-
Die Abb. 5 und,, 6 zeigen das Anlageglied als einen einarmigem, Hebel
15 ausgebildet, der mit einem verbreiterten Blatt um einen Niet 17 in einem Schlitz
18 des Sprossenendes 5 schwenkbar gelagert ist; die innere Begrenzung i9 des Schlitzes
18 bildet den Anschlag für das verbreiterte Blatt des Hebels 15 in der Gebrauchsstellung.
In Längsrichtung der Sprosse ist eine an den Schlitz 18 anschließende Nut 16 zur
Einlagerung des Hebels außer Gebrauch. vorgesehen.