DE949887C - Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Cyclohexylammoniumsalzen mit ganglienblockierender Wirkung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Cyclohexylammoniumsalzen mit ganglienblockierender Wirkung

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DE949887C
DE949887C DEM17550A DEM0017550A DE949887C DE 949887 C DE949887 C DE 949887C DE M17550 A DEM17550 A DE M17550A DE M0017550 A DEM0017550 A DE M0017550A DE 949887 C DE949887 C DE 949887C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von biquaternären Cyclohexylamm'oniumsalzen mit ganglienblockierender Wirkung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen biquatemären Ammoniumsalzen, welche wertvolle therapeutische Eigenschaften aufweisen und z. B. als ganghenblockierende Mittel oder als echte Curaiemittel mit periPherer Wirkung verwendet werden können. Diese neue'n biquaternären Ammoniumsalze besitzen folgende Formel: in der n die Zahl 2 oder 3 und X ein beliebiges einwertiges Anion bedeuten.
  • Die wertvollsten erfindungsgemäßen Verbindungen sind das Bis-jodmethylat des i-Dimethylamino-4-(2'-dimethylaminbäthyl)-cyclohexans und das Bisjodmethylat des i-Dimethylamino-4-(3'-dimethylaminopropyl)-cyclohexans.
  • Die Art des Anions X dieser Salze ist zwar nicht ausschlaggebend; man wird jedoch für therapeutische Zwecke die pharmakologisch unerwünschten Anionen vermeiden. Beispiele für geeignete Salze sind: Bromide, Chloride, Jodide, Bitartrate, Citrate, neutrale Sulfate und Methylsulfate. - Man kann die erfindungsgemäßen Verbindungen herstellen, indem man jede bisher allgemein verwendete Methode zur Herstellung von biquaternären Ammoniumsalzen anwendet. Nach einer besonderen Durchführungsform der Erfindung kann man sie jedoch durch Allzylierung und Quaternisierung der entsprechenden Aminocyclohexylalkylamine, welche durch katalytische Hydrierung der entsprechenden Aminophenylalkylamine erhalten werden können, unter Verwendung eines reaktionsfähigen Methyl-oder Äthylesters herstellen. Die genannten Aminophenylalkylan-üne können durch katalytische Reduktion der entsprechenden Cyanderivate erhalten werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Beispiel i .i:z g i-Amin0-4-(2'-aminoäthyl)-benzol (hergestellt durch Hydrieren von p-Nitrophenylacetonitril) in -4o cem Eisessig werden in Gegenwart von 3 g Adams Platinoxydkatalysator mit Wasserstoff bei gewöhnlichem Druck und gewöhnlicher Temperatur gerührt, bis 3 Moläquivalente Wasserstoff absorbiert sind. Man filtriert den Katalysator ab, dampft den größten Teil der Essigsäure unter vermindertem Druck ab, macht den Rückstand mit wäßrigem Natriumhydroxyd alkalisch und zieht die Lösung kontinuierlich in einer entsprechenden Vorrichtung mit Äther aus. Man erhält das i-Amino-4-(2'-aminoäthyl)-cyclohexan in Form eines farblosen Öls von kampferartigem Geruch vom Kp." = 129' neben einem Teil eines Produktes mit höherem Siedepunkt. Dieses Öl gibt ein Dipikrat, das aus Wasser in kleinen, festen gelben Nadeln kristallisiert; F. = 2io bis 218' (unter Zersetzung, nach Erweichung bei 2oo') und ein N, N'-Dibenzoylderivat, das aus einer Lösung in ß-Äthoxyäthanol in kleinen farblosen Nadeln vom F. = 249 bis 2,51' kristallisiert.
  • Durch Zugabe von io ccm Methyliodid zu einer Mischung von 2,5 9 i-Amino-4-(2'-aniinoäthyl)-cyclohexan, 15 ccm Methanol und 3,7 g wasserfreiem Natriumcaibonat erwärmt sich die Lösung, und man erhitzt das Gemisch noch io Stunden unter Rückfluß unter Zugabe von 35 ccm Methanol in mehreren Anteilen, wenn diese Umsetzung beendet ist. Man dampft die erhaltenen klaren Lösungen auf dem Dampfbad zur Trockne ein (zuletzt im Vakuum) und verreibt den entstandenen gummiartigen Rückstand mit Aceton, um die rohe biquaternäre Verbindung zu erhalten. Diese wird mehrmals aus Methanol umkristallisiert. Man erhält das kristalline Bis-jodmethylat des i-Dimethylainino-4-(2'-dimethylaminoäthyl)-cyclohexans aus methanolischer Lösung in kleinen, farblosen Plättchen vom F. = 3o2 bis 304' (Zersetzung). Beispiel 2 Man hydriert 11,3 9 i--,I#mino-4-(3'-aminopropyl)-benzol in 2oo ccm Eisessig in Gegenwart von 3 9 Adams Katalysator, wie im Beispiel i beschrieben und arbeitet das erhaltene Reaktionsprodukt in derselben Weise auf. Man erhält das i-Amind-4-(3'-aminopropyl)-cyclohexan in Form eines farblosen Öls von leicht kampferartigem Geruch; Kp." = 136 bis 138'. Das N, N'-Dibenzoylderivat kristallisiert aus einer Lösung in ß-Äthoxyäthanol in Form sehr kleiner farbloser Nadeln, F. = 218 bis 219'.
  • Zu einer Mischung aus 5,5 g des erhaltenen Diamins und 7,5 9 wasserfreiem Natriumcarbonat in 25 ccm Methanol gibt man ?,5 cem Methyljodid, wobei sich das Reaktionsgemisch erwärmt. Wenn diese Umsetzung beendet ist, gibt man noch 25 ccm Methanol und 25 ccm Methyliodid zur erhaltenen Lösung und erhitzt die Mischung 30 Stunden unter Rückfluß. Man arbeitet dann das Reaktionsgernisch wie im Beispiel i auf und erhält das Bis-jodmethylat des i-Dü-nethylamino-4-(3'-dimethylaminopropyl)-cyclohexans, das sich aus äthanolischer Lösung in Form eines mikrokristallinen Pulvers vom F. = 263' (Zersetzung) abscheidet.
  • Die überlegene Wirksamkeit der vorliegenden Verfahrensprodukte ist aus den nachfolgenden Vergleichsversuchen ersichtlich: Ganglienblockierende Wirkung Bei Untersuchungen an der Katzennickhaut [vergleiche Wien und Mason, British Journal of Pharmacology and Chemotherapy, Bd. 6, (1951) S. 611] wurden folgende Ergebnisse erhalten:
    Hexan-i, 6-bis- Cyclohexyläthan-4, a)-bis- Dicyclohexylmethan-
    (trimethyl- (trimethylammoniumjodid) 4, 4'-bis-(trimethyl- Hemmung
    ammoniumbromid) (Beispiel i) ammoniumjodid) in 0/"
    mg mg mg
    Versuchsreihe I 6o
    oj 8o
    0,05 35
    Versuchsreihe 11 0,4 8o
    2 0
    5 0
    10 45
    Die Zahlen zeigen, daß das erfindungsgemäße Cyclohexyläthan-4, «)-bis-(trimethylanimoniumjodid) weniger als 4mal und mehr als 2mal so wirksam als Hexan-i, 6-bis-(trimethylammoniumbromid) ist und daß das Dieyclohexyhnethan-4, 4'-bis-(trimethylammoniumjodid) weniger als 1/2r, der Wirksamkeit von Hexan-i, 6-bis--(trimethylammoniumbromi4), zeij .

Claims (1)

  1. KTENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von biquaternären Cyclohexylainmoniumsalzen mit ganglienblockierender Wirk:ung der allgemeinen Formel in der n die Zahl 2 oder 3 und X ein beliebiges einwertiges Anion bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechenden Aminophenylalkylamine, in denen die Alkylengruppe 9, oder 3 Kohlenstoffatome enthält, in an sich bekannter Weise katalytisch hydriert und die entstandenen Aminocyclohexylalkylainine dann durch die Einwirkung eines Methylierungsmittels in an sich bekannter Weise methyliert und quaternisiert. In Betracht gezogene Druckschriften-. Deutsche Patentanmeldung E i4o4 IVclizo (Patent 838 892).
DEM17550A 1952-02-28 1953-03-01 Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Cyclohexylammoniumsalzen mit ganglienblockierender Wirkung Expired DE949887C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE838892C (de) * 1950-06-20 1952-05-12 Farbwerke Hoechst Vormals Meis Verfahren zur Herstellung von diquarternaeren Ammoniumverbindungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE838892C (de) * 1950-06-20 1952-05-12 Farbwerke Hoechst Vormals Meis Verfahren zur Herstellung von diquarternaeren Ammoniumverbindungen

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