DE95543C - - Google Patents
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- DE95543C DE95543C DENDAT95543D DE95543DA DE95543C DE 95543 C DE95543 C DE 95543C DE NDAT95543 D DENDAT95543 D DE NDAT95543D DE 95543D A DE95543D A DE 95543DA DE 95543 C DE95543 C DE 95543C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q5/00—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
- H04Q5/02—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ■ein Linienwähler nach Art der selbsttätigen
Fernsprechumschalter, welcher es den einzelnen Theilnehmern ermöglicht, ohne Verwendung
von Schaltbrettern oder Stöpselvorrichtungen sich selbst unter einander zu verbinden,
Der vorliegende Zweck wird im wesentlichen dadurch erreicht, dafs auf jeder Station ein
Empfänger nach Art der durch die D. R. P, Nr. 79769 und Nr. 82345 bekannt gewordenen
Vorrichtungen, welche auf eine bestimmte Folge von Stromstöfsen ansprechen, vorgesehen
ist. Jede Station enthält aufserdem einen elektrischen Geber, welcher es ermöglicht, für
jede der hinter einander geschalteten Stationen eine bestimmte Folge von Stromstöfsen über
die Leitung zu senden. Man hat demgemä'fs eine Reihe in derselben Leitung hinter einander
geschalteter Stationen, und jede der letzteren kann sich mit einer beliebigen Station verbinden, wenn sie die betreffende Folge von
Stromstöfsen über die Leitung sendet und dadurch den Apparat der gewünschten Station in
die Endstellung bringt, d. h. in den Arbeitsstromkreis einschaltet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht,
und zwar bedeuten:
Fig. ι eine schematische Darstellung von sechs in derselben Hauptleitung vorgesehenen
und mit Linienwählern der oben genannten Art ausgestatteten Fernsprechstationen, wobei
Station 1 den Theilnehmer der Station 5 angerufen hat,
Fig. 2 . eine Oberansicht des Gebers des Linienwählers,
Fig. 3 eine Seitenansicht desselben und die
Fig. 4 bis 15 Einzelheiten der Bauart und
Schaltung, die im Laufe der Beschreibung erläutert werden.
TL ist die Fernsprechleitung und SL die
Leitung, welche die elektrischen Empfangsund Geberinstrumente hinter einander geschallet
einschliefst und als »Linienwählerleitung« bezeichnet
werden könnte.
Jede Station (Fig. 1) ist mit den üblichen Fernsprechbestandtheilen, wie Mikrophon, Fernhörer,
Anrufglocke, Mikrophonbattterie L B und Klingelbatterie B B ausgestattet.
In den Stationen 2, 3, 4 und 6 der Fig. 1 haben die Telephone und ihre zugehörigen
Theile die normale Lage. Die Linienwählerleitung ist mit einer Stromquelle S B ausgestattet.
Der Empfänger A des Linienwählers (Station 1) kann, wie schon oben angegeben,
eine der bekannten Bauarten besitzen, und ist für denselben ein solches Instrument angenommen,
bei welchem ein mit Zähnen oder Kerben ausgestattetes Rad α1- durch einen Ankerhebel
ar eines Elektromagneten a3 mit Hülfe der den letzteren durchfliefsenden Strqmstöfse
bewegt wird.
Der Geber des Linienwählers ist mit B benannt. Am Ende einer senkrechten Welle B1
(Fig. 2 und 3) ist ein Handgriff bl vorgesehen, welcher von Hand in der einen und von einer
Feder in entgegengesetzter Richtung gedreht werden kann. Mit der Welle ZJ1 dreht sich
ein Zahnsegment, welches in ein auf derselben Achse eines Rades bh sitzendes Zahnrad eingreift. Das Rad έ>5 ist mit ganz bestimmt eingeschnittenen
Zähnen ausgestattet, in welche ein
Fingerhebel bA eingreift. Die Zähne b3 heben
beim Drehen des Rades b5 den Hebel £4 abwechselnd
von der Stromschlufsschraube be ab, wodurch eine bestimmte, von den Zähnen b3
abhängige Folge von Stromstöfsen über die Leitung gesendet wird. Die Einrichtung ist
nun so getroffen, dafs man beim Drehen des Hebels b1 und der Welle B1 entgegen der
Pfeilrichtung (Fig. 2) das Rad bh gerade um
3600 herumdreht, bei welcher Lage sich das Rad ¥" in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung
befindet.
In Fig. 2 ist der Geber des Linienwählers gerade im Begriff, mit seinem an der Welle B1
festsitzenden Sector D unter der Einwirkung einer Feder in der Pfeilrichtung bewegt zu
werden, wobei sich dann auch das Rad b5
dreht. Von den Rädern bh sind entweder auf
derselben Achse mehrere verschiebbar angeordnet, so dafs man die für die jeweilig gewünschte
Station entsprechenden Stromstöfse über die Leitung senden kann, oder die Räder £>5 sind auswechselbar, wodurch sich
dann dasselbe Ziel erreichen läfst. Es ist klar, dafs man statt der Räder b% auch einen einfachen
Morsetaster verwenden und mit Hülfe des letzteren die bestimmte Folge von Stromstöfsen
über die Leitung senden könnte. Wird ein Empfänger durch die dazugehörige Folge
von Stromstöfsen zum Ansprechen, d.h. in die Endstellung gebracht, so kann derselbe
durch weitere über die Linienleitung gesendete Stromstöfse wieder in die Null- oder Anfangsstellung zurückgeführt werden.
Die Fig. 2 und 14 zeigen das mit Einschnitten versehene Rad eines Gebers, Fig. 15
zeigt das entsprechende Rad des Empfängers, welches dieselbe Zahneintheilung besitzt.
Wünscht man eine Station anzurufen und hat zu diesem Zweck die Welle B1 entgegen
der Pfeilrichtung (Fig. 2) gedreht, so wird diese Welle mittelst der schon oben erwähnten Feder
so weit gedreht, bis ein Stift e2 des Sectors D gegen einen nasenförmigen Vorsprung el einer
Feder E anschlägt, zu welchem Zeitpunkt sich die Nase des Hebels b* in der Zahnlücke b1
befindet. Das Rad bs ist also noch nicht ganz
bis zu Ende gedreht, sondern es fehlt an einer vollen Umdrehung noch das Stück von b1 bis
zur Nullstellung. Drückt man nun auf den Knopf e3 der Feder E und bringt dadurch e1
und e2 aufser Eingriff, so gelangt das Rad bs
in die Nullstellung, wodurch die Fernsprechverbindung, wie weiter unten näher ausgeführt,
unterbrochen wird. Der Empfänger besitzt zwei Stromschlufsfedern cc1 (Fig. 1), welche
gewöhnlich sich nicht berühren und von dem Rade al des Empfängers des Linienwählers dann
zusammengedrückt werden, wenn der letztere durch seine zugehörige Folge von Stromstöfsen
in die Endstellung gebracht wird, wodurch das Rad a1 auf den Stift λ4 einwirkt. Dieses findet
statt, wenn die bestimmte Folge von Stromstöfsen über die Leitung gesendet ist und der
Finger bl des Gebers in dem Zahn b7 ruht.
Der Sector D des Gebers des Linienwählers hat gewöhnlich die in Fig. 5 zur Darstellung
gebrachte Lage. Fig. 2 zeigt seine ä'ufserste, durch Drehen der Welle B1 von Hand veranlafste
Stellung, zu welchem Zeitpunkt die Feder in Richtung des Pfeiles zu wirken anfangen
kann und das Rad b5 um eine volle
Drehung bewegt wird. Der Sector D wird dann durch die Feder in diejenige Lage zurückgebracht,
welche in Fig. 5 durch volle und in Fig. 4 durch punktirte Linien dargestellt ist.
Ein Theil des Sectorrandes ist isolirt und der andere elektrisch leitend; der isolirte Theil ist
schwarz angegeben und steht in Fig. 2 mit den drei zu den Fernsprechleitungen hinführenden
Stromschlufsfedern 1, 2, 3 in Berührung.
An der Hand der Fig. 1 sei jetzt der Stromverlauf eingehend beschrieben:
Angenommen, der Theilnehmer der Station 1 wünscht den Theilnehmer der Station 5 anzurufen,
so wird er zunächst mit seinem Geber B eine solche Stromfolge über die Leitung
S L senden, dafs nur" der Empfänger der
Station 5 anzusprechen vermag.
Der Strom fliefst hierbei von der Batterie S B
über Leitung 20, 21 zu dem Elektromagneten a3 des zur Station 1 gehörigen Empfängers, kann
diesen aber nicht in die Endstellung bringen, da dieser Empfänger ebenso wie alle übrigen,
mit Ausnahme desjenigen der Fig. 5 , auf die über die Leitung gesendete Folge von Stromstöfsen
nicht anspricht. Der Strom fliefst weiter über die Stromschlufsschraube und den Stromschlufshebel b* des Gebers und darauf
zur Leitung 22, weiche ihn in der vorbeschriebenen Weise zur Station 2 führt. Hier umfliefst
er wieder den Elektromagneten a3 des Empfängers, ohne den letzteren in die Endstellung
zu bringen, und nimmt seinen Weg über Leitung 23, 24, 25, 26, 27 und 28 zu dem Elektromagneten a3 der Station 5. Da
die Stromstöfse für das Empfangsinstrument dieser Station abgestimmt waren, wurde das
Rad al so weit bewegt, dafs die Federn cc1
Stromschlufs mit einander bilden und einen Ortsstromkreis schliefsen, der weiter unten
näher erläutert werden soll. Der Strom nimmt von dem Elektromagneten a3 weiter seinen
Weg über Stromschlufshebel b* der Station 5 zur Leitung 29, durch den Elektromagneten a3
der Station 6 und hierauf zur Leitung 30, welche zur Batterie SB führt, so dafs der
Kreislauf beendet ist.
In der rufenden Station 1 wurde der Fernhörer R von dem Schalthaken genommen,
welcher über Federn f'2f3 einen Ortsstrom-
kreis schlofs. Von der Ortsbatterie L B fliefst
der Strom über 31, 32 zur primären Windung des Mikrophons und nach Durchströmen der
Leitung 33 und der Federn /2/3 zu 34 und
zurück zur Batterie. Auch in Station 5 hat der Angerufene seinen Hörer von dem Schalthaken
genommen, nachdem dort das Läutewerk ertönt ist. Es wurde vorher erwähnt, dafs der Empfänger in Station 5, nachdem er
auf die zugehörige Folge von Stromstöfsen ansprach, die Stromschlufsfedern c cl mit einander
in Berührung brachte. Von der Ortsbatterie B B flofs hierbei Strom über Leitung 51 zur Rufglocke
und über Leitung 52, sowie Federn ff1 und Leitung 53, 54 zurück zur Batterie. In
Station 1 und 5 sind also jetzt die Hörer von den Schalthaken genommen und der secundäre
Mikrophonstrom fliefst von Station 1 aus folgendermafsen:
Von 35 aus über Leitung 36 zur Strömschlufsfeder 1 des Sectors D. Da der Sector
so gedreht war, dafs er die in Fig. 4 durch volle Linien veranschaulichte Lage einnimmt, kann
der Strom seinen Weg weiter fortsetzen über Stromschlufsfeder 2, Leitung 37, 38, 39 zu dem
in der normalen Lage sich befindenden Sector D der Station 2. Von hier aus fliefst der Strom
weiter über Leitung 40, 41, 42, 43, Sector D der Station 3, Leitung 44, 45, 46, Sector D der
Station 4, Leitung 47, 48, 49, 50, um in der Station 5 seinen Weg über Schalthaken at s
zur Feder f* und zum Hörer R über Leitung 60
fortzusetzen. Von dem Hörer R fliefst der Strom dann weiter über Leitung 61, secundäre
Windungen des zur Station 5 gehörigen Mikrophons, Leitung 62, 63, Federn cc1, Stromschlufsfeder
3, 2, Leitung 64. Bevor der Stromverlauf weiter verfolgt wird, sei noch bemerkt,
dafs auch in der Station 5 der primäre Mikrophonstromkreis bei Abnahme des Hörers
vom Schalthaken geschlossen ist, und zwar von der Ortsbatterie LB über Leitung 55, 56,
primäre Windungen des Mikrophons, Leitung 57, ,Federn f2f3 und über 58 zurück zur Batterie.
Von der Leitung 64, bis zu welcher der Stromverlauf vorher verfolgt war, fliefst der Strom
weiter über 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, Schalthaken aiii der Station 1, Feder f*, Leitung 72,
Fernhörer R, Leitung 73, 74, 75, zurück zur secundären Mikrophonspule der Station 1, von
welcher er bei 35 ausgegangen war. Die Theilnehmer der Station 1 und 5 können sich
jetzt in der üblichen Weise unterhalten und die übrigen Theilnehmer können das Gespräch
nicht belauschen, da der Strom, ohne die Fernsprechapparate zu berühren, weiter geleitet
wird. Die Instrumente werden in Station 1 und 5 in der arbeitsbereiten Lage festgehalten,
bis das Gespräch beendet ist, worauf die Fernhörer aufgehängt werden und die Feder E des
zur Station 1 gehörigen Gebers mit Hülfe des Knopfes e3 niedergedrückt wird; der Sector D
wird dann frei und gelangt in seine Arbeitsstellung zurück, so dafs er die Stromunterbrechung
herbeiführt. Gleichzeitig wird auch b* (Fig. 2) aus b7 herausgedrückt und das Rad b5
in seine Anfangsstellung zurückgeführt. Der Empfänger der Station 5 befindet sich darauf
ebenfalls in seiner Anfangsstellung.
Die Einrichtung lä'fst sich auch vortheilhaft anwenden, wenn es sich um Einrichtungen
handelt, bei denen die Rückleitung durch die Erde gebildet wird, wie dies an der Hand der
Fig. 6, 7 und 8 erläutert werden soll. Auch läfst sich die Einrichtung, wie Fig. 13 zeigt,
bei einer Fernsprechanlage, deren Stationen parallel geschaltet liegen, benutzen. -
In Fig. 6 sind sieben Stationen zur Darstellung gebracht, von denen die Stationen 2, 3, 4, 6
und 7 nur schematisch angedeutet sind, während von den Stationen 1 und 6 Verbindungen
der einzelnen Theile ersichtlich sind.
Wie aus der Zeichnung (Fig. 6) ersichtlich, ist die Linienleitung TL durch kurze Zweigleitungen
mit der Feder c1 der Empfänger des Linienwählers verbunden. Bei der Schaltung
der Fig. 6 bis 8 ist die Federanordnung in dem Gehäuse g etwas geändert worden, und
gegen den Sector D liegen nur zwei Federn 1 und 2, welche durch Fig. 7 in ihrer normalen
Lage veranschaulicht sind. Der Fernsprechstromkreis ist dann offen und der Stromkreis
S L, welcher durch punktirte Linien veranschaulicht ist, schliefst die Windungen des
Empfängermagneten a3 ein.
Will Station 1 (Fig. 6 und 7) Station 6 anrufen, so wird in Station 1 die Geberwelle B1
gedreht und darauf der Einwirkung der Feder überlassen. Bei der Rückwärtsbewegung bewirkt
der Sector D, dafs die bestimmte Folge von Stromstöfsen über die Leitung gelangt und
das in Fig. 6 aufgestellte Instrument zum Ansprechen bringt. Der Sector D bleibt an derjenigen
Stelle stehen, bei welcher die beiden Stromschlufsfedern 1 und 2 auf der leitenden
Fläche ruhen.
In Station 6 hat das Rad α1 inzwischen die Feder c1 gegen c gedrückt, wodurch der
Klingelstromkreis der Station 6 geschlossen ist. Der Strom läuft dann daselbst von der Batterie
B B zum Federstromschlufsstück f3, zum Umschalter at s, zu den Federn c c1, zum Klingelmagneten
und zurück zur Batterie. Die Theilnehmer beider Stationen nehmen jetzt die Fernhörer
von den Haken der Umschalter, welche sich dann aufwärts bewegen und den Stromschi
ufs zwischen den Federn ff1 hervorrufen und gleichzeitig mit der Feder f1 Stromschlufs
machen. Der Klingelstromkreis in Station 6 ist jetzt bei/3 unterbrochen. Der Fernsprechstromkreis
beginnt bei der Station 1 von der Federe1,
geht dann weiter über Stromschlufsfeder 2
. am Sector D, hierauf über Stromschlufsfeder ι
zum Schalthebel ats, zur Feder f'2, secundären
Windung der Inductionsspule, zum Fernhörer R zur Erde. Der primäre Strom des Mikrophons
fliefst von der Batterie zum Mikrophon, zur primären Windung der Inductionsspule, darauf
zu den Federn f'2fl zurück zur Batterie. Bei
Station 6 tritt der Fernsprechstrom bei Feder cl
ein, fliefst über Feder c, darauf zum Umschalter ats, zur Stromschlufsfeder /2, zur
secundären Windung der Inductionsspule, zum Fernhörer R und darauf zur Erde.
Der primäre Stromkreis des Mikrophons schliefst die Batterie LB, das Mikrophon, die
primäre Windung der Inductionsspule, die Federnf2fl ein. Die Theilnehmer der beiden
Stationen sind jetzt im Stande, sich zu unterhalten, während die Instrumente in ihren entsprechenden
Stellungen festgehalten werden. Ist das Gespräch beendet, so werden die Fernhörer
auf ihre Haken gehängt, darauf die Feder E in Station ι niedergedrückt, wodurch
der Geber seine Drehung vollenden und in die Anfangsstellung zurückgelangen kann, sowie
die erforderliche Stromunterbrechung herbeiführt, durch welche der in Station 6 befindliche
Empfänger in die Ausgangsstellung zurückgelangt und die Unterbrechung der Verbindung herbeigeführt
wird.
Fig. 11 zeigt ein Leitungsschema, bei welchem
es ermöglicht wird, nur eine einzige Leitung SL zu verwenden, wobei Condensatoren /
eingeschaltet sind, um den Widerstand der zu den Empfangsinstrumenten gehörigen Magnete
auszugleichen. Die Theile sind in Station ι und 5 in ihrer Normallage dargestellt. Fig. 12
zeigt den Sector D in vergröfsertem Mafsstabe. Der Stromverlauf ist mit Bezug auf das . in
Fig. ι dargestellte Leitungsschema Ausgeführte leicht zu verfolgen, und es ist daher nicht erforderlich,
an dieser Stelle noch weiter darauf einzugehen.
Fig. 13 zeigt schematisch die Verbindung der
Leitungen, wenn die Fernsprechstationen parallel zu einander gestaltet werden.
Bei der Einrichtung der Fig. 9 kommen die Umschalter ats in Fortfall, was dadurch
möglich ist, dafs die Linienwähler die zu den verschiedenen Zeiten erforderlichen Verbindungen
selbstthätig herstellen und wieder unterbrechen.
In Fig. 9 sind sechs Stationen zur Darstellung gebracht, von denen Station 1 und 5
die normale Lage der Instrumente zeigen. Die Fernsprechleitung TL steht mit dem Untertheil
der Feder c1 in Verbindung und die Geber und Empfänger des Linienwählers stehen mit
der punktirt angedeuteten Leitung 5 L in Verbindung,
welche die Windungen der Magnete as einschliefst. Mit der Stromschlufsfeder 1 ist
eine Leitung verbunden, welche in einen Taster K endigt, welcher mit Hülfe eines
Druckknopfes K1 bewegt werden und daher mit den Stromschlufsstücken 3 und 4 in Berührung
gebracht werden kann.
Von der Feder c läuft eine Ortsleitung L L zu einem Fernhörer R und von hier aus zur
Erde. Von dieser Leitung wird ein Draht / abgezweigt, welcher zum Stromschlufsstück 3
führt, während vom Stromschlufsstück 4 eine Leitung zum Stromschlufsstück 5 reicht, welches
mit einem Anker h eines ElektromagnetenH
einen Selbstunterbrecher bildet. Der letztere führt zu einer Ortsbatterie L B, welche andererseits
an Erde gelegt ist.
Wird von der Station 1 aus Station 5 angerufen, indem in 1 die zur Station 5 gehörige
Folge von Stromstöfsen über die Leitung gesendet wird, so bleibt der Sector D in Station 1
an der Stelle stehen, bei welcher die Stromschlufsfedern 1 und 2 sich auf der leitenden
Fläche befinden. Der Strom fliefst dann von der Leitung TL zum Untertheil der Feder c1,
hierauf weiter zur Stromschlufsfeder 2 des Sectors D, darauf zur Stromschlufsfeder 1, 3
und hierauf zur Leitung L L durch den Fernhörer R zur Erde. In Station 5 hat der
Empfänger die Federn c cl zusammengebracht, so dafs der Strom, welcher von der Leitung
TL bei Feder c1 eintritt, zur Feder c und
hierauf zur Leitung LL und nach Durchfliefsen des Fernhörers R zur Erde gelangt.
Die Theilnehmer sind nun in der Lage, sich zu unterhalten, und die Vorrichtungen werden
aus dem vorher erwähnten Grunde durch Festhalten des Sectors D des Gebers in Station 1
in ihrer arbeitsbereiten Stellung gesichert, wodurch der Empfänger in Station 5 mit den
Federn cc1 so lange festgehalten wird, bis das
Gespräch beendet ist. Sind die beiden Fernhörer so verbunden, so drückt der Anrufende
in Station 1 den Knopf K1 nieder, wodurch
mit Hülfe des Selbstunterbrechers h, 5 in dem Fernhörer R der Station 5 ein Geräusch verursacht
wird, welches genügt, den Theilnehmer der Station 5 davon in Kenntnifs zu setzen,
dafs er angerufen ist. Nach beendetem Gespräche wird, wie dies schon vorher beschrieben,
der Sector ausgelöst und gelangt ebenso wie, die übrigen Theile der Stationen 1
und 5 in die Anfangsstellung zurück. Die übrigen Stationen lassen sich in . derselben
Weise unter einander verbinden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Linienwähler nach Art der selbstthätigen Fernsprechumschalter, bei welchem aufser der bei sogenannten Linienwählern bekannten Sprechleitung (TL) eine Leitung (SL) derart angeordnet ist, dafs diese Leitung alle in dem Netz vorhandenen Stationen über einen aus dem Empfänger (A)und Geber(B) bestehenden Umschalter hinter einander schaltet, wobei der Empfänger (A) auf eine bestimmte, von den Gebern (B) der übrigen Stationen auszusendende Folge von Stromstöfsen anspricht und so in die Endstellung gebracht wird, zum Zwecke, ohne Verwendung von Schaltbrettern oder Stöpseleinrichtungen eine Verbindung der einzelnen Theilnehmer unter einander in einfacher Weise zu ermöglichen.
Bei einem Linienwähler der unter i. gekennzeichneten Art ein Geber (B), welcher nicht nur eine bestimmte Folge von Stromstöfsen über die Leitung zu senden und die gewünschte Station einzuschalten ermöglicht, sondern auch mit Hülfe eines am Rande theilweise isolirten und theilweise leitenden Segmentes (D) und der Stromschlufsfedern 1,2,3 die jeweilig erforderliche Ruf- und Sprechstromverbindung herstellt, wobei das Segment D während des Gespräches von einer mit Klinke e1 versehenen Feder E festgehalten wird und nach Niederdrücken der letzteren in die Ruhelage gelangt, bei welcher die zugehörige Station ausgeschaltet ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95543C true DE95543C (de) |
Family
ID=366774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95543D Active DE95543C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95543C (de) |
-
0
- DE DENDAT95543D patent/DE95543C/de active Active
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