DE959092C - Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cycloaliphatischen ª†-Ketonitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cycloaliphatischen ª†-Ketonitrilen

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DE959092C
DE959092C DED20596A DED0020596A DE959092C DE 959092 C DE959092 C DE 959092C DE D20596 A DED20596 A DE D20596A DE D0020596 A DED0020596 A DE D0020596A DE 959092 C DE959092 C DE 959092C
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DE
Germany
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ketonitriles
aliphatic
preparation
mol
cycloaliphatic
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Expired
Application number
DED20596A
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English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Alfred Dornow
Dipl-Chem Ernst Fleischmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dragoco Gerberding and Co GmbH
Original Assignee
Dragoco Gerberding and Co GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cycloaliphatischen v-Ketonitrilen Während die Mannich-Basenhydrochloride aromatisch-aliphatischer Ketone mit wäßriger Kaliumcyanidlösung unter Austausch des Aminrestes gegen die Cyangruppe y-Ketonitrile liefern (E. Knott, J. Chem. Soc. [London], I947, 5. 1190), gelang es bisher nicht, diese Reaktion auf Mannich-Basenhydrochloride rein aliphatischer oder alicyclischer Ketone zu übertragen. Zwar bilden sich hierbei ebenfalls in erster Stufe die Cyanhydrine, doch entstehen aus ihnen auf diese Weise im günstigsten Fall nur sehr geringe Mengen entsprechender ^-Ketonitrile. Es konnte nun die völlig unerwartete Feststellung gemacht werden, daß durch einfaches Erhitzen fester oder flüssiger Cyanhydrine die 7-Ketonitrile in sehr guten Ausbeuten zu erhalten sind.
  • Für diese Reaktion eignen sich Cyanhydrin-Mannich-Basen, in denen verschiedene Amine, wie Dimethylamin, Diäthylamin oder Piperidin, als Bestandteil enthalten sind.
  • Die hesten Resultate werden erzielt, wenn man das hetreffende Cyanhydrin 2 Stunden auf 150 bis 1600 erhitzt. Geringe Mengen a@ zugesetztem Wasser, Kaliutncyanid oder Aniin scheinen die @ R aktion kaum zu beeinflussen; kleine Zusätze starker Säuren unterdrücken dagegen die Nitrilbildung und führen zu harzigen Produkten.
  • Die bei der Zersetzung frei werdenden Amine können fast quantitativ zurückgewonnen werden.
  • Die Synthese der Mannich-Basenhydrochloride erfolgt nach den Angaben von Mann ich (Ber. dtsch. chem. Ges., Bd. 53, 1920, S. 1874) ; man konnte die Ausbeute auf 93 bis 95% steigern. Es ist zur weiteren Umsetzung nicht erforderlich, das Hydrochlorid zu isolieren; nach dem Einengen seiner wäßrigen Lösung wird es durch Zugabe von Kaliumcyanid praktisch vollständig in das Cyanhydrin umgewandelt. Dieses scheidet sich als bald kristallisierendes Öl an der Oberfläche ab und kann nach kurzem Trocknen für die thermische Zersetzung verwendet werden.
  • Die auf diese Weise dargestellten y-Ketonitrile sind wertvolle Ausgangsmaterialien für pharmakologisch wirksame Stoffe und können außerdem zur Synthese von Geschmacks- und Riechstoffen verwendet werden.
  • Als Beispiel für die Herstellung aliphatischer oder alicyclischer y-Ketonitrile wird zuerst die Herstellung des Cyclohexanon-(2)-acetonitrils-(1) der Formel (1) aus dem Cyanhydrin des 2-Dimethylaminomethyl-cyclohexanons-(I) der Formel (II) angegeben.
    CH3
    \ CH Zersetzung t + HN
    H / CN CH3 > - .CH,
    IN/
    (11) (I)
    Beispiel I 6So g (6,66 Mol) Cyclohexanon, I,33 Mol Dimethylammoniumchlorid in konzentrierter wäßriger Lösung und Formalin mit einem Gehalt von I,33 Mol Formaldehyd werden im Kolben auf dem Wasserbad unter ständigem Rühren zur Vermisch!ung beider Phasen I Stunde langsam auf 700 erwärmt; diese Temperatur wird 30 Minuten gehalten, dann wird das Gemisch sehr langsam abgekühlt. Nach Zugabe von 400 ml Wasser wird die Cyclohexanonschicht abgetrennt, die wäßrige Phase gründlich ausgeäthert, um ailes Cyclohexanon zu entfernen, und anschließend im Vakuum eingeengt.
  • Beim Mischen mit I30 g (2 Mol) KCN in der zur Lösung nötigen Wassermenge scheidet sich ein schwachgelbgefärbtes, bald kristallisierendes Öl ab. Dieses Cyanhydrin wird über Nacht in einem mit Schwefelsäure beschickten Exsikkator getrocknet. Die Ausbeute beträgt 227 g (940/o der Theorie) .
  • 70 g (o,3S5 Mol) des auf diese Weise hergestellten 2-(Dimethylaminomethyl)-cyclohexanoncyanhydrins-(I) der Formel (II) werden 120 Minuten auf 1500 erhitzt; gleichzeitig wird das frei werdende Amin in verdünnter Salzsäure aufgefangen (790/0 der Theorie). Am Anfang der Zersetzung sublimiert etwas Dimethylammoniumcyanid in den Kühler. Die Destillation des Rückstandes ergibt 42 g (80% der Theorie) Cyclohexanon- (2) -acetonitril-(I) der Formel (1), Kp.12 143 bis 1450. Will man das Nitril nicht innerhalb einiger Tage verwenden, so verhindert eine Destillation im Stickstoffstrom seine Gelbfärbung.
  • Bei erhöhter Zersetzungstemperatur ergeben sich folgende Ausbeuten: 60 Minuten langes Erhitzen auf 1900:560/0 der Theorie; 60 Minuten langes Erhitzen auf 2500: I70/o der Theorie.
  • Das wasserklare Nitri! ist in den üblichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich. D243 I,OI3.
  • Sein Thiosemicarbazon schmilzt bei 190 bis I9I°, wenn es aus verdünntem Äthanol umkristallisiert wird.
  • Analyse: CgHl4N4S (Molekulargewicht: 210,29) Berechnet: N 26,65 0/o, gefunden: N 26,80%.
  • Das an der Luft sehr leicht zersetzliche Phenylhydrazon schmilzt bei 112 bis 113° wenn es aus verdünntem Methanol umkristallisiert wird.
  • Das 2, 4-Dinitrophenylhydrazon schmilzt nach dem Umkristallisieren aus verdünntem Methanol bei 166,5 bis 1670.
  • Analyse: C14H15O4N5 (Molekulargewicht:317,30) Berechnet: N 22,07%, gefunden : N 22,28%.
  • Beispiel 2 In entsprechender Weise läßt sich das aus wasserfreier Blausäure und Methylvinylketon zu erhaltende γ-Ketovaleronitril auch aus dem Cyanhydrin des [Methyl-ß-dimetnhylaminoäthylketons (Mannich-Base aus Aceton, Formaldehyd und Dimethylamin)] durch go Minuten langes Erhitzen auf I200 in 65- bis 7o0/o'iger Ausbeute herstellen.
  • Als Amin kann ebenfalls das Piperidin verwendet werden:
    ,CH2-CH2
    CH2-CN
    2 -- CH
    H CN CH2 + HN Zersetzung ; + HN '/ \ CH
    OH' + HN$ - CH,,-
    OH O CH2-CH0
    (III) (1)
    Beispiel 3 Das Cyanhydrin der Formel (III) wird analog dem Beispiel 1 hergestellt. Zur Bestimmung der Ausbeute wird die Mannich-Base mit KOH frei gemacht, ausgeäthert und nach dem Trocknen destilliert: Aus 46 g (0,37 Mol) Piperidiniumchlorid, 0,37 Mol Formaldehyd und 175 g (1,78 Mol) Cyclohexanon werden 43 g (4g°/o der Theorie) heim Kp.10 I34 bis I360 siedendes 2-(Piperidinomethyl)-cyclohexanon-(1) erhalten.
  • Unter Eiskühlung stellt man mit verdünnter Salzsäure das Hydrochlorid her und aus diesem durch Zugahe einer konzentrierten wäßrigen Lösung von 22 g (0,37 Mol) KCN das Cyanhydrin als rasch kristallisierendes Öl. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.
  • 14,5 g (0,065 Mol) des auf diese Weise gewonnenen Cyanhydrins der Formel (III) werden I20 Minuten auf I600 erhitzt. Gegen Ende der Spaltung wird durch Anlegen eines schwachen Vakuums auch das restliche Piperidin abdestilliert (5 g = 91 % der Theorie). Es werden 6,7 g (75 % der Theorie) bei Kp.10 138 bis 140° siedendes Cyclohexanon-(2)-acetonitril-(1) erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cycloaliphatischen y-Ketonitrilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Cyanhydrine von Mannich-Basen aus rein aliphatischen Ketonen oder alicyclischen Ketonen zweckmäßig bei I50 bis I600 thermisch zersetzt werden.
DED20596A 1955-06-04 1955-06-04 Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cycloaliphatischen ª†-Ketonitrilen Expired DE959092C (de)

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DE (1) DE959092C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4649211A (en) * 1983-09-16 1987-03-10 Stamicarbon B.V. Process for the preparation of 2-cyanomethylcyclohexanone

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US4649211A (en) * 1983-09-16 1987-03-10 Stamicarbon B.V. Process for the preparation of 2-cyanomethylcyclohexanone

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