DE959329C - Waermehaertbare Pressmassen auf der Basis von Methylpolysiloxanharzen - Google Patents

Waermehaertbare Pressmassen auf der Basis von Methylpolysiloxanharzen

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DE959329C
DE959329C DES42012A DES0042012A DE959329C DE 959329 C DE959329 C DE 959329C DE S42012 A DES42012 A DE S42012A DE S0042012 A DES0042012 A DE S0042012A DE 959329 C DE959329 C DE 959329C
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DE
Germany
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molding compounds
compounds based
parts
resins
thermosetting molding
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Expired
Application number
DES42012A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Jean Dumoulin
Pierre Pascal Peyrot
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
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Publication date
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L83/00—Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L83/04—Polysiloxanes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • WärmLehärtbare Preßmassen auf der Basis von Methylpolysiloxanharzen Es ist bekannt, daß man Preßmassen auf der Basis von Silikonharzen herstellen kann, die gegebenenfalls mit Füllstoffen (Titanoxyd, Glimmer, Asbest usw.), Pigmenten und einem oder mehreren Katalysatoren versetzt sind, wobei letztere die Härtungszeit verringern oder die Härtungstemperatur erniedrigen oder gleichzeitig auf diese beiden wirken sollen. Die bisher verwendeten Katalysatoren sind beispielsweise organische Peroxyde oder organische Hydroperoxyde, wie Benzoylperoxyd, oder auch Aminoalkohole, wie Triäthanolamin.
  • Diese Katalysatoren können allein oder zusammen mit Schwermetallsalzen, wie Kobalt-, Blei- oder Zinknaphthenaten, -resinaten oder -octoaten, verwendet werden.
  • Alle diese Katalysatoren oder Katalysatorkombinationen weisen in verschiedenem Umfang den Nachteil auf, daß sie das Entformen des gehärteten Materials in der Hitze schwierig oder sogar unmöglich machen, wobei sich in dem Formkörper Sprünge oder Risse bilden. Bisher war es deshalb notwendig, die vollständige Abkühlung der Form abzuwarten, wodurch der Durchsatz an den Pressen erheblich verringert und demnach die Gestehungskosten des geformten Gegenstandes erhöht werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei Zugabe von Äthanolamintitanat, entweder allein oder gegebenenfalls zusammen mit den oben bezeichneten Katalysatoren; zu Methylpolysiloxan-Harzmassen gelangt, die nach der Verformung unter den für wärmehärtbare Harze üblichen Bedingungen Gegenstände ergeben, die in der Hitze aus der Form genommen werden können, ohne daß Risse oder Sprünge entstehen.
  • Die bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Preßmassen verwendeten Methylpolysiloxanharze sind solche, bei denen das Verhältnis von CH3 zu Si (oder der SúbstitutioBwert) zwischen I und I, 3 liegt; diese Harze werden im allgemeinen in Lösung in einem organischen Lösungsmittel oder in einem Gemisch miteinander verträglicher Lösungsmittel verwendet. Es ist zweckmäßig, sie in 6o0/oiger Lösung in Toluol anzuwenden. -Das Äthanolamintitanat ist das Reaktionsprodukt eines Alkyltitanats, wie z. B. Butyltitanat, mit einem Äthanolamin. Das Äthanolamintitanat kam entweder eine oder in Lösung in Butylalkohol, Triäthanolamin oder jedem anderen organischen Lösungsmittel, das mit dem Harz und den anderen verwendeten Lösungsmitteln verträglich ist, angewandt werden.
  • Die Mengen an Äthanolamintitanat können zwischen 0,5 und 7 Gewichtsprozent, berechnet auf das trockene Harz, betragen.
  • Die Metallsalze, wie Kobalt-, Zink- oder Bleinaphthenate, -resinate, -octoate oder -abietate, können in solchen Mengen eingeführt werden, daß das Gewicht des in der Mischung vorhandenen Metalls höchstens 1 °/o des Gewichts des trockenen Harzes beträgt.
  • Es kann auch vorteilhaft sein; der zu verformenden Masse bekannte Stabilisatoren, wie z. B.
  • Diphenylamin, zuzusetzen, so daß man einen gewissen Spielraum für die Härtungsbedingungen der Preßmasse besitzt; das Gewicht der Stabilisatoren kann bis zu IO/o des Gewichts des trockenen Harzes betragen.
  • Es sei erwähnt, daß diese Preßmassen wechselnde Mengen von Füllstoffen aufweisen, die dazu bestimmt sind, deren Preis zu vermindern oder deren mechanische Eigenschaften zu verbessern; man kann z. B. Glimmerpulver, Titanoxyd, Glas-oder Asbestfasern, Aluminiumoxyd, Siliziumoxyd oder deren Gemische verwenden. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, wenn das Gewicht des zugesetzten Füllstoffs zwischen 65 und 400 Gewichtsprozent des trockenen Harzes beträgt. Man kann auch Pigmente in wechselnden Mengen zusetzen.
  • Die Verformung der Preßmasse kann unter den in der Technik der wärmehärtbaren Harze üblicherweise angewandten Bedingungen stattfinden, d. h. bei Temperaturen von etwa I60 bis 1700 und Drücken zwischen 50 und 500 kg/cm2.
  • Es ist bemerkenswert, daß man auch gute Resultate erhält, wenn die Formgebung bei niedrigeren Temperaturen (I500) oder merklich höheren Temperaturen (z. B. 2000) erfolgt.
  • Diese Preßmassen ergeben Formstücke, die sich in der Hitze aus der Form entfernen lassen, ohne rissig zu werden.
  • Diese Stücke können sehr hohen Temperaturen (bis zu 3000) und Feuchtigkeit widerstehen und besitzen gute elektrische Eigenschaften, wobei jedoch die Natur des gegebenenfalls enthaltenen Füllstoffs zu berücksichtigen ist. Hierdurch ist unter anderem ihre Verwendung in der Elektrotechnik als Isolatoren bei hohen und geringen Frequenzen möglich. Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Die Teile bedeuten Gewichtsmengen.
  • Beispiel I Man gibt zu 242 Teilen Methylpolysiloxanharz (Verhältnis CH3 zu Si = 1,25), das in Form einer 60°/oigen Lösung in Toluol vorliegt, 2,6 Teile Triäthanolamintitanat.
  • Die erhaltene Masse wird in einem Kneter mit I80 Teilen feinem Glimmerpulver, 70 Teilen Titanoxyd und 2 Teilen Zinkstearat vermischt.
  • Diese Mischung wird I Stunde im Knetapparat bei IOO° erhitzt. Die erhaltene Paste wird dann I5 Minuten bei IOO° auf einem Walzwerk behandelt und anschließend zu einer I mm starken Folie ausgezogen. Nach dem Abkühlen erhält man eine feste Masse, die in einer Schlagkreuzmühle pulverisiert wird.
  • Dieses Pulver wird IO Minuten bei I700 unter einem Druck von 300 kg/cm2 verformt. Man erhält Stäbe von 120 15. 10 mm Größe, die sich bei der Verformungstemperatur vollkommen ablösen.
  • Um ihre Härte zu erhöhen, können diese Stäbe bei Temperaturen zwischen IOO und 2500 während einer Zeit, die von.2 Stunden bis 24 Stunden variieren kann, nochmals gehärtet werden; sie werden nicht rissig und zeigen keine Sprünge.
  • Beispiel 2 Man gibt zu 242 Teilen desgleichen in Toluol gelösten Harzes wie im Beispiel 1 3,3 Teile Triäthanolamintitanat, 1,6 Teile Bleioctoat (Pb-Gehalt 241/0) und 0,5 Teile Diphenylamin, das in 4,6 Teilen Methanol gelöst ist.
  • Man verrührt im Knetapparat mit 100 Teilen Titanoxyd, IOO Teilen Siliziumoxyd ultrafein und 2 Teilen Aluminiumstearat.
  • Die erhaltene Masse wird I1/2 Stunden auf IOO° erhitzt und dann 15 Minuten bei IOO° auf einem Walzwerk behandelt und auf eine Dicke von I mm ausgezogen. Nach dem Abkühlen erhält man eine feste Masse, die man in der Schlagkreuzrnühle pulverisiert.
  • Dieses Pulver wird unter den gleichen Bedingungen wie nach Beispiel 1 verformt und ergibt Stäbe, die beim Herausnehmen aus der Form in der Hitze frei von Sprüngen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wärmehärtbare Preßmassen auf der Basis von Methylpolysiloxanharzen mit einem Substitutionswert zwischen I und 1, 3, enthaltend ein Äthanolamintitanat in einer Menge zwischen 0,5 und 7 °/o des Gewichts des trockenen Harzes.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 500 963; deutsche Patentschrift Nr. 85I 846.
DES42012A 1953-12-23 1954-12-18 Waermehaertbare Pressmassen auf der Basis von Methylpolysiloxanharzen Expired DE959329C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1114031B (de) * 1957-07-16 1961-09-21 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Herstellung von Schichtkoerpern fuer elektrische Isolierungen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE500963A (fr) * 1951-01-31 1952-04-25 Union Chimique Belge Sa Procede de preparation de couches d'organo - polysiloxanes.
DE851846C (de) * 1950-08-31 1952-10-09 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten aus hoehermolekulare Hydroxylgruppen enthaltenden Verbindungen

Patent Citations (2)

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