DE959456C - Verfahren zum Entfernen von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampffoermiger Roh-Essigsaeure - Google Patents

Verfahren zum Entfernen von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampffoermiger Roh-Essigsaeure

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DE959456C
DE959456C DEW9504A DEW0009504A DE959456C DE 959456 C DE959456 C DE 959456C DE W9504 A DEW9504 A DE W9504A DE W0009504 A DEW0009504 A DE W0009504A DE 959456 C DE959456 C DE 959456C
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DE
Germany
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acetic acid
removal
crude acetic
oxidizing agents
reducing impurities
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Expired
Application number
DEW9504A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfons Ascherl
Dr Josef Wimmer
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Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entfernen von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampfförmiger Roh-Essigsäure Rohe, aus Acetaldehyd durch Oxydation hergestellte Essigsäure enthält Verunreinigungen, vor allem Aldehyde, Ameisensäure, Crotonsäure, die durch Destillation nicht vollständig abgetrennt werden können. Die restlose Entfernung derselben ist wichtig, da die Essigsäure sonst für medizinische und Genußzwecke und auch für weitere chemische Umsetzuugen, z. B. mit Acetylen zu Vinylacetat, dessen Polymerisierung durch Verunreinigungen beeinträchtigt wird, ungeeignet ist.
  • Die aus reduzierenden Verbindungen bestehenden Verunreinigungen beseitigt man in der Technik durch Einwirkung von anorganischen Oxydationsmitteln, z. B. Wasserstoffsuperoxyd, Kaliumpermanganat, Kaliumbichromat, z. B. in der Weise, daß man die Rohsäure in einer besonderen Vorrichtung vor der Destillation mit den Oxydationsmitteln behandelt und dann destilliert. Diese Arbeitsweise ist umständlich, erfordert zusätzliche Apparaturen und ist auch zeitraubend, da die Behandlungstemperatur, um die starke Korrosionswirkung der Oxydationsmittel zu vermindern, niedrig gehalten werden muß.
  • Diese und andere Nachteile können auf einfache Weise vermieden werden, wenn zur Entfernung von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampfförmiger Rohessigsäure durch Einwirkung von Oxydationsmitteln bei der Destillation der Rohessigsäure in einer Fraktionierkolonne die Oxydationsmittel mit den Essigsäuredämpfen am Kopf der Kolonne laufend in Berührung gebracht werden, wobei die Menge an Oxydationsmittel dem jeweiligen Gehalt der Essigsäure an reduzierend wirkenden Verbindungen angepaßt wird. Vorher müssen aus der rohen Essigsäure, wie sie durch Oxydation von Acetaldehyd erhalten wird, die niedrigsiedenden Bestandteile, vor allem Methylformiat, Methylacetat, Wasser, Ameisensäure, Aldehyde, abfraktioniert werden. Sobald dann die im wesentlichen aus Essigsäure bestehende Hauptfraktion überzugehen beginnt, setzt man am Kopf der Kolonne das Oxydationsmittel, zweckmäßig gelöst in Wasser oder Essigsäure, zu. Seine Menge wird nach dem jeweiligen Gehalt an reduzierenden Verbindungen in der überdestillierenden unreinen Essigsäure geregelt. Der Verbrauch an Oxydationsmitteln ist dabei sehr gering, da ein Uberschuß, wie er sonst üblich ist, nicht angewandt wird. Die korrodierende Wirkung der Oxydationsmittel tritt nicht in Erscheinung, da es im Kolonnenkopf bei der dort herrschenden Temperatur überraschend schnell verbraucht wird, so daß Heizschlangen, Gefäßwände u. dgl. nicht angegriffen werden. Dabei ist die Einwirkung der Oxydationsmittel so vollständig, daß die überdestillierende Essigsäure sowohl für medizinische und Genußzwecke als auch für die chemische Weiterverarbeitung, wenn besonders reine Essigsäure verlangt wird, geeignet ist.
  • Es ist bekannt, Rohessigsäure gemischt mit Oxydationsmitteln fraktioniert zu destillieren. Dies ist mit verschiedenen Nachteilen verbunden. Das Material der Blase wird durch die Korrosionswirkung der Oxydationsmittel stark angegriffen. Der Verbrauch an Oxydationsmitteln ist sehr hoch, da auch die höhersiedenden und weniger flüchtigen Verunreinigungen mitoxydiert werden. Diese Nachteile treten bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nicht auf. Der Verbrauch an Oxydationsmitteln ist erheblich geringer, da sie dem Kolonnenkopf zugegeben werden und daher nur mit den in der Kolonne flüchtigen reduzierenden Verbindungen in Berührung kommen. Ferner ist es möglich, die Zugabe der notwendigen Oxydationsmittel genau entsprechend dem jeweiligen Gehalt der Essigsäure an reduzierenden Verbindungen regeln zu können, so daß ein unnötiger Verbrauch an Oxydationsmitteln vermieden wird. Außerdem wird das Blasenmaterial nicht angegriffen, da die Oxydationsmittel in der Kolonne verbraucht werden und nicht in die Blase gelangen können. Die Einsparungen an Oxydationsmitteln und die bessere Schonung des Materials der Destillationskolonne machen das Verfahren gemäß der Erfindung gegenüber dem bekannten Verfahren besonders wirtschaftlich.
  • Es ist auch bekannt, mit Salzsäure aus dem »Graukalk« gewonnene Essigsäuredämpfe durch einen Waschturm zu leiten, der mit einem Entwässerungsmittel, z. B. Schwefelsäure, und mit Oxydationsmitteln gespeist wird. Nach der Entwässerung und Vorreinigung wird die mit Kaliumbichromat versetzte Essigsäure fraktioniert. Dieses Verfahren ist umständlich, der Verbrauch an Oxydationsmitteln ist sehr hoch, und es treten beim Destillieren die oben angeführten Nachteile auf.
  • Beispiel In einer Destillierblase von 12 com Inhalt mit aufgesetzter Fraktionierkolonne werden II 000 kg rohe, durch Oxydation von Acetaldehyd hergestellte Essigsäure destilliert. Sobald die niedrigsiedenden Anteile abgetrennt sind und die übergehende Essigsäure einen Erstarrungspunkt von I50 aufweist, läßt man je Stunde 100 1 einer mit Kaliumpermanganat kalt gesättigten Essigsäure in den Kopf der Fraktionierkolonne einlaufen. Die Menge des zugesetzten Oxydationsmittels muß erhöht oder erniedngt werden entsprechend dem jeweiligen Gehalt der übergehenden Essigsäure an reduzierenden Verbindungen. Dies ist auch der Fall, wenn die Essigsäure kontinuierlich destilliert wird, wobei auch die Zugabe entsprechender Mengen des Oxydationsmittels fortlaufend erfolgt. Die auf diese Weise erhaltene Essigsäure ist von hoher Reinheit und für medizinische und Genuß zwecke ohne weiteres geeignet.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Entfernung von reduzie -rend wirkenden Verunreinigungen aus dampfförmiger Rohessigsäure durch Einwirkung von Oxydationsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Destillation der Rohsäure in einer Fraktionierkolonne das Oxydationsmittel mit den Essigsäuredämpfen am Kopf der Kolonne laufend in Berührung bringt, wobei man die Menge an Oxydationsmittel dem jeweiligen Gehalt der Essigsäure an reduzierend xvirkenden Verbindungen anpaßt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxydationsmittel in Wasser oder Essigsäure gelöst zusetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 347 190, 6I 75S, USA.-Patentschrift Nr. 2 286 995.
DEW9504A 1952-09-18 1952-09-18 Verfahren zum Entfernen von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampffoermiger Roh-Essigsaeure Expired DE959456C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992021642A1 (en) * 1991-05-29 1992-12-10 Eastman Kodak Company Recovery of acetyl values from ethylidene diacetate

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE61754A (de) * 1891-07-25 L. ROHRMANN in Krauschwitz bei Muskau in Schi Verfahren zur Erzeugung hochprocentiger Essigsäure
DE347190C (de) * 1915-04-17 1922-01-13 Griesheim Elektron Chem Fab Verfahren zur Darstellung von chemisch reiner Essigsaeure aus quecksilberhaltiger Essigsaeure
US2286995A (en) * 1942-06-16 Purification of acetic acid

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