DE960185C - Verfahren zur Herstellung von Diglycidaethern aus Diolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diglycidaethern aus Diolen

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DE960185C
DE960185C DEB35750A DEB0035750A DE960185C DE 960185 C DE960185 C DE 960185C DE B35750 A DEB35750 A DE B35750A DE B0035750 A DEB0035750 A DE B0035750A DE 960185 C DE960185 C DE 960185C
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ether
epichlorohydrin
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DEB35750A
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Dr Ferdinand Meyer
Dr Kurt Demmler
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BASF SE
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BASF SE
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    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D301/00—Preparation of oxiranes
    • C07D301/27—Condensation of epihalohydrins or halohydrins with compounds containing active hydrogen atoms
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/02—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule

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Description

AUSGEGEBEN AM 21. MÄRZ 1957
B 35750 IVb j 12
Es ist bekannt, Diglycidäther durch Umsetzung von Diolen mit Epichlorhydrin in Gegenwart" saurer Katalysatoren und Abspaltung von Salzsäure aus dem gebildeten Dioldichlorhydrinäther herzustellen. Der hierbei in der ersten Stufe entstandene Monochlorhydrinäther kann außer an der noch freien Hydroxylgruppe des Diols auch an der Hydroxylgruppe der Chlorhydringruppierung mit Epichlorhydrin weiter reagieren. Man erhält somit ein Gemisch von Glycidäthern, das nur etwa 30°/o des reinen Diglycidäthers enthält. Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden, Diglycidäther von Diolen aus deren Monoallyläthern und Epichlorhydrin herzustellen. Hierbei lagert man unterchlorige Säure an die Allyldoppelbindung des mit Epichlorhydrin umgesetzten Monoallyldioläthers an und entzieht dem Anlagerungsprodukt schließlich in bekannter Weise Salzsäure. Auch bei diesem Verfahren sind die Ausbeuten in den einzelnen Reaktionsstufen schlecht.
Es wurde nun gefunden, daß sich Diglycidäther aus Diolen mit primären Hydroxylgruppen und Epichlorhydrin in guter Ausbeute herstellen lassen, wenn man zunächst das Diol in Gegenwart saurer
Katalysatoren mit 0,5 bis i Mol, insbesondere mit 0,75 Mol, Epichlorhydrin und anschließend, gegebenenfalls nach dem Entfernen nicht umgesetzten Diols, mit weiteren 0,3 bis 0,7 Mol, insbesondere mit 0,45 Mol, Epichlorhydrin reagieren läßt und den gebildeten Dichlorhydrinäther schließlich in bekannter Weise zum Diglycidäther umsetzt.
Alle Diole mit primären Hydroxylgruppen lassen sich für die Herstellung der Diglycidäther verwenden, beispielsweise Äthylenglykol, i, 4-Butandiol oder /J-Glycerinchlorhydrin. In der ersten Stufe setzt man 0,5 bis 1 Mol und insbesondere 0,75 Mol Epichlorhydrin mit 1 Mol Diol mit primären Hydroxylgruppen oder geeigneten Diolgemischen in Gegenwart eines sauren Katalysators um. Als saure Katalysatoren lassen sich beispielsweise die Friedel-Craftsschen Katalysatoren anwenden, also beispielsweise Aluminiumchlorid, Borfluorid oder ihre Anlagerungsverbindungen, z: B. an Äther, ferner Säuren, beispielsweise Schwefelsäure. Anschließend destilliert man zweckmäßig das nicht umgesetzte Diol ab und setzt den gebildeten Monbchlorhydrinäther in der zweiten Stufe des Verfahrens mit 0,3 bis 0,7 Mol, insbesondere mit 0,45 Mol, Epichlorhydrin, gegebenenfalls unter Zugabe weiterer Mengen Katalysator um. Man erhält so etwa 70 % Dioldichlorhydrinäther und etwa 30 %■ höhere Chlorhydrinäther. Es ist besonders vorteilhaft, zu Beginn der Reaktion zu erwärmen und, nachdem die Reaktion in Gang gekommen ist, zu kühlen, so daß die Reaktionstemperatur zweckmäßig zwischen etwa 50 und iio° beträgt. Der Dichlorhydrinäther wird nun, gegebenenfalls nach teilweisem oder völligem Abdestillieren anderer Verbindungen, in bekannter Weise mit Hilfe von basischen Verbindungen unter Abspaltung von Salzsäure zum Diglycidäther umgesetzt. Die gebildeten Glycidäther lassen sich leicht rein gewinnen, doch kann auch das Gemisch, das eine Höchstmenge an Diglycidäther enthält, direkt weiterverarbeitet werden. Die erhaltenen Diglycidäther sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung beispielsweise von Kunststoffen, synthetischen Fasern, Lacken und Pharmazeutika.
Es ist schließlich auch möglich, das Verfahren nach der ersten Reaktionsstufe abzubrechen und später die anderen Stufen des Verfahrens auszuführen. Man erhält dann zunächst die Monochlorhydrinäther von Diolen mit primären Hydroxylgruppen in höchstmöglicher Ausbeute.
Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
620 Teile Äthylenglykol werden in Gegenwart von Bortrifluorid als Katalysator mit 694 Teilen Epichlorhydrin bei 6o° umgesetzt. Nach dem Abdestillieren von 241 Teilen nicht umgesetztem GIykol gibt man weitere 420 Teile Epichlorhydrin zu und unterwärmt das Gemisch weiter auf 6o° Das gebildete Gemisch aus Chlorhydrinäthern wird anschließend mit der berechneten Menge 45°/»iger Natronlauge in Gegenwart von Toluol als Verdünnungsmittel bei etwa — 5 bis o° etwa 2 Stunden gerührt. Man trennt nun die Toluollösung von der wäßrigen Schicht ab und erhält nach dem Abdestillieren des Toluols 66 Teile Glykolmonoglycidäther vom Siedepunkt 80 bis 840 bei 0,1 mm und 470 Teilen Glykoldiglycidäther mit dem Siedepunkt iio° bei 0,1 mm. Aus der wäßrigen Schicht läßt sich noch eine weitere kleine Menge Glycidäther gewinnen.
Beispiel 2
900 Teile 1,4-Butandiol werden in Gegenwart von Bortrifluorid, das in Äther gelöst ist, mit 693 Teilen Epichlorhydrin bei 6o° umgesetzt. Nach dem Abdestillieren von 356 Teilen nicht iimgesetztem Butandiol werden weitere 420 Teile Epichlorhydrin zugefügt. Die erhaltenen Chlorhydrinäther werden, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde, in Diglycidäther übergeführt. Man erhält 230 Teile Butandiolmonoglycidäther und 1150 Teile Butandioldiglycidäther. Der Monoglycidäther läßt sich dem Reaktionsprozeß wieder zuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Diglycidäthern aus Diolen mit primären Hydroxylgruppen und Epiohlorhydrin, dadurch gekennzeichnet, daß Diole mit primären Hydroxylgruppen in Gegenwart eines sauren Katalysators zunächst mit 0,5 bis 1 Mol, insbesondere mit 0,75 Mol, Epichlorhydrin und anschließend mit weiteren 0,3 bis 0,7 Mol, insbesondere mi,t 0,45 Mol, Epichlorhydrin umgesetzt werden und der gebildete Dioldichlorhydrinäther schließlich in bekannter Weise in den Diglycidäther umgewandelt wird.
    © 609620/4S3 9.56 <609 843 3.57)
DEB35750A 1955-05-15 1955-05-15 Verfahren zur Herstellung von Diglycidaethern aus Diolen Expired DE960185C (de)

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