DE961380C - Verfahren zur Raffination von Miscella - Google Patents

Verfahren zur Raffination von Miscella

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DE961380C
DE961380C DEE6451A DEE0006451A DE961380C DE 961380 C DE961380 C DE 961380C DE E6451 A DEE6451 A DE E6451A DE E0006451 A DEE0006451 A DE E0006451A DE 961380 C DE961380 C DE 961380C
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DE
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mixture
solvent
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washing
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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Description

  • Verfahren zur Raffination von Miscella Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur Raffination von Miscella.
  • Es ist bekannt, Miscella zu diesem Zweck mit einem Neutralisationsmittel und rriit einem niedrigmolekularen Alkohol als drittes Lösungsmittel zu vermischen, zu dekantieren und anschließend die durch die Dekantierung entstandene, obere und untere Phase mit Wasser bzw. mit einer Flüssiglceit zu waschen, welche das Lösungsmittel des Öles und das dritte Lösungsmittel enthält.
  • Von den bekannten Raffinationsverfahren dieser Art unterscheidet sich das erfindungsgemäße durch diel Durchführung der Waschvorgänge in einer Kolonne und die gemeinsame Behandlung der Waschflüssigkeit mit den einzelnen Phasen. Dadurch wird de Verarbeitung von Mischungen sehr verschiedener Konzentration und Azidität sowie eine wirtschaftliche Wiedergewinnung der verwendefien Lösungsmittel möglich und insgesamt eine erhöhte Wirtschaftlichkeit erreicht.
  • Zu diesem Zweck vermischt man die rohe Mischung (Lösung des rohen. Öles in einem Lösungsmittel, z. B. Hexen) und das Nerutralisationsmittel mit einem niedrigmolekularen Alkohol als drittes Lösungsmittel, das. sich zum Teil im Lösungsmittel und zum Teil in Wasser löst, worauf man. die Phase des so erhaltenen Gemisches trennt.
  • In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wäscht man die bei der Dekantatiion erhaltene obere Phase, die einen Teil der Mischung enthält, mit Wasser, worauf man diese gewaschene Phase mit einer Lösung eines Elektrolyts behandelt und dass so erhaltene Gemisch einer zweiten Dekantation unterwirft. Die obere Phase dieser zweiten Dekantation wird dann eingedampft. Die bei der Dekantation des Gemisches aus roher Mischung, Neutralisationsmittel und drittem Lösungsmittel erhaltene untere Phase wäscht man mit einer Flüssigkeit, die das Lösungsmittel des Rohgenisehes und das dritte Lösungsmittel enthält, worauf man diese gewaschene Phase- mit einer starken. Säure behandelt und das so erhaltene Gemisch eindampft.
  • Im nachfolgenden sollen an Hand der Zeichnungen das erfindungsgemäße Raffinatiomsverfahren von Misce,lla und eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens beispielsweise veranschaulicht werden Die Schemazeichnung der erfindungsgemäßen Anlage ist in die Fig. i, 2, 3 und 4 zerlegt.
  • Die aufgezeigte erfindungsgemäße Anlage gestattet die Behandlung von Mischungen. mit sehr verschiedener Konzentration. und, Azidität. Danach richten, sich die Zusätze an Neutralisationsmittel und drittem Lösungsmittel. Die Verarbeitung einer Rohmischung, deren Konzentration 4o % Fettstoffe mit einer Azi.di,tät bis zu 8o-% beträgt, ist möglich. In dem Ausführungsbeispiel liegt eine Mischung vor, welche eine Ölmenge von ungefähr 2o Gewichtsprozent enthält, wobei dieses Öl einen Säuregrad von 4% besitzt (ausgedrückt in. freier Ölsäure). Als Neutralisationsmittel wird i 1 caustische Soda mit einer Konzentration von a0° Be und als drittes Lösungsmittel 15 1 Isopropylalkohol jeweils zu ioo kg der Rohmischung hinzugefügt.
  • Beim Studium des Gesamtschemas wird ersichtlich, daß im Rührwerk 5 eine Rohmischung gebildet wird, aus dein über die Leitungen 2, 4 und eine Meßvorrichtung 3 zugeführten Rohöl des Behälters i und aus einem Gemisch aus reinem Lösungsmittel und gemischtem Lösungsmittel, im nachfolgenden als »azeotropes Hexengemisch« bezeichnet und vom Behälter 6 über die Leitungen 7, 9 und die Meßvorrichtung 8 zugeführt. Die Meßvorrichtungen 3 und 8 und ein Heizmantel des Rührwerks 5 ermöglichen eine Regelung von Konzentration und Temperatur der Rohmischung. Diese verläßt das Rührwerk 5 über die Leitung io in Richtung auf das Rührwerk i i.
  • Im Rührwerk i i wird die Rohmischung mit der über die Leitungen 13, 15 und eine Meßvorrichtung 14 aus dem Sodabehälter 12 kommenden cauustischen Soda behandelt. Über die Leitungen 17, i9 und die Meßvorrichtung i8 leitet man aus dem Behälter 16 in das Rührwerk i i ein Gemisch aus Isopropylalkohol und Wasser ein, im nachfolgenden als azeotropes IsopropylaJkoholgemisch bezeichnet.
  • Die mit dem Neutralisations.mittel und Alkohol vermischte Rohmischung wird zur Dekantierung durch die Leitung 21 in das Klärgefäß 20 geleitet. Eine Öffnung der Leitung 22 gestattet die Durchführung von genauen Mengenberechnungen und die Entnahme von Proben, um die Neutralisation der Mischung festzustellen. Durch die Dekantation entstehen im Klärgefäß 2o zwei zusammenhängende Phasen und eine Zwischenschicht. Die obere Phase enthält im wesentlichem die neutrale Mischung, die untere Phase besonders die im dritten. Lösungsmittel aufgelöste Seife. Die Zwischenschicht, welche Mischung und Seife voneinander trennt, wird durch Schleimstoffe und die Verunreinigungen des Öles gebildet. Diese Zwischenschicht wird durch die in der Außenwand des Klärgefäßes 2o befindliche Beobachtungsöffnung sichtbar gemacht; sie ist Gegenstand einer besonderen Behandlung. Die obere Phase im Klärgefäß 2o besteht im wesentkchen aus neutralem Öl und aus Hexen. Indessen findet man auf Grund: der teilweisen Löslichkeit des verdünnten Isopropylalkoholes in Hexen außerdem in dieser oberen Phase etwas Seife, die in dem Alkohol gelöst ist. Ebenso ist in der unteren Phase, die aus in. verdünntem Isopropylalkohol löslicher Seife besteht, wegen der Löslichkeit des Hexans in Isopropylalkohol ein wenig neutrales Öl vorhanden. Diese Erwägungen zeigen. - und die praktischen Analysen der Flüssigkeiten der beiden Phasen bestätigen dies - -daß trotz einer vollkommenen Trennung der beiden. Phasen normalerweise eine kleine Menige Seife in der Mischung und ebenso ein bißchen Öl in der unteren. Phase zu finden ist. Um eine vollkommene Trennung der Fettsäuren und des neutralen Öles zu erreichen, genügt es also nicht, die beiden Phasen im Klärgefäß 2o zu trennen, sondern die Trennung muß sich. auch erstrecken auf die Extraktion des neutralen Öles aus der Seife und ebenso auf die Entfernung der Seife aus der neutralen Mischung. Die Extraktion dieser Bestandteile geschieht -durch Waschungen in einer Waschkolonne 24. Diese Kolonne besteht aus mit Füllkörpern versehenen. Platten und arbeitet im Gegenstromverfahren.
  • Die Mischung aus dem Klärgefäß 2o wird über die Leitung 25 zum Einlaß 26 in der Mitte der Waschkolonne 24 herangeführt; in gleicher Weise wird die Seife aus dem Klärgefäß 2o über die Leitung 27 zum Einlaß 28 geleitet. Die bei 26 eintretende seifenhaltige Lösung steigt fortschreitend in der Waschkolonne hoch und trifft anfangs auf eine bei 29 eingespritzte und durch die dazwischenliegenden. Verteilerplatten gleichmäßig verteilte wäßrige Lösung von Isopropylalkohol. An die Leitung 3o für den verdünnten Alkohol sind die Meßvorrichtungen 31 und 32 angeschlossen, die jeweils über die Leitungen. 30 und 34 mit einem Wasserkanal und dem Behälter 16 für das azeotrope Isopropylalkoholgemisch in Verbindung stehen. Diese Vorrichtung erlaubt es, nach Wunsch die Verdünnung des durch den Einlaß 29 eintretenden, vermischten Lösungsmittels zu regulieren. Außerdem sorgt eine Meßvorrichtung 35, die durch die Leitung 36 mit der Leitung 13 der caustischen Soda in Verbindung steht, für eine Regulierung der Menge dieses Produktes, die über die gleiche Leitung 3o beim Einlaß 29 eintritt.
  • Durch die Zufügung einer bestimmten Menge an caustischer Soda erreicht man. einen erhöhten p11-Wert in der Zwischenschicht der Waschkolonne 24, um eine angemessene Dekantierungsgesehwindigkeit der auftretenden Phasen zu sichern. Durch die Wirkung der bei 2g einströmenden und durch die Zwischenplatten vermischten Flüssigkeit wird die Mischung stetig von dem Seifenanteil befreit. Um diese Waschung vollständig zu machen, wird durch 37 und 38 - die jeweils über die Leitungen 39 und 40 mit den Meßvorrichtungen 41 und 42 verbunden sind - über die Leitungen 43 und 44 eine bestimmte Menge Wasser eingeleitet. Die vollständig von Se.'fe befreite Mischung verläßt die Kolonne über die Leitung 45. Die Mischung des neutralen: Öles wird darauf im Rührwerk 46. mit einem aus Zitronensäure und einer wäßrigen Salzlösung bestehenden Elektrolyt behandelt. Eine Meßvorrichtung 47, die über die Leitung 48 mit dem Elektrodytbehälter 49 verbunden ist, gestattet, dessen, Zustrom in d(er Leitung 5o zum Rührwerk s6 zu regulieren. Diese Waschung - die nichts anderes darstellt als eine, Entschleimung in saurem Medium - hat den Zweck, gewisse Schleimstoffe niederzuschlagen, die nicht in basischem Milieu koagulieren. Nach einer Dekantierung im Klärbehälter 51, von wo die geklärte Mischung über die Leitung 52 abgeführt wird, läuft die obere Phase aus diesem Klärbehälter über die Leitung 53 ab, die zum Eindampfer 54 führt.
  • Die Seife, die über die Leitung 27 durch den Einlaß z8 in der Mitte der Waschkolonne24 eingeleitet wird, läuft in der Kolonne herab, um dort anfangs auf ein Gemisch aus reinem und gemischtem Hexan in azeotropem Verhältnis (azeotropes Hexangemisch) zu stoßen, welches bei 55 eingelassen wird und über die Leitung 56 der Meßvorrichtung 57, welche selbst durch 58 mit dem Hexanhehälter 6 in Verbindung steht, herangeführt. In gleicher Weisse wie -für die Waschung der Mischung ist auch eine Waschung mit reinem Lösungsmittel vorgesehen, welches bei 59 eintritt und über die Meßvorrichtung 61 und die Leitung 62 des Reinhexanbehälters 63 herangeleitet wird.
  • Wie zuvor geschieht die Verteilung der Flüssigkeiten durch die Wirkung der mit Füllkörpern versehenen Verteilerplatten.
  • Die Einlässe 26, 28, 29, 37, 38, 55 und 59 sind' mit Luftfängern. ausgestattet, um das Eindringen von möglicherweise in den verschiedenen. hier eintretenden. Flüssigkeiten enthaltener Luft zu verhindern. Die Luftleitungen sind nicht in dem Schema eingezeichnet, aber mit einem kleinen Pfeil markiert. Sie vereinigen sich in einer Sammelvorrichtung für die mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen, die mit einem Kondensator, einer Aus.friervoirrichtung oder einem Aktivkohlerekuperator in Verbindung steht, welche nicht dargestellt sind. , Die Waschung der Seife mit dem azeotropen Hexangemisch und darauf mit Reinhexan hat den Zweck, alles neutrale Öl zu entfernen. Die alkoholische Seifenlösung läuft über die Leitung 64 ab. Diese hat die Form eines Schwanenhalshebers., um das Separatorniveau in der Mitte der Beohachtungsöffnung 65 der Waschkolonne zu halten. Eine Öffnung 66 - welche wie ein Stichprobenheber wirkt und die Entnahme von Proben zuläßt - gestattet auch die Messung der genauen. Seifenmenge. Diese wird über die Leitung 67 zum Rührwerk 68 geführt, wo sie unier Einwirkung der Schwefelsäure in Fettsäuren und Natriumsulfat zerlegt wird. Die Schwefelsäuremenge, die aus dem Behälter 69 über die Leitung 70 zur Meßvorrichtung 71 geführt wird, kann ebenfalls reguliert werden, um in denn Rührwerk 68 über de Leitung 7a einen geringfügigem Säureüberschuß einzustellen. Die Leitung 73 führt die Seife heran, die in den Heizschlangen 74 des. W ärmeaustauscherseparators. 75 zerlegt wird, von wo sie, nachdem sie auf eine geeignete Temperatur gebracht worden ist, in die Verdampfervornichtung bei 76 einmündet.
  • Die Mischung gelangt über die Leitung 53 vom unten in den Eindampfer 54 und wird in diesem konzentriert. Das Hexan wird frei und scheidet in dem Separator 77 feine Tröpfchen des Öles ab. welche es enthielt. Ein. Teil der Hexandämpfe kondiensiert sich auf dem Rohraustausch:er 74, um dort die zerlegte Seife zu erwärmen. Das Kondensat wird bei 78 aufgenommen; es besteht aus Hexan, welches die- Pumpe P2 über die Leitung 79 ansaugt und durch die Leitung 8o in den Behälter 63 zurückpumpt. Die nicht kondensierten Dämpfe strömen bei 81 in die Rektifizierungskolonne. Das neutrale Öl gibt die größte Menge des. Hexans. im Eindampfer ab und verläBt den Apparat in der Ebene 82 über die Leitung 83, die in Form eines Schwanenhalses ausgebildet ist. Dieses Ö1 wird in den Feinreiniger 84 angesaugt, welcher unter Vakuum steht. Unter der Wirkung des reduzierten Druckes. und durch das Einleiten von Frischdampf wird das Öl von den letzten Spuren. flüchtiger Stoffe befreit. Die Pumpe P3 zieht das fertige Öl über die Leitung 85 ab und p-reßt es. zum Ölablauf 86. Die Dämp''e von Wasser und Hexan aus dem Feinreiniger 84 steigen zum Kondensator C:2 hoch. Ein Dampfstrahlgebläse 87 hält das Vakuum in dem Feinreiniger 84 und dem Kondensator C2 aufrecht. Nach der Kondensation in C3 werden die Kondensate aus C2 und C3 jeweils durch die Leitungen 88 und 89 in einen Behälter unter Normaldruck geleitet. Das über die Leitung g1 herangeführte Hexan-Wasser-Gemisch trennt sich in dem Abscheider 9z, wo das Hexan durch die Leitung g3 abläuft, um durch die Pumpe P" und die Leitung 8o dem Hexanbehälter 63 wieder zugeführt zu werden.
  • Die Wiedergewinnung dies dritten Lösungsmittels isst das Ziel einer besonderen aze@otropen Destillation in der Fraktionierkolonne. Diese Fräktionierkolonne besteht aus einer Verdampfvorrichtung 94 und einer Rektifizierungskolonne 95. Diese Kolonne wird in der Mitte an zwei Punkten beschickt: bei 76 mit einer Flüssigkeit, welche im wesentlichen aus dem dritten Lösungsmittel besteht und bei 81 mit einem Gas aus reinem Lösungsmittel. Die Flüssigkeit und das Gas kommen aus dem Eindampfaustauscher 75. Am Boden der Eindampfkolonne 94 wird! bei 96 Frischdampf eingeleitet; außerdem ist ein Heizmantel vorgesehen, um d!as Sieden: der Flüssigkeit am Boden der Eindamptkolonne 94 in Gang zu halten. Am oberen Ende de- Fraktionierkolonne 95 entströmt ein Gas mit dreifacher azeotroper Zusammensetzung: Hexanr-IsopropylalkoholWasser. Dieses Gas kor, densiert im Kondensator C1. Die Kondensate sind in gleicher Weise azeotrop und haben demnach eine dem Gas indentische Zusammensetzung, da aber das azeotrope Gemisch Heran, Isopropylalkohol und Wasser heterogen ist, findet eine Trennung in zwei flüssige Pliasen statt. Diese flüssigen Phasen werden über die Leiturig 98 zur Trennung in das KläigefäiB 99 geleitet. Die obere Phase - die im wesentlichen aus Hexen und Isopropylalkohol besteht - läuft über die Leitung ioo in den Hexangennisehbehälter 6; die untere Phase - die im wesentlichen aus Isopropylalkohol und Wasser besteht - gelangt über die Leitung ioi in den Behälter für das azeat.rope Isopropylalkoholgemisch:16.
  • Ein Teil der unteren Phase aus dem Klärgefäß g9 wird über die Leitung Io2 in die Kolonne zurückgeleitet. Eine Meßvorrichtung io3 erlaubt die Regulierung der azeotropen Destillation.
  • Die Entfernung der Verunreinigungen und Schleimstoffe 4.st Gegenstand einer besonderen, Vorrichtung, welche geschaffen wurde zur Erhöhung des Ertrages sowohl an neutralem t51 als auch an Fettsäuren.
  • Diese Verunreinigungen bestehen aus Gummi, Proteinen, Körnerteilen usw. Sie finden sich hauptsächlich in der Zwischenschicht des. Klärgefäßes 2o. Ein. kleinerer Teil findet sich im Zwischenteil der Waschkolonne 24, und der Rest wird durch die Zwischenschicht im Quergefäß 51 gebildet. Die Zwischenschicht im Klärgefäß 2o wird über die Leitung 1o4 kontinuierlich zum Klärgefäß io5 geleitet. Diese Reinigung hat ein Mitreißen eines Teiles der neutralen Mischung und der Seife zur Folge. Da indessen die Menge der abgesaugten Flüssigkeit gering ist, kann man diese eine relativ lange Zeit in dem Klärgefäß 1o5 steherlassen, um die Schleimstoffe von den zusammenhängenden Phasen der Mischung und der Seife abzutrennen, welche sich Über die Leitungen io6 und 107 mit den entsprechenden, von 25 bzw. 27 kommenden entsprechenden Phasen zu vereinigen. Was die Zwischenschicht im Klärgefäß 105 anbetrifft, so leitet man diese über die Leitung io8 zum Saanmler rog. Der Sammler rog nimmt außer den Schlaienstaffen des Klärgefäßes io5 auch die Zwischenschicht und die untere saure Phase aus dem Klärgefäß 51 auf, welche jeweils über die Leitungen. i io und 111 abgeleitet werden; er nimmt in gleicher Weise die Zwischenschicht aus der Waschkolonne 24 auf, die über die Leitung r 12 herangeführt wird. Die Flüssigkeiten, in dem offenen Sammler iog werden im Rührwerk 113 mit einem sauren Elektrolyt behandelt, welcher über die Leitung 114 der Meßvorrichtung 115, welche mit der Leitung 48 verbunden ist, herangeführt. Der Elektrolyt ruft die Koagulierung der Schleimstoffe hervor und macht der Zerlegung der mitgerissen en Seifenteile Platz. Tatsächlich ruft er eine Trennung der Phasen hervor, die über die Leitung 116 zum Klärgefäß 117 geleitet werden, wo diese Phasen, sich, abscheiden. Die obere Phase stellt eine Mischung aus bei der Reinigung mitgerissenem neutralem 01 dar. Hierzu kommt noch die Menge an Fettsäuren,, die aus der Zerlegung der mitgerissenen Seifen stammt. Düese obere Phase wird über die Leitung i 18 zur Pumpe P4 geführt, welche sie zum Rührwerk r i zum Neutralisieren pumpt.
  • Diese zweite Neutralisation hat den. Zweck, die mitgerissenen Teilchen von neutralem Öl und Seife zu kompensieren, welche während der Reinigung anzufallen pflegen. -Nachdem die Schleimstoffe im sauren Medium gefällt und so abgetrennt worden sind -sie zeigen sich folglich in beträchtlich reduziertem Volumen in der Zwischenschicht des Klärgefäßes 117 - enthält die Mischung von neutralem 01 und Fettsäuren zur Zeit der zweiten. Neutralisation im Rührwerk I I keine zusätzlichen Verunreinigungen mehr und stellt so einen erhöhten Ertrag sicher.
  • Die Schleimstoffe aus der Zwischenschicht des Klärgefäßes 117 ebenso wie die untere Phase aus dem gleichen Gefäß werden jeweils durch die Leitungen arg und i2o zum Boden der Eindampfk01anne 94- geleitet, die die flüchtigen Stoffe abtrennt. Demnach findet man am Boden der Eindampfkolonne zu. einem Teil die aus der Zerlegung der bei 76 mündenden Seife stammenden Fettsäuren, zum anderen Teil Schleimstoffe aus der Reinigung des Klärgefäßes 117. Durch die kombinierte Wirkung des eingeleiteten Frischdampfes, der das. Sieden aufrechterhält, und des Elektrolyts (überschüssige Schwefelsäure, Zitronensäure, Natriumsulfat) koagulieren die Schleimstoffe in einer Form, die nicht mehr löslich ist oder die mit den Fettsäuren keine stabile Emulsion mehr bildet. Ein Überschuß bei 121 leitet je nachdem eine Mischung von Fettsäuren, Schleümstoffen und Elektrolyt über die schwanenhals.förmige Leitung 122 zum Klärgefäß 123. Auf Grund der Gegenwart des heißen Elektrolyts trennen sich die Fettsäuren schnell ab in eine gut homogene Phase, welche zur Leitung 124 abströmt, wo sie abgesaugt wird. Die Schleinvstoffe, die nicht sehr langsam dekantieren, werden mit der rückständigen Flüssigkeit, die den Elektrolyt bildet, über die Leitung 125 abgesaugt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Raffination von Miscella durch Vermischen mit einem Neutralisationsmittel und einem niedrigmolekularen Alkohol als drittem Lösungsmittel, Dekantieren und anschließendes Waschen der durch die Dekantation entstandenen oberen und unteren Phase mit Wasser bzw. mit einer Flüssigkeit, welche d" Lösungsmittel des Öles und das dritte Lösungsmittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Waischvorgänge in, einer Kolonne im Gegenstrom durchführt und daß sowohl das zur Waschung der oberen Phase benutzte Wasser wie die bei der Waschung der unteren Phase anfallende schwach ölhaltige Waschflüssigkeit in die Waschkolonne zurückgeführt werden. a. Verfahren, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus Miscella, dem Neutralisationsmntbel und dem dritten Lösungsmittel bestehende Gemisch in ein erstes Klärgefäß leitet und die hier entstehende obere und untere Phase kontinuierlich abzieht, während man die Zwischenschicht in ein zweites Klärgefäß leitet und die sich in dieseln bildende obere und untere Phase den entsprechenden Phasen des ersten: Klärgefäßes beimischt. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die gewaschene obere Phase mit einer Lösung von Zitronensäure und Salz behandelt und daß man das so erhaltene Gemisch einer zweiten Dekantation unterwirft, worauf man die obere Phase dieser zweiten Dekantaiion eindampft, während man dis gewaschene untere Phase der ersten Dekantation mit einer starken Säure behandelt und das. so erhaltene Gemisch: ebenfalls eindampft. q.. Verfahren nach Anspruch. 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die sich im zweiten Klärgefäß bildende Zwischenschicht absaugt und daß man diese abgesaugte Zwischenschicht zu der unteren Phase und der Zwischenschicht aus der Dekantation des vorerwähnten Gemisches hinzufügt, welche besonders die Lösung von Zitronensäure und Salz enthält, worauf man nach Ansäuern mit dier vorerwähnten Lösung das so erhaltene Gemisch dekantieren läßt, und daß man die bei dieser neuen Dekantabion entstehende obere Phase mit dem Rohgemisch,, dem Neutralisationsmittel und dem dritten Lösungsmittel vereinigt. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man in verschiedenen Höhen in eine Fraktüonierkolonne die aus den vomerwähnten Eindampfungen starnmend@en Dämpfe und das vorerwähnte Gemisch einleitet, welches man durch die Hinzufügung der vorerwähnten starken Säure erhalten und vorläufig erwärmt hat, daß man am Fuß dieser Kolonne Frischdampf einleitet, daß man das- sich am Fuß der Kolonne sammelnde Wasser abzieht und das ternäre azeotrope Dampfgemisch (Lösungsmittel der Miscella, Wasser, -drittes Lösungsmittel) kondensiert, einen Teil der kondensierten beiden, Phasen dem Rohgemisch hinzufügt und einen Teil der oberen kondensierten Phase für die Waschung der aus der Dekantation des Gemischeis von Miscella, Lösungsmittel und Neutralisationsmittel entstammenden unteren Phase verwendet. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch. gekennzeichnet, daß man wenigstens einen Teil mindestens einer der Phasen des kondensierten ternären azex)tropen Gasgemisches in die Fraktionierkolonne zurücklaufen, läßt. 7. Verfahren nach Anspruch q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man am Fuß der Fraktionierkolonne die aus der neuen, am Schluß des Anspruchs q. beschriebenen Dekantätion emt ; stammende untere Phase und Zwisch @l@schicht einleitet. B. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man in einem Wärmeaustauscher das Gemisch, welches durch Zugabe der vorerwähnten starkem Säure erhalten wurde, mit Dampf erhitzt, der bei der Verdampfung der oberen Phase der Dekantation der besonders den Zusatz der Zitronen säure- und Salzlösung enthaltenden Mischung anfällt. g. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil das bei der Verdampfung der oberen Phase aus der Dekantation des Gemisches, welches den Zusatz von Zitronensäure und Salz enthält, entstandenen Gases kondensieren läßt und daß man das Kondensat für die Waschung der bei der Dekantation des Gemisches aus Rohmischung, Neutralisationsmittel und drittem Lösungsmittel entstandenen unteren Phase verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. a 563 327, 2 329 889
DEE6451A 1951-12-13 1952-12-11 Verfahren zur Raffination von Miscella Expired DE961380C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2329889A (en) * 1941-01-11 1943-09-21 Refining Inc Process for refining fatty material
US2563327A (en) * 1949-06-27 1951-08-07 Buckeye Cotton Oil Company Miscella refining

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