DE961817C - Indirekt beheizter Thermostat fuer Installations-Selbstschalter - Google Patents
Indirekt beheizter Thermostat fuer Installations-SelbstschalterInfo
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- DE961817C DE961817C DEL11092A DEL0011092A DE961817C DE 961817 C DE961817 C DE 961817C DE L11092 A DEL11092 A DE L11092A DE L0011092 A DEL0011092 A DE L0011092A DE 961817 C DE961817 C DE 961817C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/14—Electrothermal mechanisms
- H01H71/16—Electrothermal mechanisms with bimetal element
- H01H71/164—Heating elements
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 11. APRIL 1957
L11092 VIII b/ 21 c
ist als Erfinder genannt worden
Thermostaten bestehen in der Regel aus Bimetall, werden durch eine Heizquelle direkt oder indirekt
beheizt und steuern infolge der durch die Erwärmung hervorgerufene Ausbiegung einen Mechanismus,
ein Relais od. dgl.
Bei Installations-Selbstschaltern z. B. müssen die Thermostaten eine Verklinkung auslösen, d. h. bei
einer bestimmten Wegstrecke eine bestimmte Auslösekraft zum Überwinden der Verklinkungsreibung
aufbringen. Man unterscheidet direkte Beheizung mit stromdurchflossenem Bimetall, wobei die erforderliche
Erwärmung durch den Widerstand des Bimetalls selbst erzeugt wird und indirekte Beheizung,
wobei der Bimetallstreifen nicht im Stromkreis des Gerätes eingeschaltet ist, sondern
durch eine besondere Heizwicklung erwärmt wird. Die direkte Beheizung kann bei höheren Nennströmen
angewendet werden, wo die zur Erzeugung des notwendigen Heizwiderstandes erforderliche
Schwächung des Bimetallquersehnitts die Stabilität des Bimetalls, d. h. dessen mechanisches Arbeitsvermögen,
noch nicht gefährdet. Bei kleineren Nennströmen muß zur Erzielung der notwendigen
Heizleistung und Erhaltung des mechanischen Arbeitsvermögens auf indirekte Beheizung übergegangen
werden.
Die bekannten Anordnungen solcher indirekter Beheizungen sind in den Abb. 1 bis 4 gemäß der
Zeichnung dargestellt. Der Bimetallstreifen α ist an der Stelle b befestigt. Die Heizungen c werden mit
oder ohne Isolierplatten d gemäß Abb. 1 bis 3 teils flach bzw. spiralförmig ausgebildet oder zwecks
Isolation und besserer Wärmeableitung gemäß Abb. 4 mit einem z. B. keramischen Röhrchen e
umgeben. Bei der Beheizung biegt sich der Bimetallstreifen von der Einspannstelle b über die ganze
Länge nach der Seite aus, wo die Bimetallkomponente mit dem kleinen Ausdehnungskoeffizienten
liegt und betätigt z. B. mit einer Stellschraube f eine Verklinkung.
Je länger der Bimetallstreifen ausgebildet ist, um so größer ist an dessen Ende bei / die Durchbiegung.
Für die Erzielung einer größeren Durchbiegung bzw. einer kleinen Heizleistung ist es auch
zweckmäßig, die Heizung in eine Krümmung g des to Bimetalls zu legen, da sich beheizte Bimetallkrümmungen
stärker durchbiegen als gerade Strecken. Vorteilhaft ist es ferner, die Heizung auf
der Seite des Bimetalls anzuordnen, wo die Komponente mit dem größeren Ausdehnungskoeffizienten
liegt, weil dadurch eine schnellere Wirkung erzielt wird. Diese Forderungen einer
schnellen und großen Durchbiegefähigkeit bzw. einer kleinen Heizleistung und andererseits einer
großen Stabilität sind sehr wichtig, weil diese Thermostaten Überlastungen bis zum zehnfachen
des Nennstromes ausgesetzt sind, wobei die Heizleiter nicht durchbrennen dürfen.
Bei den bisherigen Ausführungen werden diese an und für sich bekannten Forderungen immer nur
teilweise erfüllt. Insbesondere sind die Heizungen dadurch mehr oder weniger unwirtschaftlich
angeordnet, daß ein großer Teil der Heizoberfläche i:hre Wärme nur an die schlecht wärmeleitende Luft
und nur zum Teil an das Thermostatenmaterial abgibt (s. Beispiel i, 3 und 4). Bei Beispiel Abb. 2
geht auch ein großer Teil der von der Heizoberfläche abgegebenen Wärme in anderer als in Richtung
Bimetall ab, ohne das Thermostatenmaterial zu beeinflussen, außerdem muß das wegen der
Bimetallbeweglichkeit zwischen Bimetall und Wickelkörner d vorgesehene Luftpolster die Wärmeleitung
übernehmen, wodurch weitere Verzögerungen entstehen. Die geraden Thermostaten gemäß
Abb. ι und 2 biegen sich bei gleicher Beheizung langsamer durch als gekrümmte. In vielen Fällen
liegt auch meist aus konstruktiven Gründen die Heizung auf der ungünstigeren Seite des Bimetalls
mit der kleineren Ausdehnung. Um trotzdem eine schnelle und große Durchbiegebewegung zu erzielen,
muß bei allen diesen Ausführungen die Heizleistung entsprechend größer gehalten werden. Dies bedingt
einmal einen größeren Verbrauch bei Dauerbetrieb, insbesondere aber müssen diese Heizungen wegen
des meist beschränkten Bauraumes klein gehalten, d h. zur Erzielung der größeren Heizleistung mit
sehr dünnen Heizdrähten ausgelegt werden, welche bei Überlastung schnell durchbrennen.
Die Erfindung bezweckt, einen Thermostaten zu schaffen, der allen genannten Anforderungen genügt.
Erfindungsgemäß ist ein Bimetallstreifen vorgesehen,
der den Heizkörper über den vollen Kreisumfang umschließt und im unbeheizten Zustand
an der ganzen oder nahezu ganzen Heizfläche in mechanischer Berührung mit diesem oder dessen
Isolationsmaterial steht, wobei das freie Ende des Bimetalls selbst als Arbeitshebelarm dient oder über
ein Zwischenstück zu einem Übertragungsglied bzw. Arbeitshebelarm verlängert ist. Dadurch wird die
gesamte Heizoberfläche wärmetechnisch wirksam ausgenutzt, d. h. die gesamte erzeugte Wärme wird
unmittelbar oder mittelbar an das wirksame Thermostatenmaterial abgegeben, wobei vorteilhafterweise
die Seite des Bimetalls mit der größeren Ausdehnung in das Bogeninnere gelegt und die
Heizwirkung noch erhöht werden kann.
Der geschlossene Bimetallbogen hat aber andererseits noch den Vorteil, daß eine nahezu 3600 betragende,
d. h. größtmögliche Krümmung beheizt und die Durchbiegefähigkeit gegenüber kleineren
Krümmungen weiter gesteigert wird. Der geschlossene Bimetallbogen erhöht darüber hinaus
die mechanische Bimetallstabilität und gestattet auch bei kleinem Bauraum die Unterbringung einer
großen Bimetallänge.
In den Abb. 5 bis 10 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Allen ist gemeinsam, daß
der Bimetallstreifen von seiner Befestigungsstelle b aus in einen nahezu geschlossenen Kreisbogen überläuft,
der den Heizkörper c völlig umschließt. Die Heizung c liegt z. B. als frei stehende Drahtspirale
dicht an der Innenkrümmung- des Bimetalls, so daß eine möglichst unmittelbare Wärmeabgabe an Metall
erfolgt. Die Einhaltung eines Kleinstabstandes von wenigen zehntel Millimetern und die Entlastung
der Heizwicklung vor Überhitzung oder Windungsschluß kann noch besser sichergestellt
werden, wenn die Heizwicklung z. B. auf ein keramisches Röhrchen η mit oder ohne Wicklungsgänge 0 aufgewickelt und auf der Außenseite mittels
einer dünnen wärmebehandelten keramischen Glasur ρ überzogen wird, welche die Halterung
der Wicklung und deren Isolation nach außen übernimmt. In Abb. 10 ist eine solche Ausführung gezeigt.
Da das keramische Material die Wärme besser leitet als Luft, kann sowohl die Wärmeübertragung
ohne Luftabstand nach dem Bimetall als als die Überlastbarkeit der Heizwicklung noch zusätzlich
verbessert werden.
Die Seite des Bimetalls mit der größeren Ausdehnung wird vorteilhafterweise aus dem bereits
genannten Grunde und auch deswegen in das Bogeninnere gelegt, weil damit ein Aufbiegen der
Thermostatenschleife erzielt wird, so daß bei der Bemessung des Heizkörperdurchmessers keine
Rücksicht auf ein Zusammenbiegen des Thermostatenbogens genommen zu werden braucht.
In einzelnen zeigen Abb. 5 und 6 Ausführungsbeispiele mit zweiteiligen Thermostaten, wo ein
besonderes glattes Übertragungsglied h bzw. ein zwecks Versteifung gesicktes Glied i die Verbindung
zur Stelle / bildet.
Das Übertragungsglied gemäß Abb. 7 ist als Verstrebungssystem mit frei stehenden, an den
Enden starr verbundenen Blechstreifen k ausgebildet.
Diese Übertragungsglieder können aus Bimetall oder anderem Werkstoff bestehen und am freien
Ende; des Bimetallstreifens mittels Schweißen, Nieten od. dgl. befestigt sein.
Bei Abb. 8 handelt es sich um einen einteiligen Thermostaten. Der Bimetallbogen läuft in Form
einer Schleife über einen in der Mitte des Fußes b angeordneten Schlitz oder spiralenförmig neben
dem Fuß zur Verklinkungsstelle f weiter. Die Krümmungen dieser außerhalb des geschlossenen
Bimetallfoogens liegenden Übertragungsteile aus Bimetall werden ebenfalls noch mitbeheizt und
unterstützen die erwünschte Auslösebewegung an der Stelle f noch zusätzlich.
Abb. 9 zeigt eine besonders raumsparende und stabile zweiteilige Anordnung, wobei das Übertragungsglied
m hochkant zur Biegebewegung, d. h. mit der Breitseite parallel zum Bogendurchmesser
des Thermostaten angeordnet und als kreisförmige Verlängerung des Bogens durch oder neben dessen
Fuß b zur Verklinkungsstelle f abgeführt ist.
Heizung und Thermostat brauchen sich nicht an die runde Form zu halten, sondern können auch
davon abweichend geformt, z. B. vieleckig oder elliptisch geformt sein.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Indirekt beheizter Thermostat für Installations-Selbstschalter, insbesondere Geräteschutzschalter mit den Heizkörper kreisbogenförmig umschließenden Thermostatenmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bimetallstreifen den Heizkörper über den vollen Kreisumfang umschließt und in unbeheiztem Zustand an der ganzen oder nahezu ganzen Heizfläche in mechanischer Berührung mit diesem oder dessen Isolationsmaterial steht, und das freie Ende des Bimetalls selbst oder über ein Zwischenstück zu einem Übertragungsglied bzw. Arbeitshebelarm verlängert ist.
- 2. Indirekt beheizter Thermostat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsglied zwecks Versteifung gesickt(i) oder als Verstrebungssystem mit frei stehenden, an den Enden starr verbundenen Blechstreifen (Ji) ausgebildet oder hochkant zur Biegebewegung angeordnet ist (m).
- 3. Indirekt beheizter Thermostat nach Anspruch ι bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß Thermostat und Übertragungsglied einteilig ausgebildet sind, derart, daß der Thermostatenbogen in Form einer Schleife über einen in der Mitte des Fußes (b) angeordneten Schlitz oder spiralenförmig neben dem Fuß zur Verklinkungsstelle (f) weiterläuft.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 747 776, 744 477, 431, 573 020, 568 250, 525 939, 506 564;
britische Patentschrift Nr. 211 492.·Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 609 854 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11092A DE961817C (de) | 1951-12-18 | 1951-12-18 | Indirekt beheizter Thermostat fuer Installations-Selbstschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11092A DE961817C (de) | 1951-12-18 | 1951-12-18 | Indirekt beheizter Thermostat fuer Installations-Selbstschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE961817C true DE961817C (de) | 1957-04-11 |
Family
ID=7258707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL11092A Expired DE961817C (de) | 1951-12-18 | 1951-12-18 | Indirekt beheizter Thermostat fuer Installations-Selbstschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE961817C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1513255B1 (de) * | 1965-03-12 | 1970-03-19 | Licentia Gmbh | Bimetallwärmeausl¦ser |
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-
1951
- 1951-12-18 DE DEL11092A patent/DE961817C/de not_active Expired
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