DE962318C - Radfelge - Google Patents
RadfelgeInfo
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Classifications
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- B60B5/02—Wheels, spokes, disc bodies, rims, hubs, wholly or predominantly made of non-metallic material made of synthetic material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
- Radfelge Beim Bau von Fahrrädern od.dgl. ist eine Ausrüstung dieser Fahrzeuge mit leichten Felgen erwünscht. Schon die üblichen Sporträder werden fast ausschließlich mit Leichtmetallfelgen ausgerüstet, um durch Gewichtsersparnis insbesondere der umlaufenden Massen einen leichten Lauf zu gewährleisten.
- Man hat deshalb. auch. versucht, eine Kunststoffelge aus einem mit Pheaol- und Kresolharz getränkten Gewebe durch Formpressen und Aushärtung bei Wärme herzustellen. Die Herstellung solcher Felgen bedingt jedoch eine große und teure Preßform sowie eine längere Härtezeit des Preßlings und eine längere Materialeinlegezent. Die Sprödigkeit des Harzes führt bei einer solchen Felge leicht zum Ausbröckeln einzelner Stellen, wenn Stöße und ständig schwellende Belastung, wie sie im Betrieb auftreten, die Struktur des Materials angreifen, es läßt aber auch die gesamte Elastizität insoweit zu wünschen; übrig, als das Material bei überbeanspruchung leicht zu Brüchen neigt. Zu, berücksichtigen ist außerdem, daß die Felge nicht als Hohlkörper gepreßt werden kann und durch ihre Dimensionierung und das relativ hohe spezifische Gewicht des Hartgewebes über doppelt so schwer als eine entsprechende Leichtmetallfelge ist. Außerdem ist solchen Felgen ein relativ hoher Stückpreis zu eigen.
- Diese Mängel konnten in der Praxis einer Kunststoffelge nicht zu einer breiten @An.wendungsmöglichkeit verhelfen. Die Erfindung geht deshalb einen neuen Weg, dergestalt, daß sie eine Radfelge, insbesondere für Fahrräder, Kinderfahrrüder u. dgl, schafft, die aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Polyamid, besteht. Die Erfindung ist weiter auf ein Verfahren zur Felgenherstellung gerichtet, das sich dadurch auszeichnet, daß die Radfelge als Profilstrang von bestimmter Länger gepreßt und, nachdem die Felge in eine entsprechende Rundform gebracht worden ist, an den Enden miteinander zu einem Ringkörper in an sich bekannter Weise verschweißt wird.
- Die Verwendung von, thermoplastischem Material gegenüber Metallen oder hartbaren Kunststoffen bringt neben der relativ einfachen Herstellung den Vorteil mit sich, daß beispielsweise bei Verwendung von Polyamid die Radfelge so hergestellt werden kann, daß sie praktisch überhaupt nicht bricht, denn die außerordentliche Elastizität dieses Kunststoffes sowie auch von hochmolekularem Niederdruckpolyäthylen ist derartig weitgehend, daß Stöße und Einbeulungen, die bei allen anderen Materialien zu bleibenden Verformungen führen, weitgehend aufgefangen werden und somit neben der größeren Haltbarkeit auch. eine erhöhte Sicherheit für den Radfahrer mit sich bringen. Die Festigkeitseigenschaften hochwertiger thermoplastischer Kunststoffe, insbesondere von Polyamid, liegen in der Größenordnung hartbarer Kunststoffe mit Leinwand- oder Glasfaserarmie rung. Unter der Voraussetzung gleicher Größenverhältnisse wird dabei das Felgengewicht geringer als bei Verwendung von Hartgewebe und läßt sich durch neue konstruktive Maßnahmen dem Gewicht der Leichmetallfelgen gleichstellen oder darüber hinaus verringern.
- Die Radfelge aus thermoplastischem Material gestattet nämlich bei der vorgeschlagenen. Herstellung eine spezielle Profilgebung zweckmäßig als gepreßter Profilstrang mit einer oder mehreren Hohlkammern. Dabei kann der Hohlkörper in sich noch durch Rippen in bestimmter Anordnung verbunden sein. und als wabenartiges Querschnittsprofil durch. Strangpressen erzeugt werden. Diese Methode bringt festigkeits- und gewichtsmäßige Vorteile mit sich, die allen Herstellungsverfahren für Felgen aus Metall oder hartbaren Kunststoffen fehlt. Auch können die bei Rennfelgen aus Metall bekannten Zwischenbeilagen aus Holz eingespart werden.
- Der aus der Strangpresse erzeugte Profilrohling wird. in einer Erwärmungsvorrichtung unmittelbar um eine Felgenform gelegt, wobei durch eine Gegenwalze das Profil kalibriert und fortbewegt wird. Nach einer bestimmten Länge, die zur Ausfüllung der Felgenform erforderlich ist, wird dann der Profilstrang abgeschnitten und an seinen. Enden in an sich bekannter Weise thermoplastisch verschweißt, entweder unter Zuhilfenahme von Heiß-Luft oder mittels Hochfrequenz oder anderer bekannter Methoden. Das Strangpressen von thermoplastischen Kunststoffen, auch von Polyamiden, ist zwar bei der Herstellung von norcmalen zylindrischen Rohren oder Vollprofilen grundsätzlich bekannt, jedoch ist das Strangpressen von Hohlkörpern oder Hohlprofilen mit innerer Verrippung noch, nicht angewendet worden.
- Bei allen. Ausführungsmöglichkeiten der thermoplastischen Kunststoffelge liegt ein weiterer Vorteil neben der schon erwähnten besonderen Elastizität und dem geringen Gewicht darin, daß eine Oberflächenbehandlung zum Zweck der Korrosionsverhinderung und des Farbüberzuges nicht notwendig ist.
- Eine besondere Verstärkung der Radfelge ist schließlich noch beim Verspannen der Felge erfindungsgemäß dadurch möglich, daß ein im Speichenabstand gelochtes, an sich bekanntes Felgenband aus Stahl unter die Nipperl gelegt wird; wodurch eine weitere Festigkeits- und Sicherheitserhöhung des gesamten. Ringkörpers gegeben ist.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. I die Felge im Querschnitt als Hohlprofil mit drei Hohlkammern und zwei Stegen in der Mitte, Fig. 2 die Felge aus einem Profilstrang hergestellt und an den Enden verschweißt in seitlicher Ansicht.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Radfelge, insbesondere für Fahrräder, Kinderfahrräder u.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß sie aus, einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Polyamid; besteht.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Radfelgen nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Felge als Profilstrang von bestimmter Länge gepreßt und, nachdem die Felge in eine entsprechende Rundform gebracht worden. ist, die Enden in bekannter Weise verschweißt werden.
- 3. Radfelge nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilstrang mit einer oder mehreren Hohlkammern gepreßt wird.
- 4. Radfelge nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstärken der Kunststoffelge ein im Speichenabstand gelochtes, an sich bekanntes Felgenband. aus Metall unter die Nippel gelegt wird. In Betracht gezogene Druckschriften.: Zeitschrift »Radmarkt«,.Nr.26I4 v. 28.6.41, S. 7 ; »Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure«, Nr. 36 v. 21. 12: 54, S. 1201; Fachblatt »Chemie-Industrie«, Zeitschrift für die Deutsche Chemie-Wirtschaft, Jahrg.III, Nr. io v. Oktober 1951, S. 708.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE962318C (de) |
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1955
- 1955-09-23 DE DEN11218A patent/DE962318C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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