DE963209C - Doppelmaschine - Google Patents
DoppelmaschineInfo
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- DE963209C DE963209C DEU2123A DEU0002123A DE963209C DE 963209 C DE963209 C DE 963209C DE U2123 A DEU2123 A DE U2123A DE U0002123 A DEU0002123 A DE U0002123A DE 963209 C DE963209 C DE 963209C
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- workpiece
- presser foot
- workpiece carrier
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B15/00—Machines for sewing leather goods
- D05B15/02—Shoe sewing machines
- D05B15/04—Shoe sewing machines for lock-stitch work
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Doppelmaschinen und sucht insbesondere Maschinen dieser Art so zu
verbessern, daß die von der Maschine gebildeten und auf dem nach oben gerichteten Sohlenrandteil
sichtbaren Nahtstiche gerad- bzw. gleichlinig liegen.
Doppelmaschinen haben bekanntlich eine gebogene Nadel, eine Ahle, einen Fadengeber und
eine Vorschubvorrichtung, die aus einem Drückerfuß und einem Werkstückträger besteht, wobei der
Drückerfuß in und außer Klemmeingriff mit dem Werkstück schwingbar ist. Um jedoch die Nahtstiche
in der vorerwähnten Weise anordnen zu können, so daß dieselben einen Perlstich bilden, in
dem die Stiche geradlinig hintereinanderliegen, ist die Drückerfußtätigkeit kritisch. Der von dem
Drückerfuß ausgeübte Druck muß nämlich stark genug sein, um ein festes Einziehen der Stiche,
und zwar in der vorerwähnten geradlinigen Anordnung, zu gestatten. Er darf jedoch nicht so
stark sein, daß der Arbeiter den Schuh beim Nähen nicht leicht um gekrümmte Schuhstellen herum, wie
z. B. um die Schuhspitze, drehen kann, und ferner darf er nicht so stark sein, daß der Sohlenrandteil
unter dem Druck zwischen dem Drückerfuß und dem Werkstückträger hervorspingt. Es war nun bisher
üblich, eine Nähmaschine, die ohne Beteiligung der
Ahle am Werkstückvorschub arbeitet, zur Erzielung eines exakten Werkstückvorschubes mit
einer mehrmaligen Aufschaltung des Drückerfußhochdruckes auszustatten. Gemäß der Erfindung
wird der Drückerfuß so betätigt, daß er nur von einem unmittelbar vor dem Einziehen jedes Stiches
einsetzenden Zeitpunkt an und bis die Ahle das Werkstück völlig durchstochen hat einen Hochdruck
ausübt, wodurch die erwünschte Wirkung
ίο herbeigeführt wird.
Um ferner dazu beizutragen, daß die Stiche geradlinig hintereinander zu liegen kommen, wird
eine Fadenverschiebung seitlich zur fortlaufenden Naht erfindungsgemäß durch Einstellung des
Fadens mittels einer Schulter auf der Stützfläche des Werkstückträgers verhindert. Bei der Ausführung
der Maschine mit einem bewegbaren Schwingträger für den Drückerfuß und den Werkstückträger
ist erfindungsgemäß ein Knickhebel in dem Antrieb des Schwingträgers mit einem verstellbaren
Bügel verbunden, der eine gehäusefeste Drehachse hat, wobei der Knickhebelbolzen des
Knickhebels während des Werkstückeinschubes von der Mitte der Drehachse des Bügels hinweg und
während der Rückbewegung der Vorschubvorrichtung nach der Mitte dieser Drehachse hin bewegt
wird. Diese Einzelmerkmale der Erfindung sollen jedoch nur in Verbindung mit den Merkmalen der
Ansprüche 1 und 2 unter Schutz stehen. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann zur
Aufnahme des Fadens neben dem die Nadel und die Ahle bei ihren Schwingbewegungen aufnehmenden
Schlitz in dem Werkstückträger ein verengter Durchgang ausgebildet sein.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Drückerfußgetriebes
;
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Nähstelle, teilweise
im Schnitt;
Fig. 3 ist ein Grundriß des Schwingträgers zum Bewegen des Werkstückträgers und des Drückerfußes
in der Vorschubrichtung;
Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach der Linie IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5 ist ein Grundriß der Stützfläche des Werkstückträgers
nach einer Ausführungsform;
Fig. 6 ist eine Seitenansicht des Werkstückträgers nach Fig. 5;
Fig. 7 ist ein Schnitt gemäß Linie VII-VII der Fig. 6;
Fig. 8 ist ein Grundriß der Stützfläche des Werkstückträgers nach einer anderen Ausführungsform;
Fig. 9 ist eine Seitenansicht des Werkstückträgers nach Fig. 8;
Fig. 10 ist die Darstellung des üblichen Verlaufes der Nahtstiche;
Fig. 11 ist eine Darstellung des geradlinigen Verlaufes
der Nahtstiche nach der Erfindung.
Die Maschine hat eine gebogene Hakennadel 2 (Fig. 1), einen Greifer 4, eine gebogene Ahle 6 und
einen Fadengeber 7 (Fig. 2), der jeden Stich in dem Werkstück straffzieht und einzieht. Diese
Werkzeuge werden von einer Hauptwelle 8 (Fig. 11 aus betätigt. Die Vorschubvorrichtung für das
Werkstück besteht aus einem \¥erkstückträger 10 und einem Drückerfuß 12. Während die Ahle in
das Werkstück eingestochen ist, wird die Vorschubvorrichtung entgegengesetzt zur Vorschubrichtung
zurückbewegt. Der Werkstückträger 10 ist an einem Schwingträger 16 befestigt, mit dem ein
zweiarmiger, den Drückerfuß tragender Hebel 20 verzapft ist. Der Schwingträger 16 ist mit einer
schräg verlaufenden Welle 18 verklemmt, die einen festgelegten Drehpunkt für den Schwingträger
bildet.
Zum Schwingen des Drückerfußes in und außer Klemmlage ist der Hebel 20 durch einen Lenker 24
mit einem Ende eines freien Hebels 28 schwingbar verbunden. Der Hebel 28 ist zwischen seinen Enden
auf einem Drehbolzen 30 gelagert, der mit einer Sperrvorrichtung für den Drückerfuß verbunden
ist. Das andere Ende des Hebels 28 ist durch einen Lenker 34 mit einem Hebel 36 verbunden, der um
die Achse einer Welle 38 schwingt und eine Rolle 40 trägt. Die Rolle 40 führt sich in einer
Nut einer auf der Welle 8 befestigten Kurvenscheibe 42.
Der Drehbolzen 30 sitzt in einem Hebel 44, dessen eines Ende um einen am Maschinengehäuse
festgelegten Drehpunkt schwingt. Das freie Ende des Hebels 44 ist mit zwei Parallellenkern 54 verzapft,
und die Lenker wiederum sind schwingbar mit Keilen 58 verbunden, die in einem Gehäuse 50
für die vorerwähnte Sperrvorrichtung verschiebbar sind. Die Keile 58 werden in dem Gehäuse zum
Sperren des Drückerfußgetriebes durch Rollen oder Kugeln 60 festgelegt, die durch einen Hebel 62„zur
Wirkung gebracht werden.
Der Drückerfuß 12 wird auf folgende Weise während jedes Nähzyklus unter Vordruck im Eingriff
mit dem Werkstück gehalten: Mit den Lenkern 54 ist ein C-förmiger Lenker 64 verzapft, der
durch einen Lenker 66, einen Hebel 70, einen Lenker 74 und einen Hebel 76 mit einem Ende einer i°5
Feder 68 verbunden ist. Das andere Federende ist mit einer Verstellvorrichtung 88 verbunden,
welche den von der Feder ausgeübten Zug verändern kann.
Ein Arm des Hebels 62 ist mit einem Lenker 90 no
verzapft. An einem Ansatz des Lenkers 90 liegt das Unterende eines Doppelhebels 98 an. Eine Rolle
100 am Oberende des Doppelhebels 98 führt sich in einer Nut einer auf der Welle 8 befestigten Kurvenscheibe
und schwingt den Hebel 62 zeitweise H5 über den Lenker 90 gegen den Druck einer
Feder 96.
Das oben beschriebene Drückerfußgetriebe ist im
allgemeinen bekannt. Um jedoch die Vorteile der vorliegenden Erfindung besser hervorheben zu kön- !20
nen, wird hier erst der Arbeitsgang einer bekannten Doppelmaschine, insbesondere soweit der
Arbeitsgang die Drückerfußtätigkeit betrifft, beschrieben. Beim Beginn eines Nähzyklus schwingt
die Feder 68 oder eine ihr entsprechende Feder den Drückerfuß unter Vordruck in Eingriff mit dem
Werkstück, und die Sperrvorrichtung für den Drückerfuß wird eingeschaltet. Der Drückerfuß
erhält dann, ehe die Ahle das Werkstück gänzlich durchstochen hat und nachdem der Fadengeber den
Faden eingezogen hat, eine zusätzliche Klemmwirkung, um das Werkstück unter Hochdruck
stärker zusammenzupressen. Am Ende des Ahleneinstechhubes wird der Drückerfuß angehoben und
zusammen mit dem Werkstückträger um eine Stichlänge zurückbewegt, worauf die Sperrvorrichtung
für den Drückerfuß ausgelöst und der Drückerfuß unter der Wirkung seiner Feder 68 wieder in Eingriff
mit dem Werkstück bewegt wird. Der Drückerfuß wird darauf wieder unter zusätzlichen
Klemmdruck gesetzt. Ungefähr am Ende des Nähzyklus wird der Hochdruck aufgehoben, und der
Drückerfuß steht dann wieder nur unter der Wirkung der Feder 68.
Um nun die Stiche fester und gleichmäßiger einzuziehen,
als es bisher mit einer gegebenen Fadenstärke möglich war, und durch den Drückerfuß
einen stärkeren Klemmdruck als bisher auszuüben, hat die Kurvennut, in der sich die Rolle 40 jetzt
führt, nur einen einzigen exzentrischen Teil, der am Beginn jedes Nähzyklus den Drückerfuß unter
Hochdruck gegen das Werkstück preßt, und zwar setzt diese Hochdruckwirkung eher als in den bekannten
Maschinen ein, d. h. vor dem Einziehen des Stiches durch den Fadengeber. Diese Hochdruckwirkung
wird eingehalten, bis die Ahle das Werkstück völlig durchstochen hat. Nach dem Festziehen
jedes Stiches gibt der Fadengeber eine Fadenlänge aus, und der Drückerfuß wird angehoben,
um sich zusammen mit dem Werkstückträger zurückzubewegen. Hierauf wird die Sperrvorrichtung
für den Drückerfuß ausgelöst, und die Feder 68 schwingt den Drückerfuß wieder in Eingriff
mit dem Werkstück, wobei der nun regelmäßig gekrümmte Teil der Kurvennut dem Drückerfuß gestattet, ungefähr bis zum Ende des
Nähzyklus unter der alleinigen Einwirkung der Feder 68 zu stehen. Die Kurvennut ist so ausgebildet,
daß der Hochdruck nach einer Drehung der Welle 8 von io° einsetzt und nach einer Drehung
von ungefähr 500 aufgehoben wird, so daß also die Wirkungslänge der Kurvennut zur Ausübung des
Hochdruckes 400 beträgt.
Die Zeitspanne der am Beginn des Nähzyklus stattfindenden Hochdruckwirkung des Drückerfußes
ist so kurz bemessen, daß nunmehr der Sohlenrandteil nicht wie in den bekannten Maschinen
während der Hochdruckwirkung zwischen dem Drückerfuß und dem Werkstückträger herausspringt,
selbst wenn der Sohlenrandteil nur schmal ist, da ja beim Werkstückvorschub kein Hochdruck
ausgeübt wird. Das Werkstück steht jedoch während des Sticheinziehens und bis nach dem vollen
Stechhub der Ahle unter Hochdruck, so daß der Hochdruck dem Ahlenhub widerstehen und jeder
Stich besonders fest eingezogen werden kann, wobei, wie aus Fig. 2 ersichtlich, das sich nach dem
Aufheben des Hochdruckes etwas ausdehnende Werkstück die Stiche fester, als es sonst möglich
wäre, festzieht. Dies ist besonders bei Perlstichen, deren Stiche gerad- bzw. gleichlinig hintereinanderliegen,
von Vorteil, da die Stiche sich dann nicht verziehen können.
Beim Nähen mit Perlstichen soll das linke Ende eines Schlitzes, der in dem Werkstückträger ausgebildet
ist und durch den die Ahle und die Nadel sich bewegen, immer so nahe wie möglich zur
Nadelbahn eingestellt sein, so daß der Werkstückträger den Faden in dem vorhergebildeten Stich
möglichst nah zur Nadelbahn festklemmt. Infolgedessen wird dann beim Ausstechen der Nadel mit
dem Nadelfaden aus dem Werkstück zum großen Teil die Gefahr behoben, daß der Nadelfaden zwischen
dem letztgebildeten Stich und dem zu bildenden Stich verkehrt zu liegen kommt.
Da jedoch in den bekannten Maschinen die Stichlänge gegebenenfalls bei der Stichbildung verändert
wird, wird dann auch der Abstand zwischen dem linken Schlitzende und der Nadel verändert, was
zu Variationen in der Fadenlage und zu Störungen in der Perlstichanordnung führen kann. Es sind
nunmehr Verbindungen in dem Antrieb des Schwingträgers 16 so verstellbar, daß am Ende der
Rückbewegung des Drückerfußes das linke Schlitzende des Werkstückträgers immer in demselben
Abstand von der Nadelbahn eingestellt ist. Wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, ist ein Arm des Schwingträgers
16 durch einen Exzenterbolzen 106 mit einem Arm 108 eines Knickhebels verbunden,
dessen Arm 112 mit einem Bügel 116 verzapft ist. Der Bügel 116 ist in einem festen Lager 120 des
Maschinengehäuses drehbar. Ein Arm 122 des Bügels 116 ist an einen Lenker 124 angelenkt, der
wiederum mit einem Winkelhebel 126 verbunden ist. Der Winkelhebel 126 ist durch einen Lenker
128 mit einem von Hand betätigten Hebel 130 verbunden,
der in der Nähe der Nähstelle gelagert ist.
Der Knickhebel 108, 112 wird auf folgende
Weise betätigt: Der Knickhebelbolzen 110 des Knickhebels ist durch einen Lenker 132 mit einem
Hebel 134 verbunden. Eine Rolle 136 an dem Hebel 134 führt sich in einem Schlitz einer Kurvenscheibe
138 auf der Welle 8. Der Hebel 134 bewegt den Knickhebelbolzen 110 nach der Mitte des
Lagers 120 hin, d. h. in die mit einer ausgezogenen Linie dargestellte Einstellage der Fig. 3 und 4,
während der Drückerfuß und der Werkstückträger entgegengesetzt zur Vorschubrichtung zurückschwingen,
und bewegt ihn in die durch eine gestrichelte Linie dargestellte Einstellage zurück,
während der Schwingträger 16 das Werkstück vorschiebt.
Hierdurch wird das linke Ende des Werkstückträgerschlitzes möglichst nahe zur Nadelbahn
eingestellt, und die von dem letztgebildeten Stich nach dem vorhergebildeten Stich verlaufende
Fadenlänge 140 (Fig. 2) wird immer durch den Werkstückträger möglichst nahe zur Nadel festgeklemmt.
Die Kurvenscheibe 138 übt über die Vorschubvorrichtung während jedes Vorschubhubes
einen andauernden, d. h. längere Zeit wirkenden, nach hinten der Maschine gerichteten Zug
auf das Werkstück aus. Während der Rückbewe-
gung der Vorschubvorrichtung erteilt sie aber dem Werkstück einen plötzlichen, nach vorn der Maschine
gerichteten Stoß.
Ein weiterer Vorteil erwächst daraus, daß der Drückerfuß während des Werkstückvorschubes nur
unter der Wirkung der Feder 68 steht. Es kann nämlich der Klemmdruck zu dieser Zeit durch
Verstellen der Vorrichtung 88 verändert werden, um gegebenenfalls bei dicken, starren Werkstücken
ίο den Klemmdruck zu erhöhen und bei schlaffen, dünnen Werkstücken den Klemmdruck zu vermindern.
Um ferner zu einer gleichlinigen Anordnung der Nahtstiche hintereinander beizutragen, wie in
Fig. 11 dargestellt, kann der Werkstückträgerschlitz, der in Fig. 5 und 7 bei 146 dargestellt ist,
an seinem linken Ende einen verengten Durchgang 162 haben, der zu schmal ist, um die Nadel aufzunehmen,
jedoch eben breit genug ist, um den Nadelfaden aufzunehmen, so daß eine Verschiebung
der Fadenlängen, die je nach dem Fadenfinger freigegeben sind und von der ausstechenden
Nadel nach der Nähstelle hingezogen werden, nach vorn oder hinten, d. h. quer oder schräg zur fortlaufenden
Naht, verhindert wird. Somit kommen die Stiche in erwünschter Weise gleichlinig hintereinander
zu liegen.
Unter Umständen, beispielsweise um gewissen Modeansprüchen Rechnung zu tragen, soll der
gleichlinige Verlauf der Perlstichnaht durch Verminderung der Stichbreite hervorgehoben werden.
Somit ist, wie aus Fig. S bis 7 ersichtlich, am linken Ende der Stützfläche des Werkstückträgers,
längs einer Seite des Durchganges 162, eine Schulter
164 ausgebildet, die an dem Schlitz 162 ausmündet und gegen die Längsteile des Nahtfadens
drückt. Die Schulter 164 hat einen Formeffekt, der noch durch die vorerwähnte, von dem Drückerfuß
und dem Werkstückträger bei ihrer Rückbewegung in Vorschublage ausgeübte Stoßwirkung verstärkt
wird, wobei diese Stoßwirkung in der Richtung nach der Naht ausgeübt wird. Dieses Formen bzw.
Pressen der Stiche erhöht die Stiche bei der Verminderung ihrer Breite.
Soll die Breite der Stiche noch weiter vermindert werden, so kann der Schulter 164 gegenüber
eine zweite Schulter 166 ausgebildet werden. Zwischen den beiden Schultern 164, 166 entsteht dann
eine in den Schlitz 146 ausmündende Nut auf der Stützfläche des Werkstückträgers. Die Nut ist gewöhnlich
etwas schmaler als der Durchgang 162 und hat an ihrem nach der Vorschubrichtung hin
liegenden Ende eine Ausschweifung, um die Vorschubbewegung des Schuhes um gebogene Schuhteile
herum, wie an der Schuhspitze, nicht zu erschweren. Die beiden Schultern 164, 166, die allmählich
in die Oberkanten des Durchganges 162 übergehen, drücken die Stiche zwischen sich zusammen.
Am linken Ende des Durchganges 162 kann eine Abflachung 168 auf der Stützfläche des Werkstuckträgers
ausgebildet sein. Diese Abflachung liegt in einer etwas höheren Ebene als die neben
dem Schlitz 146 liegenden Stützteile und dient dazu, die Stiche etwas abzuflachen, damit dieselben
nicht zu hoch stehen, und dabei die Stiche tiefer in das Werkstück hineinzupressen. Die Naht erhält
hierdurch, im Querschnitt gesehen, ungefähr ein viereckiges Aussehen.
Oft soll die Naht in Rahmenschuhen so nahe wie möglich zum Schuhschaft, in dem Winkel zwischen
dem Rahmen und dem Schuhschaft, zu liegen kommen. Die vordere Innenfläche des Durchganges
muß dann eine Fortsetzung der entsprechenden Schlitzfläche bilden. In Fig. 8 sind ein solcher
Durchgang 170 und Schlitz 172 dargestellt. Da hierbei nur ein schmaler Werkstückträgerteil zwischen
der vorderen Innenfläche des Durchganges und der vorderen Außenfläche des Werkstückträgers
verbleibt, ist nur eine abgerundete Hinterschulter 174 (Fig. 9) vorgesehen, die etwas über
der hinteren Innenfläche des Durchganges vorsteht, wobei diese hintere Innenfläche weiter nach vorn
liegt als die hintere Innenfläche des Schlitzes 172.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Doppelmaschine mit einer Nadel, einem Fadengeber, einer aus einem Drückerfuß und einem Werkstückträger bestehenden Vorschubvorrichtung, einer den Drückerfuß nachgiebig in Eingriff mit dem Werkstück schwingenden Feder und einer den Drückerfuß unter Hoch- gs druck setzenden Kurvenscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (42) eine Kurvennut hat, die so ausgebildet ist, daß der Drückerfuß während jedes Nähzyklus nur für eine Zeitspanne, die unmittelbar vor dem Einziehen des Stiches in das Werkstück durch den Fadengeber einsetzt und bis zur Beendigung des Einstechhubes der Ahle durch das Werkstück anhält, unter Hochdruck steht.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf der Stützfläche des Werkstückträgers (10) ausgebildete Schulter (170), welche die Nahtstiche gleichlinig zueinander einstellt und den Längsteil jedes Stiches durch einen dem Werkstückträger (10) bei seiner Rückbewegung von seinem Antrieb (138) erteilten, nach der Naht hin gerichteten Stoß formt.
- 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2 mit einem bewegbaren Schwingträger für den Drückerfuß und den Werkstückträger, dadurch gekennzeichnet, daß ein Knickhebel (108, 112) in dem Antrieb des Schwingträgers (16) mit einem verstellbaren Bügel (116) verbunden ist. der eine gehäusefeste Drehachse hat, und daß der Knickhebelbolzen (110) des Knickhebels während des Werkstückvorschubes von der Mitte der Drehachse des Bügels (116) hinweg und während der Rückbewegung der Vorschubvorrichtung nach der Mitte dieser Drehachse hin bewegt wird.
- 4. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger neben seinem die Nadel aufnehmenden Schlitz (146) einen verengten Durchgang (162) hat, der die Bewegung des von der Nadel durch das Werkstück gezogenen Fadens seitlich zum Nahtverlauf begrenzt.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Naht formende Schultern (164, 166) zu beiden Seiten des Durchganges (162).In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 223 192, 269 812, 990, 892 853.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen -609 872 4. 5f
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US308805A US2700350A (en) | 1952-09-10 | 1952-09-10 | Shoe outsole sewing machine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE963209C true DE963209C (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=23195468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU2123A Expired DE963209C (de) | 1952-09-10 | 1953-04-03 | Doppelmaschine |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2700350A (de) |
| DE (1) | DE963209C (de) |
| FR (1) | FR1080902A (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE269812C (de) * | ||||
| DE661990C (de) * | ||||
| DE223192C (de) * | ||||
| DE892853C (de) * | 1939-03-22 | 1953-10-12 | United Shoe Machinery Corp | Steppstich-Schuhnaehmaschine |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2527196A (en) * | 1940-02-10 | 1950-10-24 | Pedersen Vilhelm | Presser foot for shoe sewing machines |
| US2354729A (en) * | 1942-02-02 | 1944-08-01 | United Shoe Machinery Corp | Shoe sewing machine |
| US2580238A (en) * | 1943-01-30 | 1951-12-25 | Bata Narodni Podnik | Presser foot control for sewing machines |
-
1952
- 1952-09-10 US US308805A patent/US2700350A/en not_active Expired - Lifetime
-
1953
- 1953-04-03 DE DEU2123A patent/DE963209C/de not_active Expired
- 1953-06-11 FR FR1080902D patent/FR1080902A/fr not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE269812C (de) * | ||||
| DE661990C (de) * | ||||
| DE223192C (de) * | ||||
| DE892853C (de) * | 1939-03-22 | 1953-10-12 | United Shoe Machinery Corp | Steppstich-Schuhnaehmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2700350A (en) | 1955-01-25 |
| FR1080902A (fr) | 1954-12-14 |
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