DE963341C - Empfangsuebersetzer fuer Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit Typenrad - Google Patents
Empfangsuebersetzer fuer Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit TypenradInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 9. MAI 1957
V 8866 VIIIa/ 21 a1
Der Empfangsübersetzer für Fernschreibmaschinen hat bekanntlich die Aufgabe, mechanische
Glieder nach Maßgabe der jeweils ankommenden Stromschrittkombination so zu bewegen, daß die
der Kombination entsprechende Type ausgewählt und in eine Stellung übergeführt wird, in der sie
der Druckmechanismus zum Abdruck bringen kann. Kennzeichnend für den Empfangsübersetzer
ist das Merkmal, daß er eine der Anzahl der Stromschritte einer Schrittgruppe entsprechende
Anzahl verstellbarer Wählglieder hat, die von einem Sucher abgetastet werden. Jeder Schrittgruppe
entspricht eine einzige Stellungskombination sämtlicher Wahlglieder. In dieser Stellung
spricht der Sucher an und löst seinerseits einen Steuervorgang aus, nach dessen Ablauf die richtige
Type zum Abdruck kommt.
Bei den bekannten Empfangsübersetzern dieser Art für mit einem Typenrad ausgerüsteten Typendruckern
haften den Wählgliedern und dem Sucher eine Reihe von Nachteilen hinsichtlich Ausbildung
und Wirkungsweise an. Die bekannten gleichachsig angeordneten kreisringförmigen Wählglieder mit
im Innern der Kreisringe angeordnetem Sucher
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haben den Nachteil, daß der Raumbedarf des Übersetzers groß ist, da die Innenlage des Suchersy,stems
einen großen Durchmesser der Kreisringeverlangt. Außerdem findet während des Betriebes
des Fernschreibers ein ständiger Reibungskontakt zwischen der Abtastkante des Suchers und dem
Innenumfang sämtlicher Kreisringe statt, so daß der Übersetzermechanismus einem hohen Verschleiß
ausgesetzt ist. Ferner müssen die Kreisringe aus Festigkeitsgründen verhältnismäßig
stark sein. Hierdurch ist die zu bewegende Masse so groß, daß der die Kreisringe antreibende Empfänger
einen erheblichen Kraftaufwand aufbringen muß.
Es sind Empfangsübersetzer mit Wählscheiben an Stelle von Wählringen bekannt. Auf diesen
Wählscheiben sind in einem Kreisbogen um den Scheibenmittelpunkt Bohrungen in ungleichmäßigen
Abständen verteilt. Diese Scheiben sind nach Maßgäbe der empfangenen Schrittkombination derart
einstellbar, daß sich für jede empfangene Schrittkombination die Bohrung einer Scheibe mit den.
Bohrungen aller übrigen Scheiben deckt. Die Deckungslage wird von einem Sucherglied abgetastet.
Ein Empfangsübersetzer dieser Art zeichnet sich dadurch aus, daß die zu bewegende
Masse klein ist, jedoch ist der Abtastmechanismus bei einer bekannten Ausführungsform dieser Art
von Übersetzern durch Anordnung von Klinken, Kupplungsscheiben, Stiften und reihenweise angeordneten
Kugeln verwickelt und störanfällig, Insbesondere ist die Verwendung einer Kugelreihe
als Mittel zur Kraftübertragung auf einen vom Sucherglied abzutastenden Stift funktionstechnisch
ungünstig, da es leicht vorkommen kann, daß eine Stiftauswahl entweder überhaupt nicht oder sogar
falsch zustande kommen kann.
Die Erfindung betrifft einen Empfangsübersetzer für Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker
mit Typenrad, bei denen Wählscheiben mit in einem Kreisbogen um den Scheibenmittelpunkt
in ungleichmäßigen Winkelabständen verteilten Bohrungen nach Maßgabe der empfangenen
Schrittkombination derart einstellbar sind, daß sich für jede empfangene Schrittkombination die
Bohrung einer Scheibe mit den Bohrungen aller übrigen Scheiben deckt und diese Deckungslage
von einem Sucherglied abtastbar ist. Bei einem Empfangsübersetzer dieser Art sind die obenerwähnten
Nachteile und Unvdllkommenheiten des zur Auswertung der eingestellten kreisförmigen
. Wählscheiben bestimmten Abtastmechanismus unter Wahrung des Vorteils einer Verringerung der zu
bewegenden. Masse erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß nach Herstellung einer Deckungslage·
der Bohrungen die Druckerwelle über eine Steuerung eine Steuerscheibe in eine Stellung überführt,
in der diese die Verriegelung einer der Anzahl der Bohrungen einer Wählscheibe entsprechenden An,-zahl
längs verschiebbarer Stifte derart aufhebt, daß ein einziger Stift die in Deckungslage be-■findlichen
Bohrungen durchdringt und in den Weg des Suchergliedes gelangt oder in diesem Weg
verharrt. Da die Stifte die Bohrungen der Wählscheiben nach Herstellung der Deckungslage durch- 6g
dringen und an der Herstellung dieser Deckungslage weder beteiligt sind noch diese Deckungslage
irgendwie beeinflussen können, kann es niemals eintreten, daß eine Stiftauswahl gar nicht oder
falsch zustande kommt. Durch die Lage des Suchersystems außerhalb der von den Scheiben
gebildeten Wählglieder ist die Größe des Durchmessers der Scheiben unabhängig von dem Suchersystem.
Infolgedessen zeichnet sich der Übersetzer nach der Erfindung durch geringen Raumbedarf
aus. Dies ist bei Fernschreibmaschinen mit ihren zahlreichen mechanischen Schaltelementen von erheblicher
Bedeutung. Als weiterer Vorteil ergibt sich eine unter dem Gesichtspunkt der Verschleißfestigkeit
günstige Gestaltung der in Reibungsberührung miteinander stehenden Teile der Wähl-,
Such- und Abtastvorrichtungen. Die erfindungsgemäßen Scheiben können, da sie einen nur kleinen
Durchmesser zu haben und bei günstiger Lagerung keine großen Kräfte aufzunehmen brauchen, sehr
dünn gehalten sein. Hierdurch ist die ständig in Bewegung zu setzende und wieder abzufangene
Masse klein. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die
Betriebssicherheit aus und führt auch zu Materialersparnissen.
Ein Ausführungsbeispiel des Empfangsübersetzers nach der Erfindung ist in der Zeichnung in
etwa doppelter Größe dargestellt.
Abb. ι zeigt den Übersetzer in schaubildlicher Ansicht mit teilweise abgebrochen gezeichneten
Einzelteilen in der Ausgangs- oder Nullstellung; Abb. 2 zeigt den Übersetzer in einer Teildarstellung
der Abb. 1 während des Suchvorganges;
Abb. 3 zeigt eine einzelne Wählscheibe in. Ansicht ; too
Abb. 4 zeigt sämtliche aufeinandergelegten fünf Wählscheiben ebenfalls in Ansicht.
Das Gehäuse 1 des Übersetzers ist, gegen Drehung gesichert, auf einer mit der Druckerwelle 2
starr verbundenen Wellenbuchse 3 gelagert. Auf einem Ringflansch 4 des Gehäuses 1. sind fünf
Wählscheiben 5 unabhängig voneinander drehbar gelagert, deren Ausbildung aus Abb. 3 hervorgeht.
Hiernach hat jede Wählscheibe 5 eine zur Lagerung der Scheibe auf dem Flansch 4 dienende zenirische
Bohrung 6. Außerdem sind weitere Bohrungen 7 in einem Kreisbogen um den Scheibenmittelpunkt
in ungleichmäßigen Winkelabständen verteilt. Die Anzahl der Bohrungen 7 richtet sich
nach dem für den Fernschreiber verwendeten Telegraphenalphabet. Beim Fünfschrittealphabet
nach CCIT mit seinen zweiunddreißig Schrittgruppen bei vierundsechzig Zeichen und Sonderfunktionen
sind sechzehn Bohrungen 7 erforderlich, wenn" diese Zeichen in vier übereinanderliegenden
Reihen auf dem Typenrand verteilt sind. Die Winkelabstände dieser sechzehn Bohrungen
sind bei allen fünf Scheiben unterschiedlich und so bemessen, daß bei jedem Übersetzungsvorgang
immer nur für die eine einzige Schrittgruppe fünf Bohrungen 7, von denen jede einer anderen Wähl-
scheibe angehört, miteinander zur Deckung kommen, wie dies aus Abb. 4 hervorgeht. Jede Wählscheibe
hat an ihrem Umfang einen Arm 8, an dem
ein Steuerglied 9 des nicht dargestellten Empfängers angreift.
Der Abtastmechanismus für die sechzehn Bohrungen. 7 jeder Wählscheibe besteht aus so viel
Stiften 10, wie Bohrungen 7 in einer Wählscheibe vorhanden sind. Zur Vereinfachung der Darstellung
ist in Abb. 1 und 2 nur ein einziger Stift 10 veranschaulicht. Diese Stifte sind parallel zur
Druckerwelle 2 einerseits in Bohrungen 1 r des Gehäuses i, anderseits in Bohrungen 11' einer Steuerscheibe
12 drehbar gelagert, die mit ihrem Ringflansch 13 in den Ringflansch 4 des Gehäuses 1
geschoben ist. Die beiden Ringflansche sind durch eine Nut- und Federverbindung 14 derart miteinander
gekuppelt, daß sich der Flansch 13 unter Mitnahme der Steuerscheibe 12 zwar axial verschieben,
jedoch nicht drehen kann. An der Stirnfläche des Flansches 13 sitzt ein Flachnocken. 15,
der mit einem gleichartigen, an der Stirnfläche der Buchse 3 vorgesehenen Nocken 16 zusammenwirkt.
Die Bohrungen 11 gehen in halbrunde Ausfräsungen 17 über, die auf einer Ringschulter 18 des Gehäuses
ι angeordnet sind. An der Steuerscheibe 12 ist ferner eine Buchse 19 befestigt, die zur Führung
einer Druckfeder 20 dient. Für diese Feder bildet die Scheibe 12 ein nachgiebiges Widerlager,
während das feste andere Widerlager der Feder nicht veranschaulicht ist.
Jeder Stift 10 hat einen Bund 21, gegen den sich
eine Druckfeder 22 mit einem nicht dargestellten festen Widerlager legt. Dem Bestreben der Feder
22, den Stift 10 in der Pfeilrichtung 23 zu verschieben, ist durch die Steuerscheibe 12 ein Hindernis
entgegengesetzt, da in der Betriebsstellung nach Abb. 1, in der die Flachnocken 15, 16 aufeinander
aufgelaufen sind, der Bund 21 einen An- J schlag an der Steuerscheibe 12 findet. Der Stift 10
ist ferner durch eine ringförmige Ausfräsung gekennzeichnet, in deren Bereich der Durchmesser
des Stiftes um etwa zwei Drittel vermindert ist. Mit diesem schwächeren Teil 24 liegt der Stift 10
in der Betriebsstellung nach Abb. 1 innerhalb der Bohrungen 7 der Wählscheiben 5.
Zum Abtastmechanismus gehört ferner eine auf der Buchse 3 verkeilte Lagerscheibe 25 für einen
parallel zur Druckerwelle 2 verlaufenden Bolzen 26. An dem einen Ende dieses Bolzens sitzt eine
Sucherklinke 27 und an dem anderen Ende eine Schaltklinke 28, die in die Zähne eines Schaltrades
29 eingreifen kann, das lose auf der Buchse 3 sitzt.
Ergänzt wird der beschriebene Mechanismus durch einen Anschlag 30, der die Ausgangs- oder
Nullstellung der Wählscheibe 5 bestimmt sowie durch eine Klinke 31, die in Sperrzähne 32 eines
Ansatzes 33 der Wählscheiben 5 greifen kann·. Die Wirkungsweise des beschriebenen Übersetzers
ist folgende. In der in Abb. 1 dargestellten Ausgangs- oder Nullstellung des Übersetzers, die
durch die Anlage des Ansatzes 33 der Wählscheiben 5 am Anschlag 30 gekennzeichnet ist,
nehmen die Nocken 15, 16 die veranschaulichte
Stellung ein, die bedingt, daß der Flansch 13 nach rechts entgegen der Wirkung der Feder 20 verschoben
ist. Infolgedessen nimmt auch die Steuerscheibe 12 eine Stellung ein, in der sie über den
Bund 21 jedes Stiftes 10 sämtliche Stifte so weit nach rechts geschoben hat, daß der schwächere
Teil 24 jedes Stiftes innerhalb der Bohrungen 7 der Wählscheibe 5 liegt. Die linken Enden aller
Stifte 10 ruhen also innerhalb des Gehäuses 1 und liegen nicht auf den halbrunden Ausfräsungen 17
der Ringschulter des Gehäuses 1.
Sobald eine Schrittgruppe empfangen wird, verstellt das Steuerglied 9 die Wählscheiben 5 über
deren Arme 8 nach Maßgabe der die betreffende Schrittgruppe kennzeichnenden Kombination der
fünf Stromschritte. Der Verstell winkel jeder Wählscheibe 5 ist sehr klein und liegt innerhalb
der Bewegungsfreiheit, die jeder Scheibe durch den schwächeren Teil 24 der Stifte 10 gegeben ist.
Sobald durch die Einwirkung des Steuergliedes 9 die fünf Wählscheiben so zur Deckung gekommen
sind, daß deren Bohrungen an einer einzigen Stelle genau übereinanderliegen (Abb. 4), wird die
Buchse 3 zur Ausführung einer einmaligen. Umdrehung in der gekennzeichneten Pfeilrichtung
vom Empfänger aus über Kupplungen freigegeben. Die Antriebskraft für diese einmalige Umdrehung
liefert der Motor des Fernschreibers. Durch die Drehung der Buchse 3 verläßt deren Nocken 16
den stehenbleibenden Nocken 15 der Buchse 13, so daß diese unter der Wirkung der Feder 20 eine
Gleitbewegung nach links ausführen muß und hierbei die Steuerscheibe 12 mitnimmt. Auf diese
Weise verliert jeder Bund 21 der Stifte 10 seinen Anschlag, so daß die Feder 22 desjenigen Stiftes
10, der den zur Deckung gekommenen Bohrungen 7 der Wählscheiben 5 gegenüberliegt, diesem Stift
eine Bewegung nach links aufzwingt. Alle übrigen Stifte verharren in ihrer bisherigen Stellung, da
sie die Wählscheiben 5 mangels Deckung der betreffenden Bohrungen 7 nicht durchdringen können.
Derjenige Stift 10, dem die Möglichkeit gegeben wurde, eine Längsverschiebung durch die Bohrungen
7 der Wählscheibe hindurch auszuführen, gelangt mit seinem freien Ende in die Ausfräsungen
17 der Ringschulter 18 des Gehäuses 1.
An der Drehung der Buchse 3 in der gekennzeichneten Pfeilrichtung nimmt die Scheibe 25 teil.
Infolgedessen kreist der Bolzen 26 auf der Ringschulter 18 und führt in dem Augenblick eine
Schwenkbewegung um seine eigene Achse aus, in dem die Sucherklinke 27 über das Ende des aus
dem Gehäuse 1 hinausgeschobenen· Stiftes 10 gleitet.
Bei dieser Schwenkbewegung gelangt die Schaltklinke 28 in Eingriff mit dem Schaltrad 29,
das daher eine Drehbewegung aueführt, die auf den Druckermechanismus übertragen wird und zur
Auswahl der betreffenden· Typen führt.
In dem Augenblick, in dem das Empfängerglied 9 die fünf Wählscheiben 5 entsprechend der
Schrittgruppe eingestellt hat, werdea sämtliche
Wählscheiben mittels der Klinke 31 und der Zahne
32 des Ansatzes 33 in dieser Stellung gesichert.
Nach Beendigung des Druckvorganges läuft unter gleichzeitiger Aufhebung der erwähnten
Sperrung der Wählscheibe 5 der Nocken 16 am
Ende der einmaligen Umdrehung der Buchse 3 wieder auf den Nocken 15 der Buchse 13 auf. Die
Buchse 13 wird daher wieder nach rechts verschoben,
so daß die Steuerscheibe 12 denjenigen Stift 10, der zuvor die Bohrungen 7 der Wählscheiben
durchdringen konnte einschließlich aller anderen Stifte 10, wieder in seine Ausgangslage
zurückführt. Der Übersetzermechanismus steht daher für die Umsetzung einer vom Empfänger
über das Steuerglied 9 ankommenden weiteren Schrittgruppe wieder zur Verfügung.
Die Wählscheiben 5 haben noch je einen weiteren Arm 34 zu dem Zweck, Sonderfunktionen des
Fernschreibmechanismus oder zusätzlicher Einrichtungen, z. B. eines Empfangslochers, mittels
besonderer Fühler abzutasten und auszulösen. Dem Anbringen weiterer abtastbarer Arme steht nichts
im Wege.
Beachtlich ist der Umstand, daß jeder Abtaststift 10 ohne Beeinflussung oder Beeinträchtigung
einer Wirkung eine Drehbewegung um seine Achse ausführen kann. Diese Möglichkeit wirkt sich vorteilhaft
aus, sobald die Sucherklinke 27 über das Ende des ausgesonderten Stiftes 10 gleitet. Die
Klinke dreht hierbei den Stift, so daß die gleitende Reibung zwischen den Auflageflächen beider Elemente
verhindert und somit, deren Verschleiß herabgesetzt ist. Der Durchmesser und auch die
Stärke der Wählscheiben können klein bzw. gering gehalten sein, da die Scheiben nur den geringen
Steuerkräften des EmpfängergHedes 9 ausgesetzt sind. Der Raum- und Gewichtsbedarf des Übersetzers
nach der Erfindung ist daher gering.
Während bei der beschriebenen Ausführungsform nach Abb. 1 und 2 die vom Empfänger ausgelöste
Kombinationsstellung der Wählscheiben 5 durch gemeinsame Überdeckung je einer Bohrung 7
sämtlicher Scheiben, gekennzeichnet ist, kann diese Auswahl auch umgekehrt getroffen werden. Die
dargestellte Ausführungsform ist dann in folgenden Beziehungen abzuändern.
Der Bund 21 und die Federn 22 befinden sich links (anstatt rechts) der Steuerscheibe 12. Das
feste Widerlager für die Federn 22 ist durch die Stirnwand des Gehäuses 1 selbst gebildet. Die
linken Enden aller Stifte 10 ragen in. der Nullstellung
des Übersetzers im Gegensatz zu der Ausführ ungf form nach Abb. 1 und 2 links aus dem
Gehäuse 1 heraus und liegen in den Ausfräsungen 17. Die fünf Wählscheiben 5 liegen rechts (anstatt
linke) der Steuerscheibe 12. Die Bohrungen 7 sämtlicher Wählscheiben werden also von keinem
einzigen Stift 10 durchdrungen. Die Flachnocken 15, 16 der Buchsen 13 bzw. 3 sind so angeordnet,
daß bei der Freigabe der Buchse 3 zur Ausführung einer einmaligen Umdrehung die Buchse 13 und
somit auf die Steuers'Cheibe 12 nach rechts (anstatt
nach links) verschoben werden.
Das Empfängerglied 9 stellt bei dieser abgeänderten Ausführungsform nach Maßgabe der ankommenden
Schrittgruppe die fünf Wählscheiben dann so ein, daß für einen einzigen Stift der Durchgang
durch die Bohrungen^ versperrt ist. Nachdem diese Einstellung erfolgt ist, verschiebt die
Buchse 3 über die Buchse 13 die Steuerscheibe 12 nach rechts. Unter der Wirkung der Federn 23
folgen, sämtliche Stifte dieser Bewegung mit Ausnahme des nach Maßgabe der ankommenden Schrittgruppe
ausgewählten einzigen Stiftes und durchdringen die Bohrungen 7 der Wählscheiben 5. Damit
gelangen mit Ausnahme des ausgewählten Stiftes alle Stifte 10 außerhalb der Bahn der
Sucherklinke 27. Der ausgewählte Stift, der die Bohrungen 7 nicht durchdringen kann·, weil das
Empfänger glied 9 die Deckung der diesem Stift zugeordneten Bohrungen 7 der fünf Wählscheiben
beseitigt hat, steuert über die Sucherklinke in der zuvor beschriebenen Weise den Druckermechanismus.
Diese abgeänderte Ausführungsform hat gegenüber der Ausführungsfarm nach Abb. 1 und 2 den
Vorteil, daß die Stifte 10 über ihre ganze Länge gleich stark sind. Die Stifte sind also an der Stelle
24 nicht geschwächt. Die Bedeutung dieses Vorteils geht aus dem Umstand hervor, daß ein Stift nur
etwa 2V2 mm und der schwache Teil 24 nur etwa 0,8 mm stark ist:
Bei beiden Ausführungsformen können zusätzlich
zu den dargestellten bzw. beschriebenen fünf Wählscheiben 5 noch weitere Wählscheiben vorgesehen
sein, die ohne Beeinflussung der Stifte 10 nach Maßgabe der empfangenen Schrittkombination
Sonderfunktionen auslösen.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Empfangsübersetzer für Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit Typenrad, bei denen Wählscheiben mit in einem Kreisbogen um den Scheibenmittelpunkt in ungleichmäßigen Winkeilabständen verteilten Bohrungen nach Maßgabe der empfangenen Schrittkombination derart einstellbar sind, daß sich für jede empfangene Schrittkombination die Bohrung einer Scheibe mit den Bohrungen aller übrigen Scheiben deckt und. diese Dekkungslage von einem Sucherglied abtastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß nach Herstellung einer Deckungslage der Bohrungen (7) die Druckerwelk (2) über eine Steuerung (15,16) eine Steuerscheibe (12) in eine Stellung überführt, in der diese die Verriegelung einer der Anzahl der Bohrungen einer Wählscheibe (5) entsprechenden Anzahl längs verschiebbarer Stifte (10) derart aufhebt, daß ein einziger Stift die in Deckungslage befindlichen Bohrun- iao gen durchdringt und in den Weg des Suchergliedes (27) gelangt oder in diesem Weg verharrt.
- 2. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (10) mit ihrem einen Ende im Übersetzergehäuse (ϊ)und mit ihrem anderen Ende in der Steuerscheibe (12) frei drehbar und axial verschiebbar gelagert sind.
- 3. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stift (10) mit seinem vom Sucherglied (27) abgetasteten Ende während des Abtastvorganges in einer Ausfräsung (17) einer Ringschulter (18) des Gehäuses (1) abgestützt liegt.
- 4. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (5) zwischen den beiden Lagerstellen der Stifte (10) angeordnet sind und sämtliche Stifte mit einem schwächeren Teil (12) die ihnen zugeordneten Bohrungen (7) der Scheiben durchdringen.
- 5. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (5) außerhalb der beiden Lagerstellen der Stifte(10) angeordnet sind und sämtliche Stifte auf ihrer ganzen Länge einen unveränderten Querschnitt haben.
- 6. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Wählscheiben (5) vorgesehen sind, die ohne Beeinflussung der Stifte (10) nach Maßgabe der empfangenen Schrittkombination Sonderfunktionen auslösen.
- 7. Empfangsübersetzer nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (5) in der Ausgangs- oder Nullstellung des Übersetzers mittels eines Anschlages (30) blockiert und in der vom Empfängerglied (9) ausgewählten Stellung mittels einer Klinke (31) gerastet sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
österreichische Patentschrift Nr. 131 853;
französische Patentschrift Nr. 556 948.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenθ «WMSM3 1(h56 7W513/185 5.ST
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV8866A DE963341C (de) | 1955-05-05 | 1955-05-05 | Empfangsuebersetzer fuer Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit Typenrad |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV8866A DE963341C (de) | 1955-05-05 | 1955-05-05 | Empfangsuebersetzer fuer Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit Typenrad |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE963341C true DE963341C (de) | 1957-05-09 |
Family
ID=7572448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV8866A Expired DE963341C (de) | 1955-05-05 | 1955-05-05 | Empfangsuebersetzer fuer Fernschreibmaschinen, insbesondere Typendrucker mit Typenrad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE963341C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR556949A (fr) * | 1922-01-24 | 1923-07-31 | Ets Edouard Belin | Machine à écrire par timbrage des caractères |
| AT131853B (de) * | 1931-08-31 | 1933-02-25 | Creed & Co Ltd | Auswählmechanismus für Drucktelegraphen. |
-
1955
- 1955-05-05 DE DEV8866A patent/DE963341C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR556949A (fr) * | 1922-01-24 | 1923-07-31 | Ets Edouard Belin | Machine à écrire par timbrage des caractères |
| AT131853B (de) * | 1931-08-31 | 1933-02-25 | Creed & Co Ltd | Auswählmechanismus für Drucktelegraphen. |
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