DE96352C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K11/00—Plants characterised by the engines being structurally combined with boilers or condensers
- F01K11/04—Plants characterised by the engines being structurally combined with boilers or condensers the boilers or condensers being rotated in use
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
FLORYAN von GRUBINSKI in WARSCHAU.
Dampfturbine für den Kleinbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dampfturbine für den Kleinbetrieb und kennzeichnet
sich im wesentlichen durch eine mit ihrer Achse drehbar über einer Feuerquelle gelagerte, zur Erzeugung des Dampfes dienende
Trommel, die an ihrem ä'ufseren Umfange
einen aus schraubenförmig gewundenen Flachrohren bestehenden Ueberhitzer besitzt, sowie
von einem Vorwärmer umgeben ist, aus dem das stärk erhitzte Speisewasser mittelst einer
Pumpe, die ihren Antrieb durch die Rotation der Trommel erhält, in letztere eingedrückt
wird. Im Innern der Trommel, das durch selbsttätig gesteuerte Ventile oder Hähne
periodisch mit dem Dampfüberhitzer in Verbindung gelangt, ist ferner noch eine stets
vertical auf der Achse hängende Drahtbürste angeordnet, welche sowohl zur Reinigung
dient als auch das eingedrückte Wasser bis zur Verdampfung in den unteren Theil der
Trommel zurückhält. s
Wie hieraus ersichtlich, bildet die Dampfturbine eine Kleinkraftmaschinenanlage, in der
gleichzeitig auch die Erzeugung des Dampfes stattfindet.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiele zur Veranschaulichung
gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 die Turbine in einem verticalen Längsschnitt,
Fig. 2 ist ein Grundrifs von Fig. 1, Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 1 (von
links nach rechts gesehen], Fig. 4 zeigt die Turbine in einer Endansicht von rechts in
Bezug auf Fig. 1, Fig. 5 ist ein horizontaler Längsschnitt durch die drehbare Trommel mit
dem Ueberhitzer, den selbstthätig gesteuerten Dampfhähnen sowie der Ummantelung, und
Fig. 6 endlich giebt eine Endansicht der Trommel, aus welcher besonders die Steuerungsvorrichtung
für die Dampfhähne sowie die Anordnung der ebenfalls selbstthätig wirkenden Speisepumpe hervorgeht.
Die Trommel α (Fig. 1) ist mit ihrer Achse d,
auf welcher sich die Riemscheibe e befindet, in den an der Ummantelung α1 befestigten
Lagern d1 ά'λ drehbar angeordnet und an ihrer
rechten Stirnseite mit den an der Drehung theilnehmenden Dampfhähnen u u (Fig. 6), sowie
an einer zweiten äufseren Scheibe a2 mit der Speisepumpe r versehen. Auf dem Umfange
der Trommel a, deren Inneres durch ein Rohr s mit der Speisepumpe r in Verbindung
steht, ist mittelst kleiner Bügel y° der aus flachen Rohren y in Form einer doppelgängigen
Schraube hergestellte Ueberhitzer befestigt, der, wie namentlich aus Fig. 5 hervorgeht,
einerseits mit den Dampf hähnen u u, sowie andererseits durch Rohrstücke yl mit
einem an der Ummantelung α1 festen Hohlring y2 in Verbindung steht. Aus diesem
Hohlring gelangt dann der Abdampf durch eine Rohrleitung^3 in das Freie. Da sich
die Trommel α mit dem Ueberhitzer dreht, der Ring jK2 aber feststeht, ist in letzterem
ein kreisförmiger Schlitz oder Spalt y* vorgesehen,
in den die Rohrstückeyl des Ueberhitzers
eintreten.
Unter der Trommel α ist eine geeignete Feuerquelle, beispielsweise eine Heizlampe c
angeordnet, welcher flüssiger Brennstoff, wie Petroleum, Benzin, Spiritus oder dergK, von
aufsen durch ein Rohr cl zugeführt werden
kann, und in ihrem oberen Theile besitzt die Ummantelung a1 einen Schornstein h für den
Abzug der Verbrennungsgase und ist aufserdem von einem Speisewasserbehälter g mit Einfülltrichter
/ umgeben. An den oberen Theil dieses Behälters ist ein Rohr k angeschlossen,
von dem ein Wasserstandsglas / nach einem mit zwei Durchbohrungen versehenen Kreuzstück
n1 (vergl. Fig. i, 2 und 4) führt, das
einerseits wiederum durch die mit Ventilen n2 versehenen Rohrleitungen η mit dem unteren
Theil des Behälters g in Verbindung steht. Von dem Kreuzstück κ1 führt ferner noch
ein mit einem festen Flügel n3 versehenes Rohrstück w4 nach einem Behälter m, dem
das Speisewasser (wie in Fig. 4 mit Pfeilen angedeutet) durch die eine der Rohrleitungen η
zufliefst. Mittelst eines Trichters 0 steht der Behälter m mit der an ihrem in Bezug auf Fig. 1
rechtsseitigen Ende hohlen Achse d der Trommel α in dichter, sowie fester Verbindung, so dafs
der Behälter in an der Umdrehung der letzteren theilnimmt. Von der Bohrung ρ der Welle
führt ein Rohr pl nach der Pumpe r und von dieser wiederum, wie bereits erwähnt, ein
Rohr s nach dem Innern der Trommel a. Hier ist auf der Achse d mittelst Flachschienen
b eine Drahtbürste b2 lose aufgehängt, die also nicht an der Drehung der Trommel a
theilnimmt und bei b1 mit einem Gewicht belastet
ist, um stets in verticaler Lage zu verbleiben. Diese Bürste hat den Zweck, die innere Wandung der Trommel α stets rein
zu halten, also ein Ansetzen von Kesselstein zu verhindern und gleichzeitig auch das von
der Pumpe r eingedrückte Wasser bis zur Verdampfung möglichst auf dem unteren Theil der
Trommel zurückzuhalten.
Durch die Drehung der Trommel α soll gleichzeitig auch die Pumpe r in Thätigkeit
gesetzt werden, und um dies zu ermöglichen, ist der Hals des einen an der Ummantelung α1
befestigten Lagers d'2 mit einer festen Schnecke d3
versehen. In diese greift, wie namentlich auch aus Fig. 6 hervorgeht, ein an der Scheibe a2
der Trommel α gelagertes Schneckenrad r1
ein, und auf der Achse desselben sitzt ein Excenter r'2, welches mit dem Kolben r3 der
Pumpe r in gelenkiger Verbindung steht.
Mit i ist ein an der Stirnwand der Trommel a
befestigtes Sicherheitsventil bezeichnet und 11 (Fig. 2) sind Mannlöcher zur Reinigung des
Speisewasserbehälters g. c'2 in Fig. 3 ist eine von aufsen verdeckte Oeffnung in der Ummantelung
a1, um ein bequemes Einführen der Heizlampe c unter die Trommel α zu ermöglichen.
Aus den Fig. 5 und 6 wird die Verbindung des Dampfüberhitzersy mit den an der Stirnwand
der Trommel α befestigten Dampfhähnen mm, sowie die selbsttätige Steuerung
der letzteren ersichtlich. Die Enden des in Form einer doppelgängigen Schraube gewundenen
Rohresy münden mit entsprechend gebogenen Abzweigungen yh in die winkelförmige
Bohrung n> der Hahnküken u u, welch letztere mit dem Innern der Trommel in
offener Verbindung stehen und an ihrem äufseren Ende mit je einem Hebel \ versehen
sind. Die Federn q, die einerseits an den genannten Hebeln und andererseits an der
Scheibe a- der Trommel α befestigt sind, halten die Hähne u u für gewöhnlich geschlossen.
Wenn aber bei der Umdrehung der Trommel α die Hebel \ mit der an der
festen Ummantelung a1 gelagerten Rolle χ in
Berührung kommen, so werden die Hebel derart bewegt, dafs die Hähne u u sich nach einander
öffnen und der in der Trommel α entwickelte Dampf periodisch nach dem Ueberhitzer j*· gelangen
kann. Sofort nachdem die äufseren Enden der Hebel \ die Rolle χ verlassen
haben, tritt dann wieder infolge Wirkung der Federn q q der selbsttätige Schlufs der Hähne
u u ein und dieses Spiel wiederholt sich während der ganzen Betriebsdauer der Turbine.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung
ist nun folgende:
Soll die Turbine in Betrieb gesetzt werden, so ist zunächst nach vorher stattgefundener
Entzündung der Heizlampe c und Oeffnung des Ventils n2 für die Zuleitung des Speisewassers
die Trommel α von Hand oder mittelst. einer besonderen Vorrichtung eine kurze Zeit
in Umdrehung zu versetzen. Gelangt hierbei der Trichter 0 des an der Umdrehung theilnehmenden
Behälters m nach oben, so fliefst jedesmal eine bestimmte Wassermenge infolge
der Wirkung des festen Flügels n3 durch die Bohrung ρ der Trommelachse d in das Rohrp1
und wird von der durch die Drehung der Trommel α in Thätigkeit gesetzten Pumpe r
durch das Rohr s in das Innere der Trommel a eingedrückt, wo infolge der inzwischen eingetretenen
Erhitzung derselben eine sofortige Verdampfung stattfindet. Werden dann die Hähne mm nach einander infolge Einwirkung
der Rolle χ auf die Hebel \ geöffnet, so gelangt
der entwickelte Dampf in das in Form einer doppelgängigen Schraube gewundene, bei der Rotation in steter Berührung mit den
Flammen der Heizlampe c bleibende Rohr y und wird hier derart überhitzt, dafs sich sein
Volumen um circa 37 pCt. vergröfsert. Der Dampf wird also bei seinem Wege durch das
Rohr y auf die Schraubenflächen desselben einen Druck ausüben und hierdurch die Trommel
a, auf deren Umfange das Rohr y befestigt ist, dauernd in Drehung versetzen. Die
so erzeugte Kraft kann dann vermittelst der Riemscheibe e nach einer beliebigen Stelle
weiter geleitet werden. Die Pumpe r bleibt,
wie hieraus ersichtlich, fortwährend in Thätigkeit und drückt zeitweise verhältnifsmä'fsig
kleine, sehr stark vorgewärmte Wassermengen in die Trommel ein.
Claims (4)
1. Dampfturbine für den Kleinbetrieb, gekennzeichnet
durch eine über einer Feuerquelle bekannter Art drehbar gelagerte und zur Erzeugung des Dampfes dienende Trommel
(a), deren ι Inneres durch selbsttätig
gesteuerte Ventile oder Hähne (u) periodisch mit einem auf dem Trommelumfang befestigten
flachen Schlangenrohr (y) in Verbindung gebracht wird, in welchem sich
der Dampf stark überhitzt und die Umdrehung der Trommel bewirkt, und wobei durch diese Drehung gleichzeitig auch der
Antrieb einer Pumpe (r) erfolgt, die aus einem Vorwärmer (g), der die Trommel
umgiebt, in letztere vorgewärmtes Wasser eindrückt.
2. Ausführungsform der Dampfturbine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs
im Innern der Trommel (a) auf deren Achse eine lose, infolge Gewichtsbeschwerung
stets vertical hängende Drahtbürste (^i)1O2J
angeordnet ist, die nicht an der Rotation theilnimmt und sowohl zur Reinigung der
Trommel dient, als auch das eingedrückte Wasser bis zur Verdampfung im unteren Theil der Trommel zurückhält.
3. Ausführungsform der Dampfturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
der Antrieb der an der Stirnseite der rotirenden Trommel ^ befestigten Pumpe (r)
von einer auf dem Halse des Lagers (d2) festen Schnecke fd3) aus erfolgt, mit der
ein auf der Stirnseite der Trommel gelagertes Schneckenrad (rl) in Eingriff steht,
auf dessen Achse ein mit dem Pumpenkolben gelenkig verbundenes Excenter (r^)
angeordnet ist.
4. Ausführungsform der Dampfturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
die in der Stirnwand der rotirenden Trommel (a) angeordneten Ventile oder
Hähne (u u) aufsen mit Hebeln (iQ versehen
sind, die unter dem Einflüsse von Federn (q) die Hähne geschlossen halten,
bei der Umdrehung der Trommel aber zeitweilig mit einer an der festen Ummantelung
(al) gelagerten Rolle (x) in Berührung kommen und von derselben derart
bewegt werden, dafs eine zeitweilige Oeffnung der Hähne eintritt und der Dampf
aus dem Innern der Trommel in den Ueberhitzer (y) gelangen kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96352C true DE96352C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96352D Active DE96352C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96352C (de) |
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- DE DENDAT96352D patent/DE96352C/de active Active
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