DE963633C - Verfahren zur Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen herruehrenden Stroeme - Google Patents

Verfahren zur Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen herruehrenden Stroeme

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Publication number
DE963633C
DE963633C DEA9691D DEA0009691D DE963633C DE 963633 C DE963633 C DE 963633C DE A9691 D DEA9691 D DE A9691D DE A0009691 D DEA0009691 D DE A0009691D DE 963633 C DE963633 C DE 963633C
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DE
Germany
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bridge
insulating materials
determining
voltage
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Expired
Application number
DEA9691D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Ernst Kirch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Publication of DE963633C publication Critical patent/DE963633C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0064Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)

Landscapes

  • Testing Relating To Insulation (AREA)

Description

  • Verfahren zur Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen herrührenden Ströme Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Untersuchung und Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen oder Isolierstoffanordnungen herrührenden zusätzlichen Ströme.
  • Es ist bekannt, eine Brückenanordnung, wie sie beisNpiels.weise bei Wechsel spannungen für die Ausmessung elektrischer Felder Anwendung findet, für Stoß spannungen zu verwenden, wobei die Spannungsverteilung in einem zu untersuchenden, vom elektrischen Feld erfüllten Raum, mit der Spannungsverteilung an einem diesem Feld parallel liegenden Widerstand verglichen wird. Es handelt sich dabei also lediglich um die Untersuchung von elektrischen Feldern in Isolierstoffen mit einer Wanderwellenbrücke, wobei bei diesen Messungen streng darauf zu achten ist, daß keine Entladungen innerhalb des Feldraumes auftreten, da hierdurch das Meßergebnis stark beeinträchtigt wird.
  • Bei den weiterhin bekannten Verfahren mit Brückenanordnungen handelt es sich um Wechselstrommessungen, bei denen die mittels Stoßspannung erzielbaren Effekte nicht auftreten und daher für die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe nicht verwendet werden können.
  • Die Prüfung von Isolierstoffen oder Isolieranordnungen mit Stoß spannungen, abklingenden Wanderwellenzügen oder ähnlichen einmaligen Vorgängen erfolgt bislang so, daß die Spannung in Stufen gesteigert wird, bis der Prüfling durchschlagen wird.
  • Die Messung der Spannung erfolgt hierbei entweder mit einer Kugelfunkenstrecke oder mit einem Kathodenstrahl-Oszillographen. Die Messung der Spannung mit dem Kathodenstrahl-Oszillographen ist aufschlußreicher, weil sie zeigt, in welchem Zeitpunkt der Durchschlag erfolgt, d. h., ob der Prüfling bereits in der Stirn oder im Scheitel oder erst im Rücken der Stoßwelle durchschlagen wird.
  • Da die Prüflinge indessen stets eine kleine Rapazität, verglichen mit der des Prüfgenerators, aufweisen müssen, ist es verständlich, daß kleine Änderungen der elelktrischenEi.genschaften des Prüflings, insbesondere der Kapazität oder der Verluste, wie sie beispielsweise durch Vorentladungen hervorgerufen werden, in dem Oszillogramm nicht zum Ausdruck kommen können.
  • Will man Einzelheiten erkennen, so ist es deshalb notwendig, andere Wege zu beschreiten. Ein solcher Weg ist beispielsweise die Messung des Objektstromes während des Stoßyorgangs mit Hilfe des Kathodenstrahloszillographen.
  • Dieses Verfahren läßt größere Entladungen, die dem Durchschlag vorangehen, insofern erkennen, als sich hierbei der Ladestromkurve, die bekanntlich die Differentialkurve der Spannungskurve ist, Stromkomponenten überlagern, welche den groben Vorentladungen entsprechen.
  • Es ist jedoch begreiflich, daß diese den Über-oder Durchschlag einleitenden Vorgänge in dem Oszillogramm nur dann erkennbar sind, wenn die Ströme, die durch diese Vorentladungen gegeben sind, eine Amplitude aufweisen, die angenähert vergleichbar mit der Amplitude der Ladeströme des ungestörten Prüflings ist.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Störungen bereits in ihrem Beginn zu erkennen, d. h. schon dann, wenn ihre Amplitude klein ist im Vergleich zur Amplitude des Ladestromes, z. B. nur ein Hundertstel oder Tausendstel oder noch weniger davon beträgt.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die Prüflinge in einer an sich bekannten, bezüglich der Wechselstromwiderstände und möglichst auch der Phasenwinkel der einzelnen Widerstände abgeglichenen Brücken- oder brückenähnlichen Anordnung der Einwirkung von Stoßspannungen, abklingenden Wanderwellen, Schwingungszügen oder ähnlichen einmaligen Vorgängen unterworfen werden.
  • Im Prinzip ist es gleichgültig, welche Art von Brücke gewählt wird. Beispielsweise können alle Brückenelemente Kapazitäten sein. Auch können in zwei Zweigen der Brücke, so wie es beispielsweise in der Schenngbrücke der Fall ist, Widerstände verwendet werden. Die Brücke kann bezüglich des Fehlwinkels abgeglichen sein. Man kann jedoch auch auf einen Fehlwinkelabgleich verzichten.
  • Wenn man lediglich Unterschiede im Verhalten zweier äußerlich gleichartiger Objekte, beispielsweise zweier Kabeladern feststellen will, so kann man diese selbst in einer Brückenanordnung unmittelbar miteinander vergleichen.
  • An Hand des letztgenannten Beispiels sei die Wirkungsweise erläutert. Die Figur zeigt die entsprechende Schaltung. Es sei angenommen, daß die beiden Adern die gleiche Kapazität, den gleichen Isolationswiderstand, die gleichen Verluste bis zu einer bestimmten Spannung aufweisen und daß von einer bestimmten Spannung ab in der einen Ader ein Glimmen auftritt, während die andere Ader noch glimmfrei bleibt. Werden zwei solche Kabeladern A1 L und A2 beispielsweise mit Hilfe der Widerstände R und R4 zu einer Brückenanordnung vereinigt, so ist die Spannung an den Brückenpunkten a und b so lange Null, bis die an die Brücke angelegte Spannung Glimmen an der einen der beiden Adern hervorruft, da gemäß obigen Angaben die Ladeströme bis zu dieser Spannung einander gleich sind und deshalb der Amplitude und dem zeitlichen Verlauf nach gleiche Spannungsabfälle in den Widerständen R5 und R4 hervorrufen. Erst wenn in der einen der beiden Kabeladern Entladungen einsetzen, d. h. also der Strom eine Verzerrung erleidet, stellt sich zwischen den Brückenpunkten a und b eine Spannung ein, die nach Amplitude und zeitlichem Verlauf ein genaues Charakteristikum der Störung allein darstellt.
  • Wenn man nur einen Anhaltspunkt für die Störungen ermitteln will, so kann man sich mit einem ballistischen Instrument als Nullinstrument begnügen. Wenn man jedoch einen tieferen Einblick in das Wesen der Störungen gewinnen will, so ist es angezeigt, einen Kathodenstrahloszillograpilen K als Nullinstrument zu benutzen. Um auch relativ schwache Störungen, d. h. den ersten Beginn der Entladungen, die letzten Endes zum Durchschlag führen, zu ermitteln, ist es angezeigt, vor den Oszillographen einen Verstärker V zu schalten.
  • Der Verstärkungsgrad muß je nach den Umständen so gewählt werden und kann etwa 102 bis Io4 betragen. Vorteilhaft ist es, einen möglichst verzerrungsfrei arbeitenden Verstärker zu verwenden, da nur dann eine genaue Deutung der Oszillogramme möglich ist.
  • In der Zeichnung sind im übrigen der Stoßgenerator mit G, die Zündfunkenstrecke mit Z, die Meßfunkenstrecke mit AI bezeichnet. T ist ein Vorschaltwiderstand, der die Stirnsteilheit der Stoßspannungswelle bestimmt. W ist ein sehr hochohmiger Entladungswiderstand, dessen Größe bekenntlich maßgebend für den Rücken der Stoßwelle ist. Mit E ist die Erde bezeichnet. Der Kondensator C dient dazu, um die Brücke gegebenenfalls in bekannter Weise nicht nur bezüglich der Kapazität, sondern auch bezüglich des Verlustwinkels abzustimmen bzw. zu korrigieren.
  • Es empfiehlt sich, die Brücke, bevor man sie mit Stoß spannung betreibt, mit gewöhnlicher Wechselspannung abzustimmen. Die Brücke bedarf einer einwandfreien Abschirmung der einzelnen Brückenelemente. Dies erklärt sich daraus, daß bei der Stoßspannungsprüfung viel höhere Frequenzen wirksam werden als bei der gewöhnlichen Wechselspannungsprüfung. Symmetrie, d. h. A1 = A2 und R3 = R4, erleichtert die Erzielung eindeutiger Meßergebnisse.
  • Sofern auf genaue Symmetrie und Vermeidung von kapazitiven Nebenanschlüssen geachtet wird, bietet das Arbeiten mit der Brücke erhebliche Vorteile. Der Hauptvorteil besteht darin, daß der Prüfling bei seiner Untersuchung nicht zerstört wird. Dies beruht darauf, daß das Verfahren gemäß der Erfindung bereits Vorläufer der eigentlichen Störung erkennen läßt, so daß die Prüfung abgebrochen werden kann, bevor die kritische Spannung erreicht wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist somit geeignet, auch fertige Anlagen zu prüfen. Es kann nicht nur bei neuen, sondern auch bei alten Anlagen und Einrichtungen angewendet werden, um einen Einblick in die Sicherheit der Anlage gegen Stoß spannungen zu gewinnen.
  • Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß es die häufig gestellte Frage zu beantworten gestattet, bei welcher Stoßspannungsbeanspruchung eine Beschädigung der Anlage auch dann nicht zu erwarten ist, wenn die Stoßzahl unendlich groß wird.
  • Das Verfahren bietet ferner die Möglichkeit, genau die Auswirkung von Kanten, Abrundungen, dielektrischen Abdeckungen solcher Kanten und Abrundungen zu studieren, und gibt damit dem Konstrukteur Anregungen für die Gestaltung von Isolieranordnungen, wie z. B. Muffen, Endverschlüsse, Transformatoren usw.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Untersuchung und Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen oder Isolierstoffanordnungen herrührenden zusätzlichen Ströme, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüflinge in einer an sich bekannten, bezüglich der Wechselstromwiderstände und möglichst auch der Phasenwinkel der einzelnen Widerstände abgeglichenen Brücken-oder brückenäluilichen Anordnung der Einwirkung von Stoß spannungen, abklingenden Wanderwellen, Schwingungszügen oder ähnlichen einmaligen Vorgängen unterworfen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Nullinstrument der Brücke ein Kathodenstrahloszillograph mit oder ohne vorgeschalteten Verstärker verwendet wird. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Archiv f. Elektrotechnik, Bd. 23, I929/30, S.683ff; Bd.28, I934, S.783 bis 789.
DEA9691D 1941-04-17 1941-04-17 Verfahren zur Feststellung der von Glimmentladungen in Isolierstoffen herruehrenden Stroeme Expired DE963633C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1299061B (de) * 1965-07-01 1969-07-10 Telefunken Patent Verfahren zur Verbesserung der Hochspannungsfestigkeit einer elektrischen Anlage

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DE1299061B (de) * 1965-07-01 1969-07-10 Telefunken Patent Verfahren zur Verbesserung der Hochspannungsfestigkeit einer elektrischen Anlage

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