DE965237C - Verfahren zum Reinigen von Acrylsaeureestergemischen - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Acrylsaeureestergemischen

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DE965237C
DE965237C DEB23131A DEB0023131A DE965237C DE 965237 C DE965237 C DE 965237C DE B23131 A DEB23131 A DE B23131A DE B0023131 A DEB0023131 A DE B0023131A DE 965237 C DE965237 C DE 965237C
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Germany
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acrylic acid
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halogen
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DEB23131A
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Dr Herbert Friederich
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/10Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide
    • C07C51/12Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide on an oxygen-containing group in organic compounds, e.g. alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C67/60Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

Bei dier Umsetzung organischer Verbindungen mit Kohlenoxyd in Gegenwart oarbonylbildender Metalle, insbesondere des Kobalts oder Nickels oder deren Verbindungen, den sogenannten »Carbonylierungen«, ist das Reaktionsprodukt durch die entsprechenden Metallcarbonyle oder die Metallcarbonylwasserstoffe verunreinigt. Zwar wird bei der Aufarbeitung des Reaktionsproduktes durch Destillation ein Teil dieser Metallverbindungen zersetzt, doch findet man meist noch einen Teil davon oder ihre Zersetzungsprodukte in den Destillaten.
So beobachtet man z. B. bei der Herstellung der Acrylsäureester durch Umsetzen von Acetylen, Kohlenoxyd und Alkoholen in Gegenwart von Ha-' logenverbindungen des Nickels oder Kobalts, daß die Destillate bisweilen stark durch Carbonylverbindungen verunreinigt sind, was im Falle des Nickels durch eine zunächst grünliche Färbung des Destillates erkennbar ist.
Es wurde nun gefunden, d)aß man dde Acryl säureestergemische in reiner Form erhält, wenn man den Reaktionsprodukten vor der Destillation geringe Mengen Halogen, insbesondere Brqm oder Jod, zufügt und dadurch die Metallcarbonylverbindungen in an sich bekannter Weise zu den entsprechenden Metallhalogeniden zersetzt. Überraschenderweise reagieren die Halogene so schnell
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mit den Metallcarbonylverbinduiigen, daß die anwesenden Acrylsäureester nicht unter Anlagerung oder Substitution angegriffen werden.
Das Verfahren bietet weiterhin den Vorteil, 'daß Verluste an Katalysatormetall durch Verflüchtigung der Metallearbonylverbindungen weitgehend verhindert werden und man es in Form des' beständigen Metallhalogenids erhält.
Das Verfahren wind zweckmäßig in der Weise ίο durchgeführt, daß man dem zu.destillierenden rohen Estergemisch ein Halogen zusetzt, die Umsetzung sich vollziehen läßt und dann mit der Destillation beginnt. Zur Beschleunigung der Umsetzung kann man nach dem Zusetzen des Halogens die Mischung kurze Zeit, z. B. zum Sieden unter Rückflußkühlung, erwärmen oder, falls das Rohestergemisch noch heiß war, auf eine Zwischenkühlung verzichten und anschließend, gegebenenfalls unter erhöhtem oder vermindertem Druck, destillieren. Enthält das von dem Metall zu befreiende Estergemisch bereits Katalysatormetall als Halogenverbindung, so setzt man zweckmäßig das den Halogenverbindungen zugrunde liegende Halogen oder eines mit einem höheren Atomgewicht zu. Die Menge an zuzuführendem Halogen richtet sich nach der Menge der zu zerstörenden Carbonylverbindungen; sie ist leicht durch einen Vorversuch zu ermitteln und beträgt im allgemeinen 0,05 bis 0,5%. Man kann die Umsetzung auch kontinuierlich durchführen, beispielsweise indem man eine Lösung des Halogens, z. B. in Alkoholen, Carbonsäuren, Äthern oder Estern, zweckmäßig in einer an dfem Verfahren beteiligten flüssigen Verbindung kontinuierlich dem Estergemisch nach dessen Austritt aus der Druckvorrichtung und nach dem Entspannen des Druckes zuführt.
Es ist zwar schon länger bekannt, daß man Metallcarbonyle durch Zusatz von Halogen in Metallhalogenide und Kohlenoxyd zersetzen kann. Es ist jedoch überraschend, daß dies auch in Gegenwart von an sich reaktionsfähigen Estern, wie den Acrylsäureestern, möglich ist, zumal man die Umsetzung mit Halogen bei längerer Einwirkungsdauer und bei etwas erhöhter Temperatur durchführt.
Weiterhin ist es bekannt, daß man rohes Acrylsäurenitril durch Behanidilumg mit Chlor zur Entfernung des Divinylacetylens reinigen kann, ohne daß das Acrylsäurenitril angegriffen wird1. Diese Umsetzung erfolgt jedoch sehr schnell. Es wurde nun überraschenderweise gezeigt, daß auch die Entfernung von Metallcarbonylen, aus Acrylsäureestergemisehen durch Behandlung mit Halogen möglich ist, ohne daß die Acrylsäureester angegriffen werden, auch wenn man unter den oben angeführten Bedingungen arbeitet.
Die in dem nachfolgenden Beispiel angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel
Ein durch katalytische Umsetzung zwischen n-Butanol, Kohlenoxyd und Acetylen erhaltenes Estergemisch, das aus 650 Teilen Acrylsäure-nbutylester, 350 Teilen Butanol, 120 Teilen höher siedenden Nebenprodukten und1 20 Teilen einer aus Triphenylbutylphosphoniumbromid, Pyridiniumbutylbromid und Nickelbromid zusammengesetzten Komplexverbindüng besteht, wird mit 1 Teil Brom versetzt und 15 Minuten auf 350 gehalten. Bei der nachfolgenden Destillation des Estergemisches erhält man ein völlig nickelfreies Destillat.
Führt man dagegen die Destillation -des rohen Estergemisches ohne die Behandlung mit Brom durch, so erhält man ein Destillat, das 0,04% Nickel enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum Reinigen von Acrylsäureestergemischen, die durch Umsetzen von Acetylen mit Kohlenoxid! und Alkoholen in Gegenwart von carbonylbildenden Metallen, besonders des Kobalts oder Nickels oder ihrer Verbindungen, gewonnen wurden, dadurch gekennzeichnet, daß man die in den rohen Estergemiechen noch anwesenden Metallcarbonylverbindungen vor der Destillation durch Behandeln mit Halogenen, insbesondere mit Brom oder Jod, zersetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 512223, 851 341.
DEB23131A 1952-11-29 1952-11-29 Verfahren zum Reinigen von Acrylsaeureestergemischen Expired DE965237C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE512223C (de) * 1928-04-08 1930-11-08 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung halogenhaltiger Derivate von Eisencarbonylen
DE851341C (de) * 1943-01-08 1952-10-02 Bayer Ag Verfahren zur Reinigung von divinylacetylenhaltigem Acrylsaeurenitril

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE512223C (de) * 1928-04-08 1930-11-08 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung halogenhaltiger Derivate von Eisencarbonylen
DE851341C (de) * 1943-01-08 1952-10-02 Bayer Ag Verfahren zur Reinigung von divinylacetylenhaltigem Acrylsaeurenitril

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