DE973911C - Verfahren zur Aufbringung einer Isolierhuelle mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere fuer Fernmeldekabel - Google Patents
Verfahren zur Aufbringung einer Isolierhuelle mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere fuer FernmeldekabelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um elektrische Leiter — wie sie z. B. in Fernmeldekabeln verwendet
werden — mit einer Isolierhülle zu überziehen, die ferromagnetische Teilchen, insbesondere pulverförmiges
Karbonyleisen oder Ferrit enthält.
Es ist bekannt, daß die elektrischen Eigenschaften von Fernmeldekabeln und -leitungen verbessert werden
können, wenn die in ihnen verwendeten Leiter mit einer ferromagnetischen Schicht überzogen werden.
Zur Herstellung solcher Drähte sind Verfahren bekannt, die darin bestehen, daß die Drähte durch eine
kombinierte chemisch-physikalische Behandlung mit einer Ferritschicht überzogen werden. Es ist auch
vorgeschlagen worden, die Leitungsdrähte mit einem Lackfilm zu überziehen, der fein verteiltes Karbonyleisen
oder Ferrit enthält. Das Aufbringen derartiger Lackschichten ist insofern schwierig, als die bei der
Lackierung von Drähten normalerweise zur Anwendung kommenden Abstreifer die in dem Lack befindlichen
Eisen- oder Ferritteilchen zurückhalten. Werden, um dies zu vermeiden, keine Abstreifer verwendet,
sondern wird der Draht nur durch ein Lackbad gezogen, wobei sich der Lackfilm durch die natürliche
Adhäsion zwischen Draht und Film bildet, so besteht die Gefahr, daß die Verteilung des pulverförmigen
ferromagnetischen Materials ungleichmäßig wird. Die
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Wirkung des Ferromagnetikums ist aber nur dann in voller Stärke gegeben, wenn der Draht von einer geschlossenen
zylinderförmigen Schicht umgeben ist. Die diese Schwierigkeit vermeidende Erfindung
S betrifft ein Verfahren zur. Aufbringung einer Isolierhülle mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen
auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere für Fernmeldekabel. Erfindungsgemäß ist der mit der
Isolierung zu versehende Draht während der Auf-
bringung der noch nicht erhärteten Isolierstoffhülle von einem Magnetfeld umgeben, dessen Kraftlinien
konzentrisch um den Draht herum verlaufen.
Es ist bei der Herstellung von Magnettonbändern bekannt, den ferromagnetischen Partikelchen der
Lackemulsion dadurch eine einheitliche magnetische Orientierung zu geben, daß das Band durch ein von
einer gleichstromdurchflossenen Zylinderspule erzeugtes magnetisches Längsfeld im Innern der Spule
hindurchgeführt wird.
Im Gegensatz hierzu kommt es beim Verfahren nach der Erfindung auf eine gleichmäßige Verteilung der
ferromagnetischen Partikelchen in der den Draht umgebenden Isolierhülle an. Diese gleichmäßige Verteilung
wird durch ein konzentrisch zur Drahtachse
erzeugtes Magnetfeld bewirkt. Infolge des um den Leiter vorhandenen Magnetfeldes werden die ferromagnetischen
Teilchen z. B. aus dem Lackbad, also während der Aufbringung, angezogen und streben zur
Oberfläche, wo ja die größte magnetische Feldstärke
herrscht. Hierdurch wird eine Anreicherung und annähernd gleichmäßige Verteilung der ferromagnetischen
Teilchen in unmittelbarer Nähe der Leiteroberfläche erreicht.
Die Erzeugung des ringförmigen Magnetfeldes kann
Die Erzeugung des ringförmigen Magnetfeldes kann
in verschiedener Weise erfolgen. Am einfachsten ist es, wenn der zu lackierende Draht von einem Strom
durchflossen wird. Die von diesem Strom erzeugten magnetischen Kraftlinien umgeben den Draht konzentrisch,
und es resultiert das gewünschte Magnetfeld.
Die Stromzu- und -abführung ist dabei allerdings insofern schwierig, als nach der Lackierung eine Stromabnahme
wegen der isolierenden Lackschicht nicht möglich ist, der Strom also am Ende des Drahtes abgenommen
werden muß. Der Widerstand des auf der
Aufwickeltrommel befindlichen Drahtes wird mit der Zeit durch den laufend aufgespulten Draht immer
größer, so daß eine Nachregelung des Stromes erfolgen muß.
Das Magnetfeld kann aber auch als Wechselfeld
durch Induktion aufgebaut werden. Die Abbildung zeigt eine solche Anordnung. Der zu lackierende
Draht D durchläuft axial die Ringkernspule R. Außer im Kern dieser Spule baut sich nun auch um den
Draht ein ringförmiges Magnetfeld auf. Wenn das Lackiergefäß G in geeigneter Höhe zur Ringkernspule
angeordnet ist, ordnen sich die Teilchen des Ferromagnetikums in gewünschter Weise um den Draht.
Die Anordnung ist natürlich nur mit Wechselstrom zu speisen. Zweckmäßig ist es, die Frequenz des Speise-
stromes so zu wählen, daß der Lack bzw. die im Lack befindlichen Teilchen zu Ultraschwingungen angeregt
werden, wodurch eine besonders gleichmäßige Verteilung längs und um den Draht stattfindet.
Um zu verhindern, daß die ferromagnetischen Teilchen vom Feld der Ringspule zurückgehalten werden,
wird' die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß die Ringspule den Draht auf einer größeren Länge umgibt,
so daß der Lack bereits innerhalb der Spule etwas angetrocknet ist und die geordneten Teilchen mitnimmt.
In einer anderen Ausführungsform können auch mehrere Spulen übereinander angeordnet sein,
wobei zweckmäßig die Speisung so phasenverschoben erfolgt, daß die eine Spule maximale, die andere
minimale Feldstärke im gleichen Zeitmoment aufweist.
Bei der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung können auch beliebige andere Anordnungen
zur Erzeugung ringförmiger Magnetfelder verwendet werden. Auch kann z. B. mit Hilfe der die Magnetfelder
erzeugenden Ströme eine Trocknung oder Vortrocknung des Lackes durch Joulesche Wärme vorgenommen
werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Aufbringung einer Isolierhülle 8g
mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere für
Fernmeldekabel, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Isolierung zu versehende Draht während
der Aufbringung der noch nicht erhärteten Isolierhülle von einem Magnetfeld umgeben ist,
dessen Kraftlinien konzentrisch um den Draht herum verlaufen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht von einem Strom durchflössen wird, der das Magnetfeld aufbaut.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Magnetfeld als Wechselfeld durch Induktion aufgebaut ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der das Magnetfeld erzeugende
Strom gleichzeitig zur Trocknung des Lackes dient.
5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht an der Stelle der Schichtaufbringung von einer oder mehreren ringförmigen, von
Wechselstrom durchflossenen Spulen umgeben ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Spule mit
Wechselstrom von Ultraschallfrequenz gespeist wird.
7. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Spulen vorgesehen sind,
denen der Wechselstrom mit gegenseitiger Phasenverschiebung zugeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 239 958, 508 492;
französische Patentschriften Nr. 1008 218, 891451, 198.
Deutsche Patentschriften Nr. 239 958, 508 492;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 552/10 7.60
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL13956A DE973911C (de) | 1952-11-23 | 1952-11-23 | Verfahren zur Aufbringung einer Isolierhuelle mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere fuer Fernmeldekabel |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973911C true DE973911C (de) | 1960-07-14 |
Family
ID=7259673
Family Applications (1)
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| DEL13956A Expired DE973911C (de) | 1952-11-23 | 1952-11-23 | Verfahren zur Aufbringung einer Isolierhuelle mit fein verteilten ferromagnetischen Teilchen auf einen elektrischen Leitungsdraht, insbesondere fuer Fernmeldekabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE973911C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE239958C (de) * | ||||
| FR679198A (fr) * | 1929-07-24 | 1930-04-09 | Perfectionnements aux procédés d'enregistrement des sons | |
| DE508492C (de) * | 1928-04-30 | 1930-09-27 | Electrical Res Prod Inc | Elektrischer Leiter |
| FR891451A (de) * | 1944-03-08 | |||
| FR1008218A (fr) * | 1950-01-11 | 1952-05-15 | Perfectionnement à la fabrication des bandes magnétiques portant un enregistrementsonore |
-
1952
- 1952-11-23 DE DEL13956A patent/DE973911C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
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|---|---|---|---|---|
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| FR1008218A (fr) * | 1950-01-11 | 1952-05-15 | Perfectionnement à la fabrication des bandes magnétiques portant un enregistrementsonore |
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