DE98363C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F11/00—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
- G07F11/46—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles from movable storage containers or supports
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- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Selbst-' Verkäufer für Briefmarken u. dgl., bei welchem
ein mit Taschen zur Aufnahme der Marken versehenes Band von einer Rolle ab- und an
einer Entnahmeöffhung vorbei auf eine zweite, nach Münzeneinwurf schrittweise gedrehte Rolle
aufgewickelt wird.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt
Fig. ι eine Vorderansicht der Vorrichtung für den Verkauf von Briefmarken,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 von
Fig· ι,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 4 einen waagrechten Schnitt mit theilweiser
Oberansicht,
Fig. 5 in gröfserem Mafsstabe einen Schnitt nach Linie 5-5 von Fig. 1,
Fig. 6 in gröfserem Mafsstabe einen Theil des Taschenbandes,
Fig. 7 einen Querschnitt desselben,
Fig. 8 die obere Ansicht einer Anordnung mit einer anderen Ausführungsform der Bewegungsvorrichtung
des Taschenbandes,
Fig. 9 im senkrechten Schnitt eine Einzelheit,
Fig. 10 in gröfserem Mafsstabe einen Schnitt durch eine Abart der Entnahmeöffnung mit
Schnitt durch das Taschenband,
Fig. 11 eine obere Ansicht derselben ohne
das Band und
Fig. 12 einen Theil einer Abänderung des
Taschenbandes.
In dem Gehäuse α (Fig. 1 bis 7) ist der zur
Aufnahme der Münzen dienende Theil durch eine Scheidewand von dem den Mechanismus
enthaltenden Theile getrennt. Das im Folgenden noch zu beschreibende Taschenband c ist
auf eine Rolle d gewickelt, und eine zweite Rolle e dient dazu, nach Einführen von
Münzen in die Vorrichtung bestimmte Längen des Taschenbandes aufzunehmen. Die beiden
Rollen d und e werden von einem Halter f getragen, der an dem Boden des Gehäuses b
(Fig. 3 und 4) angeschraubt ist.
Die Aufwickelrolle e ist mit einer Spiralfeder e1 versehen, die für gewöhnlich aufgezogen
ist, so dafs dieselbe bestrebt ist, das Taschenband c von Rolle d abzuwickeln und
auf Rolle e aufzuwickeln. Die Bewegung der Rolle e wird mittelst eines bekannten Gesperres
geregelt, das aus einem Sperrrade g und einer zweiarmigen Klinke h besteht, die am Halter f
um den Bolzen hl drehbar ist und einen nach
aufsen tretenden Arm i trägt, der der Einwirkung der Münze unterliegt..
Die Anzahl der Zähne des Sperrrades g entspricht der Anzahl der Taschen, die in einer
Länge des Bandes c enthalten sind, welche gleich ist dem Umfang der Aufwickelrolle e,
so dafs eine Hin- und Herbewegung des Armes i der Klinke h der Rolle e ermöglicht,
um einen Zahn. sich zu drehen, wobei eine Bandlänge von der Rolle d abgewickelt wird,
die gleich ist der Weite einer Tasche, welche die betreffende Briefmarke enthält. Das Taschenband
c wird an einem Stege j hinter der Oeffnung k des Gehäuses geführt, so dafs die
Briefmarken oder dergl. mittelst des Bandes
hinter diese Oeffnung k bei Einführung der Münzen nach einander eingestellt und aus den
Taschen des Bandes herausgenommen werden können.
Der Münzenkanal / hat genau die Breite und Weite, die dem Durchmesser bezw. der Dicke
der zu benutzenden Münzen entspricht, und ist so geneigt, dafs er die Münzen, welche in
ihn eingeführt werden, in den unteren Sammelraum b einführt. Der Arm i der Sperrklinke
h tritt gewöhnlich in den Münzenkanal durch einen Schlitz Z1 (Fig. 2, 3 und 4) vor,
so dafs die in den Kanal eingeführte Münze m auf den Arm / herabfällt. Zum Freimachen
der Münze m und Bethä'tigen des Mechanismus dient ein Stöfser n, der oben mit einem Knopf 0
versehen ist und, in einem Schlitz I2 des Münzenkanals / liegend, mittelst einer Feder ρ
für gewöhnlich gehoben gehalten wird. Der Stöfser η ist so ausgeführt, dafs, wenn der
Käufer auf den Knopf 0 drückt, der obere Theil der Münze m vom Stöfser η getroffen
wird, wodurch der Arm i der Klinke h aus dem Wege der Münze herausgebracht wird und
die Sperrklinke h aus dem Sperrrade g zurücktritt, so dafs die Aufwickelrolle e um einen
halben Zahn sich drehen und die Münze m in den Sammelraum b fallen kann. Eine an
den Gegenarm der Klinke angreifende Feder q bewegt dann sofort den Klinkenarm i in seine
Ausgangsstellung, so dafs das Sperrrad g um einen weiteren halben Zahn sich drehen kann
und das Taschenband c bei diesem Vorgang von der Rolle d auf die Rolle e in einer
Länge aufgewickelt wird, die gleich ist der Länge eines Zahnes, d. h. einer Länge, die der
Breite einer Tasche entspricht, welche eine Briefmarke oder dergl. enthält. Diese Briefmarke
wird daher hinter der Oeffnung k des Gehäuses so eingestellt, dafs sie vom Käufer
entnommen werden kann.
Um die Briefmarke cl so am Bande c zu
halten, dafs sie leicht herausgenommen werden kann, wenn sie hinter der Gehä'useöffnung
eingestellt wird, wird der untere Rand des Bandes c herumgefaltet, und die Kante des
herumgefalteten Theiles wird an den dahinter liegenden Theilen stellenweise festgenäht, und
zwar in Abständen von einander, die etwas gröfser sind als die Breite der Briefmarken.
Die Briefmarken werden dann in die auf diese Weise an der unteren Bandhälfte gebildeten
Abtheilungen oder Taschen c2 eingesteckt.
Die Taschen c2 sind fortlaufend bezeichnet. Die erste Tasche des Bandes, d. i. diejenige
Tasche, die zuletzt hinter die Oeffnung k des Gehäuses eingestellt wird, trägt die Bezeichnung
»Leer«, während die folgenden Taschen fortlaufend mit i, 2, 3, 4 u. s. w. bezeichnet sind,
so dafs, wenn eine Tasche hinter die Oeffnung eingestellt und die Briefmarke c1 herausgenommen
wird, die Nummer der Tasche die Anzahl der an dem Bande c noch befindlichen
Briefmarken anzeigt. Wenn die letzte Briefmarke hinter der Oeffnung k erscheint, so
trägt ihre Tasche die Bezeichnung »Leer«, so dafs der Käufer aufmerksam gemacht wird,
dafs weitere Briefmarken, ohne dafs vorher eine Füllung des Bandes vorgenommen wird,
nicht entnommen werden können. Die untere Hälfte der Oeffnung k ist mit Glas überdeckt
und die obere Hälfte enthält eine federnde Zunge r, die an einer Seite der Oeffnung befestigt
ist und mit ihrem freien Ende gegen das Taschenband drückt und dieses in passender
Weise führt. .
,Um ein leichtes Herausnehmen der Briefmarken c1 aus den Taschen zu ermöglichen,
ist die federnde Zunge r mit einem kleinen geneigten Vorsprung s versehen, so dafs, wenn
das Taschenband bei Einführung der Münze vorwärts bewegt wird, die Zunge r hinter
die vorrückende Briefmarke c1 gelangt und deren oberer Theil dadurch beim Weitergleiten
auf dem geneigten Vorsprung s nach aufsen gebogen wird, wie in Fig. 5 dargestellt, so
dafs die Briefmarke vom Käufer leicht aus der Tasche herausgenommen werden kann.
An dem Halter f ist eine Schleppfeder t angebracht, deren Arme auf die Abwickelrolle
d drücken und verhindern, dafs diese sich zu leicht mit dem Bande bewegt. Das
Gehäuse der Vorrichtung ist ferner , so angeordnet, dafs schnell und leicht ein Wiederfüllen
mit Briefmarken oder dergl. stattfinden kann. Beispielsweise kann die Vorderwand als
Klappwand eingerichtet werden, die herunterfällt, wenn man den Obertheil wegnimmt.
In dem Ausführungsbeispiel Fig. 8 und 9 ist das Taschenband c nicht auf eine Abwickelrolle
gewickelt. Vielmehr ist hier das Band gegen sich selbst gefaltet in einem besonderen
Behälter u untergebracht. Dieser Behälter u ist mit einer Oeffnung ul versehen, aus welcher
das Band c, zwischen Führungsrollen u2 geführt, nach aufsen heraustritt. In dem Behälter
liegt eine unter Federdruck gehaltene Platte u3, welche hinten gegen das zusammengefaltete
Band c drückt und dasselbe in fest geschlossener Lage erhält.
Die Aufwickelrolle e wird in diesem Falle mittelst des Stöfsers und der Münze unmittelbar
bewegt. Die Feder el ist hier in Fortfall gekommen
und das Schaltrad g wird weiter geschaltet mittelst eines bei v1 drehbaren Hebels v,
der einen hinteren Arm ν2 trägt, auf welchen die eingeführte Münze fällt. Das vordere Ende
des Hebels ν stellt eine bei v3 drehbare Klinke
dar, die, wenn der Schalthebel mittelst der Münze m in die in Fig. 8 punktirt gezeichnete
Stellung gebracht wird, festen Anschlag am
Hebel derart hat, dafs sie die Rolle e nach Richtung des Pfeiles χ dreht und das Band c
um ein Mafs vorbewegt, welches einem Zahn des Schaltrades g entspricht. Der Schalthebel ν
wird, sobald die Münze m den Arm v% verlassen
hat, mittelst einer Feder w in die Ausgangsstellung zurückgebracht, wobei der Klinke
durch das Gelenk v% ermöglicht ist, auf dem
Schaltrad g auszuweichen. . Um die Rolle e in der jeweiligen Einstellung nach Einführung der
Münze vorläufig festzuhalten, ist ein Sperrstift j^ vorgesehen, der in Einschnitte yl der
Rolle eintreten kann. Die Anzahl dieser Einschnitte y1 entspricht, der Anzahl der Zähne
des Schaltrades g.
Statt das Band c, wie beschrieben und in Fig. ι bis 7 dargestellt, herumzufalten, kann es
auch, wie in Fig. io und 12, auf Mitte seiner
Breite herumgefaltet werden, so dafs die Briefmarken oder dergl. frei aus dem Bande heraustreten.
Der obere Theil des FührungsstUckes j (Fig. 10 und 1 1) tritt hier in der Entnahme-Öffnung
k gegen den unteren Theil zurück und das Taschenband c geht durch einen
Kanal, der durch die Glasplatte im- unteren Theil der Oeffnung k und die Vorderseite des
unteren Theiles des Stückes j gebildet wird. Dieser Kanal ist so hoch, dafs das Band c
vollständig darin eingeschlossen ist. Die Briefmarke c1 tritt aus einem Schlitz j1 am oberen
Theil des Kanals, wie in Fig. 1.0 dargestellt, heraus. Bei dieser Einrichtung kommt die
Zunge r als unnöthig in Fortfall, da man durch die Oeffnung k hier nicht an das Band herangelangen
kann.
Claims (3)
1. Selbstverkäufer für Briefmarken, u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit
Taschen (C1J zur Aufnahme der Marken versehenes
Band (c) von einer Rolle (d) ab- und an einer Entnahmeöffnung (k) vorbei
auf eine zweite, nach Münzeneinwurf in bekannter Weise schrittweise gedrehte Rolle (e) aufgewickelt wird.
2. Ausführungsform des Selbstverkäufers nach Anspruch 1, gekennzeichnet durchT eine
federnde Zunge (r) zum Bedecken des in der- Entnahmeöffnung (k) vortretenden
Theiles des Taschenbandes (c) und einen geneigten Vorsprung (sj an dieser. Zunge,
um die Briefmarken (C1J oder dergl. beim Einstellen gegen die Entnahmeöffnung (k)
behufs leichter Entnahme herauszubiegen.
3. Ausführungsform des Selbstverkäufers nach Anspruch 1 , bei welcher der obere Theil
des Führungsstückes (j) in der Entnahme-Öffnung (k) gegen den unteren Theil zurücktritt
und das Taschenband durch einen Kanal geht, der durch eine Glasplatte und die Vorderseite des unteren Theiles des
Stückes (jj in der Weise gebildet wird, dafs das Taschenband völlig bedeckt wird
und das Werthzeichen aus einem Schlitz (J1J
am oberen Kanaltheil heraustritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98363C true DE98363C (de) |
Family
ID=369334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98363D Active DE98363C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE98363C (de) |
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